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Google dominiert das Web: Chrome weit vorne, Suchmaschine weit vorne

Seit vielen Jahren ist NetMarketshare die Instanz, wenn es darum geht, tatsächliche Verwendung von Systemen und Browsern akkurat zu ermitteln. Anders als die meisten Daten zum Marktanteil bestimmter Produkte setzt NetMarketshare darauf, die Serverstatistiken unzähliger weltweit vertretener Internetangebote auszuwerten. Zunächst einmal die wenig überraschende Erkenntnis: Auch 2020 ist Windows natürlich das absolut dominierende Desktop-Betriebssystem und brachte es auf 88 Prozent der erfassten Zugriffe. Mit 9,44 Prozent folgt macOS auf dem zweiten Platz. Beides ist ein über die letzten Jahre hinweg ziemlich konstanter Wert, der lediglich um rund einen Prozentpunkt schwankte. Nach einzelnen Versionen aufgeschlüsselt führt Windows 10 (49 %) vor Windows 7 (32,4 %) und macOS 10.14 (4,8 %).


Chrome dominiert Desktop und Mobile
Deutliche Entwicklungen gab es hingegen im Browsersegment, das Google mit dem erfolgreichen Chrome-Browser immer klarer anführt. Knapp 67 Prozent der Zugriffe entfiel auf Chrome, wobei es sich hier um den Traffic von herkömmlichen Computern handelt. Mobile Zugriffe wertet NetMarketshare gesondert aus. Vor vier Jahren hatte Chrome in der gleichen Statistik lediglich knapp 56 Prozent erhalten, vor zwei Jahren waren es 61,5 Prozent. In den vergangenen 12 Monaten pendelte sich der Wert hingegen bei kontinuierlich leicht über oder leicht unter besagten 67 Prozent ein. Firefox kommt gerade einmal noch auf 8 Prozent, Edge auf 7 Prozent, Safari auf 4,2 Prozent. Im Mobilsektor liegt Chrome bei 64 Prozent, Safari bei 27,3 Prozent.

HTTPS und Suchmaschinen
Entfielen vor genau zwei Jahren noch rund 37 Prozent der Zugriffe auf unverschlüsselte HTTP-Seiten, so waren es im Januar 2020 nur noch 17,7 Prozent. Zuletzt noch ein paar Worte zu den beliebtesten Suchmaschinen: Google führt die Aufstellung sowohl bei Desktop- als auch Mobilzugriffen klar an. Besonders deutlich ist die Dominanz unter Mobilnutzern, hier sind es 91 Prozent. Bing hat sich unter Desktop-Nutzern rund 11 Prozent Marktanteil erarbeitet.

Kommentare

Eventus
Eventus03.02.20 13:12
Zu Chrome will ich mich nicht äussern, denn ich kenns nicht wirklich. Aber bei den Suchmaschinen liefert mir DuckDuckGo die besten Resultate, unbeeinflusst von bezahlten Platzierungen, zudem übersichtlicher und ohne Datensammeln.
Live long and prosper! 🖖
+8
trigunas10803.02.20 13:27
Mich persönlich nervt die Google Suche zunehmend. Eigentlich wird über den Suchenden nur noch Kommerz ausgeschüttet. Die obersten 4 Suchergebnisse bezahlte Anzeigen die untersten 3 das Gleiche. Und dazwischen tummeln sich auch nur Angebote die SEO optimiert und damit Kommerz orientiert sind.
+6
Wanderstein03.02.20 13:48
Hm... ich verwende im Büro ab und zu Bing. Da Bing bei uns die voreingestellte Suchmaschine ist, und unsere IT mich das nicht ändern lassen will, verwende ich immer dann Bing, wenn ich eine Suche direkt in die Adresszeile von Edge tippe, weil ich vergessen habe, vorher Google aufzurufen.

Ich frage mich jetzt, wie viele Menschen Bing wohl „versehentlich“ nutzen so wie ich, und wie die Statistik wohl aussähe, könnte man diese Fälle heraus rechnen...
+1
ratti
ratti03.02.20 13:57
Eventus
Zu Chrome will ich mich nicht äussern, denn ich kenns nicht wirklich. Aber bei den Suchmaschinen liefert mir DuckDuckGo die besten Resultate, unbeeinflusst von bezahlten Platzierungen, zudem übersichtlicher und ohne Datensammeln.
Der Benefit von Google besteht ja gerade darin, dass sie Daten sammeln und die Suche damit personalisieren.

Wenn ich irgendwas mit „Apple“ suche, dann „weiss“ Google halt, dass ich dauernd irgendwas mit macOS schraube und keine Rezepte für Apfelkuchen suche. Oder dass ich vermutlich die Königstrasse in Hamburg suche, nicht in München.

Man mag dafür oder dagegen sein, aber es ist halt ein Unterschied. Kann jeder mit einem Incognito-Fenster ausprobieren.
0
shotekitehi
shotekitehi03.02.20 14:05
weitere Suchmaschinenen Alternative: Ecosia - ökologische Suchmaschine mit Sitz in Berlin. Ergebnisse von Bing.
Spenden den Großteil der Erlöse in Umweltprojekte, daher muss der Werbeblocker für die Seite ausgeschalten werden ...
Auf der Schachtel stand: ‘Benötigt Windows XP oder besser’. Also habe ich mir einen Mac gekauft.
+1
evanbetter
evanbetter03.02.20 14:22
Eventus
Zu Chrome will ich mich nicht äussern, denn ich kenns nicht wirklich. Aber bei den Suchmaschinen liefert mir DuckDuckGo die besten Resultate, unbeeinflusst von bezahlten Platzierungen, zudem übersichtlicher und ohne Datensammeln.

Ich nutze auch immer DDG (mir ist Google sehr unsympathisch, ich glaube ihr "Gut sein"-Gehabe nicht) - aaber, ich muss zugeben, dass Google die besseren Resultate liefert, sei es von der Anzahl her oder von der Akkuratesse.

Startpage.com grast Google annonym ab für dich.

Und Chrome kommt doch Google grad recht als Datenschleuder im eigenen Dienst.
Wer zuletzt lacht, hat's zuletzt geschnallt.
+1
Eventus
Eventus03.02.20 14:23
ratti
Der Benefit von Google besteht ja gerade darin, dass sie Daten sammeln und die Suche damit personalisieren.
Was toll wäre, würden sie die Ergebnisse unverfälscht vom eigenen kommerziellen Interesse personalisieren. Aber diesen Eindruck hab ich nicht. Im Gegenteil, die denkbaren Vorteile werden erdrückt von personalisierter Werbung.
Live long and prosper! 🖖
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Stefan S.
Stefan S.03.02.20 16:38
Wanderstein
Ich frage mich jetzt, wie viele Menschen Bing wohl „versehentlich“ nutzen so wie ich, und wie die Statistik wohl aussähe, könnte man diese Fälle heraus rechnen...
Mein Vater hat Google als Startseite.
Wenn ich ihm sage, gib mal "www.tolleseite.de" in die Adresszeile, dann gibt er das immer in Google ein :'(
Da gäbe es auch viel herauszurechnen...
+3
Eventus
Eventus03.02.20 17:02
Stefan S.
Schlimmer noch, wenn das bei Kunden passiert: «Sie können sich Ihre neue Seite ‹www.neueseite.ch› jetzt online ansehen. — Nein, die geht nicht. — Moment bitte, ich prüfe das nochmals selber … also, sie ist online. Wie haben Sie die Adresse eingegeben? — Na, da im Feld in der Mitte. Wo man ins Internet geht mit Google.»

Viel Spass beim Erklären, dass die Seite online ist, auch wenn Google sie noch nicht anzeigt … 🙄😒
Live long and prosper! 🖖
+3
ratti
ratti04.02.20 08:50
Eventus
ratti
Der Benefit von Google besteht ja gerade darin, dass sie Daten sammeln und die Suche damit personalisieren.
Was toll wäre, würden sie die Ergebnisse unverfälscht vom eigenen kommerziellen Interesse personalisieren.
Ich frage mich manchmal so Sachen: Hat man vor 30 Jahren geglaubt, die Spende von Kugelschreibern und Schreibblöcken der örtlichen Bank für die Kinderspiele auf der Sportwoche des Dorfvereins, alle schön mit Firmenlogo drauf — dass das uneigennützig und ohne kommerzielles Interesse war?

Google's Suchergebnisse sind Werbegeschenke.

Es liegt in der Aufgabe des Empfängers, das abzuwägen. Auch die Alternativen werden ein Geschäftsmodell haben, das irgendwie Betrieb+Gewinn abwirft. „Bäume pflanzen, weil ihr unseren Service nutzt“, ohne dass irgendwo (und vor allem: IrgendWIE!) hinten Geld rausfällt — glaube ich nicht.
+1
gegy
gegy04.02.20 09:15
Schon seit Jahren:
Browser: Vivaldi
Suchmaschine auf allen Geräten: DuckDuckGo

Bin sehr zufrieden damit.
+1
Eventus
Eventus04.02.20 09:23
ratti
Ich frage mich manchmal so Sachen: Hat man vor 30 Jahren geglaubt, die Spende von Kugelschreibern und Schreibblöcken der örtlichen Bank für die Kinderspiele auf der Sportwoche des Dorfvereins, alle schön mit Firmenlogo drauf — dass das uneigennützig und ohne kommerzielles Interesse war?
Es war und ist den meisten Leuten klar, dass dies Werbung war – natürlich auch im Eigeninteresse der Bank. Den meisten Leuten ist aber nach wie vor nicht klar, wie Google zu Geld kommt – die meisten würden wohl sagen, Google verkaufe Anzeigen oder: «Die verkaufen ja diese Handys, wo nicht von Apple sind.»
Live long and prosper! 🖖
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breaker
breaker04.02.20 09:57
Gestern zumindest hat das ZDF Androids / Googles Datensammelwut gedisst:
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Pixelmeister04.02.20 14:24
Tja, Google hat dem Browser-Markt fest im Griff, den Internet-Werbemarkt sowieso, dazu den Suchmaschinen-Markt, den Markt für Online-Video (YouTube) und den für Webseiten-Analyse (Analytics). Zudem definieren sie zunehmend Standard-Formate, z.B. für Video und -Protokolle und sie entwickeln Android, die meistbenutzte Handy-Plattform inkl. des meistfrequentierten App-Stores und der meistverwendeten Karten-App. Zusätzlich sind sie einer der größten Cloud-Anbieter und hosten wahrscheinlich die meisten Fotos ihrer Nutzer. Google GEHÖRT quasi das ganze Internet – vom Anfang bis zum Ende der Verwertungskette.

Wer noch nicht darüber nachgedacht haben sollte, der sollte es mal tun.
+3
sierkb04.02.20 15:23
Zeit.de (26.01.2020): Vinton Cerf: "Das ist bestimmt nicht die Welt, die ich wollte"
Vinton Cerf gilt als einer der Väter des Internets. Wie sieht er seine Schöpfung heute? Ein Gespräch über Shakespeare, Graffiti und Googles Verletzlichkeit

IGF 2019, Berlin (20.12.2018): Google-Evangelist Vinton G. Cerf: „Wir sollten in beide Richtungen schauen, bevor wir ins Internet gehen“
Vinton G. Cerf, „Chief Internet Evangelist“ bei Google, gilt als einer der „Väter des Internets“. Im Vorfeld des Internet Governance Forum 2019 sprachen wir mit Cerf über die Entwicklung des Internets, dessen gegenwärtige Gestalt und die Herausforderungen einer globalen Internetregulierung.

FAZ (12.12.2016), Vint Cerf: Menschenrechte im Netz: Das offene Internet verteidigen

ITWorld (13.10.2011): Vint Cerf on Google's privacy practices and how getting tagged in a multitude of online media is disconcerting

Networkworld (09.05.2011): Living Legend: Vint Cerf on the Internet and out-of-this-world communications
Vint Cerf wants to build the interplanetary Internet

The Caret: Interview: Vint Cerf
One of the "fathers of the internet," Vint Cerf was instrumental in the development of TCP/IP technology as well as the first commercial email system. Today he serves as Google's Internet Evangelist and sits on several boards, including the Council on CyberSecurity. He's received many awards, including the National Medal of Technology, the Turing Award and the Presidential Medal of Freedom.

ZDNet (09.09.2005): TCP/IP-Erfinder Vinton Cerf geht zu Google
Der 62-jährige Manager war bislang für MCI tätig

Spiegel (09.09.2005): Netz-Ikone Vint surft für Google
Mit Vint Cerf, Mitentwickler des Internet-Grundprotokolls TCP/IP, leistet sich Google einen prominenten "obersten Internet-Propheten". Cerf selbst sagt, dahinter stecke weit mehr als ein PR-Gag: Er habe sich regelrecht um den Job beworben.

Google Research: People: Vinton G. Cerf

Wikipedia (de): Vinton G. Cerf
Wikipedia (en): Vinton G. Cerf

Wikipedia (de): Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP)
Wikipedia (en): Internet protocol suite
Wikipedia (de): Transmission Control Protocol (TCP)

Wikipedia (de): ARPANET
Wikipedia (en): ARPANET
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