Bericht: Meta plant Massenentlassungen – KI-Pläne gescheitert?


2022 verkündete das Management von Meta das „Jahr der Effizienz“ – und setzte den Rotstift an: 11.000 Mitarbeiter mussten damals das Unternehmen verlassen, was 13 Prozent der gesamten Belegschaft entsprach (siehe
hier). Meta scheint nun einmal mehr den Plan zu verfolgen, sich von zahlreichen Angestellten zu trennen. Der Grund hierfür ist wohl künstliche Intelligenz: Diese verspricht, bei umfangreichen Arbeiten Unterstützung zu leisten. Allerdings kann Meta möglicherweise die hoch gesteckten Erwartungen hinsichtlich der hauseigenen KI-Modelle nicht erreichen.
Meta: Muss ein Fünftel der Belegschaft gehen?Reuters berichtet von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen, welche sich der Nachrichtenagentur gegenüber äußerten: Meta plane umfassende Entlassungen, welche 20 Prozent oder mehr der Belegschaft betreffen würden. Er gebe noch keinen Termin und das genaue Ausmaß sei noch nicht bekannt, so die Quellen. Die oberste Führungsebene habe aber kürzlich andere leitende Angestellte über die geplanten Maßnahmen informiert. Derart drastische Kürzungen wie nun vorgesehen gab es in der Geschichte des Unternehmens noch nicht.
Enorme Investitionen in KI …Für diesen drastischen Schritt gibt es mehrere Erklärungen. Beispielsweise deutete CEO Mark Zuckerberg Effizienzgewinne durch KI an: Er beobachte, dass „Projekte, die früher große Teams erforderten, jetzt von einer einzigen sehr talentierten Person realisiert werden“. Das Unternehmen fiel zuletzt aber auch durch hohe Investitionen in KI auf. Bis 2028 sollen 600 Milliarden US-Dollar in den Bau von Rechenzentren fließen. Meta zögerte zudem nicht damit, KI-Talente von Apple abzuwerben und ihnen eine außergewöhnlich hohe Vergütung in Aussicht zu stellen.
… mit einem bescheidenen Ergebnis?Tatsächlich scheint Meta jedoch auch mit der Entwicklung eines neuen KI-Modells nicht wie gewünscht voranzukommen: Laut
New York Times entspricht das Modell mit dem Codenamen „Avocado“ nicht den Erwartungen und muss sich der Konkurrenz von Google, OpenAI und Anthropic geschlagen geben. Metas KI-Abteilung habe sogar in Betracht gezogen, ähnlich wie Apple Gemini zu lizenzieren – angesichts der enormen Investitionen von Meta käme dies einem massiven Scheitern gleich.