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Easter Eggs – Kleine Überraschungen in macOS

Mac-Entwickler haben sich über die Jahrzehnte auf unterschiedlichen Wegen in ihren Werken verewigt. Den Grundstein legten wahrscheinlich die Signaturen des ursprünglichen Macintosh-Teams auf der Innenseite des Gehäuses. Auch im Betriebssystem und in Apps erschienen gelegentlich die Namen der Entwickler – mehr oder minder gut versteckt. Die Konzernleitung unterband diese Praxis zwar, doch tauchten über die Jahre einige Späße für Eingeweihte, Features oder Reverenzen auf. Der Begriff „Easter Eggs“ etablierte sich – weil man sie manchmal lange suchen musste.


Historisch: Breakout-Klon mit Entwicklernamen
In System 7.5 musste man den Text „secret about box“ in einem Editor (z.B. Simple Text) markieren und auf den Schreibtisch ziehen, damit das Osterei erschien: ein Fenster mit farbig hinterlegtem Entwicklernamen, welches sich als interaktives Spiel entpuppte. Der Mauszeiger steuerte einen Schläger, mit dem der Nutzer einen Ball immer wieder in Richtung Namensliste schickte. Nach und nach dezimierte man so die Mauer der Namen – so wie beim Atari-Klassiker. Dies lässt sich noch heute im Browser-Emulator von Infinitemac nachempfinden.

Spielen mit Entwicklern: Die „Secret About Box“ von Mac OS 7.5.3 war interaktiv. (Quelle: Infinite Mac)

Aktuell in macOS
Derzeit finden sich kaum (bekannte) Easter Eggs in macOS. Howard Oakley listet einige Beispiele auf, welche er aufspüren konnte. Gibt man etwa „Clarus“ oder „moof“ im Suchfeld der Emoji-Palette ein, erscheinen zwei Resultate: Hund und Kuh – eine Reminiszenz an das 1983 von Susan Kare gestaltete Pixelsymbol, welches bei der Orientierung von Druckseiten helfen sollte. Ein tatsächliches Mischwesen zwischen Kuh und Hund erscheint hier allerdings nicht.

Sucht man in der Emoji-Palette nach Clarus oder moof, erscheinen zwei Treffer: Hund und Kuh.

Hanfblatt in Schach-App?
Zudem entdeckte Oakley ein Bild namens borders.png mit fünffingrigen Blättern, die sich innerhalb der Schach-App unter Contents/Ressources/Styles/Grass“ verbirgt. Dies erschien ihm seltsam, da Schach lediglich drei Stile anbietet. Doch in früheren Versionen der Brettspielsimulation gab es den Stil „Gras“ – und die Textur kam zum Einsatz. Zudem ähnelt das abgebildete Blätterwerk dem Hanf nur entfernt: Den gefiederten Blättern fehlt die Sägezahnkante. Vielleicht handelt es sich ja um Mönchskraut, einen nahen Verwandten, dessen Blätter ungezähnt bleiben.

Die Schach-App unter macOS 13 (Ventura) bot noch die Einstellung „Gras“ für ein grünes Spielfeld.

Heute subtiler (und seltener)
In aktuellen Versionen werden kaum noch Easter Eggs entdeckt. Das jüngste Beispiel stammt aus der iPad-App: Das Lupen-Symbol in der Datei-öffnen-Ansicht der mobilen Vorschau lässt sich mit dem Finger bewegen und vergrößert tatsächlich den darunterliegenden Inhalt.

Die Lupe im Öffnen-Dialog der iPad-Version von Vorschau zeigt dynamische Vergrößerungseffekte.

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