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Bleiben zukünftige iPhones beim Aluminium? Leaker widerspricht Titan-Gerüchten

Titan sollte das iPhone Pro von der Konkurrenz abheben, so war zumindest der Plan: Apple hob während der Vorstellung des iPhone 15 Pro im September 2023 das Material besonders hervor: Besonders leicht und trotzdem stabil sei die Konstruktion mit dem hochwertigen Metall. Doch hielt die Begeisterung nur zwei Jahre: Bereits das iPhone 17 Pro setzte wieder auf Aluminium. Vor kurzem behauptete ein Leaker, dass Apple bald zu dem Ultraleichtmetall zurückkehren möchte. Dem widerspricht nun eine andere Stimme: Aus technischen Gründen sei Apple gewissermaßen zur Verwendung von Aluminium verdammt.


Entscheidend für die Wahl des Werkstoffs ist eine physikalische Eigenschaft abseits von Gewicht und Verformungsresistenz – seine Wärmeleitfähigkeit. Titan weist einen Wert von 22 W/(m*K) auf – ein Wert ungefähr auf Höhe von rostfreiem Stahl. Reines Aluminium bringt es auf 235 W/(m*K), leitet überschüssige Wärme also zehnmal so schnell ab wie das leichtere Titan.

Wärmeleitfähigkeit
Material λ in W/(m*K)
Quecksilber 8,3
Edelstahl 15 – 25
Titan 22
Zirkonium 22,6
Aluminiumoxid 28
Chromstahl 30
Messing 120
Magnesium 156
Aluminium 236
Gold 314
Kupfer 401
Silber 429
(Quelle: Wikipedia)

Aluminium ist bester Kompromiss
Damit ist Aluminium derzeit der beste Kompromiss aus Langlebigkeit, Wärmeleitfähigkeit, geringem Gewicht und Preis. Noch schneller verteilen lediglich Gold, Kupfer und Silber die auftretende Wärme. Diese sind jedoch allesamt deutlich schwerer, teurer und bei weitem nicht so stabil. Kupfer und Silber würden zudem recht schnell auffällig oxidieren. Wie wichtig Temperaturregulierung ist, zeigt eine weitere Innovation des iPhone 17 Pro: Apple integrierte erstmals eine Dampfkammer, um Hitze schnell ableiten zu können.

Oxidschicht als Vorteil
Aluminium ist ebenfalls von einer Oxidschicht überzogen; diese erweist sich jedoch als stabile Schutzschicht vor weiterer Korrosion. Die elektrolytische Oxidation von Aluminium ist ein umfangreich erforschter Prozess, welcher die Materialstabilität erhöht. Zudem gibt es verschiedene etablierte Verfahren, Farbe einzubringen. Das könnte ein weiterer Grund für ein Verweilen bei Aluminium sein: Die Rückkehr zum Aluminium bei iPhone 17 Pro nutzte Apple, um ein knalliges Cosmic Orange zu verwenden – eine äußerst beliebte Farbe. Gleichzeitig bremst die Oxidschicht die Wärmeabstrahlung beträchtlich; doch mit 28 W/(m*K) liegt deren Wärmeleitfähigkeit immer noch 27 Prozent über der von Titan.

Liquidmetal ist weiterhin Zukunftsmusik
Seit vielen Jahren forscht Apple an der Verwendung von Liquidmetal; hierbei handelt es sich um Metalllegierungen, bei denen sich keine Kristallstruktur bildet. Diese verwenden in großen Anteilen das Element Zirkonium und sollen besonders vorteilhafte Eigenschaften aufweisen; jedoch stellen aufwendige Verarbeitungsprozesse eine große Herausforderung dar. Wie sich das Material bezüglich der Wärmeleitfähigkeit verhält, ist unbekannt; der Hauptbestandteil Zirkonium weist einen Wert von 22,6 auf – so niedrig wie Titan.

Kommentare

thomas b.
thomas b.29.05.26 12:28
Demnächst: Das iPhone Argentum mit überragender Wärmeleitfähigkeit aus 925er Sterlingsilber, das passende Poliertuch für $49.
0
Frost29.05.26 12:43
Leichteres Titan, wer kommt denn auf so eine Idee?

Vergleicht doch bitte erst mal die Dichte von Titan und Aluminium, dann werdet ihr sehen das Aluminium deutlich leichter ist als Titan.

Der Rahmen von dem Titan iPhone war auch nie aus Titan gewesen, es war schon immer nur ein Aluminium Rahmen bei den Geraeten.
Bei dem Titan iPhone war lediglich eine duenne Titan Folie/Blech aussen auf den Rahmen aus Aluminium gebondet gewesen. Die Aussenseite war schon aus Titan, der grossteil des Rahmens selbst aber aus Aluminium, dieses laesst sich auch deutlich preiswerter in der Massenproduktion bearbeiten.
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