Antwort auf das MacBook Neo finden: Intels neuer Prozessor für günstige, kompakte Notebooks


Das MacBook Neo setzt den Markt unter Druck, denn Geräte zu ähnlichen Preisen wirken längst nicht so hochwertig wie Apples günstiges Notebook. Dazu kommt die Effizienz des verbauten A18-Chips, welcher sich hinsichtlich der Performance jedoch ebenfalls nicht verstecken muss. Wie es mehrfach hieß, haben die namhaften Hersteller derzeit keine richtige Antwort parat, wie sie Apples Vorstoß entgegnen sollen. Der Asus-CEO
bezeichnete das Neo gar als Schock für die gesamte Branche. Von Intel erscheint hingegen demnächst ein neuer Prozessor, der sich an Notebooks in diesem Preissegment richtet.
Benchmark: Bis zu 21 Prozent schneller als der A18 Pro...Obwohl häufig zu lesen ist, dies sei eine Reaktion auf das MacBook Neo, hat Intel aber sicher nicht erst in den letzten Monaten mit der Entwicklung begonnen. Stattdessen bietet die Roadmap anderen Herstellern die Möglichkeit, bald auf das MacBook Neo zu reagieren. Konkret handelt es sich um einen Chip der neuen "Wildcat Lake"-Plattform, der innerhalb der "Core 300 Series" vor allem für günstige mobile Geräte gedacht ist. Erste Benchmarkergebnisse sind inzwischen
aufgetaucht: In Multicore-Tests soll der Chip bei gleicher Kernanzahl rund 21 Prozent schneller sein als Apples A18 Pro, bei der Leistung pro Core liegen beide Prozessoren demnach nahezu gleichauf.
...aber das ist nur die halbe WahrheitAllerdings gibt es natürlich noch die Frage nach dem Energiebedarf. Ein von Tom’s Hardware
beschriebener "Wildcat Lake"-Referenzrechner arbeitet mit mehreren CPU-Leistungsstufen, darunter 17 Watt dauerhaft, 22 Watt für kurze Zeit, bis zu 35 Watt in Spitzen sowie einem 11-Watt-Modus ohne Lüfter. Der A18 Pro liegt durchschnittlich bei 4 Watt und kann nur sehr kurz auf bis zu 10 Watt gelangen. Es mag also einen Leistungsabstand bei Nutzung aller Kerne geben, dieser ist jedoch durch höheren Stromverbrauch erkauft – und betrifft zudem nur kurzfristige Benchmark-Werte, nicht zwingend die Leistung unter dauerhafter Auslastung.
Billige Windows-Notebooks dürften weiterhin billig anmutenDazu kommt noch ein weiterer Aspekt, denn selbst wenn es besagten neuen Intel-Prozessor gibt, macht das aus einem sehr günstigen Windows-Notebook weiterhin kein MacBook Neo. Gehäuse, Trackpad, Display, Lautsprecher oder Software-Erlebnis, all das ist bei preiswerten Geräten meist alles andere als besonders hochwertig. Apple erreicht das Preis-/Leistungsverhältnis des Neo unter anderem dadurch, essenzielle Komponenten wie den A18-Chip unvergleichlich günstig zu erhalten (siehe
Artikel). Es dürfte somit im Windows-Lager mehr als herausfordernd sein, eine Antwort zu finden.