Auch 2022 noch ein Problem? Apple-Zulieferer TSMC und Foxconn kämpfen mit Chip-Engpässen

Aktuell sehen sich viele Unternehmen mit einem veritablen Problem konfrontiert: Die weltweite Chip-Knappheit zieht immer weitere Kreise und macht auch Akteure abseits der IT-Branche zunehmend zu schaffen. Selbst Automobilkonzerne wie Volkswagen und Ford müssen zwischenzeitliche Stopps ihrer Produktion in Kauf nehmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Oftmals können die Fertigungskapazitäten nicht mit der gestiegenen Nachfrage nach elektronischen Geräten mithalten, außerdem verzeichnen viele Hersteller aufgrund der Pandemie Probleme bei den Lieferketten. Auch der taiwanische Anbieter TSMC wird der Auftragslage nicht mehr Herr.


TSMC reagiert auf Kapazitätsengpässe
TSMC spielt als Auftragsfertiger für Apple-Geräte bereits seit vielen Jahren eine bedeutsame Rolle. Dabei bleibt es auch: Chips von TSMC werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zukünftig in vielen Geräten wie iPhones und Macs Verwendung finden. Wie Reuters nun berichtet, kann TSMC mit der hohen Nachfrage nach Chips kaum Schritt halten: Das Unternehmen erklärte, alles zu tun, um den Output zu steigern. Man habe Grundstücke und die nötige Ausstattung erworben und mit dem Bau neuer Einrichtungen begonnen, so CC Wei, CEO des Unternehmens. Ferner gedenke TSMC mehrere Tausend neue Mitarbeiter einzustellen und die Kapazitäten an den Standorten zu erhöhen. Eine allzu schnelle Entspannung der Lage sei aber nicht in Sicht: TSMC rechnet damit, dass die Lieferengpässe auch im nächsten Jahr nicht verschwinden.

Schwerwiegende Folgen für Apple
In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Pat Gelsinger, CEO von Intel. Gegenüber der Washington Post erklärt er, dass die Chip-Knappheit noch „ein paar Jahre“ andauern werde. Neben TSMC gab ein weiterer für Apple wichtigerer Zulieferer Schwierigkeiten bekannt: Foxconn erklärte in einer Meldung von Nikkei, dass der Mangel an Chips bis zum zweiten Quartal 2022 anhalte. Für Apple könnte diese Entwicklung natürlich unangenehme Folgen nach sich ziehen: So gibt es bereits Vermutungen, dass Cupertino das kommende Event „Spring Loaded“ in den April verschoben hat, da der Fertigungsprozess neuer Geräte ins Stocken gekommen sei (siehe ).

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