Verschiebung von Siri AI: Apple muss zahlreiche iPhone-Besitzer entschädigen


Nehmen Unternehmen in den Vereinigten Staaten von Amerika den Mund zu voll, liefern dann aber nicht wie versprochen, kann das sehr teuer werden. In aller Regel finden sich nämlich zahlreiche betroffene Kunden sowie Anwälte, die eine Sammelklage einreichen, auch bekannt als Class Action Lawsuit. Ist diese erfolgreich, kommt es zu mehr oder weniger hohen Entschädigungszahlungen, die sich zu Millionen- oder gar Milliardenbeträgen summieren können. Apple durfte diese Erfahrung aus verschiedenen Gründen bereits mehrfach machen. Jetzt muss das kalifornische Unternehmen in den USA wieder einmal zahlen – und zwar wegen Siri AI, einem Feature also, welches nicht wie von Apple vorgesehen fertig wurde und somit erst in diesem Herbst auf iPhones, iPads und Macs zur Verfügung stehen wird.
Verschiebung von Siri AI kostet Apple 250 Millionen US-DollarGenau diese Verzögerung ist auch der Grund dafür, dass Apple in den Vereinigten Staaten insgesamt 250 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen muss. Im Mai dieses Jahres erklärte sich das Unternehmen damit vor dem zuständigen Gericht einverstanden, um eine entsprechende Sammelklage beizulegen. Diese war bereits im Frühjahr 2025 eingereicht worden, kurz nachdem Apple die Veröffentlichung von Siri AI verschoben hatte. Ursprünglich hatte der iPhone-Hersteller die meisten Funktionen des neuen KI-basierten Sprachassistenten bereits in iOS 18 integrieren wollen, das gelang jedoch aus diversen Gründen nicht (siehe
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Siri AI: Vollmundig angekündigt und dann nicht geliefertApples Problem in dieser Angelegenheit: Das Unternehmen hatte Siri AI schon auf der WWDC im Jahr 2024 vollmundig angekündigt und auf den hauseigenen Webseiten prominent beworben. Zudem lief im Fernsehen ein entsprechender Werbespot mit dem Game-of-Thrones-Star Bella Ramsey. Als das Feature dann auf sich warten ließ und schließlich offiziell verschoben wurde, kam es zur genannten Sammelklage. Apple argumentierte in dem Verfahren zwar, man habe einige der 2024 in Aussicht gestellten Funktionen tatsächlich schon ausgerollt. Letztlich willigte das Unternehmen allerdings in die Entschädigungszahlung ein, um sich darauf zu fokussieren, den Kunden die „innovativsten Produkte und Dienste liefern zu können“.
Bis zu 95 US-Dollar für iPhone-Käufer in den USA, EU-Kunden außen voriPhone-Besitzer in den USA können ihren Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe bis zu 95 US-Dollar jedoch voraussichtlich erst in einigen Monaten geltend machen. Das Gericht muss zuvor nämlich noch eine abschließende Entscheidung fällen, wie
MacRumors berichtet. Dabei handelt es allerdings um eine Formalität. Eine Zahlung erhalten nur US-Kunden, die ein iPhone 15 Pro (Max) oder ein iPhone 16 (alle Modelle) zwischen 10. Juni 2024 und 29. März 2025 erworben haben. iPhone-Besitzer in der EU gehen naturgemäß leer aus, da das Verfahren sie nicht betraf und Siri AI in der Europäischen Union ohnehin zunächst nicht auf iPhones zur Verfügung stehen wird.