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Apple verklagt ChatGPT-Hersteller OpenAI

Seit zwei Jahren arbeiten Apple und OpenAI eigentlich zusammen, um Siris Recherchefähigkeiten zu verbessern. Doch die Kooperation weist schon seit einiger Zeit Risse auf: Vor zwei Monaten wurde bekannt, dass OpenAI offenbar eine Klage vorbereitet. Ferner finden sich mittlerweile einige ehemals Apple-Angestellte in den Reihen von OpenAI wieder – allen voran Apples einstiger Chef-Designer Jony Ive.


Nun scheint die Stimmung zwischen den beiden Firmen aber auf einem neuen Tiefpunkt angekommen zu sein, denn Apple wandte sich wohl im Februar 2026 an OpenAI bezüglich diverser Verletzungen von Firmengeheimnissen. Laut Apple soll diese Anfrage jedoch auf taube Ohren gestoßen sein, denn OpenAI reagierte nicht.

Klage eingereicht mit schweren Vorwürfen
Nun reichte Apple Klage gegen OpenAI wie auch gegen zwei ehemalige Apple-Angestellte in Kalifornien ein – nämlich Tang Tan, welcher einige Jahre an der Entwicklung von iPhone und Apple Watch mitwirkte wie auch Chang Liu, einem Elektroingenieur. In der Klage wirft Apple OpenAI vor, Geschäftsgeheimnisse und andere vertrauliche Informationen entwendet zu haben. Dies habe mit Wissen der OpenAI-Ingenieure wie auch des Leiters der Hardware-Entwicklung bei OpenAI stattgefunden. Außerdem reicht Apple Klage gegen das von Jony Ive gegründete Start-up IO Products ein.

Bewerber sollen Teile mitbringen
Tang Tan habe sein Wissen als früherer Apple-Angestellter dafür missbraucht, von aktuellen Apple-Angestellten und Bewerbern bei OpenAI Informationen zu derzeit in der Entwicklung befindlichen Produkten herauszukitzeln. Noch viel schwerer wiegt, dass Tan Bewerber angewiesen habe, echte Prototypen-Teile oder CAD-Zeichnungen von Apple mit zu Bewerbungsgesprächen zu bringen – und diese OpenAI in einer Art von "Show and Tell" zu zeigen. Ferner seien Job-Kandidaten Stunden vor dem Termin dazu angewiesen worden, Screenshots von geheimen Dokumenten anzufertigen oder Dateien mit zum Bewerbungsgespräch zu bringen.

Über Sicherheitslücke Dokumente erbeutet
Chang Liu wird vorgeworfen, eine Sicherheitslücke in Apples Systemen ausgenutzt zu haben, um lange nach seinem Weggang streng vertrauliche und aktuelle Informationen von Apple zu erbeuten. Anstatt die Schwachstelle zu melden, habe er sich in internen Nachrichten mit den Phrasen "LOL" und "so funny" darüber lustig gemacht. Ferner hat wohl Liu einfach einen Laptop seines früheren Arbeitgebers behalten, auf welchem wohl auch noch vertrauliche Informationen gespeichert waren.

Insgesamt soll Liu mehrere tausend Seiten an vertraulichen Informationen erbeutet haben, wie Apple in der Klageschrift anmerkt. Liu soll auch zumindest einen weiteren Apple-Angestellten speziell trainiert haben, welche Informationen er bei Apple in Erfahrung bringen soll, bevor dieser zu OpenAI wechselt.

Partner in die Irre geführt
Der letzte Vorwurf von Apple lautet, dass OpenAI sein internes Wissen über Apple bei nicht näher benannten Produktionspartnern verwendet hat, um mehr Details über Apples Fertigungsverfahren in Erfahrung zu bringen. Durch die Nutzung von Apple-Interna habe OpenAI die Partner glauben lassen, dass diese die Freigabe von Apple für den Informationsaustausch besitzen.

Verfügung, dass Informationen nicht verwendet werden
Apple begehrt mit der Klage, dass OpenAI die Informationen, welche der KI-Konzern illegal beschafft haben soll, nicht in eigene Produkte einfließen lassen darf. Ferner will Apple Schadensersatz in noch unbekannter Höhe, denn diese soll während des Verfahrens festgelegt werden. Tan und Liu werden ferner auf Vertragsverletzungen verklagt – wahrscheinlich hauptsächlich bezüglich der Geheimhaltungserklärungen, welche über das Ausscheidungsdatum hinaus gelten.

Die Antwort von OpenAI
OpenAI reagierte recht prompt öffentlich auf die Klage. Drew Pusateri, Chef der Unternehmenskommunikation bei OpenAI, schreibt auf X, dass man kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen habe. Man sei darauf fokussiert, selbst innovative Technologien herzustellen:

Kommentare

FlyingSloth
FlyingSloth13.07.26 08:44
Warum erwaehnt MTN in der Berichterstattung nicht, dass Apple auch explizit Jony Ive's IO Products LLC verklagt? Das macht doch die ganze Angelegenheit erst interessant.
Fly it like you stole it...
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Retrax13.07.26 08:49
FlyingSloth
Warum erwaehnt MTN in der Berichterstattung nicht, dass Apple auch explizit Jony Ive's IO Products LLC verklagt? Das macht doch die ganze Angelegenheit erst interessant.
Ive ist halt für manche immer noch sakrosankt.
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