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Apples Reparaturprogramm erhält massive Ausweitung – zunächst in den USA

Im November 2021 hob Apple überraschenderweise das Self-Service-Repair-Programm aus der Taufe und versetzte Verbraucher und Reparaturdienstleister mit diesem Novum in Aufruhr. Seit dem 27. April 2022 sieht das zweigeteilte Programm vor, Ersatzteile und Handbücher für unabhängige Werkstätten, aber genauso für die Selbstreparatur bereitzustellen. Es umfasst eine Fülle von unterschiedlichen Reparaturhandbüchern und technischen Dokumentationen. Über das Reparaturportal können Anwender Teile für unterstützte Geräte bestellen und so einfache Reparaturen selbst übernehmen. Mit den angebotenen Werkzeugkits lassen sich so in etwa der Austausch von Displays, Batterien oder auch Mikrofonen bzw. Lautsprechern durchführen. Die Kits stellt der iPhone-Konzern zum Kauf oder als Leihgabe bereit.


Apple respektiert die Entscheidung
Wie die Direktorin des Nationalen Wirtschaftsrats der USA, Lael Brainard, jetzt mitteilte, stehe die Expansion des „Rechts auf Reparatur“ unmittelbar bevor. Es sei beabsichtigt, die kalifornischen Bestimmungen in den gesamten USA zu etablieren, so die Direktorin. Hierbei erwähnte sie sogleich Apple in seiner Vorbildfunktion: „Ob Sie in Kalifornien, Maine oder Michigan wohnen, Apple wird Ihnen die Teile, Werkzeuge und Dokumentation, die Sie für die Reparatur Ihrer Apple-Produkte benötigen, zu angemessenen Preisen zur Verfügung stellen, wie es im kalifornischen Gesetz vorgesehen ist.“ Am Gespräch beteiligt war ebenso Apple-Vizepräsident Brian Naumann, welcher in einer inzwischen veröffentlichten Erklärung aber keine Einzelheiten nannte. In Cupertino respektiere man die neuen kalifornischen Reparaturbestimmungen und werde dies auch für die gesamte USA so halten. Man glaube daran, dass Verbraucher und Unternehmen hiervon profitieren und arbeite an der Produktintegrität, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit des Programms.

Kleine Betriebe ziehen den Kürzeren
Mit der Zulassung für unabhängige Werkstätten kam es jedoch zu einigen Einschränkungen, so sind etwa Heimwerkerbetriebe nicht im Programm inbegriffen. Ebenfalls behält man in Cupertino die Kontrolle über jegliche Anträge und verwendete Marken, wobei sich das kalifornische Unternehmen vorbehält, diese aus beliebigen Gründen abzulehnen. Die Geschäftsunterlagen müssen zudem jederzeit von Apple einsehbar sein. Beide Programmzweige beschränken sich außerdem auf den Austausch ganzer Baugruppen, eine Bereitstellung auf Komponentenebene ist derzeit nicht vorgesehen. Diese und weitere Hürden führten in der Zeit nach Einführung des Programms zu zahlreichen Schließungen von kleinen Betrieben, wie wir berichteten. Mit der Ausweitung des Self-Service-Repair-Programms auf alle weiteren Bundesstaaten werden nun noch mehr unabhängige Dienstleister auf die Probe gestellt.

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