Apple geht gegen Flattr-Integration in iOS-Apps vor

Der Social-Payment-Dienst Flattr ermöglicht Nutzern die einfache Abgabe von Spenden für digitale Inhalte. Hierbei können Nutzer eine selbst gewählte Summe festlegen, die sie im Monat für Inhalte spenden wollen. Diese pauschale Spendensumme verteilt sich dann am Ende des Monats gleichmäßig auf alle vom Nutzer angeklickten Flattr-Knöpfe. Auch iOS-Apps wie bis vor Kurzem die Podcast-Verwaltung Instacast verfügen über den Flattr-Knopf, mit dem Nutzer beispielsweise für Podcasts spenden können. Doch Apple sieht in dem Flattr-System offenbar eine Konkurrenz zum eigenen InApp-Kaufsystem und lehnt seit einigen Tagen iOS-Apps mit Flattr-Integration ab. Apple beruft sich dabei auf den Passus in den Richtlinien, wonach Spenden nur über Safari oder SMS gesammelt werden dürfen. Dabei trifft dieser Passus auf Flattr nicht zu, da es sich um ein bereits gezahltes Spenden-Abo handelt, bei dem über den Flattr-Knopf nur die Verteilung gesteuert wird. Apple zeigt sich jedoch nicht kompromissbereit und verlangt die Auslagerung des Flattr-Buttons in Safari, was die Spendenbereitschaft senken könnte. Apples eigenes InApp-Kaufsystem, bei dem Apple 30 Prozent des Umsatzes einbehält, gewinnt dadurch wieder an Attraktivität.

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Kommentare

zwobot29.05.12 10:50
Zeit für einen neuen Underdog. Man mag ja verstehen, dass Apple auch Geld verdienen will, aber das tun sie doch eh schon mit der Jahresgebühr und den vielen anderen Apps. Da kann man sich ja wohl so etwas wie Flattr "leisten".
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o.wunder
o.wunder29.05.12 10:55
Oh Flattr ohne 30% Abgabe. Böse, Böse. Der Monopolist zeigt wieder sein wahres Gesicht.

Flattr müsste da wohl einen InApp Kauf draus machen.
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Blackborn
Blackborn29.05.12 10:59
Hmpf da muss ich mich o.wunder anschliessen. Es wird langsam Zeit, das wir uns organisieren, um Apple deutlich zu machen, das uns dieser Weg nicht gefällt.

Sicher wird es bald entsprechende Aktionen der Podcaster geben die man dann unterstützen kann und sollte!
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Cupertimo29.05.12 11:06
Apple Monopolist? LOL
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PeHaEmHa29.05.12 11:19
Apple zeigt sich jedoch nicht kompromissbereit und verlangt die Auslagerung des Flattr-Buttons in Safari

Das ist doch ein Kompromiss! Ich versteh die Aufregung nicht.
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jens
jens29.05.12 11:48
... und ich hab' Winzigweich mal für "böse" gehalten. Apple ist mir mittlerweile so unsympathisch geworden.
Dieses "Mehr! Mehr! Mehr! Für! Mich!" ist eklig. Kaum ein Unterschied zum unersättlichen Raubtierkapitalismus mehr - zumindest empfinde ich das so.
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Schens
Schens29.05.12 12:11
Es geht darum eine Regel einzuhalten.
OK, wir machen eine Ausnahme für Flattr, dann eine für das Rote Kreuz und
einen für......wie hieß denn nochmal diese Werbeagentur.......Greenpeace.

Ab dann kann jeder das ganze einklagen.

Was ist an der Auslagerung auf Safari so dramatisch?

Und wie finanziert sich eigentlich Flattr?
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Muty
Muty29.05.12 13:02
Die Reglung betrifft Flattr nicht. Wie dem auch sei, man ist eben in der Apple iOS Welt eingeschlossen.
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PeteramMeter29.05.12 13:04
@schens
Artikel genau lesen. Der Passus auf den Apple sich beruft, trifft in diesem Fall nicht zu.

Apple wird hier wohl, wie schon in der Vergangenheit, rückwirkend die Regeln ändern.
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nd7029.05.12 13:13
Apple's Produkt- und sonstige -Politik geht mir seit einem Jahr wirklich gewaltig auf den Zeiger. Wenn das so weitergeht... Aber es gibt ja Alternativen. Mit derartiger Politik wird Apple sich schnell auf den absteigenden Ast begeben.
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tifonex29.05.12 15:43
Wäre doch vollkommen korrekt, den Spendenknopf als InApp-Kauf zu realisieren. Da kann sich jeder Nutzer gleich doppelt gut fühlen, wenn er der notleidenden Lieblingsfirma noch mit unter die Arme greifen durfte.
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roca12329.05.12 18:10
Man muss ja keine Apple Produkte nutzen.
Jeder mit einem gesunden Menschenverstand weiss worauf er sich da eingelassen hat.
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xmnr.net
xmnr.net29.05.12 18:57
Man muss ja keine Apple-Produkte nutzen.

Jeder hat doch die sich wöchentlich erscheinenden AGB-Änderungen von Apple im Kopf. Genau wie die CSR-Reporte und die Quartals-Konferenzen.

Das weiß doch jeder.

Und bei anderen ist das alles anders. Jeder, der ein Smartphone hat, weiß doch um die seltenen Erden und die Arbeitsbedingungen.

Soll sich jetz mal keiner beschweren!

Mir reicht mein Motorola StarTac, was noch made in USA ist. Solide Rüstungstechnik verbaut, von gut bezahlten Amerikanern … irgenwo in Amerika.

***

Ich finde es sollte Alternative geben, so wie Apple mal eine war. Genauso wie Apple. Vor ein paar Jahren noch. Da ging es der heutigen Branchen-Nummer Eins in beinahe Allem noch nicht so gut — und was haben wir aktuell für "Alternativen"? BlackBerry? NokiaSiemens? Motorola/Google? Sony? Samsung mit Android soll die Alternative sein? Oder Komplettverzicht? Verstehe ich nicht. Warum darf jetzt Apple nicht mehr kritisiert werden??

Apple könnte einfach was cooler und offener sein. Gerade Flattr ist doch ein symphatischer Dienst und fürs Spenden gemacht. Nicht so wie GoogleCheckOut, PayPal oder InAppPurchase. Wo ist da die "Kannibalisierung"?



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