Apple bestätigt: T2-Sicherheitschip verhindert einige Reparaturen von Drittanbietern

Interne Dokumente legten es schon nahe, jetzt kam von Apple die Bestätigung: Ja, der T2-Sicherheitschip verhindert in einigen Fällen das Booten neuerer Macs, wenn Reparaturen von Drittanbietern ausgeführt worden sind. Damit im Zusammenhang steht ebenfalls die apple-eigene Diagnose-Software, die nur autorisierten Stellen zur Verfügung steht. Das geht aus einem größeren Report von The Verge hervor.

Alle Macs von 2018 mit "Guillotine"
Den neuen T2-Sicherheitschip tragen sowohl die neuen Generationen des iMac Pro, MacBook Pro, als auch die kürzlich präsentierten Mac mini und MacBook Air Retina in sich. Der als Co-Prozessor fungierende Chip steht schon länger im Verdacht, die Geräte weiter von Reparaturdiensten Dritter abzuschotten. CEO Kyle Wiens von iFixit sagt, der T2 sei eine "Guillotine" mit der Apple Kontrolle darüber ausüben könne, wer Reparaturen ausführen dürfe. "Dies könnte ein Versuch sein, mehr Martktanteile von den unabhängigen Reparaturdienstleistern zu gewinnen; oder eine Drohung, um ihr eigenes Netzwerk auf Kurs zu halten. Wir wissen es einfach nicht." Der T2-Chip könne Macs inoperabel machen, wenn diese nicht von Apple oder seinem Netzwerk repariert worden sei, so Wiens.


T2 und Servicekit zur Kontrolle
Ein internes Papier hatte bereits klar gestellt, dass bestimmte Reparaturen nur funktionieren, wenn das Gerät eine vollständige Diagnose durch Apples "Service Toolkit 2" durchläuft. Die Software kann nicht autorisierte Komponenten aufstöbern und Seriennummern sowie Ersatzteildaten erfassen. Der T2 scheint feststellen zu können, ob das Diagnoseprogramm gelaufen ist und anschließend den Rechner "freigeben". Neben der Kontrolle über Komponenten und Dienstleister besteht in der DIY-Szene die Furcht, Apple könne die Reparierbarkeit für T2-Macs komplett einstellen, wenn diese ein bestimmtes Alter erreichten.

Apple bestätigt: Logicboard und TouchID
Zu den Teilen, die einen Durchlauf von Apples Analysesoftware erfordern, gehören laut dem Reparatur-Leitfaden neben dem Logicboard, die Displaybaugruppe, die Oberschale und die Platine für den Flashspeicher des iMac Pro. Das Dokument erfasst noch nicht den neuen Mac mini sowie das MacBook Air 2018. Allerdings gelang es iFixit problemlos das Display und die Hauptplatine im MacBook Pro 2018 zu wechseln – ohne jede Einschränkung. Apple bestätigte jetzt zwar, Reparaturen der Displaybaugruppe benötigten keinen Einsatz des Servicekits, gab jedoch den obligatorischen Diagnose-Durchlauf für den Tausch von Logicboard- und Touch-ID-Sensor zu. Darüber, warum iFixit dennoch der Logicboard-Tausch gelang, rätseln Beobachter nun.

T2 mit vielen Möglichkeiten
So scheint im Zusammenspiel des T2-Chips und der besagten Software einiges mehr möglich zu sein als dass, was Apple zurzeit zulässt. Sprich: Apple hat zwar die Kontrolle über die Bauteile, lässt aber die Zügel schleifen. Im Fall des ausgetauschten Logicboards könnte die Software auch festgestellt haben, dass die betreffende Hauptplatine bereits von Apple validiert worden war.
Zudem vermutete iFixit schon in der Vergangenheit, der Konzern kontrolliere vielleicht auch nur die sicherheitsrelevanten Funktionen oder die Qualität der Komponenten, um billigen Nachbauten den Zugang in die Geräte zu erschweren.

Mehrheit der Reparaturen weiterhin möglich
Apple sagt, die Mehrheit der Reparaturen könne weiterhin ausgeführt werden – auch ohne proprietäre Diagnose. Den Austausch der Hauptplatine nehmen die wenigsten Nutzer selber vor, gibt der Artikel zu bedenken. Andere betroffene Komponenten sind in modernen Macs sowieso fest verlötet und lassen sich gar nicht wechseln. Die Kritik der Szene bleibt: Während Apple lautstark Umwelt- und Recyclingthemen propagiert, sprechen der Umgang mit Reparierbarkeit und Langlebigkeit der Geräte eine andere Sprache. Einen Lichtblick gibt etwa der vereinfachte Akku-Tausch beim MacBook Air Retina.

Branchenweit am schwersten zu reparieren
Mögen die Apple-Geräte auch eine lange Lebensdauer haben, sie sind die am schwierigsten zu reparierenden der Branche. Proprietäre Schrauben, Unibody-Gehäuse und bestimmte Fertigungsentscheidungen erschweren unnötig das Entfernen bestimmter Komponenten. Wer nicht in der Nähe eines Apple Stores oder eines autorisierten Partners wohnt, hat es zuweilen schwer, sein Gerät reparieren zu lassen und diese Erschwernis könnte noch zunehmen, wenn die Möglichkeiten von unabhängigen Werkstätten weiter eingeschränkt werden.

Kommentare

F. Flor13.11.18 09:30
Ich find das gut ... In der Vergangenheit bin ich schon auf Reparatur-Pfuscher reingefallen. Halte das so für deutlich besser, ich geh mit meinem Kram eh nur noch zu Apple.
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becreart
becreart13.11.18 09:32
viel mimimi in 3, 2, 1…
-20
Raziel113.11.18 09:34
Ich glaube auch das es hier vermehrt um Sicherheit geht. Wozu ein T2 Chip etc. wenn man einfach Hardware tauschen könnte. Das ist ja eines der wichtigen Kernfeatures und stellt sonst immer eines der typischen Sicherheitslücken dar. Das der nun zusätzlich auch zu Kontrolle von ominösen Bauteilen dient ist natürlich automatisch ein Nebeneffekt. Das selbe hatte wir ja beim Fingerabdrucksensor. Das aber anders zu machen hätte massive Sicherheitsprobleme zur Folge
-1
Fucko13.11.18 09:53
Die Menschen, die das gutheißen hatten in ihrem ganzen Leben noch keinen Schraubendreher in der Hand und/oder zu viel Geld. Dass der bei Sicherheitskritischen Bauteilen wie Touch-ID-Sensor dazwischenfunkt ist absolut ok, wenn er das auch bei Display, Trackpad oder sonstwas macht, dann nicht. Und wenn man argumentiert, das sei ok, weil man schon schlechte Erfahrungen mit Reparaturen gemacht hat, dann hat man es auch einfach nicht anders verdient.
+6
Foti
Foti13.11.18 09:56
ab einem bestimmten Alter der Geräte ist man auf Drittanbieter angewiesen. Ich habe z.B. wegen einer Rep. mein MBP von 2011 bei einem Drittanbieter. Mit T2 könnte ich es jetzt wegschmeißen!
+13
Hannes Gnad
Hannes Gnad13.11.18 10:09
Könnte es hier einen Zusammenhang geben mit den aktuellen Piloten, die "Vintage"-Grenze weltweit auf sieben bis acht Jahre zu erhöhen?
+1
RamUwe
RamUwe13.11.18 10:13
Foti

Dass man ab einem bestimmten Alter der Geräte auf Drittanbieter angewiesen ist, wenn man sich kein neues Gerät leisten kann oder will und sich bei der Reparatur bei Apple nicht dumm und dämlich zahlen will, trifft das Kernproblem m.E. ziemlich gut.

In der Applewelt soll so etwas ja aber auch nicht vorkommen. Hier kauft sich eh jeder alle Jahre oder alle zwei Jahre ein neues Gerät. So scheint zumindest die Wunschvorstellung Apples und der Aktionäre zu sein, die beim Gedanken daran bestimmt schon feuchtes Glitzern in den Augen haben.

IMHO ist der T2 nicht mit dem Argument der Sicherheit entwickelt worden, das ist ein nützliches und hervorragend zu vermarktendes Nebenprodukt, sondern um den Mac bzw. macOS weiter abzuschotten, und zwar nicht nur auf Softwarebene, sondern auch auf Hardwareebene. Wäre man böse, könnte man behaupten, dass der T2 zu Apples Strategie der geplanten Obsoleszenz gehört.
+11
Tekl
Tekl13.11.18 10:14
Fucko
Die Menschen, die das gutheißen hatten in ihrem ganzen Leben noch keinen Schraubendreher in der Hand und/oder zu viel Geld. Dass der bei Sicherheitskritischen Bauteilen wie Touch-ID-Sensor dazwischenfunkt ist absolut ok, wenn er das auch bei Display, Trackpad oder sonstwas macht, dann nicht. Und wenn man argumentiert, das sei ok, weil man schon schlechte Erfahrungen mit Reparaturen gemacht hat, dann hat man es auch einfach nicht anders verdient.
Ist nicht eigentlich jede Komponente, die mit Strom versorgt wird potenziell sicherheitskritisch? Der Displayinhalt ist sicher nicht uninteressant.
(hier könnte eine hippe, attributreiche Selbstdarstellung stehen)
+1
ed87
ed8713.11.18 10:15
Hannes Gnad
Könnte es hier einen Zusammenhang geben mit den aktuellen Piloten, die "Vintage"-Grenze weltweit auf sieben bis acht Jahre zu erhöhen?
Die Erhörung der "Vintage"-Grenze klingt auch ein bisschen danach, als möchte man den Drittanbieter-Reparateuren die Argumentation "unterstützt ihr ja sowieso nicht mehr" nehmen.
+3
ed87
ed8713.11.18 10:17
RamUwe
IMHO ist der T2 nicht mit dem Argument der Sicherheit entwickelt worden, das ist ein nützliches und hervorragend zu vermarktendes Nebenprodukt, sondern um den Mac bzw. macOS weiter abzuschotten, und zwar nicht nur auf Softwarebene, sondern auch auf Hardwareebene. Wäre man böse, könnte man behaupten, dass der T2 zu Apples Strategie der geplanten Obsoleszenz gehört.

Der T2 kann sicherlich auch gut dazu genutzt werden, um hackintoshing in zukunft aktiv zu unterbinden. (Wenn nur noch Macs mit T2 auf dem Markt sind)
+6
demanufatured
demanufatured13.11.18 10:19
Raziel1
Ich glaube auch das es hier vermehrt um Sicherheit geht. Wozu ein T2 Chip etc. wenn man einfach Hardware tauschen könnte. Das ist ja eines der wichtigen Kernfeatures und stellt sonst immer eines der typischen Sicherheitslücken dar.
Apple ist schon geschickt darin, neue Einschränkungen für den Kunden immer auch mit einem vermeintlichen Fortschritt zu verbinden. Ich hab mir ehrlich gesagt noch nie sorgen gemacht, dass mir jemand meine Hardware im Macbook Air austauscht, "typische Sicherheitslücken" sehen für mich im Alltag anders aus.
Ebenso das Argument, dass SSD Tausch nur deshalb nicht möglich sei wegen der automatischen T2-Verschlüsselung der Festplatte - als ob das 98% der Kunden bräuchten. Das ist ein ziemlich spezifisches Pro-Feature für eine gewisse Art von Firmenkunden. Aber an anderer Stelle dem iOS-Kunden nicht zutrauen, ein Dateisystem benutzen zu können. Passt.
+9
zellofant13.11.18 11:06
Hannes Gnad
Könnte es hier einen Zusammenhang geben mit den aktuellen Piloten, die "Vintage"-Grenze weltweit auf sieben bis acht Jahre zu erhöhen?
Letztendlich macht das nur bei einzelnen günstigen Komponenten Sinn (Akku, Trackpad, evtl Display). Gerade das Logicboard was nicht repariert sondern nur getauscht wird, würde zwar noch getauscht werden, aber welcher Kunde gibt 700 Euro für ein fast 8 Jahre altes Macbook aus? Da wird Apple weiterhin zum Neukauf raten, was bei einem solchen Betrag ja auch sinnvoll ist. Wenn aber nur für 150 Euro Lötarbeiten nötig wären, sieht es schon wieder anders aus.
0
rosss13.11.18 11:39
MTN
Ein internes Papier hatte bereits klar gestellt, dass bestimmte Reparaturen nur funktionieren, wenn das Gerät eine vollständige Diagnose durch Apples "Service Toolkit 2" durchläuft.

Wenn es Apple nur um die Sicherheit der Nutzer geht – dann könnten sie diese Software a) im App Store veröffentlichen, und b) dem Nutzer der Software bei Verwendung nicht autorisierter Hardware einen entsprechenden Hinweis geben mit der Option „trotzdem freigeben, aber dann ist Apple raus aus der Verantwortung“.

Wenn Apple dies nicht tut, sollten sie nachvollziehbar erklären, warum nicht.
+2
Thehassle13.11.18 12:02
Dann wird es wohl Zeit, dass das Diagnose Kit auf einschlägigen Quellen als Leak für alle aufschlägt.
+2
Hannes Gnad
Hannes Gnad13.11.18 12:12
Das würde nicht ausreichen...
+1
beanchen13.11.18 12:30
Ich denke die Verwendung des Diagnose Kits geht mit einer Authentifizierung einher.

@Fucko
Deine Meinung deckt sich doch mit dem Artikel, wozu die Entrüstung?
0
PythagorasTraining
PythagorasTraining13.11.18 13:02
Wird der T2 dann in Zukunft verhindern, dass man mit DosDude auf "alten" Rechnern noch die neueste Software installieren kann?

Neulich habe ich ein MacBook Pro von 2008 auf Mojave gebracht.
0
Hannes Gnad
Hannes Gnad13.11.18 14:00
Das ist vorstellbar.
-1
piik
piik13.11.18 18:53
F. Flor
Ich find das gut ... In der Vergangenheit bin ich schon auf Reparatur-Pfuscher reingefallen. Halte das so für deutlich besser, ich geh mit meinem Kram eh nur noch zu Apple.
Dazu brauchst Du also Bevormundung, damit Du das tust, was Du für richtig erachtest, weil Du sonst Unsinn machst, der Dich enttäuschte? Schöne Logik.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
+5
bmonno13.11.18 19:31
Für mich ist das ganze ein Thema für die EU-Wettbewerbsbehörde.

Und meine MacMini late 2012 muss jetzt wohl länger durchhalten ...
+3
Dante Anita13.11.18 20:40
Sobald sämtliche neue Apple-Hardware mit T2 ausgestattet ist wird sich zeigen, ob Apple mit einem zukünftigen Major-Release der Hackintosh-Szene den Saft abdreht. Technisch wäre es sicher ein Leichtes für Apple, einen T2 zur Installation vorauszusetzen.
+2
hakken
hakken14.11.18 09:11
ed87
Der T2 kann sicherlich auch gut dazu genutzt werden, um hackintoshing in zukunft aktiv zu unterbinden. (Wenn nur noch Macs mit T2 auf dem Markt sind)

Das ist unwahrscheinlich. Dann würde die Abfrage aus dem OS gepatcht.
Der T2 dient vor allem Apples materiellen Interessen in Sachen Reparatur.
0
Hannes Gnad
Hannes Gnad14.11.18 10:24
hakken
Der T2 dient vor allem Apples materiellen Interessen in Sachen Reparatur.
Das ist ein möglicher Effekt, aber sicherlich nicht der primäre, denn mit dem Geschäft macht niemand wirklich Gewinn, weder Apple noch die AASP, man ist froh über eine schwarze Null. Es geht beim T2 primär um die Themen "Secure Boot Chain" und "Encryption", bitte informieren bevor solche Parolen rausgehauen werden. Und ja, Apple könnte - und macht dies bereits - gepatchte OS ausschließen auf den T2-Macs, und könnte die Zügel sowohl auf dem Mac als auch bei den Hackintosh noch härter anziehen. Einfach mal informieren:

https://support.apple.com/de-de/HT208330
https://support.apple.com/de-de/HT208344
https://www.apple.com/au/mac/docs/Apple_T2_Security_Chip_Ove rview.pdf
https://www.apple.com/business/site/docs/iOS_Security_Guide. pdf
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RamUwe
RamUwe14.11.18 11:11
Hannes Gnad

Ach, Hannes Gnad, ist das nicht ein bisschen naiv? IMHO stehen da selbstverständlich auch wirtschaftliche Interessen dahinter, die sehr geschickt vermarktet werden. Anders würden die Konsumenten die "bittere" Pille wahrscheinlich auch nicht so ohne Weiteres schlucken. Aber wenn es der Sicherheit dient und Apple es sagt … dann runter damit. Und? Macht das Macs ohne T2 jetzt unsicherer? Dass da andere Hersteller noch nicht drauf gekommen sind, wundert mich

Dass man der Hackintosh-Szene noch nicht ganz den Saft abgedreht hat, wird wohl daran liegen, dass man von ihr gut und v.a. kostengünstig lernen kann
+1
Hannes Gnad
Hannes Gnad14.11.18 13:01
RamUwe
Ach, Hannes Gnad, ist das nicht ein bisschen naiv?
Nein. Es ist Nicht-Reinsteigern in Verschwörungstheorien.
RamUwe
IMHO stehen da selbstverständlich auch wirtschaftliche Interessen dahinter, die sehr geschickt vermarktet werden.
Es ist sicherlich richtig, daß der T2 auch eine bessere Kontrolle über den Reparaturmarkt erlaubt, aber nochmals, primär geht es Apple um die Themen, die ich oben verlinkt habe.
RamUwe
Anders würden die Konsumenten die "bittere" Pille wahrscheinlich auch nicht so ohne Weiteres schlucken. Aber wenn es der Sicherheit dient und Apple es sagt … dann runter damit. Und? Macht das Macs ohne T2 jetzt unsicherer?
Relativ gesehen sind Macs mit T2 sicherer, ja. Eines von mehreren Beispielen: https://www.ifun.de/apples-t2-chip-haelt-was-er-verspricht-n eue-macs-gegen-cold-boot-angriff-immun-127255/
RamUwe
Dass da andere Hersteller noch nicht drauf gekommen sind, wundert mich
Du hast Meinungen, ergänze sie durch Wissen: https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Platform_Module
RamUwe
Dass man der Hackintosh-Szene noch nicht ganz den Saft abgedreht hat, wird wohl daran liegen, dass man von ihr gut und v.a. kostengünstig lernen kann
Vielleicht. Wenn Apple Ergebnisse solcher Szenen spannend findet, stellen sie überlicherweise die Menschen dahinter ein.
-1
RamUwe
RamUwe14.11.18 13:31
Hannes Gnad
Nein. Es ist Nicht-Reinsteigern in Verschwörungstheorien.

Wo steigere ich mich denn in Verschwörungstheorien rein, nur weil ich kritischer bin als Du? Du nimmst doch nicht wirklich das Marketinggeschwurbele von Apple für bare Münze oder? Außer Du verdienst damit Geld, dann musst Du das natürlich.
Hannes Gnad
… aber nochmals, primär geht es Apple um die Themen, die ich oben verlinkt habe.

Da bin ich anderer Meinung als Du. Das macht mich aber nicht gleich zum Verschwörungstheoretiker. Ich halte Apples Sicherheitsgebaren eben nicht für uneigennützig. Wenn es das wäre, hätte Apple ja eine Wahlmöglichkeit einräumen können. Bei TPM-Modulen kann ich auch wählen, ob ich die stecke oder nicht.
Hannes Gnad
Relativ gesehen sind Macs mit T2 sicherer, ja. Eines von mehreren Beispielen: https://www.ifun.de/apples-t2-chip-haelt-was-er-verspricht-n eue-macs-gegen-cold-boot-angriff-immun-127255/

CBA ist ja auch ein realistisches Szenario.
Hannes Gnad
Vielleicht. Wenn Apple Ergebnisse solcher Szenen spannend findet, stellen sie überlicherweise die Menschen dahinter ein.

Einstellen? Eher nicht.
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RamUwe
RamUwe14.11.18 14:24
EDIT zum Thema TPM:

Hab vergessen zu erwähnen, dass Hersteller seit 2015 wegen Windows in der Regel immer einen TPM-Chip verbauen.

Zum Thema Entmündigung und Kontrollverlust im Zusammenhang mit TPM-Chips haben sich der BSI (z.B. ) und Bruce Schneier (z.B. ) geäußert.
+1
Hannes Gnad
Hannes Gnad14.11.18 14:55
RamUwe
Wo steigere ich mich denn in Verschwörungstheorien rein, nur weil ich kritischer bin als Du? Du nimmst doch nicht wirklich das Marketinggeschwurbele von Apple für bare Münze oder? Außer Du verdienst damit Geld, dann musst Du das natürlich.
Die Situation falsch einzuschätzen wird gerne mit "kritischer sein" verwechselt, dafür gerne gemacht, denn "kritischer sein" hat so etwas intellektuell überlegenes, gar elitäres. Ändert nichts daran, daß es kein "Marketinggeschwurbele von Apple" ist, daß ein T2 die Systemsicherheit dramatisch erhöht. Ob dieses Zunageln erwünscht ist oder nicht, das liegt im Auge des Betrachters.
RamUwe
Ich halte Apples Sicherheitsgebaren eben nicht für uneigennützig. Wenn es das wäre, hätte Apple ja eine Wahlmöglichkeit einräumen können. Bei TPM-Modulen kann ich auch wählen, ob ich die stecke oder nicht.
Sicherlich ist Apple nicht uneigennützig, was dieses Thema angeht, aber eben anders, als Du meinst. Es geht Apple nicht darum, über den Hardware Service mehr Geld zu verdienen - das macht wie getippt niemand wirklich - sondern darum, die Produkte in bestimmten Märkten besser positionieren zu können, weil Sicherheit auf dem Niveau der T2-Macs erwünscht ist.
RamUwe
Hannes Gnad
Vielleicht. Wenn Apple Ergebnisse solcher Szenen spannend findet, stellen sie überlicherweise die Menschen dahinter ein.
Einstellen? Eher nicht.
Bitte, nicht nur "kritische" Meinung, auch Wissen dazu: https://www.idownloadblog.com/2017/03/14/apple-hires-ios-sec urity-researcher-and-former-jailbreak-developer-jonathan-zdz iarski/
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RamUwe
RamUwe14.11.18 15:53
Hannes Gnad
Die Situation falsch einzuschätzen wird gerne mit "kritischer sein" verwechselt, dafür gerne gemacht, denn "kritischer sein" hat so etwas intellektuell überlegenes, gar elitäres. Ändert nichts daran, daß es kein "Marketinggeschwurbele von Apple" ist, daß ein T2 die Systemsicherheit dramatisch erhöht. Ob dieses Zunageln erwünscht ist oder nicht, das liegt im Auge des Betrachters.

Bitte lasse Deine Unterstellungen! Entweder Du sagst es klar heraus oder lässt es. Dieses blasierte Verpacken ist intellektuell noch ne Schippe überheblicher und elitärer, als Du mir bereits gewollt oder ungewollt vorwirfst.

Dass der T2 die Sicherheit nicht erhöht, habe ich nirgendwo behauptet. Ich sprach von Nebeneffekt der Abschottung von macOS bzw. des Macs. Mein Argument war, dass die öffentliche Forcierung des Sicherheitsaspekts den der Abschottung hervorragend kaschiert. Ähnliches kann man beim TPM sehen, wie meine Links andeuten.
Hannes Gnad
Es geht Apple nicht darum, über den Hardware Service mehr Geld zu verdienen - das macht wie getippt niemand wirklich - sondern darum, die Produkte in bestimmten Märkten besser positionieren zu können, weil Sicherheit auf dem Niveau der T2-Macs erwünscht ist.

Dass Apple mehr Geld über den Hardware Service verdienen wolle, habe ich nirgendwo geschrieben oder behauptet. Andere, die sich hier geäußert haben, schon.

Welche Märkte wären das?
Hannes Gnad
Bitte, nicht nur "kritische" Meinung, auch Wissen dazu: https://www.idownloadblog.com/2017/03/14/apple-hires-ios-sec urity-researcher-and-former-jailbreak-developer-jonathan-zdz iarski/

Wie oben bereits gesagt. Entweder gerade heraus oder sein lassen. Schön für den Jailbreaker. Nen Hackintosher hat Apple m.W. noch nicht angeheuert. Oder?
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Hannes Gnad
Hannes Gnad14.11.18 16:29
RamUwe
Bitte lasse Deine Unterstellungen!
Nicht beleidigt sein - Du hast angefangen mit "ist das nicht ein bisschen naiv?". Wenn Du möchtest, können wir dieses Spiel gerne wieder lassen.
RamUwe
Mein Argument war, dass die öffentliche Forcierung des Sicherheitsaspekts den der Abschottung hervorragend kaschiert.
Natürlich geht das Hand in Hand, und wie ich tippte, ob das gut oder schlecht ist, liegt im Auge des Betrachters.
RamUwe
Welche Märkte wären das?
Enterprise, Government, Military, Education.
RamUwe
Nen Hackintosher hat Apple m.W. noch nicht angeheuert. Oder?
Das mag passiert sein oder nicht, per Google finde ich gerade nichts dazu. Aber, wie ich schrieb: Apple macht das genau dann, wenn sie etwas interessant finden, Du hast dazu geschrieben: "Dass man der Hackintosh-Szene noch nicht ganz den Saft abgedreht hat, wird wohl daran liegen, dass man von ihr gut und v.a. kostengünstig lernen kann". Vielleicht findet Apple auch nicht wirklich spannend, was dort passiert. Vielleicht doch. Vielleicht sägen sie das mit einem der nächsten macOS auch knallhart ab. Wir werden sehen...
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