Apple Music auf Amazon Echo – ein Zeichen für Apples neuen Fokus

Amazon gab eine wichtige Erweiterung für die hauseigenen intelligenten Lautsprecher der Echo-Serie bekannt. Ab der Woche vor Weihnachten wird es erstmals möglich, Apple Music einzubinden. Noch nicht ganz klar ist, ob Apple Music dann zudem auf weiteren Alexa-basierten Lautsprechern arbeitet, denn Amazon bietet die Technologie auch anderen Herstellern an. Nachrüsten lässt sich die Unterstützung für Apple Music über einen "Skill", so die Bezeichnung der kleinen Erweiterungs-Apps. Nach der Installation kann Alexa unter anderem Lieblingslieder auf Apple Music aufrufen, außerdem besteht Zugriff auf die unzähligen kuratierten Playlists oder den Dauer-Radiosender Beats 1. In der Ankündigung betont Amazon, alle Inhalte natürlich werbefrei auszustrahlen, also genau wie es von Apple zur Verfügung steht.

Sichtbarer Beleg für Apples neuen Fokus
Während es für Amazon ein alltäglicher Schritt ist, neue Dienste für die Echo-Systeme zu unterstützen, handelt es sich dennoch um einen bemerkenswerten Schritt – betrachtet man die Entscheidung aus Apples Perspektive. Bislang benötigte man zwingend einen HomePod, sollte Apple Music direkt von einem Lautsprechersystem aus gesteuert werden. Ganz offensichtlich ist es Apple aber inzwischen wichtiger, mehr Musik-Abos anstatt mehr HomePods zu verkaufen. Zunächst wäre Apples Marge natürlich höher, entschiede sich ein Kunde wegen Apple Music für einen HomePod – langfristig gesehen dokumentiert dies aber Apples wachsenden Fokus auf den Dienste-Bereich.

Als Apple vor 15 Jahren iTunes für Windows vorstellte, sollten dadurch die Hardware-Verkäufe des iPods angekurbelt werden – was auch funktionierte. Die heutige hardware-gesättigte Welt sieht allerdings anders aus, denn Wachstumschancen gibt es in den klassischen Marktfeldern kaum noch. Kunden hingegen Dienstleistungen anzubieten und diese langfristig an ein Angebot zu binden, birgt weiterhin hohe Chancen. Gerade in einer Produktkategorie wie intelligente Lautsprechern, die niemals Stückzahlen wie im Smartphone-Sektor hervorbringen wird, ginge Apples frühere Politik nicht mehr auf.

Kommentare

Siluro
Siluro03.12.18 10:07
Apple Music ist allerdings auch ewig auf Sonos verfügbar. Daher sind die in die Richtung schon bereits offener. Apple Music,Tune In und Spotify auf dem HomePod. Das wäre tatsächlich ein Richtungswechsel.
0
macbeutling03.12.18 10:30
Naja, ob das einen großen Einfluss haben wird....AppleMusic für Android, wäre da der größere Schritt und würde sicherlich mehr bringen
#MAAPLGA..............(MakeAAPLGreatAgain)
-4
ApfelHandy4
ApfelHandy403.12.18 10:37
macbeutling
Naja, ob das einen großen Einfluss haben wird....AppleMusic für Android, wäre da der größere Schritt und würde sicherlich mehr bringen

Im ernst?

+5
marxist
marxist03.12.18 10:37
Äh, macbeutling AppleMusic gibt es schon ziemlich lange für Android...?
+3
nane
nane03.12.18 10:40
Apple Music ist ja schon mal eine schöner Anfang. Und jetzt bitte endlich "Facetime" für ANDROID und Windows. Dann haben wir wirklich alle einen echten neuen Focus und können Skype, WhatsApp und Konsorten in die Tonne treten. #Hoffnung
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+2
Bernd
Bernd03.12.18 10:59
nane
Apple Music ist ja schon mal eine schöner Anfang. Und jetzt bitte endlich "Facetime" für ANDROID und Windows. Dann haben wir wirklich alle einen echten neuen Focus und können Skype, WhatsApp und Konsorten in die Tonne treten. #Hoffnung
und iMessage
+1
macmuckel
macmuckel03.12.18 11:13
nane
Bernd

FaceTime und iMessage hätten von Anfang an systemübergreifend verfügbar sein müssen. Ich denke nicht, dass eine Öffnung jetzt noch etwas bringen würde, da sich WhatsApp und Skype kaum noch verdrängen lassen.
-2
Kovu
Kovu03.12.18 11:15
nane
Apple Music ist ja schon mal eine schöner Anfang. Und jetzt bitte endlich "Facetime" für ANDROID und Windows. Dann haben wir wirklich alle einen echten neuen Focus und können Skype, WhatsApp und Konsorten in die Tonne treten. #Hoffnung

Nein Danke. Habe keine Lust mir durch verseuchte Systeme wie Android die Datensicherheit kaputt machen zu lassen.
-3
Bitsurfer03.12.18 11:29
macmuckel
nane@@BerndFaceTime und iMessage hätten von Anfang an systemübergreifend verfügbar sein müssen. Ich denke nicht, dass eine Öffnung jetzt noch etwas bringen würde, da sich WhatsApp und Skype kaum noch verdrängen lassen.
Das oder ähnlich hat man am 8.Januar 2006 auch gesagt. Einen Tag vor Präsentation des ersten iPhones.
+3
macbeutling03.12.18 14:06
marxist
ApfelHandy4:

Da habe ich wohl was nicht mitbekommen....danke für die fällige Nachhilfe
#MAAPLGA..............(MakeAAPLGreatAgain)
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