Apple-Konkurrent gibt auf: OnePlus zieht sich aus Europa und den USA zurück


Die Zeiten für Smartphone-Hersteller wurden im laufenden Jahr immer härter. Die weltweit verkauften Stückzahlen sanken im zweiten Quartal 2026 um geschlagene elf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (siehe
). Das waren so wenige Geräte wie zuletzt 2013. Apple konnte dem Trend zwar trotzen und ein Allzeithoch beim globalen Marktanteil verzeichnen, vor allem die chinesischen Hersteller preisgünstiger Einsteiger- und Mittelklassemodelle mussten hingegen unter anderem wegen der drastisch gestiegenen Speicherpreise starke Rückgänge hinnehmen. Die Ausblicke für den Rest des Jahres und auch 2027 sind alles andere als rosig. Ein großes Unternehmen der Branche reagiert nun offenbar auf die Situation.
Bloomberg: OnePlus verlässt in Kürze Europa und die USADer Smartphone-Hersteller OnePlus wird sich einem Bericht von
Bloomberg (Bezahlschranke) zufolge in Kürze aus Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika zurückziehen. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine hundertprozentige Tochter des chinesischen Konzerns Oppo, welcher mit den hauseigenen Android-Geräten nach Marktanteilen gerechnet weltweit auf Platz vier liegt. Der Rückzug aus den beiden großen Märkten erfolgt laut der Nachrichtenagentur im Zuge einer Restrukturierung der Marken. Smartphones von Realme, einem weiteren Hersteller im Besitz von Oppo, sollen dafür komplett vom chinesischen Markt verschwinden.
OnePlus schon bald nur noch in China erhältlichOnePlus wird sich Bloomberg zufolge auf mittlere Sicht vollständig auf China konzentrieren. Der Rückzug aus Indien und anderen Weltregionen sei für 2027 ins Auge gefasst, heißt es in dem Bericht. Oppos veränderte Strategie dürfte auf die anhaltende Schwäche des weltweiten Smartphone-Markts zurückzuführen sein. Allein in China sanken die Absatzzahlen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent, das war der fünfte Rückgang in Folge. Lediglich Apple und Huawei konnten leichte Zuwächse verzeichnen. Durch die Konzentration der einzelnen Konzernmarken auf bestimmte Regionen will Oppo augenscheinlich die Kosten senken und somit die in Folge der Speicherkrise angespannte Margen-Situation verbessern.