Apple Developer Program: Zugang verwehrt trotz Zahlung +++ Neue Regeln für EU-App-Stores verspäten sich


Wer Apps fürs iPhone oder Programme für Macs anbietet, ist auf Apples Notarisierung angewiesen – mit ihm werden neue Programmversionen zertifiziert und sind somit auf Apple-Plattformen lauffähig. Selbst wer auf Apples App Stores verzichtet, benötigt diesen Dienst, um Anwendern eine
hürdenlose Installationzu erlauben. Die Voraussetzung: eine kostenpflichtige Mitgliedschaft im Apple Developer Program. 99 US-Dollar will Apple dafür, zahlbar per Kreditkarte. Einige Entwickler stellten nun verblüfft fest: Der Beitrag wurde abgebucht, doch ihr Zugang zum Notarisierungssystem blieb inaktiv.
In Apples
Entwicklerforum dominieren derzeit die Beschwerden über verwehrte Zugänge zum Apple Developer Program. Anwender berichten, dass bei ihnen eine Zahlung abgebucht wurde, der Zugang zum Developer Program allerdings gesperrt bliebe. Bei manchen zeigte das Portal ein „Payment Problem“; andere erhielten einen „Unknown Error“ beim Versuch, sich anzumelden. Bei manchen liege die letzte Zahlung bereits Monate in der Vergangenheit, doch Apple sperre die Entwickler plötzlich und unerwartet aus. Ein Zugang zum Developer Program ist eine Kernvoraussetzung, um Aktualisierungen bereitzustellen und in den App Stores des Konzerns zu erscheinen.
Core Technology Commission: Apple lässt eigene Frist verstreichenNachdem die EU-Kommission Apples App-Marktplatz-Regelwerk als regelwidrig bewertet und mit einer 500-Millionen-Geldstrafe versehen hatte, kündigte Apple ein neues,
zweistufiges Bezahlmodell an. Ein Teil davon war, dass die „Core Technology Fee“ von 50 Cent pro Download und Jahr verschwindet. Ihren Platz sollte eine prozentuale „Core Technology Commission“ (CTC) einnehmen, und zwar ab 1. Januar 2026. Zwanzig Tage nach dem Stichtag hat die Umstellung noch nicht stattgefunden.
Kein öffentlicher Kommentar seitens AppleAufgefallen ist dies dem Entwickler Steve Troughton-Smith. In einem
Toot äußerte er seine Verwunderung. Darauf
antwortete Riley Testut, Anbieter des AltStore PAL, einem der ersten alternativen App-Marktplätze in der EU. Seiner Kenntnis nach diskutiere Apple immer noch Details mit der EU-Kommission. Dies habe den bizarren Nebeneffekt, dass die neue CTC in Japan bereits in Kraft getreten sei, EU-App-Stores aber weiterhin die CTF zur Anwendung komme.