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Forum>Hardware>Zugriffzeiten Raid-Festplatten

Zugriffzeiten Raid-Festplatten

Rasmidas08.05.1412:11
Weiss jemand was Raid-Festplattensysteme für Zugriffzeiten haben?
Ich habe selber eine 6TB System von der LaCie 2big Thunderbolt Series.
Und diese reagiert manchmal sehr träge.
Ich interessiere mich für eine neue LaCie 5big Thunderbolt 2 mit 10TB.
Diese haben eine hohe Geschwindigkeit von bis zu 1050 MB/s, aber von den Zugriffszeiten steht nichts in den technischen Daten.
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Kommentare

Thomas Kaiser
Thomas Kaiser08.05.1412:50
Rasmidas
LaCie 5big Thunderbolt 2 mit 10TB.
Diese haben eine hohe Geschwindigkeit von bis zu 1050 MB/s

Nur, wenn man komplett naiv ist und zu 100% auf Marketing reinfällt. In einem sinnvollen Modus (RAID-5 oder RAID-6) kommt das LaCie-Ding in der Variante, die Dir vorschwebt, auf maximal 520/530 MByte/sek (Herstellerangabe, siehe , Reiter "Spezifikationen").

Und das in welchem Bereich (es handelt sich ja um HD-basierten Storage und nicht SSD)? Nur auf den äußersten Spuren, d.h. den ersten 5%-10% der Gesamtkapazität. Wenn man das Ding ernsthaft testet, wird man feststellen müssen, dass die gemittelten Dauertransferraten weit weit drunter liegen werden, vermutlich im RAID-5-Betrieb bei ca. 350 MByte/sek, wenn man das Ding ganz voll macht, kann's auch noch unter 300 MByte/sek gehen (das ist halt die typische "Leistungskurve" aktueller dicker Consumer-SATA-Platten: auf den inneren Spuren nur noch halb so schnell wie außen).

Bzgl. "Zugriffszeiten" (das ist ein Festplatten- und kein RAID-Kriterium) kann man anhand der Zahlen eh nix sagen. Der simple Zusammenhang zwischen IOPS (Anzahl wahlfreier Zugriffe per Sekunde) und RAID-Aufbau ist aber wie folgt: Je weniger HDs, die umso lahmer drehen, desto weniger "snappy" ist das Array am Ende. Und das verstärkt sich mit den Platter-Durchmessern, weil dann die Köpfe weitere Wege zurücklegen müssen (Platter = rotierende Magnetscheibe mit den Daten drauf). Also nicht zu erwarten, dass die 5big da eine tolle Figur machen wird.

Zu allem Überfluß kann dann noch der RAID-Controller selbst massiv negativ reinspielen. Da LaCie (warum wohl?) nicht angibt, was sie verbauen, selbst bei den auf "professionellen" Bereich abzielendem 8big-Modell, würde ich auch da nicht allzu viel erwarten...
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Rasmidas08.05.1413:59
Das heisst wie bei einer normaler Festplatte ca. 10ms?
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Thomas Kaiser
Thomas Kaiser08.05.1414:27
Rasmidas
Das heisst wie bei einer normaler Festplatte ca. 10ms?

"Zugriffszeit"? Irrelevant bei einem RAID (weil die nur für einzelne HDs ermittelt einen Sinn ergibt und sich im Mittel aus zwei Faktoren zusammensetzt: Kopfpositionierung -- da schneiden große Platten/Platter natürlich schlechter ab, weil hier mehr Weg zwischen den inneren und äußeren Spuren zurückzulegen ist -- und Rotationsgeschwindigkeit der Platte -- da schneiden langsam drehende Platten schlechter ab, weil es dann länger dauert, bis der anzusteuernde Block unter dem Kopf durchrauscht.

Sinniger wäre, von Latenzen zu sprechen und die sind bei einem RAID nie geringer sondern bei einem RAID-5/6 beim Lesen logischerweise höher (teils deutlich), da die Daten verteilt auf verschiedenen Platten liegen und daher immer die langsamste die Gesamtlatenz bestimmt (schlechte RAID-Controller sorgen dann noch für zusätzliche Latenz). Und beim Schreiben kommt's drauf an: auf Datenmengen, Cache des Controller und Cache-Strategie. Aber Consumer-RAID ist grundsätzlich hinsichtlich wahlfreier Zugriffe immer langsamer als die verbauten Einzelplatten. Meist Faktor 2 wenn nicht mehr.

Um sowas zu messen, müsste man die IOPS bestimmen. QuickBench kennt so 'nen Modus, die üblicherweise als Benchmark-Tools mißbrauchten Tools Blackmagic und AJA naturgemäß nicht.
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Rasmidas08.05.1414:44
Ich habe noch Lacie selber angefragt und dies ist die Antwort:
Eine genaue Angabe zur Zugriffszeit kann schwer ermitteln. Diese ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie die Geschindigkeit Ihres Rechners. Um Ihre Frage zu beantworten, ist die Zugriffsziet, dank des schnellen Thunderbolt 2 Anschlusses, schneller als man überhaupt messen kann.

Kann mir fast nicht vorstellen.
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Thomas Kaiser
Thomas Kaiser08.05.1415:21
Rasmidas
Ich habe noch Lacie selber angefragt und dies ist die Antwort:
Eine genaue Angabe zur Zugriffszeit kann schwer ermitteln. Diese ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie die Geschindigkeit Ihres Rechners. Um Ihre Frage zu beantworten, ist die Zugriffsziet, dank des schnellen Thunderbolt 2 Anschlusses, schneller als man überhaupt messen kann.

Kann mir fast nicht vorstellen.

Ist ja auch kompletter Blödsinn (bei 1st-Level-Support-Antworten leider nicht gerade untypisch).

"Zugriffszeit" ist eine für HDs definierte Größe, die sehr wohl bestimmt werden kann und sehr sehr wenig mit der verwendeten Schnittstelle zu tun hat. Es gibt auch Testprogramme, die diese ermitteln (dann natürlich auch bei RAIDs, wo sie aber keine echte Rolle mehr spielt), sieht dann bspw. so aus (für Dich evtl. interessant wegen Einzelplatte vs. RAID bei verschiedenen Stripe-Sizes, also Größe der Datenbröckchen, die auf die einzelnen Platten verteilt werden: )

Thunderbolt und Thunderbolt 2 haben beide minimalste Latenzen, die so gering sind, dass sogar "PCIe übers Kabel" funktioniert. D.h. Thunderbolt spielt bzgl. Latenzen nicht rein. Wenn dann Platten und eben RAID-Modus, RAID-Controller, dessen Cache und dessen Strategie (beim Schreiben von kleineren Datenmengen).

Messen kann man sowohl diese wahlfreien Zugriffe, in die besagte Latenzen und die Charakteristiken der Datenträger (HD ar***lahm, SSD um Welten responsiver) reinspielen. Als auch Dauertransferraten in einem realistischen Modus. Das, was die Hersteller da immer fabrizieren und was dann landauf/landab abgeschrieben wird ("bis zu 1.050 MByte/sek") bzw. in Werbebeilagen dann durch Pseudo-Tests "belegt" wird, sind jedenfalls realitätsferne Zahlen ohne konkrete Aussagekraft für Praxis bzw. den "normalen Anwender".
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sahnehering08.05.1415:50
Eine genaue Angabe zur Zugriffszeit kann schwer ermitteln. Diese ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie die Geschindigkeit Ihres Rechners. Um Ihre Frage zu beantworten, ist die Zugriffsziet, dank des schnellen Thunderbolt 2 Anschlusses, schneller als man überhaupt messen kann.
Gröhl.... Die können das nicht messen? Haben die verstanden, was Zugriffszeiten sind?

Ich mag LaCie nicht, und die Antwort von LaCie bekräftigt mein empfinden. Die Zugriffszeiten sind maximal so gut wie die der verbauten HDD. Wie von Thomas schon ausgeführt: Controller etc. können da eigentlich nur noch verschlechtern.

In der Praxis kann ein guter Controller mit ordentlich Cache (evt. sogar auf einer (nur Read Cache) oder auf zwei (R/W Cache) SSDs) noch einiges rausholen, aber sorry, da reden wir nicht von LaCie.
„Kein Backup, kein Mitleid“
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Thomas Kaiser
Thomas Kaiser08.05.1416:07
sahnehering
Die Zugriffszeiten sind maximal so gut wie die der verbauten HDD. Wie von Thomas schon ausgeführt: Controller etc. können da eigentlich nur noch verschlechtern.

Es liegt ja schon alleine am Prinzip "RAID", wenn die Daten nicht mehr auf einer Platte liegen sondern auf mehreren. Bei einer Platte rechnet man die durchschnittliche Zeit, die der Kopf braucht, um von innen nach ganz außen bzw. umgekehrt zu fahren und in eine Ruheposition zu kommen, in der er dann die darunterdurchsausenden Spuren lesen kann. Und die Zeit für eine halbe Umdrehung des Platters, weil im statistischen Durchschnitt ein beliebiger Block eben eine halbe Umdrehung entfernt ist.

Wenn ich jetzt 5 Platten nehme, sieht's von der Stochastik/Statistik schon weit schlechter aus und ich kann nicht mehr mit "50% Chance" bzw. halbe Umdrehung rechnen sondern weil im Schnitt auf zwei der Platten das Ganze grad deutlich schlechter positioniert ist (auf einer was Kopfpositionierung und auf der anderen was Position des Blocks auf der Spur angeht) und immer die gerade lahmsten Platten den Takt angeben, summieren sich die Sachen dann auf und am Ende hat man alleine wegen dieses Effekts faktisch meist doppelt so hohe Zugriffszeiten wie bei Einzelplatten.

Und schlechte Controller kommen dann noch "on top". Wobei "Zugriffszeit" wie schon geschrieben eigentlich eh kein interessantes Kriterium ist (wenn man einzelne Platten vergleichen wollte, ja: Bei einem RAID-System kraft mangelnder Relevanz nein). Spannender ist, wenn man einen Layer drüber mißt, dabei zwangsläufig dann noch Faktoren wie ein Dateisystem mit reinbringt und sich auf IOPS fokussiert. Tut aber im Consumer-Bereich keiner
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Rasmidas08.05.1418:52
Welche Raidsysteme mit Raid 5 könnt ihr mir empfehlen?
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