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Forum>Hardware>Wie speichert ihr eure Filme für nachfolgende Generationen?

Wie speichert ihr eure Filme für nachfolgende Generationen?

Hugomac
Hugomac21.10.2113:46
Ich produziere jedes Jahr einen Film mit Familienszenen für meine Kinder und deren Kinder. Meist ca 100 Minuten / 10 GB). Ich speichere diese Filme auf Festplatten und brannte bisher auch BluRays fürs bequeme Anschauen am Fernseher. Das Brennen von BD ist aber nervig, deswegen überlege ich, USB-Sticks als Medium zum Anstecken am TV zu benutzen.
Aber die Frage ist ja auch: Welches Medium ist technisch so ausdauernd, dass meine Kinder die Filme in 10 oder 20 oder 30 Jahren werden anschauen können?
Wie macht Ihr das?
„Be Water, My Friend!“
+2

Kommentare

teletower
teletower21.10.2114:05
Gleiches mache ich seit ca. 2005 mit meiner Familie. Ich speichere alles auf einem NAS was die 4TB bald voll hat. Dafür werde ich entweder größere Platten verbauen oder ein zweites NAS besorgen. Der Vorteil hier ist einerseits das Backup (NAS hat 2x4TB über RAID 1) und außerdem der Zugriff im Netzwerk spontan darauf auf TV bzw. über Firestorm/iMac bei Rohmaterial wo der Codec vom TV nicht unterstützt wird. Alles nach Jahren geordnet hat kann man hier auch gute Sprünge in den Familien erkennen.
0
George5521.10.2114:22
Auf NAS seit mehr als 20 Jahren. Auch schön geordnet in Jahresscheiben und Events. Die Fotos und die Filme ziehen bei einem NAS-Wechsel mit um. Das NAS hat sechs HD's im Raid 6 Verbund. Mir ist einmal eine Platte in einem NAS verreckt (RAID0). Seitdem bin ich vorsichtig geworden.
0
momirv21.10.2114:25
Nur ein NAS wäre mir da zu unsicher. Ein Feuer oder Einbruch und alles ist Weg. Außerdem halten die Festplatten, erst recht in einem NAS, keine 30 Jahre. Dann muss man sich immer rechtzeitig um einen Umzug kümmern. Flashspeicher hält auch keine 30 Jahre. Also bist Du bei einer Disk schon richtig, dann jedoch gleich lieber die M-Disc nehmen! Immer am Besten zwei brennen und an unterschiedlichen Orten aufbewahren.
+1
JoMac
JoMac21.10.2114:30
Ich werfe M-Disc in die Runde, soll wesentlich länger halten als die normale BD.
Gibt es auch als 25GB
oder 100GB Version.
+1
frank1266
frank126621.10.2114:53
Die Apple iCloud wird es auch in 30 Jahren noch geben, es sei denn, die Welt geht bis dahin unter
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MikeMuc21.10.2115:55
frank1266
das wird sie ziemlich garantiert mindestens 3x bis dahin machen.
Wichtiger ist aber die Frage, ob Diu dann noch Kunde dort bist oder ob deine Enkel dann noch auf die iCloud zugreifen können / wollen. DVDs etc kann man ja in den Keller stellen, aber "die Cloud"
+3
jeti
jeti21.10.2116:28
JoMac
Ich werfe M-Disc in die Runde, soll wesentlich länger halten als die normale BD.
Gibt es auch als 25GB
oder 100GB Version.

Guter Hinweis (kannte ich nicht) => kannst Du ein Laufwerk empfehlen?
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JoMac
JoMac21.10.2116:34
jeti
Guter Hinweis (kannte ich nicht) => kannst Du ein Laufwerk empfehlen?
Ich habe es selbst noch nicht benutzt, habe auch kein M-Disc Laufwerk. Sorry.
Ggf. mal in den Amazon-Rezensionen stöbern.
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jeti
jeti21.10.2116:46
Na klar, bei den Rezessionen stöbern und mit gesundem Menschenverstand querlesen.
Hatte eventuell auf einen Erfahrungsbericht hier aus dem Forum gehofft.

Aber nichtsdestotrotz, besten Dank.
0
momirv21.10.2117:21
jeti
Na klar, bei den Rezessionen stöbern und mit gesundem Menschenverstand querlesen.
Hatte eventuell auf einen Erfahrungsbericht hier aus dem Forum gehofft.

Aber nichtsdestotrotz, besten Dank.
Verbatim Ultra HD 4k External Slimline Blue-ray Writer
+3
macerv
macerv21.10.2117:47
Hallo zusammen,
vor ca. 20 Jahren habe ich auf MO-Laufwerke (fujitsu) und die entsprechenden 3,5“ Medien gesetzt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Die MO-Discs sind noch da und in Ordnung, die vor 10 Jahren vorsichtshalber mit archivierten Laufwerke sind jedoch nicht mehr funktionsfähig (mechanische Fehler, verklebte Lager etc.).

Ich fürchtete mit den M-Discs wird das ähnlich verlaufen. Die Medien können noch so haltbar sein, das Problem sind die Endgeräte. Wer wird noch in 100 Jahren (500?) in der Lage sein so etwas wie einen DVD-Player zu organisieren?

Entweder wir meißeln alles in Stein oder kopieren unsere Inhalte immer wieder auf die jeweils aktuellen Medien!
+5
macerv
macerv21.10.2118:24
Ergänzung:

Z.ZT. Verfolge ich folgende Strategie:

Alle zu archivierende Dateien auf eine (externe) SSD (mind. 2-fach, externe Lagerung wg. Feuer etc.) Überprüfung der Inhalte jährlich und gegebenenfalls Kopie auf nächste Generation der Speichermedien
+1
iBert21.10.2118:32
Hugomac
Ohne die Daten regelmäßig zu bearbeiten über 30Jahre gar nicht.

-Gebrannte Disks halten ca 10-15 Jahre bevor sie sich chemisch selbst zerlegen;
-M-Disk hält natürlich deutlich länger, allerdings hast du/deine Kinder in 30Jahren noch einen funktionstüchtigen Player? Siehe VHS oder Video2000, Super8 usw
-SSD verliert ebenfalls Daten wenn sie jahrelang keinen Strom bekommt;
-USB-Stick oder SD-Karten haben ebenfalls demenz;
-HDD hält bei richtiger Lagerung zwar ewig, aber unterstützen Computer in 30 Jahren noch Formatierung und Schnittstelle? Siehe IDE, SCSI, Firewire und bald SATA!

Zu guter letzt: Welchen Codec benutzt du zum speichern der Filme? Was glaubst du wie lange dieser in der Computerwelt Unterstützt wird?

Wie du siehst ist es heutzutage fast unmöglich Daten für die "Ewigkeit" zu sichern. Selbst die NASA hat fast alle Daten zur Mondlandung verloren.
Eigentlich bleibt dir nur, die Daten alle paar Jahre auf einen Datenträger mit aktuellem Format und Schnittstelle zu kopieren. Gegebenenfalls sogar mit einem neuen Codec rendern. Einfach speichern und 30 Jahre vergessen kannste knicken.
Die Zeiten wo man Papas alte Videokamera mit Kasseten im Keller gefunden hat und per Koaxkabel an den TV stöpseln konnte sind leider vorbei. Der Preis der Digitalisierung. :'(
„Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.“
+5
blackboxberlin21.10.2118:35
Für die Archivierung von Fotos und Videos für meine Familie (also für die nächsten 10 oder 20 Jahre, nicht 100 oder 500 Jahre
wende ich einen Mix aus Geräte/Medien und einer Strategie:

1. Sortieren: Nur die besten Bilder auswählen und als Buch/Diashow/Album sichern und Videos schneiden (monatlich)
= Das verringert die Anzahl und Größe der Backuos (und niemand sieht sich 15.000 Bilder an

2. Erste einfache Datensicherung auf HD/NAS mit Freigabe im Heimnetz (schnell & billig)

3. langfristige Sicherung (fertige Video 3-5 Min, fertige Bildauswahl 100-150 Bilder/Jahr) auf M-Disc (Verbatim-Brenner mit Pioneer-Laufwerk)

4. Verteilung von Kopien (DVD, UDF-Format für DVD-Player/TV & PC) & Foto-Alben auf Papier (mit DVD) an die Familie

5.Zusätzlich: Teilen der Auswahl an Fotos/Videos über iCloud (Sharing)

6. Weihnachten/Geburtstage. Präsentation der Bilder (als Erlebnis für Alle)

Das ist mein Workflow und soll nur als Anregung dienen.
Mein Grundsatz ist: Digitales wieder zu “materialisieren”, haptisch erlebbar zu machen!

Ja, es stimmt, Laufwerke und Medien halten nicht ewig, aber meine CD/DVD’s aus den 1990igern sind noch lesbar!
30 Jahre reichen mir völlig!

Viel Erfolg! 👍🏻
+2
ApfelHandy421.10.2118:40
Auf dem NAS für den schnellen Zugriff. Dazu ein monatliches Backup zu Backblaze.
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blackboxberlin21.10.2118:42
Eigentlich bleibt dir nur, die Daten alle paar Jahre auf einen Datenträger mit aktuellem Format und Schnittstelle zu kopieren. Gegebenenfalls sogar mit einem neuen Codec rendern. Einfach speichern und 30 Jahre vergessen kannste knicken.

Völlig richtig! Nur wer kopiert, archiviert!

Aber auch die HD schwächelt schnell: Magnetisierung, Korrosion, defekte Lager und der berühmte „Headcrash“ schon bei geringen Stößen oder einem kleinen Sturz, lassen Festplatten selten 15 oder 20 Jahre erreichen.

Deshalb: unnötiges frühzeitig aussortieren, damit das Kopieren einfach und schnell geht!
0
Weia
Weia21.10.2118:44
Ich persönlich halte nichts von brennbaren Disks; die Kapazitäten sind einfach zu klein (was sind für Videos denn schon 100 GB?) und die einigermaßen datensicheren sind nur einmal beschreibbar, man müsste mit der Sicherung also stets warten, bis man genug neue Daten für eine komplette Disk zur Verfügung hat. Das ist für meine Begriffe alles viel zu unpraktisch und unübersichtlich.

Aus meiner Sicht sind externe (mechanische) Festplatten, insbesondere bei den heutigen Preisen, das beste Archivmedium. Es geht ja hier nicht um juristische Daten, die eventuell revisionssicher gespeichert werden müssten etc. Zur Langzeitsicherheit einfach alle 5-7 Jahre auf neue Festplatten kopieren (so bleibt man auch was Anschlüsse und Dateisysteme betrifft up-to-date); das dauert zwar bei vielen Terabyte, man muss, wenn man alles übersichtlich auf einer Festplatte geordnet hat, ja aber nur den Kopiervorgang mit einem Mausklick anwerfen und dann ein bis zwei Tage später wieder gucken. Das Ganze parallel auf zwei Festplatten, von denen eine, wenn man Angst vor Feuer oder Einbrechern hat, bei Freunden aufbewahrt werden kann (und dann entsprechend nur etwas unregelmäßiger mittels inkrementellem Backup-Programm auf den Stand der anderen Festplatte gebracht wird). Das sollte im Normalfall schon sehr sicher sein. Wirklich sicher ist nun einmal nichts im Leben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+6
Weia
Weia21.10.2118:52
macerv
Alle zu archivierende Dateien auf eine (externe) SSD
SSDs halte ich wegen der Stromlosigkeit bei der Lagerung, die zu Datenverlust führen kann, für gar keine gute Idee. Sorgfältig (erschütterungsfrei und trocken) gelagerte HDs sind meiner Einschätzung nach hier deutlich besser geeignet.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
macerv
macerv21.10.2121:37
Hallo Weia,
das muss jeder für sich entscheiden: mit HD´s habe ich über die Jahre ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht ;9 HD´s liegen dann auch schon einmal ein paar Jahre stromlos in einer Schublage und sind auch nicht immer reaktivierbar . Aber sei es wie es ist , letztendlich muss es jeder für sich entscheiden !

Einen schönen Abend !
-2
adiga
adiga21.10.2122:19
Ich mache das recht einfach. Ich kopiere das zu archivierende Material auf ein (grosses) NAS. Täglich wird der für mich wichtige Bereich des (grossen) NAS auf ein kleines Backup-NAS kopiert. Zeitgleich lade ich es noch verschlüsselt in die Synology Cloud. Wenn man will, kann man ein monatliches Backup auf HDD machen und dieses in den Banksafe legen.
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Zippo21.10.2122:41
Auf 35-mm-Film kopieren …
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Wurzenberger
Wurzenberger21.10.2122:46
Hugomac
Wie macht Ihr das?
Ich hatte Filme und Fotos jahrelang immer ohne jegliches Backup auf einzelnen Festplatten, bis ich mir endlich ein NAS gebaut hab. Jetzt sind alle Daten dreifach gespeichert. Irgendwann reicht der Platz nicht mehr, dann wird mit neuen Platten aufgerüstet, und die Daten sind wieder ein paar Jahre sicher.
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momirv21.10.2123:45
Ich denke einen MDisc Player wird man auch in 30 Jahren problemlos besorgen können, wie man auch heute sofort einen VHS Player kaufen kann.
Das Thema wir in der nahen Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, da man immer mehr immer länger speichern muss. Man denke an die Behörden oder YouTube.
P.s. In dem lesenswerten Buch Jenseits der Zeit von Liu Cixin wird das Thema in Großen auch behandelt!
+2
martinmax28.10.2117:13
momirv
Ich denke einen MDisc Player wird man auch in 30 Jahren problemlos besorgen können, wie man auch heute sofort einen VHS Player kaufen kann.
Das Thema wir in der nahen Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, da man immer mehr immer länger speichern muss. Man denke an die Behörden oder YouTube.
P.s. In dem lesenswerten Buch Jenseits der Zeit von Liu Cixin wird das Thema in Großen auch behandelt!

Ich unterstütze das Konzept. M-Disc BD-R, Archival Disc und Optical Disc Archive sind Industriestandards für Archivierung.
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rmayergfx
rmayergfx28.10.2117:22
Egal welches Medium oder Strategie man nutzen möchte, alle 5 bis 7 Jahre sollte man die Daten kontrollieren und ggfs. umkopieren bzw. konvertieren um sie auch in Zukunft noch nutzen zu können. Jegliche Elektronik altert, auch im klimatisierten Lager/Tresor, da kann man nichts dagegen tun. Welche Dateiformate in Zukunft genutzt werden kann aktuell niemand sagen auch nicht die Schnittstellen die dann aktuell sind.
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
+2

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