Forum>Software>Leerer Ordner partout nicht löschbar, da angeblich nicht leer (Hardlink-Problem?)

Leerer Ordner partout nicht löschbar, da angeblich nicht leer (Hardlink-Problem?)

Weia
Weia21.11.2001:15
Hallo allerseits,

ich stehe mal wieder vor einem Computer-Problem, das ich so noch nie hatte ®.

Ich wollte meinen Papierkorb entleeren, aber der Finder beschwerte sich bei einem Programm, er könne es nicht löschen, weil es noch in Verwendung sei.

Das behauptet er ja gerne mal, und wie immer war das auch diesmal Quatsch. Also wollte ich das Programm, Flux 6, rasch via Terminal löschen, aber zu meiner großen Überraschung verweigerte selbst ein als root ausgeführtes rm -rf seinen Dienst ebenfalls mit der seltsamen Begründung Directory not empty (das dürfte ein rm -rf ja in keiner Weise hindern). Besondere ACLs gab es keine, erweiterte Attribute auch nicht, und SIP habe ich eh immer ausgeschaltet. Wieso kann dann root einen Ordner nicht löschen?

Ein Betrachtung mit ls -larTOFGH@eb (also allem, was ls hergibt …  ) ergab, dass von Flux 6 nur noch ein Ordner-Gerippe übrig ist, nämlich der Pfad Flux 6.app/Contents/Frameworks/OgreKit.framework/Versions. Versions ist der Schuldige, sprich, dieser Ordner ist leer, aber dennoch nicht löschbar, da angeblich eben Directory not empty. Alle übergeordneten Ordner dieses Pfades lassen sich dann natürlich ebenfalls nicht löschen, so weit ist das ja normal und korrekt.

Die genaue Terminal-Ausgabe von ls -larTOFGH@eb für diesen Ordner lautet:
./Flux 6.app/Contents/Frameworks/OgreKit.framework/Versions:
total 0
drwxr-xr-x  4 weia  staff  - 128 28 Mai 04:04:23 2016 ./
drwxr-xr-x  3 weia  staff  -  96  5 Aug 03:37:48 2020 ../
Angeblich ist der Ordner also leer (total 0 und es werden keinerlei Inhalte aufgelistet). Aber anderseits ist die Link-Anzahl (die Zahl nach den Permissions) 4; bei einem leeren Ordner müsste sie 2 sein (der Ordner selbst (./) und der übergeordnete Ordner (../)). Es gibt also 2 unsichtbare Zombie-Einträge.

Da der Ordner offenbar die verschiedenen Versionen eines Frameworks enthalten sollte, frage ich mich, ob hier irgendwas Verrücktes wie ein rekursiver Hardlink auf sich selbst (keine Ahnung, ob sowas passieren kann) vorliegt.

Wie auch immer, die entscheidende Frage ist natürlich, wie werde ich jetzt diesen Zombie-Ordner los, wenn selbst ein rm -rf als root nicht hilft?

Irgendjemand irgendeine Idee?

Schon mal vielen Dank im Voraus!
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Kommentare

fronk
fronk21.11.2001:49
Schon mal den Rechner neu gestartet und erneut versucht zu löschen?
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Weia
Weia21.11.2001:55
fronk
Schon mal den Rechner neu gestartet und erneut versucht zu löschen?
Nö, kann gerade nicht neu starten, mache ich bis morgen. Aber ob das bei einem Dateisystem-Problem hilft?
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Norman O'Reply21.11.2003:50
Weia
Ein Betrachtung mit ls -larTOFGH@eb (also allem, was ls hergibt …  )

ich vermisse da den inode...

Idee/Versuch: Datei löschen mittels inode

inode ermitteln: ls -i Versions
Versions mittels inode löschen: find . -inum [inode_Versions] -exec rm -i {} \;

ggfs auch machen:
- falls noch nicht geschehen: fsck für Bestätigung der Theorie und evt. Reparatur von Dateisystemproblem
- Reboot, um ggfs. offene/verwaiste Handles zu killen, etc.
- lässt sich die Datei verschieben/umbenennen?
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momirv21.11.2008:43
SIP grundsätzlich auszuschalten, halte ich für bedenklich! Und vor allem warum?
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Weia
Weia21.11.2009:09
Weia
fronk
Schon mal den Rechner neu gestartet und erneut versucht zu löschen?
Nö, kann gerade nicht neu starten, mache ich bis morgen. Aber ob das bei einem Dateisystem-Problem hilft?
Half nicht.
Norman O'Reply
inode ermitteln: ls -i Versions
Versions mittels inode löschen: find . -inum [inode_Versions] -exec rm -i {} \;
rm ist leider egal, wie man die zu löschende Datei spezifiziert. Auch hier: Directory not empty
- Reboot, um ggfs. offene/verwaiste Handles zu killen, etc.
Wie gesagt, leider kein Effekt.
- lässt sich die Datei verschieben/umbenennen?
Problemlos, nur wiederum ohne Effekt.
- falls noch nicht geschehen: fsck für Bestätigung der Theorie und evt. Reparatur von Dateisystemproblem
fsck hatte ich vermieden, weil es langwierige Kanonen auf Spatzen sind, 2,5 TB zu durchforsten wegen einem leeren Ordner. Aber auf Deinen Anstoß hin habe ich es jetzt gemacht (vom Festplattendienstprogramm aus) und siehe da, fsck findet in der Tat entsprechende Fehler: Einen Ordner mit 4 statt zwei Einträgen und etliche Orphans. Die Ankündigung, diese Fehler würden jetzt repariert, entpuppte sich leider als falsch, da es sich ja um das Boot-Volume handelt; unmittelbar nach meiner Zustimmung zur Reparatur wurde der Prozess beendet. Zaubern kann APFS also auch nicht; das ist zuallermindest ein sehr missverständlicher Warndialog, den das Festplattendienstprogramm da präsentiert. Nunja. Jetzt kann ich nur beten und hoffen, dass ein erneutes fsck von einer anderen SSD aus nicht fehlschlägt, denn mein sonst in solchen Fällen altbewährter Helfer, DiskWarrior, funktioniert ja noch nicht mit APFS. 😬 Tja, das ist mir in 19 Jahren mit dem angeblich so fehleranfälligen HFS+ nie passiert …

Ich werde vorher noch ein Komplettbackup auf einen Klon machen, das wird jetzt also dauern, bis ich mich zurückmelden kann …
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+2
Weia
Weia21.11.2009:13
momirv
SIP grundsätzlich auszuschalten, halte ich für bedenklich!
Ich nicht.
Und vor allem warum?
Das ist hier nicht das Thema. Ich habe meine Gründe.
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-2
almdudi
almdudi21.11.2010:39
Fragen beantworten darf man auch, wenn sie nicht direkt zum Thema gehören.
Die Antwort mag ja manchen nützlich sein.

Andererseits kann's natürlich sein, daß dadurch der ganze Thread das Thema wechselt, das wär nicht wünschenswert. Jedenfalls nicht, bevor das eigentliche Problem gelöst ist.
+1
xcomma21.11.2010:56
@Weia,
hast du manchmal externe Platten angeschlossen? Und evtl. Daten von dort im "Flux" Kontext benutzt?
Ab und zu zeigt mir mein Mülleimer, dass es Daten gäbe zum Löschen, dann aber wiederum werden keine angezeigt, wenn man reinschaut. Erst wenn ich die externe HDD wieder ranhänge wird der "Müll" ordnungsgemäss angezeigt und löschbar.
Ferner, bei hartnäckigen "ist noch in Benutzung"-Infos hat zudem ein Neustart bisher mir auch immer geholfen.
Weiss nicht, ob diese Beobachtungen hier passen.
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Weia
Weia21.11.2011:06
almdudi
Fragen beantworten darf man auch, wenn sie nicht direkt zum Thema gehören.
Die Antwort mag ja manchen nützlich sein.
Da gebe ich dir grundsätzlich vollkommen recht, nur habe ich bei diesem spezifischen Thema die Erfahrung gemacht, dass eine Diskussion darüber selten konstruktiv verläuft. Daher bin ich da nicht besonders scharf drauf, zumal ich ja eh immer für meine zu vielen und zu langen Beiträge kritisiert werde.
Andererseits kann's natürlich sein, daß dadurch der ganze Thread das Thema wechselt, das wär nicht wünschenswert.
Richtig, und diese Erwägung stand hier im Vordergrund.
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+2
Weia
Weia21.11.2011:15
xcomma
hast du manchmal externe Platten angeschlossen?
Manchmal, aber eher selten.
Und evtl. Daten von dort im "Flux" Kontext benutzt?
Was ist denn ein "Flux" Kontext??? War da vielleicht Siri verwirrt?
Ab und zu zeigt mir mein Mülleimer, dass es Daten gäbe zum Löschen, dann aber wiederum werden keine angezeigt, wenn man reinschaut. Erst wenn ich die externe HDD wieder ranhänge wird der "Müll" ordnungsgemäss angezeigt und löschbar.
Naja, wenn man im Terminal schaut, wird ja schon eindeutig klar, dass es sich hier um ein Problem auf Dateisystem-Ebene handelt. Und das fsck-Ergebnis bestätigt das ja leider eindeutig.
Ferner, bei hartnäckigen "ist noch in Benutzung"-Infos hat zudem ein Neustart bisher mir auch immer geholfen.
Ja, mir bisher auch. Nur diesmal eben leider nicht …
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xcomma21.11.2011:51
Weia
Was ist denn ein "Flux" Kontext??? War da vielleicht Siri verwirrt?
..na der Flux Kompensator, was denn sonst

..ok, was ich damit verkürzt wiedergeben wollte ist nur der Bezug zum Programm Flux 6, welches erwähnt wurde. Hätte ja sein können, dass du mit Flux Daten in Benutzung bzw. "in Löschung" hattest, die wiederum auf externen Datenträgern zu verorten gewesen wären, wo etwas schief lief bzw. das gängige "Mülleimer"-Problem (wie ausgeführt) sich evtl. abspielt.
0
Weia
Weia21.11.2013:01
xcomma
..ok, was ich damit verkürzt wiedergeben wollte ist nur der Bezug zum Programm Flux 6, welches erwähnt wurde.
Ach soooo, da kannst du mal sehen, wie geplättet ich nach dieser unfreiwillig durchwachten Nacht war. Ich dachte mir sinngemäß: Was soll das wohl heißen? Lustig, erinnert an das Programm Flux, das ich öfters verwende, aber woher sollte xcomma das wissen? Oh Mann … 🙄
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+1
Marcel_75@work
Marcel_75@work21.11.2015:19
Statt von einer externen SSD zu booten mach das doch lieber im Recovery Mode, da steht Dir ebenfalls fsck zur Verfügung und von dort aus kann auch wirklich "repariert" werden.

Hier ist das auch gut erklärt:

Vorteil: Die fsck- bzw. APFS-Version passt 100%ig zu Deinem System.

Denn bei einer externen SSD besteht ja die Gefahr, dass dort dann (aus Versehen) eine neuere oder eben auch ältere Version zum Einsatz kommen könnte, und das ist unter Umständen problematisch.

PS: Auf einen "Disk Warrior" speziell für APFS hoffe ich auch sehr, befürchte aber, da kommt wohl eher nichts mehr von Alsoft … wirklich schade.
+2
Weia
Weia21.11.2017:19
Marcel_75@work
Statt von einer externen SSD zu booten mach das doch lieber im Recovery Mode, da steht Dir ebenfalls fsck zur Verfügung und von dort aus kann auch wirklich "repariert" werden.
Zu spät. fsck werkelt jetzt bereits seit nunmehr 6 Stunden vor sich hin. Allerdings nicht von einer externen SSD aus, sondern von einer anderen internen – ich habe deren ja vier im Mac Pro 5,1 und auf einer davon, einer 4-TB-SSD für Filme und Musik, habe ich 30 GB von den 4 TB, die praktisch unter statistisches Rauschen fallen, für eine macOS-Partition für genau solche Situationen wie die jetzige abgezweigt. Das macOS dort ist genauso Mojave 10.14.6 wie auf der Hauptpartition (gut, auf das Einspielen der jüngsten Sicherheitsupdates habe ich heute verzichtet).

Lustig, gerade ging mir so durch den Kopf, was ich, wenn (hoffentlich) alles geklappt haben wird, als Feedback hier wohl berichten sollte, und dachte mir, da sollte unbedingt dabei sein, wie nützlich und hilfreich in so einem stressigen Moment so eine zusätzliche Not-macOS-Installation ist. Es ist so viel angenehmer, von einem normalen macOS aus zu arbeiten, als in diesem doch sehr eingeschränkten Recovery-Modus. Wie und wo könnte ich zum Beispiel im Recovery-Modus das Protokoll des Festplattendienstprogramms abspeichern?
Hier ist das auch gut erklärt:
Na gut, um den Single-User-Modus geht es bei mir ja nicht und offiziell gibt es den auf Mojave ja auch gar nicht mehr. Das in dem Artikel erwähnte Problem, vor einer Reparatur die Partition erst einmal auswerfen zu müssen, hatte ich auch. Das Festplattendienstprogramm hat den Auswurf strikt verweigert mit der seltsamen Begründung, die Partition sei gerade in Benutzung (nicht schon wieder! ), und wollte/konnte deshalb zunächst auch nicht reparieren. Auch da war es wieder sehr hilfreich, in einer regulären macOS-Umgebung zu sein, in der ich in aller Ruhe unter Nutzung mehrerer Fenster nachlesen konnte, wie ich vom Terminal aus einen Auswurf erzwingen kann.
Vorteil: Die fsck- bzw. APFS-Version passt 100%ig zu Deinem System.
Tut sie jetzt auch.

Jetzt muss nur noch die Reparatur funktionieren …
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C.Chaplin
C.Chaplin21.11.2018:44
Fassen wir mal kurz zusammen, Weia!

Du möchtest einfach eine Datei löschen, die sich nicht löschen lässt.

Und dazu haust Du all diesen Text rein?

Der Marcel, der hier auch öfters unterwegs ist, hat doch ein Programm geschrieben, welches so ein Problem durchaus lösen kann. Schon ausprobiert?
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almdudi
almdudi21.11.2022:24
Weia
Allerdings nicht von einer externen SSD aus, sondern von einer anderen internen – ich habe deren ja vier im Mac Pro 5,1 und auf einer davon, einer 4-TB-SSD für Filme und Musik, habe ich 30 GB von den 4 TB, die praktisch unter statistisches Rauschen fallen, für eine macOS-Partition für genau solche Situationen wie die jetzige abgezweigt.
Gute Idee - muß ich auch mal einrichten.
Bisher hatte ich immer eine Reservepartition mit dem vorherigen System, und natürlich kann man auch von Backups starten, aber wenn irgendwo der Wurm drin ist, ist ein nacktes aktuelles System natürlich besser.
0
Weia
Weia22.11.2001:32
C.Chaplin
Du möchtest einfach eine Datei löschen, die sich nicht löschen lässt.
Ich möchte eine Datei löschen, die sich nicht löschen lässt, ja. Das ist/war nur leider eben nicht einfach.
Und dazu haust Du all diesen Text rein?
Was soll ich denn sonst machen? Ein Bild malen?
Der Marcel, der hier auch öfters unterwegs ist, hat doch ein Programm geschrieben, welches so ein Problem durchaus lösen kann.
Worauf beziehst Du dich bitte? Marcel Bresink hat meiner Kenntnis nach kein Programm zur Reparatur von Dateisystemen geschrieben (was sich ja als erforderliche Lösung bereits herausgestellt hat). Andererseits gibt es ein solches Programm in macOS (eben das Festplattendienstprogramm) – warum sollte ich das nicht verwenden?
Schon ausprobiert?
Nein – ich weiß ja weder, welches Programm das sein soll noch besteht das Problem noch.
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Weia
Weia22.11.2002:38
Hier nun noch ein abschließender Bericht. fsck konnte in Form der „Ersten Hilfe“ im Festplattendienstprogramm die Festplatte in der Tat reparieren, und danach ließ sich der widerspenstige angeblich nicht leere Ordner problemlos löschen.
Weia
Norman O'Reply
- falls noch nicht geschehen: fsck für Bestätigung der Theorie und evt. Reparatur von Dateisystemproblem
fsck hatte ich vermieden, weil es langwierige Kanonen auf Spatzen sind, 2,5 TB zu durchforsten wegen einem leeren Ordner. Aber auf Deinen Anstoß hin habe ich es jetzt gemacht (vom Festplattendienstprogramm aus) und siehe da, fsck findet in der Tat entsprechende Fehler: Einen Ordner mit 4 statt zwei Einträgen und etliche Orphans.
Zunächst also nochmals herzlichen Dank an Norman O'Reply, der mich sanft auf die richtige Spur gesetzt hat.

Wie schon in meinem Beitrag um 17:19 Uhr geschrieben, habe ich dann also fsck aus dem Festplattendienstprogramm auf einer anderen (Not-)macOS-Boot-Partition auf einer anderen SSD in meinem Mac Pro 5,1 laufen lassen.

Bemerkenswerterweise weigerte sich das Festplattendienstprogramm standhaft, die zu reparierende Festplatte auch nur zur deaktivieren, was die Voraussetzung dafür ist, fsck („Erste Hilfe“) laufen zu lassen. Angeblich würde sie benutzt – keine Ahnung, wovon, Spotlight vielleicht? Aber nach einer durchwachten Nacht war mir nicht nach weiterer Fehlersuche zumute und ich wollte das Ding einfach nur deaktivieren, notfalls mit roher Gewalt.

Wenn irgendein Programm, dann sollte doch das Festplattendienstprogramm dazu in der Lage sein, notfalls solch rohe Gewalt walten zu lassen, aber nein.

Es half dann im Terminal das folgende kleine Skript, das ich mir für solche Notfälle mal gebastelt und in /usr/local/bin/ unter dem Namen eject abgespeichert hatte:

#!/bin/sh

if [ -z "$1" ]; then
    echo "Usage: $0 disk_to_eject"
    exit -1
fi

DEVICE=`diskutil info "$1" | grep "Device Node:" | awk '{print $3}'`

diskutil unmountDisk force $DEVICE #> /dev/null
diskutil eject $DEVICE #> /dev/null

Wenn dieses Skript installiert ist, reicht ein schlichtes eject /Volumes/auszuwerfendeFestplatte, um die Festplatte zu deaktivieren.

Danach konnte ich dann die „Erste Hilfe“ im Festplattendienstprogramm problemlos starten.

Einige interessante Beobachtungen:

fsck brauchte für eine 4-TB-SSD mit etwas mehr als 2 TB Daten etwas mehr als 6 Stunden für die Reparatur.

So startete das Ganze:
Erste Hilfe auf „WeiasFestplatte“ (disk5s1) ausführen

Dateisystem reparieren.
Volume ist bereits deaktiviert.
fsck_apfs -y -x /dev/rdisk5s1 ausführen
Checking the container superblock.
Checking the EFI jumpstart record.
Checking the space manager.
Checking the space manager free queue trees.
Checking the object map.
Checking volume.
Checking the APFS volume superblock.
The volume spring was formatted by hfs_convert (945.275.7) and last modified by apfs_kext (945.275.8).
Checking the object map.
Checking the snapshot metadata tree.
Checking the snapshot metadata.
Checking snapshot 1 of 22.
Snapshot 1 of 22??? Zu meinem großen Erstaunen hatte APFS nicht nur sagenhafte 22 Schnappschüsse meiner Daten (das sind die Momentaufnahmen, die Time Machine dann für die stündlichen Backups als Vorlage dienen) auf der SSD angelegt (die, wie sich wenig überraschend gleich zeigen würde, alle denselben Fehler enthielten), nein, fsck durchsucht und repariert auch jeden einzelnen dieser Schnappschüsse. Somit kein Wunder, dass das 6 Stunden dauerte …
error: directory valence check: directory (oid 0x7004c): nchildren (2) does not match drec count (0)
Und in der nächsten Zeile sofort mein Problemordner: angeblich 2 Kinder = Objekte im Ordner, aber der Ordner zählt (drec count) nur 0. Das kam mir natürlich höchst vertraut vor.
Danach noch sehr viele Warnmeldungen des Inhalts
warning: directory valence check: directory (oid 0xc005c): orphan directory record
Das sind also offenbar Objekte, die seit der Ordner-Korruption nicht mehr zugeordnet werden können.
Checking snapshot 2 of 22.
Und so geht es nun 21 mal weiter …
Allerdings gab es gleich beim zweiten Snapshot eine Überraschung, nämlich noch einen korrupten Ordner:
error: directory valence check: directory (oid 0x7004c): nchildren (2) does not match drec count (0) 
error: directory valence check: directory (oid 0xc0043): nchildren (28) does not match drec count (0) 
Im zweiten Fall fehlen nun sage und schreibe 28 Objekte in dem Ordner. Im Rückblick hatte ich vielleicht großes Glück, dass ausgerechnet ein Ordner im Papierkorb korrupt war und dieser sich daher nicht entleeren ließ. Dadurch wurde ich auf das Problem aufmerksam und gleichzeitig musste ich keine Angst davor haben, dass etwas Wichtiges kaputt gegangen sei, denn schließlich handelte es sich ja um etwas, was ohnehin gelöscht werden sollte. Ich beschließe jetzt einfach mal, dass der Ordner mit den 28 Dateien auch unwichtig war. (Notfalls habe ich ja noch mein Time Machine-Backup.)

Diese beiden Ordner wurden dann auch in den noch folgenden 20 Snapshot jeweils als fehlerhaft gemeldet. Danach ging es an die Reparatur:
Checking the extent ref tree.
Checking the fsroot tree.
error: directory valence check: directory (oid 0x7004c): nchildren (2) does not match drec count (0) 
error: directory valence check: directory (oid 0xc0043): nchildren (28) does not match drec count (0) 
Verifying allocated space.
Performing deferred repairs.
error: nchildren of inode object (id 458828) does not match expected value
error: nchildren of inode object (id 786499) does not match expected value
Restarting after deferred repairs...
Doch nach dem Restart ging das Ganze von vorne los, offenbar zur Nachkontrolle:
Checking the EFI jumpstart record.
Checking the space manager.
Checking the space manager free queue trees.
Checking the object map.
Checking volume.
Checking the APFS volume superblock.
The volume spring was formatted by hfs_convert (945.275.7) and last modified by apfs_kext (945.275.8).
Checking the object map.
Checking the snapshot metadata tree.
Checking the snapshot metadata.
Checking snapshot 1 of 22.
Und dabei wurden gleich im ersten Snapshot jetzt nochmals 3 korrupte Ordner gefunden, die offenbar erst durch den 1. Reparaturdurchgang kenntlich wurden:
error: directory valence check: directory (oid 0x140063): nchildren (10) does not match drec count (0)
error: directory valence check: directory (oid 0x150075): nchildren (1) does not match drec count (0) 
error: directory valence check: directory (oid 0x1d0070): nchildren (2) does not match drec count (0)
Das ging jetzt alle 22 Snapshots exakt so weiter und am Ende dann wieder die Überprüfung – und diesmal war alles OK, nach 6 Stunden:
Checking the extent ref tree.
Checking the fsroot tree.
Verifying allocated space.
The volume /dev/rdisk5s1 appears to be OK.
Exit-Code für Dateisystemprüfung lautet 0.
Der ursprüngliche Zustand (deaktiviert) wird wiederhergestellt.

Vorgang erfolgreich.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia22.11.2003:18
Nachdem ich einen Rüffel dafür kassiert habe, diese Frage abzubügeln, hier noch eine kurze Antwort darauf:
momirv
SIP grundsätzlich auszuschalten, halte ich für bedenklich! Und vor allem warum?
Aus 2 sehr unterschiedlichen Gründen.

Grund 1

Ich arbeite oft sehr tief im System und muss immer wieder Dateien innerhalb von /System modifizieren, manchmal vielleicht nur im Abstand von 2, 3 Wochen, manchmal aber auch täglich. Dazu müsste ich jedes Mal SIP ausschalten, weil das sonst nicht möglich ist. SIP aus- oder wieder einzuschalten erfordert aber einen Reboot, und da meine Mac-Installation sehr komplex ist, kostet mich ein Reboot selbst mit SSDs um die 20 Minuten (dazu käme dann noch die Zeit, SIP im Recovery-Modus aus- oder einzuschalten). Roundturn also jedes Mal etwa 1 Stunde Arbeitszeitausfall. Diese Zeit habe ich schlicht nicht.

Andererseits kenne ich mein System in- und auswendig und schätze die Gefahr nicht sehr hoch ein, dass mir irgendjemand irgendetwas unbemerkt unterjubeln kann. In 20 Jahren ist es jedenfalls noch nie passiert.

Grund 2

Grund 2 ist einfach eine Mentalitätsfrage und das macht das Thema so problematisch.

Ich bin jemand, der Freiheit sehr hoch und Sicherheit sehr gering gewichtet. Ich nehme also in der Regel gerne hohe Sicherheitsrisiken in Kauf, wenn ich dadurch Einschränkungen auch nur ein wenig reduzieren kann. Und das ist eine Haltung, die erfahrungsgemäß Menschen, die diesbezüglich andere Prioritäten haben, oftmals sehr provoziert (obwohl ich sie niemand anderem anrate – nur ich will damit so umgehen können). Dadurch kochen bei diesem Thema schnell Emotionen hoch und eine sachliche Diskussion ist nicht mehr möglich; das will ich gern vermeiden.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
momirv22.11.2008:28
Weia
Ich arbeite oft sehr tief im System und muss immer wieder Dateien innerhalb von /System modifizieren,
Das Was hätte mich interessiert.
Weia
da meine Mac-Installation sehr komplex ist, kostet mich ein Reboot selbst mit SSDs um die 20 Minuten
...ok

Weia
Grund 2
Interessant, dass Du dann noch bei Mac OS bist, denn Apple schlägt genau den entgegengesetzten Weg ein. Mehr Sicherheit und weniger Freiheit. Mit iOS wurden wir darauf eingestimmt und nun folgt das Mac OS, das mit jeder Version vernagelter wird!
+1
Weia
Weia22.11.2014:48
momirv
Weia
Ich arbeite oft sehr tief im System und muss immer wieder Dateien innerhalb von /System modifizieren,
Das Was hätte mich interessiert.
Verschiedenstes, ich passe mein System halt stark an und versuche auch Einschränkungen zu umgehen oder Probleme nachzuverfolgen.

Beispiele für erforderliche Anpassungen/Modifikationen von Konfigurationsdateien im System-Ordner
  • eigener Postfix-Mailserver
  • Modifikation des Ruheverhaltens (kein Aufwachen alle zwei Stunden, volles Aufwachen bei Fernzugriff)

Beispiel für Problemanalyse:
  • Wrapper für Systemdämonen (aktuell z.B lsd) – ersetzt durch eigenes Programm, das die Datenströme an das Originalprogramm weitergibt, aber dabei protokolliert
Interessant, dass Du dann noch bei Mac OS bist, denn Apple schlägt genau den entgegengesetzten Weg ein. Mehr Sicherheit und weniger Freiheit. Mit iOS wurden wir darauf eingestimmt und nun folgt das Mac OS, das mit jeder Version vernagelter wird!
Ja, das ist ein Problem, aber noch kann ich damit leben.

Ich kenne einfach keine für mich gangbare Alternative. Das geht los bei Dingen wie Ästhetik von Hardware und GUI, die mir sehr wichtig ist, reicht über für mich sehr wichtige Dinge wie über systemweite Dienste wie Rechtschreibung etc. und systemweites konsistentes Farbmanagement auch für Video bis hin zu dem ausschlaggebenden Faktor, und das ist die Programmierumgebung:

Ich schreibe viele Programm für mich selbst und meine Arbeit, und Cocoa & Objective-C sind dabei für mich allen Alternativen Lichtjahre voraus.

Cocoa wurde vom Apple der Tim-Cook-Ära sträflichst vernachlässigt, aber ich habe mittlerweile ein riesiges Framework, das einen großen Teil der Cocoa-Klassen um wichtige Funktionen ergänzt und Bugs umschifft, sodass mein „privates Cocoa“ vermutlich leistungsfähiger ist als alles, was es sonst irgendwo öffentlich gibt. Allein die Tatsache, dass das möglich ist, ohne den Sourcecode von Cocoa zu kennen, ist Zeugnis der enormen Leistungsfähigkeit (und auch Freiheit!) von Objective-C.

Objective-C war aus meiner Sicht eine Sternstunde der IT, es war jedenfalls dasjenige, das mich zu NeXT/Apple gebracht hat. Swift halte ich für eine Cook-typische intellektuelle Bankrotterklärung; sollte Apple sich irgendwann von Objective-C trennen (was ich gar nicht für technisch machbar halte, ohne macOS durch etwas komplett Neues zu ersetzen), dann wäre es mit meiner Bindung an Apple vorbei. Wohin ich dann gehen sollte, weiß ich allerdings auch nicht. Vermutlich würde ich für den nicht mehr allzulangen Rest meines Lebens einfach bei der letzten Version von macOS mit Objective-C bleiben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Cornel
Cornel22.11.2015:40
Sehr interessant Weia. Besten Dank für deine Erläuterungen. Kannst du allenfalls noch kurz etwas dazu schreiben, weshalb ein Neustart bei dir 20 Minuten dauert? Das würde mich noch interessieren, da doch einiges gerechnet wird in einem solchen Zeitraum.

Und läuft dein System immer einwandfrei trotz all deiner Eingriffe? Ich kann mir vorstellen, dass dies mit jedem Update ja ein Spiessrutenlauf ist.

Mir wäre der Aufwand viel zu gross und ich sehe jetzt auch nicht den Kosten/Nutzen-Faktor, aber dank deiner Ausführung verstehe ich deinen Beweggrund und ziehe meinen Hut.

Ich bin deiner Meinung, dass Objective-C noch einige Jahre im System enthalten und die Grundpfeiler des Systems sein werden. Auch Apple wird nicht so schnell einen ebenbürtigen Ersatz für das macOS mit all seinen Diensten und Funktionen schreiben können. Die Komplexität ist ja schon enorm gegenüber einem OS X zu Beginn der Ära. Und doch kann man nie so sicher sein bei Apple. Wer hätte vor zwei oder drei Jahren gedacht, dass ein ARM-Chip die Konkurrenz so in den Schatten stellt?
0
Weia
Weia23.11.2005:05
Cornel
Kannst du allenfalls noch kurz etwas dazu schreiben, weshalb ein Neustart bei dir 20 Minuten dauert?
Da kommen viele Faktoren zusammen. Im Augenblick haben viele Mac Pro 5,1-Nutzer (nicht alle, aber ich gehöre leider dazu) mit macOS 10.14.6 das Problem, dass macOS ewig braucht, bis es überhaupt nur den Bildschirm beim Boot-Prozess aktiviert. Allein das kann bis zu 15 Minuten dauern, und noch weiß – mein letzter Kenntnisstand – niemand, warum. Anfangs dachte ich, das Ding hängt einfach, aber irgendwann kam ich auf die Idee zu probieren, mich mit ssh (von iPad oder anderem Mac aus) anzumelden, und das ging bereits. Da sieht man dann lsd mit der Option runAsRoot laufen und etliche 100% Rechenleistung verbraten. Was lsd da tut? (Bislang) keine Ahnung …

Dann habe ich, da ich leider Schriften verfallen bin, auf meinem Mac über 6000 Fonts installiert (über 20.000 Schnitte), mit denen kämpft macOS beim Neustart auch ein paar Minuten. Schließlich muss nach der Anmeldung der alte Zustand wiederhergestellt werden, Das sind meist so um die 50 laufende Programme mit ca. 500 – 1000 offenen Fenstern, auch das dauert, insbesondere bei den Webbrowsern. Und mein Lieblingsbrowser (OmniWeb) hat im Augenblick leider den Bug, manchmal einige der vormals offenen Webseiten zu vergessen und stattdessen leere Seiten zu öffnen. Das muss ich dann jedesmal kontrollieren und ggf. OmniWeb nochmals neustarten, nachdem ich mit Time Machine eine ältere Version der Statusdatei wiederhergestellt habe. Schließlich bin ich (leider) auf zwei größere Java-Apps angewiesen, deren Start dann nochmals um die 10 Minuten dauert.

Und noch so ein paar Sachen. Manchmal dauert das alles vielleicht auch nur 15 Minuten, manchmal aber auch 30 … Und wenn ich die Java-Apps mit einbeziehe, sind es eher 30 bis 45 Minuten, bis ich umfassend weiterarbeiten kann.
Und läuft dein System immer einwandfrei trotz all deiner Eingriffe? Ich kann mir vorstellen, dass dies mit jedem Update ja ein Spiessrutenlauf ist.
Ja, das schon. Ich habe daher auch schon etliche Abstriche gegenüber meinem diesbezüglichen Idealismus Anfang der 2000er gemacht, wo ich vieltausendzeilige Skripte geschrieben hatte, um meine Optimierungen auch bei all meinen Freunden, die mich darum baten, halbautomatisch installieren zu können. Und ich versuche eben, auf eine neue macOS-Version erst dann zu wechseln, wenn der Nachfolger erschienen ist, damit sich die Zahl der Updates im Wesentlichen auf Sicherheitsupdates beschränkt.
Mir wäre der Aufwand viel zu gross und ich sehe jetzt auch nicht den Kosten/Nutzen-Faktor
Ja, da hast Du schon einen Punkt. Teils brauche ich das wirklich für meine Arbeit, aber teils ist es auch einfach dieser verflixte Perfektionsdrang. 🥴
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Cornel
Cornel23.11.2009:58
Merci für deine Antwort. Das klingt alles so spannend und irgendwie doch auch etwas verstörend.

Ich hatte selbst auch einen Mac Pro 5.1 und es war der einzige Mac, mit dem ich Probleme hatte. Die Grafikkarte rauschte mir relativ schnell ab (war ja bei fast allen so) und das Logicboard musste auch einmal ausgetauscht werden. Da ich zum Glück nahe an einem Apple Store wohne, war das kein grosses Problem. Irgendwie wurde ich nie so warm mit dem Gerät und wechselte dann Anfangs 2014 auf den nMP - das war wie Tag und Nacht.

Eine lange Startzeit hatte ich auch beim 5.1, wenn auch nur so zwei bis drei Minuten und nicht gerade 15 und mehr. Und dann beim nMP 30 Sekunden. Hast du die SSD am SATA-Port oder via PCI eingebunden? Damals hatte ich zuerst ein Software-RAID mit HDDs und dann eine SSD, welche durch den SATA-Anschluss ausgebremst wurde. Und manchmal war die SSD sauschnell und dann wieder grottenlahm. Das RAID mit HDDs war langsamer, aber dafür konstant. Irgendwie war das auch sowas Seltsames.

Viele aktivierte Schriften sind wirklich ein Problem oder waren es zumindest, ich weiss es nicht. Ich hatte mit 1200 schon Performence-Einbrüche und habe dann die meisten deaktivert und nur bei Gebrauch aktiviert. Und irgendwann habe ich mich dann davon getrennt. Auch wenn es am Anfang schmerzt. Nur, wer braucht die Menge wirklich? Wie bei meinem Vorpost schon geschrieben: Kosten/Nutzen... Aber ich verstehe dich nur zu gut.

Die Wiederherstellung der offenen Fenster beim Herunterfahren habe ich deaktiviert, da ich es bevorzuge, mit einem "sauberen" Desktop zu starten. Dafür habe ich aber ein Startscript geschrieben, welches mir einige Programme (Mail, Kalender, ...) öffnet und die sichtbaren Fenster dann wieder schliesst. Das funktioniert mit der Startfunktion bei der Benutzerverwaltung einfach nicht zuverlässig. Mit dem Script wird auch die Lautsprecher-Balance Mittig gestellt, da der nMP dies seit Inbetriebnahme nicht schafft und bei 3 von 4 Starts die Balance verstellt. Weshalb auch immer? Aber mir käme es nie in den Sinn, Logic beim Start automatisch zu öffnen, obwohl ich es meistens benötige.

Ich muss echt sagen, dass ich bei deiner Menge an Fenstern die Übersicht völlig verlieren würde. An den Leistungsverlust möchte ich gar nicht denken. Perfektionsdrang in allen Ehren, aber eigentlich ist ein System so zu starten und "zuzumüllen" alles andere als perfekt. Auch wenn ich das öffnen von 1000 Fenstern sehr gerne einmal sehen würde. Es ist extrem spannend, wie die Arbeitsweisen beim selben System so differieren.

Wie siehst du der Entwicklkung mit den M1-Macs entgegen?
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Weia
Weia23.11.2018:22
Cornel
Ich hatte selbst auch einen Mac Pro 5.1 und es war der einzige Mac, mit dem ich Probleme hatte.
Oje, da hast Du aber Pech gehabt. Ich hatte/habe insgesamt 4, erst 2 von 2006 und dann eben 2 von 2012 und nie irgendein Hardware-Problem. Der lange Start jetzt ist ja ein Software-Problem.
Hast du die SSD am SATA-Port oder via PCI eingebunden?
SATA, mir war viel bezahlbarer Speicherplatz wichtiger und außerdem waren meine 4 PCIe-Slots alle schon belegt. Aber was immer lsd da beim Start treibt – ich glaube nicht, dass eine PCIe-SSD da viel dran ändern würde.
Viele aktivierte Schriften sind wirklich ein Problem […] Nur, wer braucht die Menge wirklich? Wie bei meinem Vorpost schon geschrieben: Kosten/Nutzen... Aber ich verstehe dich nur zu gut.
Ja, Du hast schon Recht. Bei Schriften ist es extrem bei mir, nicht nur wegen meiner Begeisterung für Schriften, sondern auch aufgrund der Sonderstellung, die sie im Gestaltungsprozess einnehmen. Für alle anderen Aspekte der Gestaltung bin ich selbst verantwortlich und brauche nur eine überschaubare Anzahl von Programmen, um sie zu kreieren. Aber ich kann ja nicht auch noch meine Schrift erst selbst entwerfen (ich bewundere die Fähigkeiten von Schriftendesignern, denn ich könnte das selbst überhaupt nicht). Ich bin also in der unerfreulichen Situation von Leuten, die Musik machen möchten, aber kein Instrument spielen können und daher auf vorgefertigte Samples etc. angewiesen sind. Da dabei natürlich nie etwas wirklich Eigenes herauskommt, braucht man am besten endlos viele dieser Musikbausteine, damit man wenigstens in etwa dasjenige Vorgefertigte heraussuchen kann, was dem am nächsten kommt, was man eigentlich selbst machen möchte. So habe ich fast 20 Jahre Schriften gesammelt, mein ästhetisches Verständnis von Schriften daran geschult und am Ende dann begriffen, dass es „meine“ Schrift einfach nicht gibt und mir für teuer Geld von einem renommierten Schriftenhaus eine nach meinen Vorstellungen anfertigen lassen. So gesehen könnte ich jetzt die allermeisten anderen Schriften entsorgen. Aber was, wenn ich für einen speziellen Anlass genau die eine Schrift bräuchte, die ich gerade weggeworfen habe? Ich kann bei sowas einfach nicht loslassen …
Die Wiederherstellung der offenen Fenster beim Herunterfahren habe ich deaktiviert, da ich es bevorzuge, mit einem "sauberen" Desktop zu starten. […] Perfektionsdrang in allen Ehren, aber eigentlich ist ein System so zu starten und "zuzumüllen" alles andere als perfekt.
Ich könnte überhaupt nicht ohne, denn das ist sozusagen meine ToDo-Liste.

Ich bin miserabel darin, meine Arbeit formell zu strukturieren. ToDo-Listen führen oder gar eine von diesen Projektmanagement-Programmen nutzen wäre bei mir völlig sinnlos, ich würde einfach nie etwas eintragen oder wenn doch, dann mich nicht an meine Vorgaben halten.🙄 Also bin darauf angewiesen, dass da lauter irgendwann geöffnete Fenster sind, die mich anschreien Arbeite mich gefälligst ab!
Wie siehst du der Entwicklkung mit den M1-Macs entgegen?
Zu meiner eigenen Überraschung positiv. Ich war wegen des Verlusts der Intel-Kompatibilität für virtuelle Maschinen (ich habe von NEXTSTEP 4.0 bis Snow Leopard Etliches in VMs laufen) erst genervt bis verärgert und konnte mir nicht vorstellen, dass Apples eigene Prozessoren so viel besser sind, dass sie diesen Funktionsverlust aufwiegen würden, aber was man jetzt Beeindruckendes vom M1 hört, gekoppelt mit den immer deutlicher zutage tretenden Problemen, in denen Intel offenbar steckt, scheint es mir jetzt eher so, als habe Apple genau zum richtigen Zeitpunkt noch den Absprung aus dem sinkenden Schiff geschafft.

Vielleicht stelle ich mir zum Schnuppern einen M1-Mac mini hin, ansonsten warte ich jetzt den Apple-Silicon-Mac Pro ab. Solange müssen meine 5,1er noch tapfer durchhalten. (Passt auch insofern, als ich mir aus ökologischen Gründen vorgenommen habe, jedes Gerät, das nicht kaputt geht, mindestens 10 Jahre zu nutzen.)
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Cornel
Cornel23.11.2019:46
Weia, erst einmal ein riesen Dankeschön. Mich freut es ungemein, auf dieser Seite einen solchen Dialog führen zu können ohne dass jemand angegriffen wird oder was auch immer. Ich denke, wir könnten nie - wirklich nie - zusammen arbeiten, aber das finde ich absolut sympathisch. Da denkt man doch etwas wehmütig an die alten Zeiten mit G3 oder G4 Prozessoren, als die Mac-Foren so tolle Plattformen waren.

Betreffend den Schriften kann ich dir einen kleinen Tipp geben, vielleicht nützt es dir ja. Ich habe sämtliche Schriften nach Typen geordnet im Dateisystem abgelegt. Aktuell könnte man es ja sogar nach Tags ordnen (allenfalls sogar automatisiert). Mit der Vorschaufunktion im Finder kann man die Schriften sichten und bei Bedarf mit einem Klick installieren. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich immer weniger Suchen muss und wie du ja selbst auch weisst, es unzählige Schriften gibt, welche fast gleich sind - aber halt doch nicht identisch und das a ist halt dort schöner, dafür das g ...

Aktuell habe ich noch etwas mehr als 300 Schriftarten, wobei etwa die Hälfte deaktiviert ist. Wenn ich etwas brauche, suche ich diese in der Adobe CC Schriftensammlung. Wie du ja selbst sagst, gibt es die eine perfekte Schrift nicht. Wenn du von 20 Schriftarten eine wählen kannst oder von 1000, bei welcher Auswahl ist man schneller zufrieden? Weniger ist wirklich mehr musste ich feststellen und gerade bei den Schriften kann man sich so lange verweilen bei der Suche. Aber nun gut, ich möchte dich nicht nerven oder bevormunden.

Vom M1 bin ich absolut beeindruckt. Vor 10 Jahren hatte ich wirklich Pro-Ansprüche (wenn man das so sagen kann/darf), da Logic, Aperture und FCP oder Motion einiges an Leistung benötigten um flüssig damit arbeiten zu können. Heute geht das als Privatanwender ohne zu überlegen mit einem Mac Mini. Ob der Export dann 2 oder 10 Minuten dauert spielt mir keine grosse Rolle. Das ist echt verrückt! Und wenn das Ganze mit 16 GB machbar ist, dann umso besser. Der Mac Pro mit M1 Prozessor wird ja wieder bezahlbar werden und auf diesen warte ich erst einmal. Bis dann sollten auch die meisten Probleme ausgemerzt und die aktuell offenen Fragen geklärt sein. Apple kann diese Umstellungen für den User einfach elegant lösen, da staune ich immer wieder.
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Weia
Weia24.11.2000:00
Cornel
Weia, erst einmal ein riesen Dankeschön. Mich freut es ungemein, auf dieser Seite einen solchen Dialog führen zu können ohne dass jemand angegriffen wird oder was auch immer.
Dankeschön zurück.
wie du ja selbst auch weisst, es unzählige Schriften gibt, welche fast gleich sind - aber halt doch nicht identisch und das a ist halt dort schöner, dafür das g ...
Ah, ich sehe, Du verstehst mich …
Vor 10 Jahren hatte ich wirklich Pro-Ansprüche (wenn man das so sagen kann/darf), da Logic, Aperture und FCP oder Motion einiges an Leistung benötigten um flüssig damit arbeiten zu können. Heute geht das als Privatanwender ohne zu überlegen mit einem Mac Mini. Ob der Export dann 2 oder 10 Minuten dauert spielt mir keine grosse Rolle. Das ist echt verrückt!
Ich hatte vor wenigen Wochen ein ähnliches Gefühl bezüglich Massenspeicher:

Dank iTunes begann ich Anfang 2002 zu ahnen, es wäre vielleicht denkbar, seine gesamte Film- und Musiksammlung auf Festplatte zu speichern und so jederzeit schnell abrufbereit zu haben. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich das wirklich als ganz reale, praxistaugliche Möglichkeit begreifen konnte und mir sicher war, nicht nur einer Science-Fiction-Phantasterei aufzusitzen. Aber ich fand, zumal ich meine CDs nicht komprimiert abspeichern wollte, schnell heraus, dass ich, jedenfalls mit etwas Luft nach oben, die schier unvorstellbare Menge von 2 TB Speicherplatz vorsehen müsste. Die größte damals gerade brandneu erhältliche Festplatte fasste 250 GB (und das schien schon unglaublich). Dann entdeckte ich, dass es RAID-Gehäuse gab, in denen man 8 Platten zu einer zusammenschalten konnte – das hätte bei 250 GB genau diese 2 TB ergeben. Nur dass 8 damalige Festplatten natürlich einen ungeheuren Lärm erzeugt hätten, der wenig kompatibel mit Musikhören schien. Also habe ich, als eine Renovierung unseres Flurs anstand, ein geschlossenes Schrankfach für dieses RAID-Gehäuse vorgesehen und entsprechende FireWire- und Stromkabel verlegt (und mir über Betriebstemperatur keinerlei Gedanken gemacht …) Doch bevor ich Zeit fand, mich diesem Projekt weiter zu widmen, kamen schon die ersten externen FireWire-Festplattengehäuse mit 2 250GB-Platten im RAID0-Verbund auf den Markt, also immerhin 500 GB pro externem Laufwerksgehäuse. 2 solcher Firewire-Laufwerke, und ich war immerhin schon mal bei 1 TB, das reichte für den Anfang und war doch praktischer, auch wenn diese Laufwerke (von LaCie) auch noch ziemlich laut waren und zudem abrauchten wie die Fliegen. Aber es war ein Anfang. So blieb mein Flurschrank für 2 TB auf ewig ungenutzt.

18 Jahre Fast Forward und ich habe gerade in meinen Mac mini zur Mediennutzung eine interne, winzig kleine, völlig geräuschlose 8-TB-SSD eingebaut, auf die wohl alles passen wird, was ich in meinem gesamten Leben an Film und Musik dauerhaft werde haben wollen. Schon unglaublich, was diesbezüglich in diesen 18 Jahren passiert ist.
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Cornel
Cornel24.11.2009:35
Jetzt musste ich wirklich lachen bei deiner Geschichte! Das kommt mir alles so bekannt vor. Mein erster Computer war ein 486er mit 40 MHz und da gönnte ich mir die 210 MB Festplatte anstelle der üblicherweise verbauten 170 MB. Stundenlanges Defragmentieren oder Erstellen von Backups auf 100 Disketten mit einer sehr hohen Fehlerwahrscheinlichkeit. Bis ich dann ein SCSI-Bandlaufwerk kaufte. Und heute lade ich mit einem Gigabit-Internetanschluss > 200 MB pro Sekunde Daten herunter. Das ist irgendwie gar nicht mehr fassbar.

Als ich auf den nMP umstieg, welcher ja nur die eine interne Apple SSD zu schweinischen Preisen integriert hatte machte ich mir dann auch wieder grosse Gedanken über Speicher. Mehr als 1 TB war ja nicht möglich ohne externe Lösungen. Und ich möchte in einer möglichst leisen Umgebung arbeiten können und mir kein Düsenjet-NAS neben den fast unhörbaren nMP stellen. Zum Glück habe ich keine Filmsammlung und meine Sorge war lediglich iTunes und Aperture. Mittlerweile nutze ich ja das iTunes Abo und mein iTunes-Ordner ist nur noch wenige MB gross. Da meine Ohren durch die Jahrelange Posaunen-Spielerei sowieso etwas gelitten haben und ich überall Homepods stehen habe, ist der Unterschied für mich kaum bis gar nicht hörbar. Und der Zugriff auf diese grosse Musikbibliothek von iTunes ist einfach grandios. Filme schaue ich über mein Apple TV (Apple Movies und Netflix). Das ganze über einen Heimkino Beamer und 7.1 Audio Receiver. Aber auch hier ist ja schlussendlich alles komprimiert und da ist der Unterschied zur Blueray schon erkennbar und hörbar. Da ich aber eher Serien schaue und daher starker Netflix Konsument bin, muss ich sowieso damit leben. Du siehst, auch hier bin ich sehr minimalistisch unterwegs mit dem Eigentum von Daten. Leider ist es auch schon vorgekommen, dass ich Lieder einer Gruppe, welche ich auf den Mac heruntergeladen habe nicht mehr abspielen konnte, da diese aus dem Store genommen wurden. Das ist dann natürlich ärgerlich. Aber ich stufe für mich den Cloud-Nutzen als viel höher ein.

Einen Mac Mini besitze ich auch noch, welcher lange als Filemaker-Server seinen Dienst tat und nun nicht mehr benötigt wird. Ich dachte auch zuerst, dass ich ihn für Mediennutzung einrichten könnte mit PLEX. Aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das überhaupt benötige. Aktuell zappe ich über Zattoo auf dem Apple TV in den Fernsehkanälen umher. Die Oberfläche ist ganz in Ordnung, nur die Tonqualität ist nicht wirklich berauschend. Vielfach nur Stereo und sehr selten 5.1 Klang. Jedoch ist mein Fernsehkonsum so dermassen gering, dass es sich kaum lohnt.
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haudejen25.11.2018:21
Weia
...in der unerfreulichen Situation von Leuten, die Musik machen möchten, aber kein Instrument spielen können und daher auf vorgefertigte Samples etc. angewiesen sind. Da dabei natürlich nie etwas wirklich Eigenes herauskommt,...

Ich bin anderer Meinung. Da kann sehr wohl etwas wirklich Eigenes herauskommen, wieso auch nicht?

#jaydee
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Weia
Weia25.11.2018:34
haudejen
Weia
...in der unerfreulichen Situation von Leuten, die Musik machen möchten, aber kein Instrument spielen können und daher auf vorgefertigte Samples etc. angewiesen sind. Da dabei natürlich nie etwas wirklich Eigenes herauskommt,...
Ich bin anderer Meinung. Da kann sehr wohl etwas wirklich Eigenes herauskommen, wieso auch nicht?
Na, weil zentrale Bausteine des musikalischen Ausdrucks nicht von Dir sind? Die Pianophrase hat dann jemand anderes eingespielt, der weder deinen Anschlag noch dein Rhythmusgefühl hat. Und wenn du ganze musikalische Phrasen übernimmst, dann ist dein vermeintlich eigenes Werk lediglich eine Collage aus Klischees (Sample-Phrasen müssen ja möglichst charakterlos sein, um überall irgendwie zu passen), und das hört man natürlich.

Aber so ist das halt, wenn man etwas nicht kann. Ich musste mich ja auch damit abfinden, dass es „meine“ Schrift nie geben wird, nur eine Auftragskomposition, sozusagen.

Aber das wird jetzt komplett off-topic. Das ist immer ein Problem, wenn man zur Illustration ein vermeintlich umkontroverses Beispiel heranzieht und plötzlich stellt sich heraus, dass das Beispiel gar nicht unkontrovers ist.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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haudejen25.11.2018:58
Weia
Na, weil zentrale Bausteine des musikalischen Ausdrucks nicht von Dir sind? Die Pianophrase hat dann jemand anderes eingespielt, der weder deinen Anschlag noch dein Rhythmusgefühl hat. Und wenn du ganze musikalische Phrasen übernimmst, dann ist dein vermeintlich eigenes Werk lediglich eine Collage aus Klischees (Sample-Phrasen müssen ja möglichst charakterlos sein, um überall irgendwie zu passen), und das hört man natürlich.

Aber so ist das halt, wenn man etwas nicht kann. Ich musste mich ja auch damit abfinden, dass es „meine“ Schrift nie geben wird, nur eine Auftragskomposition, sozusagen.

Aber das wird jetzt komplett off-topic. Das ist immer ein Problem, wenn man zur Illustration ein vermeintlich umkontroverses Beispiel heranzieht und plötzlich stellt sich heraus, dass das Beispiel gar nicht unkontrovers ist.

Samplen kann aber durchaus komplexer sein als du es hier beschreibst, daher ist deine Behauptung meiner Meinung nach nicht richtig.
Aber du hast recht, das ist offensichtlich kontrovers und off-topic.
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macuser11
macuser1125.11.2019:18
@Weia
Ich lese gerne deine SHIT💩👍 auch wenn ich nur teilweise deine Ansichten teile😆

Aber zurück zur Frage, mittlerweile weisst du das ich noch gerne 10.9.5 fahre.
Hätte ein Papierkorb sicher entleeren (wie ich mitbekommen, existiert "sicheres Löschen" ja gar nicht mehr) dein Lösch-Problem auf Anhieb gelöst, so aus Neugierde und im Falle dass ich in 19 Jahren vor dem selben Problem stehe😜?

sudo srm -rfv ~/.Trash/*
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Weia
Weia25.11.2019:33
macuser11
Hätte ein sicheres Löschen (wie ich mitbekommen, welches ja gar nicht mehr gibt) dein Lösch-Problem auf Anhieb gelöst
Nö, bei srm geht es ja darum, dass die Daten tatsächlich mit 0 überschrieben werden und nicht nur einfach der Link aus dem Dateibaum entfernt wird (sodass man die Daten mit entsprechendem Suchaufwand noch finden kann).

Damit, dass rm (oder srm) das Löschen prinzipiell verweigert, weil es meint, da wären noch Dateien im Verzeichnis, obwohl keine mehr drin sind und man sie also auch nicht zuvor löschen könnte, hat das nichts zu tun. Das ist eine Inkonsistenz im Dateisystem, die sich nur durch Reparatur desselben beheben lässt. Wenn, dann hätte die Option -f helfen müssen, hat sie aber eben nicht.

sicher meint bei srm also, dass gelöschte Daten ggf. auch tatsächlich weg sind, aber nicht, das man sie garantiert löschen kann.

fsck war da eigentlich schon naheliegend, nur da das einen stundenlangen Rechnerausfall bedeutet und im Ausgang ungewiss ist, hatte ich das zunächst nach Kräften verdrängt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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macuser11
macuser1125.11.2022:25
Weia
macuser11
Hätte ein sicheres Löschen (wie ich mitbekommen, welches ja gar nicht mehr gibt) dein Lösch-Problem auf Anhieb gelöst
sicher meint bei srm also, dass gelöschte Daten ggf. auch tatsächlich weg sind, aber nicht, das man sie garantiert löschen kann.

Thänks, nice to know 👏
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