Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?
Forum>Musik>Import von CDs - Qualitätsänderungen beim Import über die Jahre?

Import von CDs - Qualitätsänderungen beim Import über die Jahre?

SaltyJoe19.04.2614:46
Hallo Leute,

ich habe vor vielen Jahren meine CDs in iTunes importiert, Apple Lossless. Zum Schluss nach vielen vielen Alben, sonstigen Titeln und Updates hat es mir irgendwann mal die ganze Bibliothek zerschossen. Bspw. hatten alle Playlists ganz andere Cover und ich konnte grds. keine Cover automatisch hinzufügen. Egal. Nun kam vor einiger Zeit mein neuer Laptop (MBAir M4, Tahoe) und ich hatte überlegt, erneut alle CDs einzuspielen.
Meine Frage: Hat sich über die Jahre die Qualität des Imports verändert? Also ist der Import in iTunes ggf. heute irgendwie besser als vor 5/8/10 Jahren? Wenn nein, dann könnte ich ggf. die alten Files nutzen, wenn ja, importiere ich vermutlich neu.

LG, Salty
+4

Kommentare

Zippo19.04.2615:03
Der Import einer CD ist eine 1:1-Kopie von digitalen Daten (falls die CD nicht verkratzt ist). Insofern kann sich die Qualität gar nicht ändern.
0
dam_j
dam_j19.04.2615:37
Je nach Komprimierung ist das ja nicht 1:1 sondern durch einen ausgewählten Codec gewandelt.

Wenn due .wav Dateien vorliegen hat ist es eine pure 1:1 Kopie der Tracks von einer Audio CD.
Wenn du .flac, .alac, .mp3 oder andere Dateien vorliegen hast ist es eine komprimierte Version.

Ich bin leider nicht weit genug in dem Thema um sagen zu können ob sich an den Komprimierungsverfahren irgendwas geändert hat seit "vielen Jahren".
„Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !“
+3
silversurfer2219.04.2616:31
suche mal etwas im Forum bzgl. Import von CDs ... ICH nutze das kostenlose XLD, welches mMn bessere Qualität liefert
meine vorher mit iTunes, irgendwann mal, importierte, nicht komprimierte Music, habe ich KOMPLETT neu importiert, Thema ist jetzt "fertig"
+5
SaltyJoe19.04.2616:56
XLD kenne ich und habe es früher auch genutzt. Inwiefern könnte es bessere Ergebnisse liefern? Ich frage nur aus Interesse, weil ich da Laie bin und könnte jetzt noch den letzten Schwung von CDs mit XLD nutzen.
(PS: Es geht mir nur um etwaige Verbesserungen, nicht um Hifi-Voodoo ).
+2
Another MacUser19.04.2617:08
Hello,

»Apple Lossless« bedeutet ja, dass es sich um eine Komprimierung mit verlustfreiem Klangerlebnis handelt: Hier und hier . Es ist KEINE 1:1-Kopie, jedoch kann der Mensch den Unterschied nicht hören – daher LossLess.

Ggf. sagen Audiophile etwas dagegen, aber das ist biologisch nicht messbar. Ob das auch tatsächlich so ist, kann ich nicht beurteilen. Biologisch gesehen, kann das menschliche Ohr einfach nicht unter ( 20Hz ) und nicht über ( 20 kHz ) gewissen Frequenzen hören. Und – darauf beruhen die Methoden der Komprimierung ja – man kann bestimmte Frequenzen ebenfalls nicht hören, wenn darüber und darunter / bzw. andere Töne gleichzeitig gespielt werden ( sog. Maskierung ).

Eine 1:1-Kopie hättest Du mit bspw. WAV-gemacht.

Da es sich um digitale Daten handelt, kann sich die Klang-Qualität der Datei selbst NICHT verändern. Es sind gespeicherte Nullen und Einsen. Eine Platte, ein Tape oder Bänder können sich mechanisch abnutzen, digitale Daten in dem Sinn nicht. Der Datenträger, auf dem die Daten gespeichert sind, ja, der kann kaputt gehen – ganz oder teilweise. Es gibt jedoch keine mechanische Abnutzung, durch die der Klang beeinflusst werden kann. Nur das korrekte Vorhandensein an Daten.

Es klingt heute schlechter also früher??
1. Nur gefühlt – oder Du bist alt
2. Wenn der DAC ( Digital-to-Analog Converter ) »schlecht« arbeitet, ja, dann kann es sich »schlechter« anhören.
3. Du nutzt eine andere Anlage ( Verstärker, DAC, Boxen etc. ).

Ist Dein Abspielequipment weiterhin das selbe Abspielequipment, dann kann es durch das Alter dessen schlechter klingen. Ansonsten nicht.

Hast Du aber heute keine bspw. Stand-Boxen von Quadral, Dynaudio etc. ( waren ja in der Zeit der ersten Komprimierungen immer noch sehr beliebt und verbreitet ) sowie keine Mono-Blöcke und Vorstufe mehr, sondern nutzt heute Apple HomePod oder Sonos – JA, dann wird es schlechter klingen. Aber das hat nicht mit den Musik-Daten zu tun, sondern mit dem restlichen Equipment !!! HomePods & Co sind Beschallungssysteme und haben NICHTS mit HiFi zu tun !!! Sie haben ihre Berechtigung und Vorteile. Aber wenn Du (HiFi-)Klang haben willst, musst Du einfach entsprechend Geld in »analoges« Equipment stecken.

Ich selbst habe meine bummelig 2.500 CDs alle ebenfalls so digitalisiert. Liegen auf einer Synology NAS und von dort aus lasse ich sie abrufen. In der gesamten Wohnung stehen HomePods zu Beschallung – nicht für guten Klang. Den gab es heute morgen in der Elbphilharmonie. Oder bei Bedarf über die Anlage… Ansonsten gibt's »Fahrstuhlmusik für den Hintergrund«…

Hoffe, dass hilft schon mal ??

Greetings, C.
____
Zur Maskierung gab es mal eine lustigen Versuch. Ich bin der Meinung, dass muss so etwa 1995 - 2000 gewesen ein. Ja, ich bin alt… ):
Ein Orchester hat ein kurzes Stück gespielt und Testhörer mit verbundenen Augen haben zugehört. Beim zweiten Mal haben einige Instrumente gar nicht mehr mitgespielt. Angeblich identisch. Beim dritten Mal haben dann bestimmte Instrumente der restlichen ( also schon reduzierten Anzahl ) bestimmte Töne ebenfalls nicht mehr gespielt. Klang ebenfalls identisch. Dabei ist natürlich einigen der Unterschied aufgefallen – anderen eben nicht. Letztlich geht es bei den Komprimierungen darum, wann ist die Verteilung 50/50, dass Du es hörst und wann nicht. Bis zu dem Grad kannst Du komprimieren. Bei MP3 sind es 192 bis 265 kbit. Darunter hörst Du es, darüber eben nicht mehr. Die Range erklärt eben das »besser / schlechter« hören des Durchschnittshörers.
+4
teorema67
teorema6719.04.2617:23
Another MacUser
»Apple Lossless« bedeutet ja, dass es sich um eine Komprimierung mit verlustfreiem Klangerlebnis handelt: Hier und hier . Es ist KEINE 1:1-Kopie, jedoch kann der Mensch den Unterschied nicht hören – daher LossLess.

Von WAV (AIFF) nach ALAC oder FLAC ist es zwar keine 1:1 Kopie, aber eine Kopie ohne Informationsverlust. Daran ändert sich auch nach Jahren nichts. Meine ältesten ALACs sind über 20 Jahre alt.

Von WAV nach ALAC (verlustfreie Audiodatenkompression) kann der Mensch den Unterschied deswegen nicht hören, weil es keinen Datenverlust gibt. Das ist etwas anderes als bei den Formaten, bei denen die Informationen mit Datenverlust komprimiert werden (MP3, AAC etc.) und der Mensch es angeblich nicht hört.
+9
MetallSnake
MetallSnake19.04.2617:32
dam_j
Wenn du .flac, .alac, .mp3 oder andere Dateien vorliegen hast ist es eine komprimierte Version.

FLAC und ALAC sind aber Verlustfrei komprimiert. Das ist 1:1 das originale Audio.
Bei mp3, aac, wird mit verlusten komprimiert. Bei 192kbit/s oder höher soll das auch nicht mehr hörbar sein, andere behaupten den Unterschied hören zu können.
Grundsätzlich ist es immer gut Verlustfrei vorliegen zu haben, von da kann man falls gewünscht immer in ein anderes Format konvertieren. Von der mp3 zu aac konvertieren geht mit nochmaligem Qualitätsverlust einher.


Die Falschaussagen von "Another MacUser" hat teorema67 glücklicherweise schon korrigiert. Aber zur Sicherheit nochmal, es heißt "LossLess" weil die Audiodaten 1:1 ohne Verluste komprimiert werden, es lässt sich aus einer .flac auch wieder das originale .wav erstellen.
„https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')“
+10
Another MacUser19.04.2617:37
teorema67
Another MacUser
»Apple Lossless« bedeutet ja, dass es sich um eine Komprimierung mit verlustfreiem Klangerlebnis handelt: Hier und hier . Es ist KEINE 1:1-Kopie, jedoch kann der Mensch den Unterschied nicht hören – daher LossLess.

Von WAV (AIFF) nach ALAC oder FLAC ist es zwar keine 1:1 Kopie, aber eine Kopie ohne Informationsverlust. Daran ändert sich auch nach Jahren nichts. Meine ältesten ALACs sind über 20 Jahre alt.

Von WAV nach ALAC (verlustfreie Audiodatenkompression) kann der Mensch den Unterschied deswegen nicht hören, weil es keinen Datenverlust gibt. Das ist etwas anderes als bei den Formaten, bei denen die Informationen mit Datenverlust komprimiert werden (MP3, AAC etc.) und der Mensch es angeblich nicht hört.
Ich habe nicht gesagt, dass es von WAV zu ALAC oder FLAC 1:1-Kopien sind. Wenn Du eine CD direkt in WAV oder AIFF umwandelst, hast Du eine 1:1-Kopie. Es sind beides unkomprimierte Audioformate.

Sobald irgendeine Methode zur Komprimierung genutzt wird – egal welche!!! – ist es KEINE 1:1-Kopie mehr !!!

Sorry, falls ich das missverständlich ausgedrückt habe.

Eine CD mit 70 Minuten Music ist eben vereinfacht (!!!) 700 MB groß. Selbst dann, wenn Du 69 Minuten »Stille« abspielst. Würde die komprimiert werden, wäre sie deutlich kleiner…

Aber ja – die Komprimierungen können akustisch verlustfrei sein – sind es aber NICHT bzgl. der unkomprimierten Datenmenge des Originals. Ich weiß, dass Ihr das wisst, aber leider verstehen es bis heute eben nicht alle.

Greetings, C.
-8
SaltyJoe19.04.2618:06
Ich danke euch sehr für eure wirklich hilfreichen Antworten!
+3
rmayergfx
rmayergfx19.04.2620:43
Zippo
Der Import einer CD ist eine 1:1-Kopie von digitalen Daten (falls die CD nicht verkratzt ist). Insofern kann sich die Qualität gar nicht ändern.
Nein, das ist ein Trugschluss. Eine 1:1 Kopie einer Audio CD wäre ein Image, gesichert als ISO oder DMG. Dann wäre es eine digitale Kopie. Das wird aber in vielen Fällen durch den Kopierschuzt verhindert.
Die Musik wird unkomprimiert im PCM-Format (Pulse Code Modulation) gespeichert.
Auflösung & Rate: 16-Bit Auflösung und eine Abtastrate von 44,1 kHz (44.100 Messungen pro Sekunde).
Kapazität: Eine Standard-Audio-CD bietet Platz für etwa 74 bis 80 Minuten Musik.
Das wäre eine Audio CD nach Red-Book-Standard (1980 von Sony/Philips festgelegt) allerdings war da Kopierschutz kein Thema!
iTunes kann CD´s importieren, je nach Einstellung lossless oder stark komprimiert in verschiedenen Formaten.
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
+4
gacki20.04.2608:10
rmayergfx
Das wird aber in vielen Fällen durch den Kopierschuzt verhindert.

Bei vielen CDs? Nein.
Die unsägliche Kopierschutz-Phase war sehr kurz; und viele Hersteller hatten selbst in dieser Zeit keinen Kopierschutz benutzt. Inmitten meiner mehreren tausend CDs gibt es geschätzt weniger als 20 mit Kopierschutz.
+7
DunklesZischt20.04.2608:30
Another MacUser
Ich habe nicht gesagt, dass es von WAV zu ALAC oder FLAC 1:1-Kopien sind. Wenn Du eine CD direkt in WAV oder AIFF umwandelst, hast Du eine 1:1-Kopie. Es sind beides unkomprimierte Audioformate.

Sobald irgendeine Methode zur Komprimierung genutzt wird – egal welche!!! – ist es KEINE 1:1-Kopie mehr !!!
Nur aus Sich der Datei. Beim Hören wird sie ja entpackt, und damit ist jedes Bit gleich. Das versteht man unter verlustfreien Kompressionsverfahren. Es lässt sich jederzeit die komplette originale Datei wieder herstellen.

Wenn ich statt "000000000", "9*0" speichere. Dann lässt sich aus der Information "9*0" wieder "00000000" herstellen. Absolut gleich. Vereinfacht dargestellt.
+14
gacki20.04.2608:36
Another MacUser
Ich habe nicht gesagt, dass es von WAV zu ALAC oder FLAC 1:1-Kopien sind. Wenn Du eine CD direkt in WAV oder AIFF umwandelst, hast Du eine 1:1-Kopie. Es sind beides unkomprimierte Audioformate.

Sobald irgendeine Methode zur Komprimierung genutzt wird – egal welche!!! – ist es KEINE 1:1-Kopie mehr !!!

Sorry, falls ich das missverständlich ausgedrückt habe.

Eine CD mit 70 Minuten Music ist eben vereinfacht (!!!) 700 MB groß. Selbst dann, wenn Du 69 Minuten »Stille« abspielst. Würde die komprimiert werden, wäre sie deutlich kleiner…

Aber ja – die Komprimierungen können akustisch verlustfrei sein – sind es aber NICHT bzgl. der unkomprimierten Datenmenge des Originals. Ich weiß, dass Ihr das wisst, aber leider verstehen es bis heute eben nicht alle.

Wenn ich eine .zip-Datei dekomprimiere, erhalte ich eine bitgleiche Kopie des Originals.
Wenn ich mit Apple Musik eine Wave-Datei nach ALAC und zurück konvertiere, ist die resultierende zweite Wave-Datei bitgleich zur ersten. Wenn ich ALAC abspiele, werden an den DAC exakt die gleichen Daten "verfüttert" wie bei der Wave-Datei.
ALAC und FLAC sind wie .zip, aber für Audio.
+9
tranquillity
tranquillity20.04.2608:38
Vielleicht eine Erklärung: Man kann Apple Lossless mit dem zippen einer Datei vergleichen. Die Datei wird komprimiert und die Filegröße (je nach Inhalt) sehr stark komprimiert (siehe auch Bsp von DunklesZischt). Aber ich kann die Datei jederzeit wieder dekomprimieren und erhalte dann wieder 1:1 meine Originaldatei, weil es ja eine verlustfreie Komprimierung war.

Bei AAC oder Mp3 wird hingegen verlustbehaftet komprimiert. Ich erhalte eine 1:1 Kopie mehr, wenn ich die Komprimierung rückgängig mache.
+8
Mankey
Mankey20.04.2610:54
Zippo
Der Import einer CD ist eine 1:1-Kopie von digitalen Daten (falls die CD nicht verkratzt ist). Insofern kann sich die Qualität gar nicht ändern.

Nein! Eine 1:1 Kopie von einer CD mit herkömmlichen Laufwerken (Rotation) ist nahezu unmöglich. Bei den Millarden Bits werden immer einige Bits falsch gelesen. (Es gibt keine Prüfsummen) Fehler kann man minimieren indem man die Funktion CD doppelt einlesen aktiviert.
„-----------------“
+1
gacki20.04.2611:19
Mankey
Nein! Eine 1:1 Kopie von einer CD mit herkömmlichen Laufwerken (Rotation) ist nahezu unmöglich. Bei den Millarden Bits werden immer einige Bits falsch gelesen. (Es gibt keine Prüfsummen) Fehler kann man minimieren indem man die Funktion CD doppelt einlesen aktiviert.

Audio-CDs haben Fehlerkorrektur eingebaut (CIRC).
+8
Fontelster
Fontelster20.04.2611:33
gacki
Die unsägliche Kopierschutz-Phase war sehr kurz; und viele Hersteller hatten selbst in dieser Zeit keinen Kopierschutz benutzt. Inmitten meiner mehreren tausend CDs gibt es geschätzt weniger als 20 mit Kopierschutz.
Hier so ähnlich. Und ich konnte bis heute jede CD mit Kopierschutz am Mac rippen. Weiß nicht, ob dieser Kopierschutz eher für Windows-Rechner ausgelegt war, bei mir hat er nie »funktioniert«.
+2
System 6.0.1
System 6.0.120.04.2611:33
Um die Ausgangsfrage zu beantworten:

mp3 hat sich nicht „verbessert.“ Der Algorithmus wurde nach der Standardisierung 1995 schneller und breiter anwendbar gemacht, besonders mehr Kompression scheint deren Ziel zu sein

https://www.professional-audio.de/2025/10/10/kulturelles-phaenomen-made-in-germany/
Beim Fraunhofer IIS wird selbstverständlich mit bewährter Expertise und wendigem Forschergeist die Audiocodec-Geschichte fortgeschrieben. So erreicht die fünfte Codec-Generation dank Einsatz KI-basierter Methoden sensationell niedrige Bitraten von unter 3 kbit/s für Sprachsignale.

aac → oder opus → sind Verlustbehaftet, und liefern gegenüber mp3 kleinere Dateien bei gleicher Qualität, bzw. bessere Qualität bei identischer Dateigröße

Die Entscheidung liegt also zwischen

✅ wav/aiff → unkomprimiert
✅ mp3/aac/etc. → komprimiert, mit unterschiedlicher Qualität (< 100 % zum Original) und wechselnder Dateigröße

https://www.professional-audio.de/2025/10/10/kulturelles-phaenomen-made-in-germany/
Heute ist mp3 immer noch verbreitetet und gebräuchlich, technisch aber von anderen Formaten übertroffen worden. Der mp3-Enkel nennt sich MPEG-2 AAC, was ausgesprochen Advanced Audio Coding bedeutet und zwar dem psychoakustischen Modell vom MPEG-1 Layer 2 entspricht, allerdings unter anderem mit einer verbesserten Zeit-Frequenz-Codierung aufwartet. Im Vergleich zu mp3 ist AAC deutlich effizienter, was seine Streaming-Eignung vergleichsweise erhöht. Bereits bei 96 kbit/s wird UKW-Qualität erreicht – mp3 benötigt 128 kbit/s -, ab 192 kbit/s kommt AAC sehr nahe an die CD. Im momentanen Streaming-Zeitalter dominiert deswegen der Audiocodec xHE-AAC, gewissermaßen der Ur-Ur-Enkel von mp3. Er kommt unter anderem bei den Plattformen Netflix, Instagram und Audible zu Einsatz.

(Hervorhebung durch mich)

Aber mal im Ernst, nochmal würde ich meine CD-Sammlung nicht durch das arme Laufwerk prügeln. Das war aber auch eine anstrengende Zeit, echt mal jetzt …
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
-1
haschuk20.04.2613:14
Another MacUser

flac oder alac sind vereinfacht ein wav einem zip-Container. Genauso wie Du eine txt-Datei aus einem zip-Container datenverlustfrei dekomprimieren kannst, kann flac/alac datenverlustfrei wieder zu einer wav dekomprimiert werden. flac und alac sind nach Dekompression Bit-identisch zur wav-Datei. Entsprechend werden HiRes- oder auch CD-Downloads datensparend als flac und/oder alac verteilt.
+4
Kehrblech20.04.2614:50
Ich würde auf keinen Fall die CDs erneut importieren. CDs altern. Wenn Du digitale Daten hast, nimm die.
Zur Qualitätsabnahme nur der Hinweis, dass auch Deine Ohren altern. Bevor Du überhaupt etwas unternimmst, würde ich mal beim Ohrenarzt oder Hörgeräteakustiker ein Audiogramm erstellen lassen – und dann sehen, ob Dir eventuell ein Hörgerät besser helfen kann, als die ganze Computermühsal.
Das ist übrigens weder despektierlich noch im Scherz gemeint, sondern soll Dir nur helfen, den alten Genuss wiederzufinden!
+4
otimar20.04.2614:59
Ich denke nicht, dass du alles neu importieren musst.

Zur Verwaltung der Dateien kann ich nur mp3tag empfehlen. Kostet zwar für Mac-Benutzer, aber es hat mir unglaublich viel Zeit und graue Haare erspart.

Ich konnte Cover bearbeiten, neu sortieren, Inhaltsverzeichnis importieren (einfach von der Hülle abfotografieren). Ich war begeistert.
0
tranquillity
tranquillity20.04.2614:59
Den Punkt von Kehrblech wollte ich eben auch noch schreiben. CDs altern doch schneller, als man früher gedacht hatte. Von daher, wenn schon digitale Kopien vorhanden sind (verlustfrei), dann würde ich diese auf jeden Fall weiterbenutzten. Ein erneutes Einlesen könnte eine schlechtere Datei ergeben.
+2
Zippo20.04.2617:23
dam_j
Je nach Komprimierung ist das ja nicht 1:1 sondern durch einen ausgewählten Codec gewandelt.

Wenn due .wav Dateien vorliegen hat ist es eine pure 1:1 Kopie der Tracks von einer Audio CD.
Wenn du .flac, .alac, .mp3 oder andere Dateien vorliegen hast ist es eine komprimierte Version.

Ich bin leider nicht weit genug in dem Thema um sagen zu können ob sich an den Komprimierungsverfahren irgendwas geändert hat seit "vielen Jahren".

Das trifft nicht auf ALAC und FLAC zu. Beides komprimiert verlustfrei (vergleichbar mit ZIP außerhalb der Audio-Welt). Das heißt der Audio-Inhalt ist nach dem Decoding identisch zum Original. Und aus beidem lässt sich nochmal eine identische WAV-Datei oder eine identische CD erzeugen.
+3
macerkan
macerkan20.04.2618:31
Das was hier so geschrieben wird, kann ich so nicht stehen lassen. Eine Digitalkopie ist nie hundertprozentig 1 zu 1. Schon beim Lesen der CD kommt es zu Fehlern, bei der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch. Nicht umsonst gibt es im HiFi- und vor allem HighEnd-Bereich hochwertige Kabel und auch z. B. Schaltungen und Maßnahmen, um das Jitter-Problem, das Quantisierungsrauschen oder das Amplitudenproblem, um nur einige zu nennen, in den Griff zu bekommen. Auch die Fehlerrate beim Lesen der CD hängt sehr vom Laufwerk und der integrierten Fehlerkorrektur.
Das CDs altern, ist mittlerweile überall bekannt. Aber das Altern macht sich nicht in den ersten 10 Jahren bemerkbar, sondern später. Wenn aber dein heutiges Abspielequipment besser ist als das frühere Abspielequipment, lohnt sich eventuell ein Neukopieren. Es hängt natürlich auch davon ab, ob Du den Unterschied überhaupt hörst. Zum einen hängt das sehr von der Qualität deiner HiFi-Anlage ab, zum anderen kommt es darauf an, wie gut dein Gehör darauf geschult ist. Gut hören will gelernt sein.
-13
ttwm20.04.2618:39
System 6.0.1
Um die Ausgangsfrage zu beantworten:
mp3 hat sich nicht „verbessert.“ Der Algorithmus wurde nach der Standardisierung 1995 schneller und breiter anwendbar gemacht, besonders mehr Kompression scheint deren Ziel zu sein
Die Ausgangsfrage ging aber nicht um MP3, sondern um Apple Lossless (m4a, mp4 etc.)
+3
vta20.04.2618:54
gacki
Mankey
Nein! Eine 1:1 Kopie von einer CD mit herkömmlichen Laufwerken (Rotation) ist nahezu unmöglich. Bei den Millarden Bits werden immer einige Bits falsch gelesen. (Es gibt keine Prüfsummen) Fehler kann man minimieren indem man die Funktion CD doppelt einlesen aktiviert.

Audio-CDs haben Fehlerkorrektur eingebaut (CIRC).


Wenn man es perfekt machen möchte, darf man kein iTunes nutzen und muss einen secure ripper und auch das passende CD-Laufwerk nutzen.

Programme wie dBpoweramp oder Exact Audio Copy (EAC) arbeiten im Secure Mode (vielleicht auch noch XLD):
- lesen (problematische) Stellen mehrfach
- nutzen Datenbanken wie AccurateRip zum Abgleich
- erkennen und melden Fehler zuverlässig
- versuchen beschädigte Stellen zu rekonstruieren
- beachten den den Offset (setzen diesen bei bekannten Laufwerken automatisch; ansonsten manuelles setzen)
- und wahrscheinlich noch einiges vergessen

Ein passendes CD/DVD-Laufwerk unterstützt dies alles für bitperfekte Rips.

AccurateRip: https://www.accuraterip.com
dbPowerAmp: https://www.dbpoweramp.com
+3
Sindbad20.04.2621:57
XLD tut genau das auch (wählbar: Secure Modus, Abgleich mit AccurateRip, Meldung von Fehlern bzw. Wiederholungen etc.) und einiges weitere (z.B. viele Musikformate wählbar).

Durch den Abgleich mit AccurateRip etc. wird sichergestellt, dass die CD nicht fehlerhaft ist (Ziel: Fehlerfreie Musikdatei auf meinem Speichermedium)
iTunes geht über Fehler ohne Meldung hinweg (es bringt die Bits&Bytes einfach so wie abgelesen auf die SSD/HD).

XLD benutze ich seit ca. 15 Jahren. Es wird gepflegt und funktioniert sehr gut.
Speicherformat ist beliebig wählbar. Ich bevorzuge "Apple Lossless" als verlustfreies kompaktes Format.
+4
silversurfer2220.04.2622:06
Sindbad
XLD tut genau das auch (wählbar: Secure Modus, Abgleich mit AccurateRip, Meldung von Fehlern bzw. Wiederholungen etc.) und einiges weitere (z.B. viele Musikformate wählbar).

Durch den Abgleich mit AccurateRip etc. wird sichergestellt, dass die CD nicht fehlerhaft ist (Ziel: Fehlerfreie Kopie)
iTunes geht über Fehler ohne Meldung hinweg (es bringt die Bits&Bytes einfach so wie abgelesen auf die SSD/HD).

XLD benutze ich seit ca. 15 Jahren. Es wird gepflegt und funktioniert sehr gut.
Speicherformat ist beliebig wählbar. Ich bevorzuge "Apple Lossless" als verlustfreies kompaktes Format.

genau DESHALB habe ich es oben auch schon erwähnt & empfohlen du hast die Vorzüge noch besser niedergeschrieben

Es ist DAS Programm, welches es für Musicimport auf der Appleplattform gibt ... keine mir bekannte, kostenlose, Alternative & sehr einfach zu bedienen
+4
DunklesZischt21.04.2610:18
macerkan
Das was hier so geschrieben wird, kann ich so nicht stehen lassen. Eine Digitalkopie ist nie hundertprozentig 1 zu 1. Schon beim Lesen der CD kommt es zu Fehlern, bei der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch. Nicht umsonst gibt es im HiFi- und vor allem HighEnd-Bereich hochwertige Kabel und auch z. B. Schaltungen und Maßnahmen, um das Jitter-Problem, das Quantisierungsrauschen oder das Amplitudenproblem, um nur einige zu nennen, in den Griff zu bekommen. Auch die Fehlerrate beim Lesen der CD hängt sehr vom Laufwerk und der integrierten Fehlerkorrektur.
Das ist schon im analogen Bereich praktisch hanebüchener Unsinn. Und bei digitalen Signalen zu 100%. Dies Kabel gibt es, weil sich damit Unsummen an Geld verdienen lässt.

Wenn bei jeder Übertragung eines digitalen Signals ein paar Bits auf der Strecke bleiben würden, dann ließe sich keine einzige Datei auf oder von einem Datenträger transferieren.
+18
RichMcTcNs21.04.2612:05
Ich hab mal eine Zusammenfassung versucht:

Auf einer "Audio-CD" sind die Daten nach einem Standard redundant gespeichert; so können die meisten beim Lesen entdeckten Fehler schon durch Lesen an einer anderen Stelle der CD korrigiert werden. (Man kann durchaus an richtiger Stelle im Datenbereich ein Loch in eine CD bohren und davon nichts hören.)
Dazu kommen im Leser verfügbare Korrekturverfahren, die versuchen, nach Entdecken eines nicht mit Hilfe der redundanten Datenspeicherung zu korrigierenden Fehlers diesen durch Schätzverfahren (Interpolation o.ä.) zu beheben. Der Datenstream beim Lesen einer "Audio-CD" entspricht deshalb i.d.R. nicht dem Original, es gibt neben den Korrekturstellen auch nicht korrigierbare Fehler, Aussetzer, Knackse.
Wichtige Rollen beim Lesen spielen der Zustand der CD, der CD-Leser und die im Leser verfügbare enthaltene Fehlerbehandlung.

Das digitale Ausgangssignal des Lesers wird entweder
a) original gespeichert; jeder Abtastwert mit 16 bit (wav); Jeder Wert in der Datei entspricht dann dem gelesenen Wert.
b) verlustfrei komprimiert; die gelesenen Daten können fehlerfrei wieder hergestellt werden.
c) verlustbehaftet komprimiert (z.B. mp3), wobei neue Daten entstehen, die weniger umfangreich sind, aber bei der Wiedergabe auch weniger gut klingen können. Das "weniger gut" ist ein weites Thema.
+6
X-Jo21.04.2612:51
RichMcTcNs
Ich hab mal eine Zusammenfassung versucht:
[…]
Gut zusammengefasst!
Und wer es noch detaillierter wissen möchte:
https://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Disc#Aufbau_einer_CD

Im Artikel werden u. a. Datenkodierung und Fehlerkorrektur erläutert.
+2
teorema67
teorema6721.04.2617:03
RichMcTcNs
... Man kann durchaus an richtiger Stelle im Datenbereich ein Loch in eine CD bohren und davon nichts hören. ...

Das stimmt laut einigen Meinungen und Videos im Netz. Allerdings machen nach meiner Erfahrung relativ geringfügige tangentiale Kratzer im Datenbereich den betroffenen Track unbrauchbar. Das passiert gerne, wenn die Kids im (Nicht-Slot-In-) Leser mal grob auf die CD drücken und die dabei drehen (die Beschädigung also nicht mal auf der viel empfindlicheren Oberseite erfolgt). Dann hilft die Fehlerkorrektur nicht mehr. Nur die zuvor von mir angefertigte Kopie
+1
X-Jo21.04.2617:39
Wikipedia
Damit sich Kratzer und Produktionsfehler nicht negativ auf die Lesbarkeit der Daten auswirken, sind die Daten mittels Reed-Solomon-Fehlerkorrektur gesichert, so dass Bitfehler erkannt und korrigiert werden können. Weiterhin sind aufeinanderfolgende Datenbytes per Interleaving auf eine größere Länge verteilt. Der Cross-interleaved Reed-Solomon Code (CIRC) ist dadurch in der Lage, einen Fehler von bis zu 3500 Bit (das entspricht einer Spurlänge von etwa 2,4 mm) zu korrigieren und Fehler von bis zu 12000 Bit (etwa 8,5 mm Spurlänge) bei der Audio-CD zu verdecken. Bei der Verdeckung wird der Fehler nicht korrigiert, sondern es wird versucht, ihn unhörbar zu machen, zum Beispiel über eine Interpolation. Falls der Datenträger von der Unterseite sehr stark verkratzt ist, ist er nur eingeschränkt oder nicht mehr lesbar.
[…]
Also, das müssen schon ordentlich Kratzer oder Löcher sein, damit es zu hörbaren Fehlern kommt.
-3
Sindbad22.04.2619:10
Zum Rippen von CDs auf dem Mac gibt es hier ein
Überblick / Manual für XLD in Deutsch (u.a. warum XLD besser ist als iTunes):


Und hier in Englisch eine Kurzanleitung für XLD:
+2
tranquillity
tranquillity23.04.2615:05
In dem Thread sind mittlerweile viele tolle Infos zusammen gekommen! Danke an alle, die beigetragen haben 👍
+4
Sindbad25.04.2623:03
Rippen einer fehlerhaften CD:
Auf der bedruckten Label-Seite sind an einer Stelle am Innenring 16 parallele Kratzer, die auch auf der klaren Seite sichtbar sind, d.h. sie gehen durch die Beschichtung. Allerdings scheinen die Kratzer nicht bis in den Datenbereich zu gehen (außer einem).

iTunes:
Zugriff auf CD wird verweigert: Kein Kopieren und kein Anhören irgendeines Titels, Musiktitel auf der CD werden aber angezeigt.

Mac, MacOS 26.4.1:
Kopieren der Musik im Finder hängt beim 1.Titel nach 30 MB (nach 10 Min. habe ich abgebrochen).
Alle anderen Titel ließen sich problemlos kopieren.

XLD:
Standardeinstellung (XLD Secure Ripper):
1. Titel dauerte und dauerte ohne Fortschritt, nach 20 Min. habe ich manuell abgebrochen.
Alle weiteren Titel ließen sich problemlos rippen (völlig ohne Retry/Fehler/o.ä.). Wiedergabequalität ist perfekt !

XLD mit "Burst" Einstellung (nur 1.Titel):
1. Titel wurde kopiert. Er war auch abspielbar, aber im Titel gab es 2 Minuten mit sehr vielen, sehr störenden Klickgeräuschen (im Prinzip könnte man den Titel z.B. in Audacity kürzen).

Beste Lösung:
Den ersten Titel neu kaufen:
iTunes: 1,29 € in 256 kbps AAC
Qobuz: 2,29 € in CD-Qualität
+2
Sindbad25.04.2623:35
Zur Altern von CDs:

Alte CDs, die noch perfekt aussehen, sind auch perfekt zum Abspielen.
Meine 30 Jahre alten CDs sind alle noch fehlerfrei kopierbar (trocken im Wohzimmer gelagert).

Schäden können durch Umweltbedingungen auftreten (Quelle: und ).
Korrosion der Al-Schicht kann durch schlecht versiegelte Kanten und Feuchtigkeit/Gase stattfinden.
Ein Pilz (Geotrichum candidum) kann bei Feuchtigkeit und Wärme die Schichten angreifen.
Feuchtigkeit kann durch Schutzlack permeieren. Im Wasser gelagerte CDs sind evtl. zuerst nicht abspielbar.
Das Polycarbonat ist extrem langlebig: 10-25 Jahre im Außenbereich.
Nur ohne die Reflektionsschicht (Aluminium oder Gold) sind keine Daten mehr lesbar.
0
Sindbad26.04.2611:58
Nachtrag zum manuellen Reparieren einzelner Tracks:

Audacity habe ich probiert, aber verworfen
(nach Bearbeitung sehr leises Rauschen im ganzen Track, kein Speichern in ALAC, UI für mich nicht intuitiv).

Fission hat perfekt funktioniert:
Das User Interface funktioniert intuitiv ohne Suchen.
Alle Standard-Funktionen (z.B. Fade Out, Zoom) sind direkt per Button verfügbar.
Abspeichern wieder im gleichen Format (ALAC).
Kein Veränderung der Tonaufnahme.
(Im Bundle für US$ 15, sonst $ 35)

Fazit:
Kürzen eines Titels mit Ausblenden geht schnell und einfach.
Ausschneiden von digitalen Klickgeräuschen (stark gezoomt) ist möglich, aber der Aufwand lohnt nicht, wenn der Track einzeln käuflich ist.
+1
gfhfkgfhfk26.04.2612:58
macerkan
Schon beim Lesen der CD kommt es zu Fehlern, bei der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch.
Nein, Lesefehler von der CD können Auftreten, aber dafür existieren auf der CD zusätzliche Informationen, um diese Problem zu umgehen. Andernfalls würden Daten-CDs auch nicht funktionieren. Bei der Übertragung vom Laufwerk treten fast nie Fehler auf, und wenn man im PC-, Workstation bzw. Server-Bereich üblichen Laufwerke nutzt, deren Übertragung mit Prüfsummen abgesichert sind, werden Fehler erkannt und korrigiert. Notfalls durch mehrfaches Übertragen.
macerkan
Nicht umsonst gibt es im HiFi- und vor allem HighEnd-Bereich hochwertige Kabel und auch z. B. Schaltungen und Maßnahmen, um das Jitter-Problem, das Quantisierungsrauschen oder das Amplitudenproblem, um nur einige zu nennen, in den Griff zu bekommen.
Das im Hifi-Bereich übliche Schlagenöl, um nichtsahnenden Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Es gab früher für SCSI im Serverbereich spezielle Silberkabel mit Teflonummantelung, die haben tatsächlich etwas für die Signalstabilität gebracht. Der Hifi-Krempel ist meist nur für den Hersteller gut.
+7
spheric
spheric27.04.2623:11
DunklesZischt
macerkan
Das was hier so geschrieben wird, kann ich so nicht stehen lassen. Eine Digitalkopie ist nie hundertprozentig 1 zu 1. Schon beim Lesen der CD kommt es zu Fehlern, bei der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch. Nicht umsonst gibt es im HiFi- und vor allem HighEnd-Bereich hochwertige Kabel und auch z. B. Schaltungen und Maßnahmen, um das Jitter-Problem, das Quantisierungsrauschen oder das Amplitudenproblem, um nur einige zu nennen, in den Griff zu bekommen. Auch die Fehlerrate beim Lesen der CD hängt sehr vom Laufwerk und der integrierten Fehlerkorrektur.
Das ist schon im analogen Bereich praktisch hanebüchener Unsinn. Und bei digitalen Signalen zu 100%. Dies Kabel gibt es, weil sich damit Unsummen an Geld verdienen lässt.

Wenn bei jeder Übertragung eines digitalen Signals ein paar Bits auf der Strecke bleiben würden, dann ließe sich keine einzige Datei auf oder von einem Datenträger transferieren.

Ääähhhh — zumindest das mit dem Jitter stimmt.

Jitter betrifft nicht die Bits, sondern deren Timing — und das ist bei Musik, im Gegensatz zu einfachen Datan, von absolut kritischer Bedeutung. Dem wird je nach Anwendungsgebiet und Geldbeutel auf mehreren Ebenen begegnet:

a) Kabel. Ja, Digitalkabel KÖNNEN einen Unterschied machen — und zwar dürfen sie paradoxerweise nicht zu kurz sein. Denn Reflexionen innerhalb des Kabels (an jedem Kontaktübergang) können die Clock-Erkennung des empfangenden Gerätes verwirren und für Jitter (Clock-Unsauberkeiten) sorgen. Schlecht verarbeitete Stecker tragen übrigens auch dazu bei. Ab einer bestimmten Länge (meist so anderthalb Meter, heißt es), laufen sich diese Reflexionen soweit tot, dass sie nicht mehr stören. Darüber hinaus ist es aber wirklich wurscht, solange nicht die Mikrowelle einstreut — entweder, Kabel geht, oder Kabel geht nicht. Ob Klingeldraht oder hypooxygenierte, linksverdreht gerichtete Kabel, ist scheißegal. Bei optischen erst recht.

b) Noch effektiver (aber teurer) ist es natürlich, sich gar nicht um die Signalclock zu scheren, sondern das Signal in einen Pufferspeicher laufen zu lassen und ihn von da aus neu geclockt in den eigenen D/A-Wandler zu geben. Produziert natürlich zusätzliche Latenz; ist also für bestimmte Bereiche gar nicht geeignet.

c) Am effektivsten (aber teuersten) ist, alle Geräte in der Signalkette über eine Master-Clock zu steuern.


Quantisierungsrauschen betrifft allerdings die Digitalisierung und ist kein Problem der Wiedergabe.

Ich bin mir nicht sicher, was er mit dem "Amplitudenproblem" meint, aber möglicherweise das richtige Pegeln des ursprünglichen Analogsignals, um die Bittiefe sinnvollst auszunutzen? K.A. — wäre aber auch kein Wiedergabeproblem.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
-3
Weia
Weia28.04.2605:38
spheric
Ääähhhh — zumindest das mit dem Jitter stimmt.

Jitter betrifft nicht die Bits, sondern deren Timing — und das ist bei Musik, im Gegensatz zu einfachen Datan, von absolut kritischer Bedeutung.
Jitter ist nur bei der DA- bzw. AD-Wandlung, also dem Übergang von analog zu digital und umgekehrt, von Bedeutung, aber nicht beim Kopieren der Daten, worum es hier geht.

Du kannst eine 1:1-Kopie der Daten auf einer CD (egal ob Musik oder irgendwas anderes) machen, auch wenn der Kopiervorgang mit warum auch immer völlig unregelmäßigem Datendurchsatz abläuft. Digitale Musikdaten sind schließlich Zahlenfolgen, bei denen bereits festgelegt ist, dass jede Zahl die Amplitude von exakt 1/44100 Sekunde repräsentiert, völlig gleichgültig, wie schnell diese Daten beim Kopiervorgang übertragen werden. Deswegen kann man eine CD ja auch in viel kürzerer Zeit als ihrer Spieldauer kopieren, da spielt Jitter nun schlicht keine Rolle.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
+3
vta28.04.2608:50
Sindbad
XLD tut genau das auch (wählbar: Secure Modus, Abgleich mit AccurateRip, Meldung von Fehlern bzw. Wiederholungen etc.) und einiges weitere (z.B. viele Musikformate wählbar).

Durch den Abgleich mit AccurateRip etc. wird sichergestellt, dass die CD nicht fehlerhaft ist (Ziel: Fehlerfreie Musikdatei auf meinem Speichermedium)
iTunes geht über Fehler ohne Meldung hinweg (es bringt die Bits&Bytes einfach so wie abgelesen auf die SSD/HD).

XLD benutze ich seit ca. 15 Jahren. Es wird gepflegt und funktioniert sehr gut.
Speicherformat ist beliebig wählbar. Ich bevorzuge "Apple Lossless" als verlustfreies kompaktes Format.


Es ist zu beachten, ob das optische Laufwerk cached oder nicht. Das Cache-Verhalten muss korrekt berücksichtigt werden, denn wenn es nicht sauber behandelt wird, kann das Rip-Programm beim erneuten Lesen dieselben fehlerhaften Daten aus dem Laufwerkscache zurückbekommen, statt die Stelle wirklich erneut von der CD zu lesen. Dann kann ein Secure-Modus fälschlich annehmen, der Sektor sei korrekt, obwohl die erste Lesung bereits fehlerhaft war.
Die automatische Cache-Erkennung klappt nach meiner Erinnerung je nach Laufwerk unterschiedlich gut. Am besten nutzt man bewährte optische Laufwerke, die die relevanten Features für Secure Ripping zuverlässig unterstützen; früher gab es dafür entsprechende Listen.
XLD habe ich produktiv nicht genutzt, weil es zu der Zeit, als ich meine CD-Sammlung gerippt habe, noch in den Kinderschuhen steckte und z. B. kein AccurateRip konnte. Außerdem war der Mac als Plattform für Secure Ripping damals gegenüber Windows kaum geeignet — mangels guter Software und der Unsicherheit, wie gut die verbauten optischen Laufwerke dafür geeignet waren. Das hatte ich damals alles unter Windows mit einem Plextor-Laufwerk gemacht (den PC und vor allem das Laufwerk habe ich extra aufgehoben bzw. steht unter meinem Tisch, falls ich das doch noch mal benötige).
Die Situation auf dem Mac hat sich offenbar in den letzten 15 Jahren deutlich verbessert. XLD hat scheinbar aufgeholt, und es gibt mittlerweile auch dBpoweramp für den Mac. Da in aktuellen Macs ohnehin keine optischen Laufwerke mehr verbaut sind, muss man ohnehin ein externes Laufwerk und kann gezielt ein gutes Modell auswählen (sofern das der Markt noch hergibt).

Optische Laufwerke:
CD Drive Offset: https://www.accuraterip.com/driveoffsets.htm
CD Drive Accuracy 2026: https://forum.dbpoweramp.com/forum/dbpoweramp/cd-ripper/337997-cd-drive-accuracy-2026

Es gibt (zumindest gab es mal) aber noch andere und umfangreichere Listen auch mit Übersicht der Features der einzelnen Laufwerke.

Hydrogenaudio ist ein Forum, das es glücklicherweise noch gibt (ich war dort eben bestimmt zum ersten mal seit 15 Jahren). Dort haben sich auch immer viele Infos gefunden:
https://hydrogenaudio.org/index.php/board,20.0.html

@Sindbad: Dort findest du wahrscheinlich auch Infos zum Rippen von schwierigen CDs.

Es gab früher noch weitere Spezialforen, an die ich mich aber nicht mehr erinnern kann und die vielleicht auch nicht überlebt haben.
+1
atomboy28.04.2609:31
gacki
rmayergfx
Das wird aber in vielen Fällen durch den Kopierschuzt verhindert.

Bei vielen CDs? Nein.
Die unsägliche Kopierschutz-Phase war sehr kurz; und viele Hersteller hatten selbst in dieser Zeit keinen Kopierschutz benutzt. Inmitten meiner mehreren tausend CDs gibt es geschätzt weniger als 20 mit Kopierschutz.

Habe bei über 4200 CDs bei genau 69 CDs einen Kopierschutz, sind aus den Jahren 2000-2006. Zum Teil musste man diese CDs kopieren, um sie zB im Autoradio abspielbar zu machen.

Unter Windows war das teilweise wirklich knifflig und einige Kopierschutzvarianten waren sehr hartnäckig. Eine große Hilfe dabei war auch ein Yamaha CRW-F1. Ein sauteurer CD-Brenner, der wie Blei in den Regalen lag, bis die c't geschrieben hat, dass der fast jeden Kopierschutz ignoriert. Aber alles ging tatsächlich nicht mit Windows.
OSX war tatsächlich jeder Kopierschutz völlig schnuppe. Bei jeder Audio-CD wurden die Tracks angezeigt, die man dann einfach als WAV runterziehen konnte.
+2
spheric
spheric28.04.2620:44
Weia
spheric
Ääähhhh — zumindest das mit dem Jitter stimmt.

Jitter betrifft nicht die Bits, sondern deren Timing — und das ist bei Musik, im Gegensatz zu einfachen Datan, von absolut kritischer Bedeutung.
Jitter ist nur bei der DA- bzw. AD-Wandlung, also dem Übergang von analog zu digital und umgekehrt, von Bedeutung, aber nicht beim Kopieren der Daten, worum es hier geht.

Absolut korrekt.

Nur, dass @macerkan ausdrücklich von “der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch” schrieb, worauf sich der folgende Kommentar z. Thema “Schlangenöl” und meine Replik ausdrücklich bezogen.

Abgesehen davon ENTSTEHT Jitter — wie beschrieben — durchaus innerhalb der digitalen Domäne.

Wichtig wird er erst dann, wenn auch auf analog konvertiert wird.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
0
DunklesZischt28.04.2621:41
spheric
Abgesehen davon ENTSTEHT Jitter — wie beschrieben — durchaus innerhalb der digitalen Domäne.
Dann ist sie nicht digital, sondern Schrott. Wenn Signale einmal digital sind, dann lassen die sich zu 100% übertragen. Jedes TB4-Kabel beweist das.

Der einzige Fehler, der passieren kann ist beim AD-Wandeln. Danach sind das nur noch Nullen und Einsen. Die lassen sich mit Prüfsummen hervorragend gegen Übertragungsfehler absichern. Sonst wären sowas wie Ethernet nicht möglich.
+1
spheric
spheric28.04.2622:20
DunklesZischt
spheric
Abgesehen davon ENTSTEHT Jitter — wie beschrieben — durchaus innerhalb der digitalen Domäne.
Dann ist sie nicht digital, sondern Schrott. Wenn Signale einmal digital sind, dann lassen die sich zu 100% übertragen. Jedes TB4-Kabel beweist das.

Der einzige Fehler, der passieren kann ist beim AD-Wandeln. Danach sind das nur noch Nullen und Einsen. Die lassen sich mit Prüfsummen hervorragend gegen Übertragungsfehler absichern. Sonst wären sowas wie Ethernet nicht möglich.
Lies mal bitte nach, was Jitter überhaupt ist, bevor Du weiterschreibst.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
-3
Weia
Weia28.04.2623:34
spheric
Weia
Jitter ist nur bei der DA- bzw. AD-Wandlung, also dem Übergang von analog zu digital und umgekehrt, von Bedeutung, aber nicht beim Kopieren der Daten, worum es hier geht.
Absolut korrekt.

Nur, dass @macerkan ausdrücklich von “der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch” schrieb
Das ändert doch nichts. Digitale Daten werden im Laufwerk ausgelesen und per (USB-)Kabel digital zum nächsten Gerät (einem Computer) übertragen. Das ist ein rein digitaler Kopiervorgang, bei dem Jitter keine Rolle spielt.
Abgesehen davon ENTSTEHT Jitter — wie beschrieben — durchaus innerhalb der digitalen Domäne.
Nein, tut er nicht. Was Du wohl vor Augen hast, ist die Verarbeitung eines digitalen Datenstroms in Echtzeit. Dabei ist die (Echt-)Zeit dann aber eine analoge Variable. Rein digitale Kopiervorgänge finden zwar (möglicherweise, es gibt ja auch kabellose Datenübertragung) per Kabel, aber nicht in Echtzeit statt und daher garantiert ohne Jitter.
Wichtig wird er erst dann, wenn auch auf analog konvertiert wird.
Nö, wenn bei einem Echtzeitstream z.B. Daten einer Datenbank (die aber aus gutem Grund niemand per Echtzeit-Stream übertragen würde) verhunzt werden, ist die Datenbank auch korrupt, obwohl nirgendwo in irgendein Analoges gewandelt wird.
„„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.“
0
spheric
spheric29.04.2610:52
Weia
spheric
Weia
Jitter ist nur bei der DA- bzw. AD-Wandlung, also dem Übergang von analog zu digital und umgekehrt, von Bedeutung, aber nicht beim Kopieren der Daten, worum es hier geht.
Absolut korrekt.

Nur, dass @macerkan ausdrücklich von “der Übertragung per Kabel vom Laufwerk zum nächsten Gerät auch” schrieb
Das ändert doch nichts. Digitale Daten werden im Laufwerk ausgelesen und per (USB-)Kabel digital zum nächsten Gerät (einem Computer) übertragen. Das ist ein rein digitaler Kopiervorgang, bei dem Jitter keine Rolle spielt.
Wenn es rein um den Datenvorgang geht (wie im eigentlichen Thema des Thread), hast Du vollkommen recht.

Allerdings geht es in dem Kommentar von @macerkan — was ihm möglicherweise gar nicht bewusst ist — um Phänomene der Aufzeichnung (Quantisierungsrauschen) und Musikwiedergabe (Jitter).

Dass diese Phänomene im fraglichen Szenario keine Rolle spielen, ändert nichts daran, dass Jitter durchaus real ist und man durchaus gezwungen ist, dafür Lösungen anzuschaffen.
Abgesehen davon ENTSTEHT Jitter — wie beschrieben — durchaus innerhalb der digitalen Domäne.
Nein, tut er nicht. Was Du wohl vor Augen hast, ist die Verarbeitung eines digitalen Datenstroms in Echtzeit. Dabei ist die (Echt-)Zeit dann aber eine analoge Variable. Rein digitale Kopiervorgänge finden zwar (möglicherweise, es gibt ja auch kabellose Datenübertragung) per Kabel, aber nicht in Echtzeit statt und daher garantiert ohne Jitter.
Ach Weia, manchmal würde es Dir wirklich gut tun, einfach die Klappe zu halten.

Natürlich ist Jitter ein digitales Phänomen. Im analogen gibt es den Begriff gar nicht. (Dort gibt es dafür Phasenverschiebung u. Ä.)

Link: Mikrocontroller.net

Jitter ist auf das analoge Verhalten eines digital übertragenen Signals zurückzuführen, und Jitter ist primär (aber nicht immer) ein Problem, wenn digital auf analog gewandelt werden soll. Aber wenn Du wirklich behaupten willst, die Stabilität der Taktfrequenz eines Digitalchips sei ein analoges Phänomen, ist das Gespräch an dieser Stelle beendet.
Wichtig wird er erst dann, wenn auch auf analog konvertiert wird.
Nö, wenn bei einem Echtzeitstream z.B. Daten einer Datenbank (die aber aus gutem Grund niemand per Echtzeit-Stream übertragen würde) verhunzt werden, ist die Datenbank auch korrupt, obwohl nirgendwo in irgendein Analoges gewandelt wird.
Was möchte uns der Künstler damit sagen? Dass in einem Szenario, das niemand so machen würde, ein Problem auftauchen würde, bei dem man sich Gedanken machen müsste, wie das Signal-Clocking funktioniert?

Ist das ein Gedankenexperiment, um mir recht zu geben?
„Früher war auch schon früher alles besser!“
0
MacStudio29.04.2611:06
Was sich meiner Meinung nach geändert hat, ist das Aussteuern der Lautstärke. Die Daten werden am Mac anders ausgegeben. Analog gesprochen, der "Verstärker" hat sich geändert. Das ist bei kritischen Stücken wie z.B. übersteuerten Oasis-Gitarren massiv hörbar. Da wird im Jahr 2026 anscheinend einiges bei der Ausgabe moduliert.
0
spheric
spheric29.04.2611:37
MacStudio
Was sich meiner Meinung nach geändert hat, ist das Aussteuern der Lautstärke. Die Daten werden am Mac anders ausgegeben. Analog gesprochen, der "Verstärker" hat sich geändert. Das ist bei kritischen Stücken wie z.B. übersteuerten Oasis-Gitarren massiv hörbar. Da wird im Jahr 2026 anscheinend einiges bei der Ausgabe moduliert.
Wenn “Sound Check” (automatisches Angleichen der Lautstärke) ausgeschaltet ist und am EQ/Gain der einzelnen Stücke nicht herumgespielt worden ist, sollte sich absolut nichts geändert haben.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
+2

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um sich an einer Diskussion beteiligen zu können.