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Gibt es hier Leica Nutzer?

Retrax05.04.2509:39
Hi,

ich bin bei Leica "zu Hause", und wollte fragen ob es hier noch weitere Leica Nutzer gibt und welche Ausrüstung ihr habt?
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Kommentare

massi
massi07.04.2619:27
Jo, das sieht schon gut aus, aber trotzdem hätte eine sanfte Bearbeitung aus den Bildern noch mehr rausholen können, das ist ja normalerweise auch der Sinn in RAW zu fotografieren.
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Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex07.04.2620:23
Vielleicht gefällt ihm der Bildlook ja genau so wie er ist am besten

Für mich persönlich hätte es mehr Offenblende sein können. Nicht, weil das irgendwie „besser“ gewesen wäre sondern weil ich den Offenblendlook des 90ers kenne und liebe
+2
ela07.04.2621:57
Mal für den interessierten Leica Laien mit nicht allzu üppigem Budget:

Womit könnte (sollte?) ich in das Leica Feeling einsteigen? Was macht (für Euch) den besonderen Reiz aus?

Gedanken von mir:
- M System. Klassisch Messsucher. So kenne ich Leica als „klassisch“. Bei der alten Schraub-Leica finde ich den geteilten Sucher zwar pfiffig aber so richtig prickelnd auch wieder nicht. Außerdem bevorzuge ich digital. Die vollformat M sind allerdings durch die Bank echt richtig teuer und wenn ich dann nicht mal einen „richtigen“ Belichtungsmesser sehe, nur einen Punkt? Ich weiß nicht.
Die EV1 würde ich ja mal probieren aber der Preis ist schlicht nicht machbar für mich

- Q: verglichen mit M + Objektiv fast schon ein Schnäppchen (gebraucht um 2700 realistisch für Q2). Die Idee mit nur 3 Buttons hinten finde ich „clean“ ohne es genutzt zu haben. Manche erzählen, dass die erste Q vom Sensor her die besseren / angenehmeren Bilder liefern würde (Dynamik, Farbe). Wie ordnet ihr das ein? Eine originale Q (1) als Einstieg? Will man das heute noch?

- SL System. Im Gegensatz zu Q Wechselobjektive. Im Grunde wie eine „moderne“ digitale mit AF und allem (im Gegensatz zu M) und preislich günstiger als M? Aber gibt es gebraucht attraktive Preise? Vermutlich eher nicht - und am Ende die Frage wie „anders“ oder „besonders“ oder wie „Leica“ das ist, verglichen mit Canon R Serie oder Olympus/OMSystem Bodies?

Analog wollte ich eigentlich nicht machen. Auf die Filme warten und scannen habe ich nicht wirklich Lust.
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System 6.0.1
System 6.0.107.04.2623:01
Ich kann Dir sagen, wie es bei mir war. Ich hatte eine umfangreiche Sony-Ausrüstung und mit einer Q geliebäugelt. 2020 kaufte ich eine gebrauchte Q (Typ 116) für 2.000 Euro.

Das Virus hat den Wirt betreten.

Die Q hatte zwei fundamentale Vorteile gegenüber der Sony.

1. die Abbildungsqualität war der Sony um Lichtjahre voraus. Allenfalls Sonys Zeiss-Objektive kamen an die Q einigermaßen heran.
2. Die Q ist eine Kamera für Fotografen, und kein Spielplatz für Menü-Torreros. Sie ist ein Handwerkszeug. Wer will kann die Blende am Blendenring einstellen, die Schärfe am Fokusring, oder eben automatisch. Das war für mich der größte Fortschritt in meiner Fotografie seit Jahren.

Irgendwann bemerkte ich, anstatt der Sony A7RM3 mit Zooms und Brennweiten von ganz lang bis kurz vor die Nase hatte ich fast nur noch die Q in der Hand. Eine Brennweite, kein Wechselobjektiv. Dieses Fotografieren war für mich viel produktiver, als die gigantische Feature-Schlacht der Sony.

Klar, die Sony war für alle Anwendungen bestens gerüstet. Aber: Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein. Ich war mehr auf der Suche ein tolles Feature der Sony zu nutzen, als die Fotos zu machen, die mir vorschwebten.

Die Q hat mich aus der Feature-Falle herausgezogen. Irgendwann wollte ich mehr vom Weniger. Ich verkaufte die gebrauchte Sony mit allem Zubehör und 7 Objektiven in einem großen Karton, und erwarb von dem Geld eine gebrauchte Kamera mit einem Objektiv. Die Leica M (Typ 240) und ein Leica Summicron 50 mm f/2.

Das 50 mm ist mein Lieblingsobjektiv. Mit der Zeit habe ich es um ein Voigtländer 35 mm f/1.4 und 21mm f/3.5 ergänzt, und ein Leica Tele-Elmarit 90 mm f/2.8. diese brauche ich seltener, aber ich brauche sie. Oft ziehe ich nur mit einer Linse los. Da kommen die wirklich guten Bilder bei rum.

Die Q habe ich inzwischen ebenfalls verkauft, und das Geld in einen Mac mini M4 und zwei kallibrierbare 24“-Displays gesteckt.

Der Sensor der Q unterscheidet sich nicht nur in den jeweiligen Auflösungen, sondern auch im Bildeindruck. Die Objektive der Q 1-3 sind identisch. Es liegt also am Sensor, und der Abstimmung. Der 24 MP-Sensor der ersten Q gefällt mir am besten. Und zwar deutlich. Sollte ich jemals das Geld haben, um mir wieder eine Q zu kaufen, dann in jedem Fall wieder die erste Q.

Die frugale und manuelle Handhabung der M hat mich wirklich nach vorne gebracht. Am schwierigsten zu beschreiben finde ich die Wirkung der M im Gegensatz zu Sony, in Bezug zum Motiv. Jemand hat das mal so ausgedrückt: Moderne Kameras stehen zwischen mir und dem Motiv. Die Leica M hingegen verbindet mich mit dem Motiv. Sie steht nicht dazwischen.

Daran ist übrigens auch der Messsucher schuld. Noch viel mehr als bei Spiegelreflexkameras, ist man mit dem Messsucher Teil der Szene, und nicht Beobachter eines Vorgangs auf einem Display. Das kann man nur schwer beschreiben. Hat man es aber bemerkt, will man nicht mehr zum EVF zurück. (Darum hat es ja auch ewig gedauert, bis die Leica M EV1 herauskam!)

Mit dem Messsucher bleibt man Teil der Szene. Und das sieht man vielen guten Leica-Bildern an.

Die Leica M ist nicht für jeden geeignet. Vor allem technikfixierte Menschen kommen mit der archaischen Leica M nur schwer zurecht. Man kann eigentlich nur mit dem Logo „angeben“. Die Technik jedenfalls haut nur wenige vom Hocker. Die tatsächliche Qualität liegt im natürlichen und unaufgeregten Umgang mit der Technik.

Bei der M geht es halt immer ums Bild. Und die Q ist die Einstiegsdroge in diese Welt. Also: Vorsicht!
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+1
massi
massi07.04.2623:59
Vielleicht gefällt ihm der Bildlook ja genau so wie er ist am besten
Naja, so kann man sich natürlich jedes Bild schön reden.
-1
Sumsolin
Sumsolin08.04.2600:23
Nach 20 Jahren mit Leica und 10 Jahren mit einer Leica Q habe ich vor Ostern meine Q3 und meine Q3 43 verkauft und das letzte Zubehör verschenkt.

Nach dem letzten Firmware-Update war die Kamera für mich nicht mehr bequem benutzbar. Obwohl das Update voller Fehler ist, lässt Leica seine Kunden monatelang im Regen stehen. Bei Produkten, die 6-7000 Euro Stück gekostet haben, halte ich diesen nicht existenten Service für inakzeptabel. Dafür gibt es dann jährlich eine Preiserhöhung. Können die gerne so weiter machen, in Zukunft dann aber ohne mich.

Ich mache jetzt eine Fotopause und schaue mal ob ich dann zu Nikon oder Fuji gehe, erstmal befummeln, ich weiß auch noch nicht, ob mir APS-C (Fuji) reicht. Jedenfalls bekomme ich für das Geld der zwei Leicas bei einem anderen Hersteller deutlich mehr (Hardware) geboten.

In den 20 Jahren mit anderen Leica-Benutzern habe ich eines gelernt: Einen Leica-Look gibt es nicht, keiner konnte mit einer Leica bessere Fotos machen als vorher (oder hinterher), das Foto macht immer noch der Kopf hinter der Kamera und der Rest ist zu 99% Selbstbetrug, um sich die Preise schön zu saufen, die übliche kognitive Dissonanz in der Nachkaufphase.
+6
ela08.04.2607:24
Zwei interessante Feedbacks in so kurzer Zeit - Danke schon mal! Ich bin an weiteren Gedanken interessiert und froh, hier einige Besitzer*innen treffen zu können die aus echter Erfahrung berichten und empfehlen können.

Ich hatte noch etwas recherchiert und komme bisher zu folgenden Ergänzungen (ich fotografiere digital seit etwa 2005 mit Canon und Olympus)

- Leica Look?
Ich vermute, dass das aus eine sehr frühen Zeit kommt und schon in der analogen Zeit geprägt wurde.
a) Die Objektive scheinen mir wirklich gut korrigiert zu sein, sehr gute Schärfe zu haben (wenn der Fokus sitzt ) und wie alle Objektive eben bestimmte Eigenarten zu haben wie Unschärfen vorne und hinten gezeichnet werden.
Damals hatte man für seine (d)SLR i d R kein APO oder f/1.2 Objektiv und schon gar nicht so kompakte wie bei Leica.
Der „Look“ wird also auf Freistellungsmöglichkeiten zurückzuführen sein, die man als Laie sonst nur von Mittelformat kannte.
Macht man mit heutigen Canon/Nikon/Sony Objektiven bei selber Brennweite, Blende, Sensorformat das gleiche Bild vom selben Standpunkt … Ich möchte mal eine A/B Testreihe sehen wo User blind entscheiden sollen, welches eine Leica war …

b) die Farben. Schon klar, dass Objektive selten wirklich neutral sind. Vergütungen, brechungen, schlucken von Licht … kann zu Farbstichen führen und das wieder Objektiv spezifisch. Zu Filmzeiten würde ich vermuten ist das weniger relevant gewesen weil Film und Entwicklung größeren Einfluss gehabt haben werden.
Digital dürfte wiederum Sensor und Verarbeitung der Daten relevanter sein?

Und hier lese ich immer wieder, dass die technisch „schlechteren“ CCD Sensoren der ersten Leica M8 und M9 eher mit den „Leica“ und „Filmähnlich“ beschrieben werden. Manche frotzeln auch, dass die mal so richtig „schlimm“ waren und „vintage Look“ eher nostalgische Verklärung sei.
Ob sich das auf JPG out of cam bezieht oder auch aufs RAW konnte ich nicht herausfinden.

Wohl sah ich Vergleiche von M9, Type 240, M10 - und alle drei zeigten andere Farbtendenzen in Grün, Blau, Braun/Hauttöne … also DEN Leica Look kann ich so nicht sehen, zumindest nicht rein auf Farbe bezogen.

Und man schreibt, die Sensoren der M9 würden korrodieren und Flecken auf den Bildern machen? Was? Ist das ein CCD Ding oder ein Leica Problem?

Ich freue mich auf weitere Gedanken und Empfehlungen von Euch. Ich brauche nichts technisch perfektes - Aufträge oder entfernte Tiere werde ich weiter mit der Canon und Tele machen … Es geht mir mehr um Fotografie als mein Hobby, im Urlaub und Freizeit, bei Freund*innen und Familie etc.
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ela08.04.2607:29
Sumsolin
Nach dem letzten Firmware-Update war die Kamera für mich nicht mehr bequem benutzbar. Obwohl das Update voller Fehler ist,
Kannst du beschreiben was nach dem Update bei der Q3 für Dich „kaputt“ war?
Ich hörte positives Feedback wegen besserer menüstruktur z. B. Und besserem AF?
Sumsolin
…schaue mal ob ich dann zu Nikon oder Fuji gehe, erstmal befummeln, ich weiß auch noch nicht, ob mir APS-C (Fuji) reicht …
Bei Fuji hast du auch die Option auf ein „Mittelformat“ - ich glaube 44x33mm Sensor. Gibt noch mal neue Optionen bei Komposition / Perspektive / Look
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System 6.0.1
System 6.0.108.04.2614:35
massi
Jo, das sieht schon gut aus, aber trotzdem hätte eine sanfte Bearbeitung aus den Bildern noch mehr rausholen können, das ist ja normalerweise auch der Sinn in RAW zu fotografieren.

Ja, das ist natürlich wahr. Ich fotografiere ausschließlich in RAW. Seit etwa 8 Jahren arbeite ich mit Capture One Pro. Lightroom kam, weil wegen Abo-Modell, nicht infrage. Zudem hat mich Capture One gleich in der Demo-Version ordentlich geflasht. Aber jeder, wie er mag.

In diesen 8 Jahren habe ich viele Experimente gemacht und bin zu einigen guten Ergebnissen gekommen. Meine Zielsetzung ist einfach: Entweder habe ich ein deutlich bearbeitetes Bild, oder ein nahezu natürliches, wie es die Kamera liefert. Im zweiten Fall unterstütze ich den nur den natürlichen Look. Mein Ehrgeiz treibt mich natürlich dazu, die Kamera so zu verwenden, dass der optimierte, natürliche Look bereits dort geschaffen ist, und diese Bilder hier sind der letzte Stand dieser Bemühungen. Daher auch meine Freude.

Übrigens sehen die Bilder auf dem großen iPad Pro (4. Gen.) bereits so aus, wie ich es bearbeitet hätte. Auf dem gut (Datacolor SpiderX-) kalibrierten ASUS PA248QV sind sie heller. Ich muss da also doch noch mal ran. Aber egal, das Ausgangsmaterial ist gut, und das ist die notwendige Grundlage.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
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System 6.0.1
System 6.0.108.04.2615:24
Sumsolin
Ich mache jetzt eine Fotopause und schaue mal ob ich dann zu Nikon oder Fuji gehe, erstmal befummeln, ich weiß auch noch nicht, ob mir APS-C (Fuji) reicht.

In den 20 Jahren mit anderen Leica-Benutzern habe ich eines gelernt: Einen Leica-Look gibt es nicht, keiner konnte mit einer Leica bessere Fotos machen als vorher (oder hinterher), das Foto macht immer noch der Kopf hinter der Kamera und der Rest ist zu 99% Selbstbetrug, um sich die Preise schön zu saufen, die übliche kognitive Dissonanz in der Nachkaufphase.

Harte Worte, aber der Reihe nach. Ich habe/hatte eine Vorliebe für Nikon. Ich habe immer noch eine Nikon D200 und drei feine, kleine Objektive. Der CCD-Sensor hat einen sanften, und trotzdem deutlich wahrnehmbaren Einfluss auf die Farben. Der APS-C-Sensor mit nur 10 MP liefert bezaubernde Ergebnisse.

Mit meiner M habe ich eine Gelegenheit beim Schopf gepackt. Ich hatte das Geld (und werde es nie wieder haben), und habe gekauft. Ohne diese Gelegenheit hätte ich versucht bei Fuji etwas zu bekommen. Der ganze Rest, Canon, Nikon, Olympus und so weiter sind für mich alles Irrtümer. Fotografie als Handwerk hat bei den Leuten IMHO keinen Platz mehr. Es geht nur noch um Zahlen in einem Prospekt. Am Schlimmsten empfinde ich Canon. Das ist für mich das Microsoft der Kameraindustrie. Die Dinger haben aber sowas von keinem Schmäh. Nikon ist wenigstens hässlich. Aber Canon … unfassbar.

Noch etwas hat mir die D200 gezeigt: Der Spiegel war (natürlich subjektiv gesehen) schon immer ein Irrtum: besser als ein guter EVF, aber immer noch weit weg von der Direktheit des Messsuchers. Nicht falsch verstehen, ich habe den EVF der Sony A7RM3 und der Q geliebt.

Mit den Erfahrungen der M muss ich aber sagen, da geht noch was.

Was den Selbstbetrug und die kognitive Dissonanz angeht, der gilt in der kompletten Branche. Den hat man genauso, wenn man versucht sich durch den Kauf einer dedizierten „Pro-Kamera“ von der Masse der Semi-Pros oder der „Mittelklasse“ abzuheben. Neben der A7RM3 hatte ich auch eine 𝛼 6000. Eine klassische Einsteigerkamera für Leute, die mit Knipsen aufhören, und mit Fotografieren anfangen wollen. Nichts was die Cracks in den einschlägigen Foren jemals ernst nehmen würden. Dabei hat die 𝛼 6000 zuweilen Bilder geliefert, die ich mit der A7 auch gerne hinbekommen hätte.

Der Fotograf macht die Bilder. Die Kamera unterstützt oder behindert ihn dabei. Das kann man sich dann aussuchen. Als Sportfotograf würde ich keine Leica M kaufen. Aber mit den M’s wurden die letzten 80 Jahre schon viele Sportfotos gemacht.

Ich halte den „Leica-Look“ für real. Unabhängig davon, ob ich ihn jedes Mal eindeutig erkennen könnte. Das ZEISS 35 und 55 mm für Sony haben ebenfalls einen „Look“, der ganz klar in diese Richtung weist.

Und genauso wie nicht jeder die Qualität einer beliebigen Sache erkennen kann, ist es mit dem „Leica-Look“. Ich habe schon oft in meinem Leben den Satz „Da bezahlt man doch nur den Namen“ für alles Mögliche gehört. Inzwischen musste ich feststellen, ja, sowas gibt es, und nein, das gilt ganz sicher nicht grundsätzlich. Preis und Qualität verlaufen nicht linear. Der Preis für mehr Qualität steigt oft überproportional.

Wer eine Leica kauft, bekommt etwas für sein Geld. Ob der Käufer das erkennen, nutzen und schätzen kann, liegt nicht in der Macht des Herstellers. Das ist bei Hermes, Rolex, Apple und anderen genau dasselbe. Und zum Glück kann jeder für sich entscheiden, was ihm eine Sache wert ist, und was zu ihm passt.

Ich empfehle die Fuji näher zu betrachten …
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2616:29
DEN Leica Look kann es nicht geben. Wenn überhaupt sind es viele Looks.
Warum? Weil schon seit Beginn der M vom Leica Look gesprochen wird.

Bei den Analogen kann es aber weder am Gehäuse, noch am Film gelegen haben. Bleiben nur die Objektive und die Handhabung. Letzteres machte sich zum Beispiel dadurch bemerkbar, dass viele M Bilder typischerweise ihr Motiv in der Mitte positioniert haben.

Dann kamen die digitalen Ms: Erst die M8 mit ihrem Magnet-Schwarz, dann die M9 mit ihren nostalgischen Filmfarben (welcher Film eigentlich?). Funfact: Viele Nutzer berichten, dass mit dem neusten Austauschsensor die berühmten Farben der M9 nicht mehr vorhanden sind. Leica hat da beim jüngsten Ersatzteil irgendetwas in der Abstimmung geändert.

Was noch? → Mandler und Karte Objektive. Beides unterschiedliche Ansätze, Objektive zu entwickeln und deren Charakter zu designen. Dennoch wird in beiden Fällen vom Leica Look gesprochen. Egal ob es ein pre Asph Summilux, ein Summicron V4 oder ein 35mm Apo mit extremer Schärfe ist (viele sagen: zu scharf). Allen wird der Leica Look zugesprochen, obwohl sie verschiedener nicht sein könnten.

Gleiches auch bei den jüngeren Digitalsensoren und ihrer Farbabstimmung: Die 240 Farben gefallen vielen nicht – mir bei meiner P schon. Die M10 zeigt andere Farben. Die der M10R sind schon fast legendär. Und die der M11, 11P und EV1 könnten nicht anders sein im Vergleich zu allen vorherigen. Seit dem 61 Megapixel Sensor ist es wahrlich schwer, die Farben unterschiedlicher Hersteller mit eben diesem Sensor auseinander zu halten.

Leica Objektive galten immer als das Mittel der Wahl, wenn der Mensch das Motiv sein soll – wegen der warmen Abstimmung. Zeiss dagegen bildet kühler ab und war immer für Produkt und Architektur gefragt. Voigtländer war in der Regel neutral dazwischen. Wenn ich mir den Output des 35mm Apo so anschaue, hat das absolut nichts mehr von einem warmem Look.

Es ist wahrlich nicht einfach, den Leica Look auszumachen. Jeder beschreibt ihn doch irgendwie anders. Oft tatsächlich auch grundverschieden.

Und dann gibt’s da noch die Q, SL und S Reihe (letztere soll ja ein neues Modell bekommen). Auch hier zeigt sich: Höchst unterschiedlich in ihrem Output. Aber auch da wird immer wieder von diesem Leica Look gesprochen

Ich für meinen Teil fotografiere einfach gerne mit meiner M. Aber da kommt nichts als Datei hintenraus, dass mit einem anderen Modell nicht auch zu erreichen wäre.
+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2616:53






+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2617:02
Gemeint waren natürlich:

  • M8 → Magenta Farben
  • Mandler und Karbe
+1
Super8
Super808.04.2618:01
Schöne Bilder!!!

Ich schaffe es leider nicht, auch nur irgendein Bild hochzuladen. Am Schluss folgt eine neuer Versuch..

Ich bin im letzten Jahr doch wieder zurück zur digitalen Leica: die neue Q3 monochrom ist ein tolles Werkzeug. Bleiben meine Kritikpunkte ob der Größe und des Gewichts. Eine Sony RX1 RII ist um ein vielfaches leichter, hat jedoch auch so einiges an ABER mit dabei, z.B. der Akku. Zumal die neue RX1 RIII auch fast 5k kostet.

Apropos, mit der neuen Firmware für die Q3 bin ich viel zufriedener, als mit so manchem Update von Apple.


Analog bin ich immer noch sehr glücklich mit der CL aus Kindertagen...






WOW, ich habe es geschafft..
+4
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2618:52
A propos Q:

Für mich immernoch ein tolles Konzept in schicker Verpackung.
Hatte '23 die Q 116 parallel zur GFX 100s in Irland dabei und hab sie leider viel zu selten genutzt. Der Autofokus grade bei weniger Licht (z.B. Restaurant am Abend) war einfach nicht performant genug. Da wird bei einem Meter Entfernung im AF-S bei mittigen Spotfeld nur rumgepumpt statt scharf zu stellen. Dabei war die Bildwirkung und das Color Rendering echt nett.

Würde ich mir heute wieder eine gönnen, würde ich aber mehr Cropreserven haben wollen. Die 28 (bzw 26) mm sind halt schon sehr weit und 24 Megapixel bieten nicht allzu viel Spielraum. An der Q3 / 43 reizt mich am meisten das Klappdisplay. Ich mag einfach bodennahe Perspektiven. Und mit der neuen Firmware soll der AF ja doch ganz gut geworden sein (nicht auf Sony Niveau, aber ungewöhnlich gut für eine Leica).

Anbei ein paar Q Impressionen aus Dublin:













0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2618:53
Und noch eins aus einem anderen Ecken Irlands – die allseits motivierte Wächterin unserer Unterkunft

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ela08.04.2619:06
Gammarus_Pulex
Gemeint waren natürlich:

  • M8 → Magenta Farben
  • Mandler und Karbe
Die Fotos von Dir sind mit der 240 P gemacht?
RAW und bearbeitet? (Wie?) oder JPG aus Kamera?
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2619:08
DNG aus der 240P und entwickelt, korrekt 👍
Die JPGs out of camera find ich nicht sehr beeindruckend.
+1
ela08.04.2619:59
Gammarus_Pulex
DNG aus der 240P und entwickelt, korrekt 👍
Ich mag dein RAW Rezept! Erinnert mich irgendwie an Kodachrome-Zeiten
+1
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex08.04.2620:24
Danke 😄

Von welchem Motiv?
Ist nicht immer die gleiche Entwicklung.
0
ela08.04.2620:32
Gammarus_Pulex
Danke 😄

Von welchem Motiv?
Ist nicht immer die gleiche Entwicklung.
Der Bus. Und das Straßengewusel mit dem Roller.
Aber die Palme mit dem Himmel durchaus auch. Hat was.
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