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Forum>Apple>Der Apple-Aktien-Thread [Februar 2022]

Der Apple-Aktien-Thread [Februar 2022]

Seat-Sitz15.01.2204:43
Hallo zusammen und willkommen im Februar, DER Monat in dem traditionell etwas weniger in China produziert wird, wegen des chinesischen Neujahrs, bei dem die meisten nach Hause zu ihren Familien fahren.
Wir haben übrigens jetzt das Jahr des Wasser-Tigers! 💦🐅

Puh, das war ein interessanter Monat: Apple hat den Monat bei rund 159 € begonnen und zwischenzeitlich, beflügelt von den mehr als erfolgreichen Quartalszahlen vom 27.01.2022,
die von mir angedeuteten 200€ „knapp“ verfehlt.

In den letzten Tagen kam es nun zu einer leichten Korrektur, ob durch Gewinnmitnahmen oder durch die Omikron-Mutation getriggert oder auch wegen der FED... wer weiß das schon.
Trotzdem war der Januar super gelaufen, was ich schon enorm finde.

Apple kommt immer noch nicht hinterher genügend MacBook Pro M1 Max zu produzieren. Noch immer dauert die Lieferung Wochen, wenn man heute bestellt.

Interessant wird noch, ob Apple einen Werbespot beim Superbowl [13.02.2022 in den USA, durch die Zeitverschiebung 14.02.2022 bei uns] zeigen wird. Immerhin lief der legendäre 1984-Macintosh - Werbespot auch beim Superbowl. [Lief nicht auch der „Hello“ - Werbespot 2007 des 1. iPhones ebenfalls beim SuperBowl in einer Spielpause?]

Ist noch früh, mehr mag ich nicht schreiben, also, Feuer frei. 🐍🎺📈
[PS: Warum ist das Emoji für steigende Kurse in roter Farbe? Muss es nicht grün sein, und fallend in rot?]



Und wie immer gilt der Disclaimer:
Das ist KEINE Anlage-Beratung. Weder mactechnews.de noch die Forumsteilnehmer sind verantwortlich für Eure Entscheidungen, die ihr je nach persönlicher Situation trefft!
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Kommentare

Weia
Weia15.01.2208:02
😵‍💫😵‍💫😵‍💫 Habe ich mir in letzter Zeit zu viele Zeitreisefilme angesehen?

Andererseits: Wenn tatsächlich irgendein Wurmloch direkt in diesen Forumsthread mündet, dann haben wir alle ausgesorgt. Seat-Sitz, poste doch bitte zunächst mal einfach die Schlusskurse von Ende Januar; das reicht vorläufig schon. Zwischenhochs wie die von Dir erwähnten am 27. Januar wären auch noch nützlich.
Seat-Sitz
Ist noch früh, mehr mag ich nicht schreiben, also, Feuer frei. 🐍🎺📈
Es ist noch sehr früh.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+6
Florian Lehmann26.01.2200:38
Seat-Sitz

Jetzt wird’s aber bisschen peinlich 🙈
+1
Der echte Zerwi26.01.2205:24
0
cheesus1
cheesus102.02.2210:20
In den letzten Tagen kam es nun zu einer leichten Korrektur, ob durch Gewinnmitnahmen oder durch die Omikron-Mutation getriggert oder auch wegen der FED... wer weiß das schon.
Daran ist Weia Schuld! Der malt doch immer diese bunten Barriere-Linien in den Chart, über die der Kurs nicht drüber gehen darf...
+6
MKL
MKL03.02.2215:15
Weia
Vorsichtig optimistisch kann man werden, wenn S&P 500 bzw. AAPL ihr jeweiliges Tief am 10. Januar übersteigen und endgültig positiv wird es, wenn sie auch ihr jeweiliges Hoch am 12. Januar übersteigen können, denn dann bestand die Abwärtsbewegung nur aus 2 Schüben nach unten und war daher nur eine Korrektur, was neue Allzeithochs implizieren würde.
....

Wenn mich nicht alles täuscht, hat der S&P 500 gestern mit seinem Schlusskurs von 4.589 das Tief vom 10. Januar (4.582) überschritten ...
0
Weia
Weia03.02.2216:20
MKL
Wenn mich nicht alles täuscht, hat der S&P 500 gestern mit seinem Schlusskurs von 4.589 das Tief vom 10. Januar (4.582) überschritten ...
Hat er. Aber das ist bislang ja nur ein Anlass zu vorsichtigem Optimismus = etwas höherer Wahrscheinlichkeit für eine positive Auflösung. Die Bestätigung = strukturell hohe Wahrscheinlichkeit einer Auflösung nach oben fände erst beim Überschreiten des Hochs vom 12. Januar statt; das haben bislang weder der S&P 500 noch AAPL geschafft, wobei AAPL aber stärker aussieht.

Andererseits hat die Advance-Decline-Linie den nach unten durchbrochenen violetten Seitwärtstrendkanal von unten (bislang erfolglos) angetestet, ist genau am unteren Rand abgeprallt und hat erneut nach unten gewendet. Das mahnt zur Vorsicht.

Und dann gibt es noch die alte Regel, dass das Jahr so wird wie der Januar (stimmt nicht immer, aber oft). Demnach wäre dieses ein Minusjahr.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
thomas b.
thomas b.03.02.2217:43
Weia
...
Und dann gibt es noch die alte Regel, dass das Jahr so wird wie der Januar (stimmt nicht immer, aber oft). Demnach wäre dieses ein Minusjahr.

Der Januar 2021 war bei mir plusminus null, 2021 ist für mich aber recht gut gelaufen. 🤷‍♂️

Der Januar 2022 war +0,8%, schau'n mer mal, für dieses Jahr habe ich rein gefühlsmäßig nur bescheidene Erwartungen.
0
torgem03.02.2222:48
Hatte vorhin noch überlegt mir eine Amazon ins Depot zu legen… man sollte nicht immer nur überlegen, sondern handeln
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
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MKL
MKL03.02.2222:55
Ich bin gespannt, wie die Märkte morgen reagieren.
Die schlechten Zahlen von Facebook/Meta gestern haben ja wohl heute zum Sturz geführt.
Ob dann die guten Zahlen von AMZN zu einem Anstieg führen !?!
Die nachbörslichen Kurse lassen ja hoffen …
0
Weia
Weia14.02.2215:30
Hier ein neues Update, da die Situation nach wie vor kritisch ist.

Vorausgeschickt: Man kann sich bemühen, wie man will, die Börse trickst einen immer aus. Ich hatte mir fest vorgenommen, einen ausführlichen Text über mögliche Strategien zu schreiben, sobald der S&P 500 den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals erreicht haben würde – was wie schon oft gesagt die ernsthafte Möglichkeit eines bedeutenden, langfristigen Tops und das Potential eines verheerenden Bärenmarkts mit sich bringen würde. Dann hatte ich um die Jahreswende aber extrem wenig Zeit und der S&P 500 hatte den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals ja noch nicht vollständig erreicht, so dass ich den Text aufschob. Aber dann entwickelte sich der Markt so, dass wir davon ausgehen müssen, dass der S&P 500 den oberen Rand möglicherweise nicht ganz erreicht, sondern um 2% verfehlt, und das Top am 4. Januar bereits das langfristige Top sein könnte. Diesen Alarm habe ich aber erst 4 Tage später hier im Forum geschlagen, und auch dann, aufgrund meines Geburtstages, nur mit einer kurzen lustlosen Notiz. Mein festes lange geplantes Vorhaben einer ausführlichen, rechtzeitigen Warnung war damit für die Katz.

Ich schreibe das jetzt nur, um nochmals deutlich zu machen, dass der Markt (bereits seit dem 4. Januar) in eine Phase eingetreten ist, wie sie seit 2000, möglicherweise aber sogar noch weit früher, bezüglich des herrschenden Gefahrenpotentials nicht mehr existierte. Behaltet das als Hintergrundfolie meiner Analysen im Kopf. Tatsächliche oder zumindest mentale Stops sind in der jetzigen Situation absolut unerlässlich!


S&P 500

Der S&P 500 laviert nach wie vor unentschlossen zwischen zwei kritischen Marken. Bei Überwinden des Tiefs vom 10. Januar würden die Wahrscheinlichkeit auf eine positive Auflösung der Trading Range (und neue Allzeithochs, mutmaßlich nun tatsächlich am oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals) steigen; bestätigt würde dies durch ein Überwinden des Hochs vom 12. Januar. Ersteres passierte (wenn auch nur knapp), die Bestätigung blieb aber aus.

Nun gibt es strukturell aber zugleich die exakt spiegelbildliche Situation nach unten: mit einem Unterschreiten des Hochs vom 26. Januar würde die Wahrscheinlichkeit auf eine negative Auflösung der Trading Range steigen; bestätigt würde dies durch ein Durchbrechen des Tiefs vom 28. Januar. Doch auch hier passierte zwar Ersteres, die Bestätigung blieb aber ebenfalls aus.

Von daher steht es strukturell im Augenblick unentschieden. Es gibt aber mehrere Warnzeichen aus anderen Bereichen. Die Advance-Decline-Linie sieht rundherum übel aus:



Hier ist eine ausgeprägte bearishe Divergenz zum Kursverlauf des S&P 500 zu sehen, eine Kopf-Schulter-Formation und zwei vergebliche Versuche, in den durchbrochenen unteren Rand des violetten Seitwärtstrendkanals, der zugleich die Nackenlinie der Kopf-Schulter-Formation ist, zurückzugelangen. Viel mehr bearishe Indizien auf einmal geht eigentlich gar nicht.

Der S&P 500 selbst hat am 9. Februar versucht, aus dem durch Kopf und rechte Schulter gebildeten kurzfristigen Abwärtstrend auszubrechen und ist am nächsten Tag prompt wieder darunter zurückgefallen. Eine klassische Bärenfalle; auch das kein gutes Zeichen:



Falls der S&P 500 das Tief vom 24. Januar unterschreitet und damit das Unterstützungs-Cluster aus Aufwärtstrend 2009 – 2016, Tief vom 4. Oktober 2021 und Mindestkursziel der Kopf-Schulter-Formation nachhaltig durchbricht, könnte es ganz schnell bis zur roten Linie bei etwa 3500 gehen.


AAPL

Die strukturelle Situation bei AAPL ähnelt nach wie vor der beim S&P 500, sieht im Detail aber besser aus:



AAPL hat ebenfalls das Tief vom 10. Januar überwunden, ist aber sogar fast bis zum Top vom 12. Januar gelangt – am Ende aber doch nicht ganz. Aber AAPL hat das Hoch vom 26. Januar noch nicht unterschritten; hier ist die Wahrscheinlichkeit einer positiven Auflösung (die dann erneut an die türkise Linie führen könnte) also etwas höher als die einer negativen Auflösung. Den kurzfristigen Abwärtstrend, den der S&P 500 nicht durchbrechen konnte, hat AAPL zudem klar überwunden.

Vor allem würde, wenn es AAPL jetzt gelänge, kehrt nach oben zu machen und das Top vom 9. Februar zu übersteigen, sich eine ausgeprägte Kopf-Schulter-Bodenformation herausbilden, die vor allem deshalb bullish wäre, weil ihr Mindestkursziel deutlich über der türkisen Linie läge, was einen bullishen Ausbruch indizieren würde.

All das wird das aber kaum passieren, wenn der S&P 500 absäuft. Daher sind auch bei AAPL Stopps unerlässlich. Die orange Aufwärtstrendlinie hat AAPL nun zum wiederholten Male durchbrochen; als Stopps bieten sich (jeweils mit entsprechenden Sicherheitsabstand von etwa 2,50$) an: der Aufwärtstrend 2003 – 2016 (momentan bei 167$, steigt ca. 5$/Monat), die zur orangen Aufwärtstrendlinie neu hinzugekommene mittelfristige Aufwärtstrendlinie durch das Corona-Tief im März 2020 und das Tief am 26. Januar (momentan bei 160$, steigt ca. 7,50$/Monat) und als Äußerstes die violette Linie (momentan bei 146$, steigt ca. 2,50$/Monat).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+10
MKL
MKL21.02.2220:41
Das sieht ja momentan leider überhaupt nicht gut aus. Damit meine ich nicht nur die Situation an den Börsen sondern insb. auch in der Ukraine.

Ist es gut, dass heute die US-Märkte geschlossen haben, so dass es einen Tag „Pause“ gibt, in der sich die Situation in der Ukraine verbessern kann, ohne dass die US-Kurse heute reagieren (=einbrechen) können?

Auf jeden Fall keine gute Zeit investiert zu sein.
Ich hoffe auf eine baldige positive Lösung in und mit der Ukraine.
Daumen drücken!
0
Weia
Weia23.02.2207:12
Der Markt scheint sich einer Make it or break it-Situation zu nähern, daher schon wieder ein Beitrag. 🙄

Eine kritische Unterstützungslinie in den letzten S&P-500-Charts war der Aufwärtstrend 2009 – 2016. Den habe ich wie in folgendem Wochenchart ersichtlich gezeichnet:



Wie durch den blauen Kreis markiert, gab es Anfang 2016 einen doppelten Boden. Üblicherweise wird in solch einem Fall die Trendlinie durch das erste der beiden Tiefs gezeichnet; das zweite Tief wenige Wochen später gilt dann als erster, geglückter Test des neuen Trends.

Manchmal ist es aber sinnvoll, das zweite, etwas tiefere Tief zum Zeichnen der Linie zu benutzen, die dann etwas flacher als die erste Linie verläuft:



Ich habe die Linie deshalb jetzt zusätzlich eingezeichnet, weil die aktuelle Situation so kritisch ist. Hier ist ein aktueller Tageschart, in dem man jetzt beide Varianten der Aufwärtstrendlinie 2009 – 2016 vorfindet:



Wie Ihr sehen könnt, hat der S&P 500 unter beiden Linien geschlossen, unter der zweiten aber nur minimal, sie könnte daher noch Unterstützung bieten. Von dem Unterstützung-Cluster insgesamt ist aber aktuell nur das Tief vom Oktober letzten Jahres noch nicht unterschritten, und frühere Tiefs für sich allein sind nicht sehr aussagekräftig.

Die Situation ist damit ausgesprochen kritisch. Kurze und nicht sehr große Unterschreitungen sind als „Fallen“ immer möglich, aber ich kann nur erneut warnen, dass ein klares Unterschreiten des Tiefs vom 24. Januar die unmittelbare Gefahr eines Crashs auf die Rote Linie bei etwa 3500 zur Folge hätte, denn vorher gibt es einfach nichts mehr, was stark unterstützen könnte. Das muss nicht passieren, aber das Risiko, dass es passieren kann, ist viel zu groß, um das auszusitzen, zumal solch ein Crash im Extremfall wiederum der Auftakt für einen Bärenmarkt bis 1500 oder gar 600 sein könnte.

Dass es die wahrscheinlichere Variante ist, dass das jetzige Unterstützung-Cluster am Ende nicht hält, zeigt die katastrophal aussehende Advance-Decline-Linie, die das Tief vom 24. Januar bereits klar unterboten hat:



Normalerweise geht die Advance-Decline-Linie voraus und der Markt folgt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+6
Weia
Weia23.02.2208:24
Hier noch ohne weiteren Kommentar der aktuelle AAPL-Chart:

„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
MKL
MKL23.02.2222:12
Oha, das Tief vom 24.1. wurde unterschritten...
Weia
Normalerweise geht die Advance-Decline-Linie voraus und der Markt folgt.

Interessanterweise sieht die AD-Linie doch ab Mitte Dezember mehr oder weniger deckungsgleich mit dem S&P aus, oder täusche ich mich?
0
Weia
Weia23.02.2222:32
MKL
Oha, das Tief vom 24.1. wurde unterschritten...
Bislang nur auf intraday-Basis und wirklich marginal. Heute wollte einfach keiner kaufen, weil jeder damit gerechnet hat, dass das Tief vom 24. Januar noch angetestet werden wird. Interessant wird, was jetzt passiert, wo das geschehen ist und so gesehen die Bahn nach oben frei wäre.
Weia
Normalerweise geht die Advance-Decline-Linie voraus und der Markt folgt.
Interessanterweise sieht die AD-Linie doch ab Mitte Dezember mehr oder weniger deckungsgleich mit dem S&P aus, oder täusche ich mich?
Du täuscht Dich. Die Advance-Decline-Linie hat schon gestern ein ausgeprägtes neues Tief gemacht, der S&P 500 auch heute (auf Schlusskursbasis wie die Advance-Decline-Linie auch) noch nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
MKL
MKL23.02.2222:46
Du täuscht Dich. Die Advance-Decline-Linie hat schon gestern ein ausgeprägtes neues Tief gemacht, der S&P 500 auch heute (auf Schlusskursbasis wie die Advance-Decline-Linie auch) noch nicht.

Ok, ich hatte "nur" den Verlauf der Linie an sich gemeint, nicht die Zeitpunkte. Da fehlen mir auch die Tools.
0
Weia
Weia23.02.2223:11
MKL
Ok, ich hatte "nur" den Verlauf der Linie an sich gemeint, nicht die Zeitpunkte. Da fehlen mir auch die Tools.
Aber auch dann: der S&P 500 ist jetzt am Tief vom 24. Januar, die Advance-Decline-Linie bereits deutlich darunter. Das sollte überall erkennbar sein.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
-=Flo=-24.02.2214:17
Phu, jetzt wird es ganz schön Rappeln an der Börse. Gut für jeden der noch freie Mittel hat und bald zu günstigen Kursen kaufen kann.
-1
Weia
Weia24.02.2214:49
-=Flo=-
Gut für jeden der noch freie Mittel hat und bald zu günstigen Kursen kaufen kann.
Das ist das Letzte, woran Du jetzt denken solltest! Dein „bald“ könnte ein Jahrzehnt oder weiter in der Zukunft liegen.

Ich warne jetzt seit Monaten vor dem vor uns liegenden Gefahrenpotential, es spult sich alles so ab wie befürchtet, und trotz aller Indizien hast Du immer noch dieses Jeder Kursrückgang ist garantiert eine Nachkaufgelegenheit-Mindset? Kann eine Kaufgelegenheit sein, aber eben nicht mehr garantiert.

Die Invasion Russlands ist der Anlass für den Kursrückgang, aber nicht die Ursache.

Zeit ist gerade knapp, daher zitiere ich einfach ein paar Ausschnitte aus dem, was ich heute Nacht/Morgen mit einigen von Euch privat ausgetauscht habe:


Heute Nacht, vor der Invasions-Nachricht:

Es ist vermessen, einen Crash als per se unwahrscheinliches Ereignis vorhersagen zu wollen, aber ich muss sagen, dass es in meinen mittlerweile 38 Börsenjahren nur zweimal derart nach Crash „roch“ wie jetzt, nämlich im Herbst 1987 und im Herbst 2008.

Das Kernmerkmal, das den „Geruch“ in beiden Fällen verursachte, ist ein Markt, der so überverkauft ist, dass er „normalerweise“ zumindest einen kurzfristigen Boden bilden müsste, aber das partout nicht tut und damit am Ende ganz wichtige Unterstützungslinien durchbricht, unter denen sich lange keine weiteren finden lassen.

Das alles trifft jetzt zum dritten Mal zu. Die Stimmung wird langsam tatsächlich pessimistisch und der Markt ist in einer massiven Unterstützungszone, sollte also zumindest kurzfristig steigen, kommt aber bislang nicht auf die Füße. […] wenn [eine überfällige technische Reaktion nach oben] jetzt nicht passiert, […] wäre [das] ein Indiz für stark erhöhtes Crash-Potential.


Heute morgen, nach der Invasion:

ein Riesen-Gap nach unten durch die entscheidende Unterstützungszone. Das kann leider beides sein, ein Panik-Gap, das das Tief der aktuellen Abwärtsbewegung darstellt (dann wird der Markt erheblich höher schließen) oder ein Break-Away-Gap, das den steilsten Teil der laufenden Abwärtsbewegung einleitet.
[…]
Im Zweifelsfall würde ich auf die Advance-Decline-Linie hören und die sieht nicht gut aus.


Heute morgen, nach der Invasion:

[auf die Frage, was unmittelbar vor uns liegt]
Entweder jetzt ein nachrichteninduziertes Paniktief – das Gap nach unten durch die Unterstützungslinien, mit dem der Markt heute eröffnen wird, wird schnell geschlossen und der Markt rettet sich wieder über diese Linien – oder der S&P 500 fällt Richtung 3500 (Rote Linie).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
MKL
MKL24.02.2222:21
Weia
… ein Panik-Gap, das das Tief der aktuellen Abwärtsbewegung darstellt (dann wird der Markt erheblich höher schließen)

Da haben wir ja ein Panik-Gap gesehen.
Was ein Tag! Auch die AD-Linie endlich mal wieder mit Plus.

Irgendwie auch echt absurd, wie die US-Märkte reagieren trotz Russlands Angriff …
Völlig entkoppelt.
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torgem24.02.2222:57
MKL
Weia
… ein Panik-Gap, das das Tief der aktuellen Abwärtsbewegung darstellt (dann wird der Markt erheblich höher schließen)

Da haben wir ja ein Panik-Gap gesehen.
Was ein Tag! Auch die AD-Linie endlich mal wieder mit Plus.

Irgendwie auch echt absurd, wie die US-Märkte reagieren trotz Russlands Angriff …
Völlig entkoppelt.

Der Konflikt hat, sollte er sich nicht ausweiten, kaum Auswirkungen auf die Gewinne der amerikanischen Unternehmen für die nächsten zehn+x Jahre. Und die werden gehandelt.
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
Weia
Weia25.02.2202:56
MKL
Weia
… ein Panik-Gap, das das Tief der aktuellen Abwärtsbewegung darstellt (dann wird der Markt erheblich höher schließen)
Da haben wir ja ein Panik-Gap gesehen.
Yep. Der S&P 500 hat über dem Tief vom letzten Oktober geschlossen und damit hat die letzte Unterstützungsbastion erneut gehalten. Für heute ist die Kuh damit vom Eis, aber der Markt muss sich jetzt zumindest in dieser Region stabilisieren und die durchbrochenen Aufwärtstrends 2009 – 2026 gilt es nach wie vor zurückzuerobern. Endgültig gebannt ist die Gefahr damit also noch nicht.
Was ein Tag! Auch die AD-Linie endlich mal wieder mit Plus.
Das aber recht bescheiden; auch insofern ist noch nicht mit Bestimmtheit gesagt, dass diese rasante Kehrtwende eine nachhaltige Bodenbildung war; auch und gerade Bear-Market-Rallies können sehr steil sein.

Idealerweise gäbe es jetzt einen deutlichen Plus-Tag als Follow-up mit hervorragender Marktbreite (5:1 – 10:1); dann ließe sicherer von einer deutlichen Erholung oder gar noch einmal neuen Allzeithochs ausgehen; bisher sät die Marktbreite da Zweifel. Auch AAPL hat es bislang nur exakt bis an die durchbrochene rosa Aufwärtstrendlinie geschafft, aber nicht in sie zurück; das könnte also auch einfach das klassische Antesten von unten nach dem Durchbrechen gewesen sein.
Irgendwie auch echt absurd, wie die US-Märkte reagieren trotz Russlands Angriff …
Völlig entkoppelt.
Nö, ganz im Gegenteil; das war ein klassischer Short Squeeze. Der Markt wird von Psychologie bestimmt und die geht manchmal um eine paar Ecken. Gerade weil wegen Russlands Angriff etliche Marktteilnehmer von einem deutlichen Kursrückgang ausgingen, wurden zur Markteröffnung enorme Shortpositionen aufgebaut. Dummerweise war aber die erste Handelsminute gleichzeitig das Tagestief, da dieses Ereignis nach den Warnungen der letzten Tage schon in den Kursen enthalten war. Die Shortpositionen liefen also von Beginn an in den Verlust, sodass immer mehr Marktteilnehmer zum Rückkauf gezwungen wurden, was den Kursanstieg nur immer weiter trieb. Auch deshalb ist noch nicht klar, wie bedeutsam für die weitere Marktentwicklung dieser Tag war.


Es gibt eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen der Kursentwicklung jetzt und August – Oktober 1987, die der folgende Chart verdeutlicht, in dem ich die beiden Kursverläufe an dem Top-Tag Punkt 1 im August 1987 (rot) bzw. Januar 2022 (schwarz) übereinandergelegt habe:



Die darauf folgende strukturelle Entwicklung weicht nur maximal 2 Tage voneinander ab. An Punkt 2 gab es ein kleines Zwischenhoch. Punkt 3, der Zwischenboden vor einer größeren Erholung, war 1987 ein doppelter Boden, dessen Zentrum mit dem einfachen Boden 2022 zeitlich korreliert. Punkt 4 war das Top der folgenden deutlicheren Erholung.

Interessant ist nun Punkt 5, der sich 1987 auf zwei aufeinanderfolgende Tage aufteilte, während der analoge Vorgang jetzt innerhalb eines Tages stattfand: Zunächst wurde das Tief Punkt 3 durchbrochen, darauf gab es eine Intraday-Spitzkehre (wohl in beiden Fällen ein Short Squeeze), die über diese Tiefs zurückführte, wobei 1987 ein Tages-Minus blieb und erst am Folgetag wettgemacht wurde, diesmal noch am selben Tag.

An dieser Stelle sind wir nun. Was 1987 folgte, seht Ihr in dem Chart. Das heißt nicht, dass das diesmal ähnlich ablaufen muss. Aber es heißt, dass man damit rechnen muss, dass es ähnlich ablaufen kann.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Weia
Weia25.02.2215:58
Weia
die durchbrochenen Aufwärtstrends 2009 – 2016 gilt es nach wie vor zurückzuerobern
Ich hatte 2026 geschrieben – das war natürlich ein Vertipper …

Interessant für heute: Die etwas tiefer liegende dieser beiden Trendlinien steht heute bei 4319. Die beiden bisherigen Tageshochs im S&P 500 waren 4319,48 und 4319,34. Das ist also der Cliffhanger für heute: Kann der S&P 500 diese Linie überwinden oder testet er sie nur von unten an und prallt an ihr ab?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
MKL
MKL25.02.2217:08
Weia
Interessant für heute: Die etwas tiefer liegende dieser beiden Trendlinien steht heute bei 4319. Die beiden bisherigen Tageshochs im S&P 500 waren 4319,48 und 4319,34. Das ist also der Cliffhanger für heute: Kann der S&P 500 diese Linie überwinden oder testet er sie nur von unten an und prallt an ihr ab?

Die Linie hat er aktuell mit ca. 20 Punkten recht deutlich überschritten.
Daumen drücken, dass das so bleibt ...
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MKL
MKL25.02.2223:06
Am Tagesende dann mit 65 Punkten drüber - mehr als deutlich.

Also wohl zum Glück kein 1987 ...
0
Weia
Weia26.02.2208:23
MKL
Am Tagesende dann mit 65 Punkten drüber - mehr als deutlich.
Das stimmt. Auch war die Marktbreite mit 4,7:1 fast 5:1. So weit, so gut. Was mich allerdings stutzig macht, ist, dass der Index auf seinem Hoch geschlossen hat und es keinerlei Gewinnmitnahmen vor einem Wochenende inmitten einer politischen Krise gab. Ist da schon wieder oder immer noch zu viel Selbstgewissheit im Spiel?

Aber kaum ist der erste Cliffhanger bestanden, kommt der zweite: die höhere und ursprüngliche Aufwärtstrendlinie 2009 –2016, die heute den Kursanstieg stoppte. Und dazu gesellt sich Anfang nächster Woche auch noch die aktuelle Abwärtstrendlinie:


Also wohl zum Glück kein 1987 ...
Nicht zu früh freuen; 1 Tag bricht noch nicht die gesamte Analogie, zumal es ja damals auch zwei Tage waren, der zweite freilich nicht mit so einer guten Marktbreite wie diesmal.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
LEFI26.02.2208:55
Leider spielt hier weder der Ernst der aktuellen geopolitischen Lage noch die Innovationskraft Apple‘s eine Rolle.

Durch die baldige Annexion des grössten Landes Westeuropas durch eine korrupte Oligarchenklicke mit einem Größenwahnsinnigen an der Spitze, drohen unsere Demokratie und liberale Freiheiten, sowie unseren Wohlstand in den nächsten 5 - 10 Jahren zerstört zu werden.

Es wird bereits mit dem Einsatz von zunächst taktischen Atomwaffen gedroht, für den Fall dass sich Finnland und Schweden der NATO anschließen sollten.
Dabei hat insbesondere D mit der EU/GB dazu beigetragen, dass durch den Kauf fossiler Energien (Erdgas, Öl und Steinkohle) deren konventionelle Streitmacht auf ein Top-Niveau zu hieven.

Der BW hingegen fehlen allein 5 bis 10 Milliarden Euro nur für Munition.
Was die Abschreckungswirkung von Panzern angeht, die vor wenigen Jahren zunächst ausgemustert und dann wieder von Schrottplätzen zurück geholt dann wurden, um sie anschließend ein wenig mit Elektronik und neuer Kanone zu bestücken. Die Stärke der Panzerung aber unzureichend ist.
Immerhin konnten wir 5.000 Stahlhelme zur Untersuchung der Ukraine entbehren und zur Abholung in Polen bereitstellen.

Falls binnen Jahresfrist China auf die Idee käme, Taiwan zu Wasser und Luft zu blockieren, um seinen Herrschaftsbereich nunmehr auszuweiten, dann bin ich gespannt, wo Apple seine tollen Chips beziehen kann…

Sorry, musste ich (seit fast 38 Jahren Macs only) mal loswerden.
+4
Weia
Weia26.02.2215:53
LEFI
Durch die baldige Annexion des grössten Landes Westeuropas durch eine korrupte Oligarchenklicke mit einem Größenwahnsinnigen an der Spitze, drohen unsere Demokratie und liberale Freiheiten, sowie unseren Wohlstand in den nächsten 5 - 10 Jahren zerstört zu werden.
Sein Land, das im 2. Weltkrieg wie kein anderes unter der Invasion einer feindlichen Macht zu leiden hatte, vor einem Militärbündnis schützen zu wollen, dessen Führungsmacht in den letzten Jahrzehnten immer wieder andere Länder überfallen hat, macht einen zu einem Größenwahnsinnigen?

Was Putin jetzt tut, ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber dass er wie ein in die Enge getriebener Bär um sich schlägt, ist der NATO zu verdanken, die mit dem Hochmut des vermeintlichen Siegers der Geschichte ihn wiederholt auflaufen ließ und mit Spott überzog, als er um eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur warb, und stattdessen die Schlinge von NATO-Staaten um Russland immer enger zog.
Es wird bereits mit dem Einsatz von zunächst taktischen Atomwaffen gedroht, für den Fall dass sich Finnland und Schweden der NATO anschließen sollten.
Und, glaubst Du, die USA würden das anders machen, falls Mexiko aus irgendeiner Volte der Geschichte heraus dabei wäre, einem Militärbündnis unter Führung Russlands beizutreten? Was geschah denn 1962 in der Kuba-Krise?
Sorry, musste ich (seit fast 38 Jahren Macs only) mal loswerden.
Aber warum in diesem Thread?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
LEFI26.02.2218:56
Danke für die Beschäftigung mit meinem Post und Deine ausführlich dargelegte Meinung dazu. - Ehrlich gesagt, sie schockiert mich. Zunächst einmal gebe ich Dir recht, unsere atlantische Schutzmacht war leider ein schlechtes Vorbild in der Vergangenheit, auf das andere sich jetzt beziehen können.

Leider ist es WP und seinem Regime gelungen, seine wenig glaubhafte Darstellung von einer militärischen Bedrohung durch die NATO, mit div. Russland-Verstehern hoffähig zu machen.
Ein Angriff auf die RF und umgekehrt beinhaltet die Gefahr eines A-Kriegs und damit die mögliche Vernichtung der Welt.
Da die RF nicht nur die Bündnissituation von 1997 wiederhergestellt sehen will, sondern auch den Abzug der Amis samt A-Waffen aus Europa, dann wäre der Weg für WP frei, hier hegemoniale Macht auszuüben.

Aber ich glaube eher daran, dass es ihm nicht um eine Furcht vor einer militärischen Bedrohung geht, sondern um den Machterhalt, die er durch Demokratie, Rechtsstaat und persönliche Freiheiten seinem Staat gefährdet sieht, wenn sich die benachbarte Ukraine weiter in diese Richtung entwickelt hätte.
Hierzu ein sehr interessanter Artikel dazu
+5
Timeo Danaos26.02.2219:14
@LEFI Bewundernswert, wie ruhig Du diesen Unfug kommentieren kannst. Ich habe mir lange überlegt, was dazu zu schreiben, lasse das persönlich aber lieber. Darum danke für Deine Erwiderung.
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Weia
Weia26.02.2219:23
LEFI
Leider ist es WP und seinem Regime gelungen, seine wenig glaubhafte Darstellung von einer militärischen Bedrohung durch die NATO, mit div. Russland-Verstehern hoffähig zu machen.
Was daran wenig glaubhaft sein soll, erschließt sich mir nicht. Das Trauma des 2. Weltkriegs ist in Russland so lebendig wie in Deutschland.

Ohne ideologische Brille reicht ein Blick auf die Landkarte, um zu verstehen, warum Russland sich eingekreist fühlt. Mit ideologischer Brille kommt es freilich zu Ausdrücken wie Russland-Versteher, eine ähnlich perverse Verdrehung wie Gutmensch. Es ist nichts Negatives, ein guter Mensch sein zu wollen, und es ist auch nicht Negatives, sich in eine andere Nation hineinzuversetzen und sie verstehen zu wollen. Im Gegenteil, es wäre zur Deeskalation dringend nötig.
Hierzu ein sehr interessanter Artikel dazu
Naja, The Atlantic trägt bereits im Namen, parteiisch zu sein. Ich könnte Dir etliche seriöse Artikel mit der entgegengesetzten Perspektive verlinken. Aber ich glaube, das ist hier wirklich off-topic und wir sollten das auf sich beruhen lassen. Dass die Emotionen hochkochen gerade, ist ja verständlich.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia26.02.2219:29
Timeo Danaos
Bewundernswert, wie ruhig Du diesen Unfug kommentieren kannst. Ich habe mir lange überlegt, was dazu zu schreiben, lasse das persönlich aber lieber.
Hättest Du es tatsächlich lieber gelassen, hättest Du meine Argumente nicht schnell noch Unfug genannt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Timeo Danaos26.02.2219:36
Ich äffe damit nur Deine Rechtfertigung Putins nach, die Du ja selbst ausgeschlossen hattest.
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Timeo Danaos26.02.2219:43
Weia
Ohne ideologische Brille reicht ein Blick auf die Landkarte, um zu verstehen, warum Russland sich eingekreist fühlt.

Ich habe lange auf die Karte geschaut und glaube, das Problem jetzt analysiert zu haben: Es liegt eindeutig daran, dass die Erde eine Kugel ist. Mit Scheibe wäre das nie passiert!
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LEFI26.02.2223:25
Danke für Eure Antworten!
Bin hier schon eine Weile, würde Jesus sagen, am passiven Mitlesen und habe die Beiträge von Dir Weia gerne gelesen, da sie Kompetenz und Hilfsbereitschaft ausstrahlen. Daher hatte ich ein bestimmtes Bild im Kopf. Frau Wagenknecht, deren politischen Analysen ich bis vor kurzem meist gut fand, hat sich von ihrer WP Bewertung inzwischen distanziert.

Es ging mir nicht um einen politischen Diskurs, sondern es war der Versuch, einigen hier einen erweiterten Blick auf aktuelle Lage und mögliche Entwicklung zu lenken, weg von dem unbedeutenden Apple-Universum, der Jagd nach mehr Geld etc.
Ich war auch mal ein begeisterter Apple Jünger, der 1986 nach San Francisco zur MacWorld gepilgert ist und Fritz Borgstedt in Hamburg damals einen Schreibtisch geschenkt habe, da er gerade seinen 2. oder 3. Mitarbeiter eingestellt hatte, bevor er später Europas größter Apple Händler wurde.
Heute will Apple die Welt nicht mehr für die User verändern, sondern die Aktionäre und das Top-Management. Will sagen, ich verurteile nicht, wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, aus Informationen andere Schlüsse zieht.

Ruhe zu bewahren kann man lernen. Ich hatte die Gelegenheit dazu:
Übrigens war der Vietnamkrieg seinerzeit der Grund dafür, dass ich die BRD 1971 als „Republikflüchtling“ verlassen hatte und mich im europäischen Ausland ins politische Exil begeben mußte, da mir mein Grundrecht §§4, Abs.3 des GG zunächst verwehrt wurde.
Aber immerhin konnte nach später, aus der U-Haft heraus, vor dem Bundes-Verwaltungsgericht mein Recht erstreiten, auch wenn es mich 103 Tage meiner Freiheit und die Übernachtung in elf U-Anstalten und eine kostenlose Busreise mit schmalen Fenstern gekostet hat.
Gute Nacht!
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Griflet
Griflet26.02.2223:28
Weia
Ohne ideologische Brille reicht ein Blick auf die Landkarte, um zu verstehen, warum Russland sich eingekreist fühlt.

Wie kann man ein Land mit elf Zeitzonen einkreisen?
+6
Kerberos27.02.2200:37
Griflet
Weia
Ohne ideologische Brille reicht ein Blick auf die Landkarte, um zu verstehen, warum Russland sich eingekreist fühlt.

Wie kann man ein Land mit elf Zeitzonen einkreisen?
Es ist ja eine gefühlte Einkreisung. So wie Deutschland sich von Belgien eingekreist fühlen könnte
+2
Weia
Weia27.02.2200:50
LEFI
Bin hier schon eine Weile, würde Jesus sagen, am passiven Mitlesen und habe die Beiträge von Dir Weia gerne gelesen, da sie Kompetenz und Hilfsbereitschaft ausstrahlen. Daher hatte ich ein bestimmtes Bild im Kopf.
Und das ist jetzt zerstört, weil ich versuche, beide Seiten zu verstehen und das Schuld sind immer die anderen-Spiel nicht mitzuspielen? Lustig, aus meiner Sicht entspringen Kompetenz (so ich sie denn habe), die Bereitschaft zu helfen (die ich sicher habe) und der Versuch, umparteiisch und unvoreingenommen zu verstehen, derselben Haltung.
Frau Wagenknecht, deren politischen Analysen ich bis vor kurzem meist gut fand, hat sich von ihrer WP Bewertung inzwischen distanziert.
Sie hat, soweit ich weiß, ihre Einschätzung revidiert, Putin würde niemals tun, was er jetzt tut – da bleibt ihr ja auch gar nichts anderes übrig. Ich habe nicht mitbekommen, dass sie ihre Sicht widerrufen hätte, Russland habe legitime Sicherheitsinteressen und sie könne verstehen, dass es die bedroht sieht.

Hier gehen wie leider oftmals vier Verstehensbegriffe wild durcheinander:
  • 1. Verstehen im Sinne des emphatischen, mitfühlenden Verstehens
  • 2. Verstehen im Sinne der Nachvollziehbarkeit des logischen Kalküls, mit dem eine Handlung begründet wird
  • 3. Verstehen im Sinne der Nachvollziehbarkeit der psychologischen Mechanismen, die Menschen zu bestimmten Handlungen treiben
  • 4. Verstehen im Sinne des Rechtfertigens

Mir ging es hier um 1) bis 3), niemals um 4).

Timeo Danaos hat in seiner Kritik (wenn man das so nennen kann) an meinem Beitrag mindestens 3) und 4) durcheinandergewürfelt.

Von 3) könnte die Politik gerade mehr gebrauchen. Putin beißt um sich und was tut der Westen? Setzt bereits anberaumte Gespräche aus und erlässt Sanktionen. Das ist genau verkehrt herum. Putin wird aus seiner Mentalität und seiner jetzigen Lage heraus Druck niemals nachgeben, weil er dadurch das Gesicht verlieren würde (genauso wie westliche Politiker unter der Hand wohl gesagt haben, eine neutrale Ukraine mit Sicherheitsgarantien sei eigentlich eine gute Idee, die Nato können diesem Drängen Putins aber nicht nachgeben, da sie dann eben: nachgeben würde und somit das Gesicht verlieren). Ungebremst weiterverfolgt führt diese Logik aus mehr Druck wird mit mehr Gegendruck beantwortet ganz linear in den 3. Weltkrieg.

Ich weiß jetzt nicht, was Jesus zum Thema passives Mitlesen gesagt hat, aber das mit der Bergpredigt und dem Hinhalten der anderen Backe hat offenbar keines der sich christlich nennenden westlichen Länder kapiert – dabei wäre das, wenn man das Christentum auf einen Punkt reduzieren müsste, genau dieser.
Es ging mir nicht um einen politischen Diskurs, sondern es war der Versuch, einigen hier einen erweiterten Blick auf aktuelle Lage und mögliche Entwicklung zu lenken, weg von dem unbedeutenden Apple-Universum, der Jagd nach mehr Geld etc.
Es ist schon klar, dass, falls AAPL auf 11$ fallen sollte, was eine Langfristanalyse des Charts als Möglichkeit nahelegt (zusammen mit einem S&P 500 bei 600), das nicht wegen mangelnder Produktqualität oder gierigem Management geschehen wird, sondern wegen einer globalen Katastrophe.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia27.02.2201:04
Griflet
Weia
Ohne ideologische Brille reicht ein Blick auf die Landkarte, um zu verstehen, warum Russland sich eingekreist fühlt.
Wie kann man ein Land mit elf Zeitzonen einkreisen?
Es geht nur um eine Zeitzone, die, in der das Herz Russlands schlägt, in St. Petersburg und Moskau. Die liegen beide wenige Hundert Kilometer von den jetzigen bzw. antizipierten NATO-Staaten entfernt und sind dann eingekreist von NATO, Meer und der Ödnis des russischen Hinterlandes.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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LEFI27.02.2209:01
Sorry, kleines Missverständnis.
Wollte einen Bezug auf die Dauer meines Mitlesens herstellen, wo mal der biblische Begriff „eine Weile“ für ewig stand…

Weia, schade fand ich, dass Du meinen Artikel-Link schon aufgrund des Herausgebers als einseitig verworfen hast. Es ist nicht leicht, unser Weltbild bzw. Meinung ggf. kritisch zu hinterfragen, wenn man sich angegriffen fühlt.

Übrigens gibt es auf ARTE eine sehenswerte WP Biographie. Auch die Lanz-Sendung vom Freitag im ZDF kann ich ausnahmsweise empfehlen.

Übrigens ich möchte heute weder in der Haut von Navalny noch in der von Julian Asange stecken. Ach ja, auch nicht in der Haut eines Uiguren.
Es reicht mir schon, Zuschauer eines Massakers der Russen an dem Ukrainischen Volk zu sein.

Um mal wieder auf das Thema des Forums zu kommen.
Heute Morgen ist mir eingefallen das Ihr ja wahrscheinlich nicht nur Apple User, sondern auch Apple Aktionäre seid.

Obwohl ich in der Rückschau auf meinen Apple Gerätekonsum der letzten 38 Jahre mir machmal gewünscht hatte, statt eines A-Devices, lieber Aktien von Apple gekauft zu haben, bin ich meiner Linie treu geblieben, dieser Versuchung bis heute zu widerstehen, um einen Gewissenskonflikt zu vermeiden: Apple öffentlich zu preisen, damit mein Aktienkurs keinen schaden nimmt!
I love You all !
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thomas b.
thomas b.27.02.2211:28
Leute, ihr driftet ab, das ist hier der Apple-Aktien Thread. Macht doch bitte unter Off Topic oder woanders weiter.
+3
pünktchen
pünktchen27.02.2211:53
Weia
Aber dass er wie ein in die Enge getriebener Bär um sich schlägt, ist der NATO zu verdanken, die mit dem Hochmut des vermeintlichen Siegers der Geschichte ihn wiederholt auflaufen ließ und mit Spott überzog, als er um eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur warb, und stattdessen die Schlinge von NATO-Staaten um Russland immer enger zog.

Was für ein kontrafaktischer Schwachsinn.
+7
Florian Lehmann27.02.2214:19
thomas b.
Leute, ihr driftet ab, das ist hier der Apple-Aktien Thread. Macht doch bitte unter Off Topic oder woanders weiter.

In Ausnahmesituationen, kann der Thread auch gekapert werden. Dann aber immer nur bis zum Monatsende.
Und zu VP: Konnte er es sich nicht während seiner Rede im Deutschen Bundestag auch vorstellen, selbst in die NATO einzutreten? Oder war dieses Statement erst später?
So, VP erhöht die Alarmbereitschaft seiner Nukes. Kann es sein, dass er an Altersstarrsinn leidet und er sich in mitten seines körperlichen und geistigen Zerfalls befindet?
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Weia
Weia27.02.2214:38
pünktchen
Was für ein kontrafaktischer Schwachsinn.
Kannst Du auch Argumente austauschen?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia27.02.2218:32
Florian Lehmann
Und zu VP: Konnte er es sich nicht während seiner Rede im Deutschen Bundestag auch vorstellen, selbst in die NATO einzutreten?
Yep. Aber da diejenigen, die diesen Vladimir Putin konsequent aus ihrem historischen Gedächtnis ausblenden, sich nur mit ausgefeilten Argumenten wie Unfug und kontrafaktischer Schwachsinn zu Wort melden, wird dies mein letzter Beitrag zu diesem Thema hier im Forum sein.

PS: Helmut Kohl ist oft vorgehalten worden, die Wiedervereinigung sei ja gar keine Leistung von ihm, sondern ihm in den Schoß gefallen. Im Vergleich sieht man, dass es eben doch eine historische Leistung von ihm war, das Zeitfenster zur Wiedervereinigung, das sicher noch viel kleiner war als das zur Versöhnung mit Russland, entschlossen genutzt zu haben. Hätten die Anfang der 2000er Verantwortlichen ähnlich entschlossen die Gelegenheit, die sich aus der Offerte Putins ergab, beim Schopf gepackt, wäre die Situation heute eine völlig andere.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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pünktchen
pünktchen28.02.2210:48
Von dir kam doch auch kein Argument für deine Thesen aus einem historischem Paralleluniversum. Versöhnung mit Russland, was gab es denn bitte zum Versöhnen? Das macht doch nur Sinn wenn man sich vorher die Birne eingeschlagen hat. Das war aber nicht der Fall, die von die eingeforderte europäische Sicherheitsarchitektur war auf einem gutem Weg bis Putin an die Macht kam und die russische Politik auf Imperialismus umgestellt hat. Und das war eben keine Reaktion auf irgendeine Umzingelung durch die Nato sondern auf dem Phantomschmerz einer nationalen Demütigung durch der laut Putin grössten Katastrophe des 20 Jahrhunderts, der Auflösung der Sowjetunion. Einem eingebildeten nationalem Verlust, eingebildet da es ja nie als national russisches Reich existierte sondern als multiethnische Sowjetunion und als ebenso multiethnisches Zarenreich.
+10
LEFI28.02.2215:27
Dabei geht es nicht mal um Sicherheitsbedürfnisse der Russen, sondern um das Sicherheitsbedürfnis eines Russen und seiner Entourage von ca. 50 Leuten, die Land sowie Bevölkerung skrupellos ausrauben, gesichert durch Geheimdienste, Polizei, Mordkommandos und einer hochmodernen Armee;
denn wenn sich durch echte Wahlen die Machtverhältnisse verändern würden, landen diese Verbrecher ggf. hinter Schwedischen Gardinen, bestenfalls.

Sorry, jetzt den sogenannten Westen dafür verantwortlich zu machen, dass er ein Zeitfenster nicht genutzt hat, ist eine der Thesen, die gestern noch im Bundestag von der AfD und jetzt abgeschwächt von den Linken vorgetragen wurde. Leider werden solche Erzählungen via Facebook, Zeitungskommentaren aus der Trollfabrik in St, Petersburg, RT und einigen Politikern in ihrem Antiamerikanismus oder aus finanziellen Interessen seit Jahren, wie ich auch hier lesen mußte, vorgetragen.
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LEFI28.02.2215:38
Übrigens, was das aktuelle Blutvergiessen jetzt noch diplomatisch stoppen könnte, wäre Druck von China im UN Sicherheitsrat.

Im Falle einer Solidarisierung Xi‘s mit dem Aggressor, werde ich keine Apple-Produkte aus chinesischer Fertigung mehr kaufen ! Also jetzt mal auf fallende Kurse setzen 😎
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ww
ww28.02.2216:18
LEFI
Übrigens, was das aktuelle Blutvergiessen jetzt noch diplomatisch stoppen könnte, wäre Druck von China im UN Sicherheitsrat.

Im Falle einer Solidarisierung Xi‘s mit dem Aggressor, werde ich keine Apple-Produkte aus chinesischer Fertigung mehr kaufen ! Also jetzt mal auf fallende Kurse setzen 😎

Vergiss China - die sind keinen Deut besser. Die wollen Taiwan.

Ich hoffe die können jetzt live mitverfolgen wie hoch der Preis sein kann.
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odi141028.02.2217:49
ww
LEFI
Übrigens, was das aktuelle Blutvergiessen jetzt noch diplomatisch stoppen könnte, wäre Druck von China im UN Sicherheitsrat.

Im Falle einer Solidarisierung Xi‘s mit dem Aggressor, werde ich keine Apple-Produkte aus chinesischer Fertigung mehr kaufen ! Also jetzt mal auf fallende Kurse setzen 😎

Vergiss China - die sind keinen Deut besser. Die wollen Taiwan.

Ich hoffe die können jetzt live mitverfolgen wie hoch der Preis sein kann.

China wird sich Taiwan holen. Daran gibt es keinen Zweifel. Die Rhetorik seitens Chinas ist eindeutig. Frage ist nur in einem, fünf, oder X Jahren? Je länger es dauert, desto geringer wird auch der wirtschaftliche Preis sein, da man sich bereits darauf vorbereitet. Die wichtigere Frage wird dann jedoch sein, wie der Rest der Welt reagiert?
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