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Der Apple-Aktien-Thread [April 2022]

Florian Lehmann01.04.2211:39
Staffelstab angenommen: Willkommen im April!
Ich hätte nicht gedacht, dass AAPL so fulminant zurückkommt. Der März war ein sehr guter Monat für unsere lieb gewonnen Aktie. Seit 2010 das erste Mal 11 Tage in Folge GRÜN! Mit einem Zugewinn von >$400 Milliarden!
Ich freue mich auf die Quartalszahlen und bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Kann mir aber gut vorstellen, dass daraufhin ein Abverkauf stattfinden wird!

Die Diskussion für den April ist hiermit eröffnet.
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Kommentare

MKL
MKL22.04.2222:16
Ja, passiert denn da im Markt seit gestern? Nach der starken Eröffnung ging es ja grüner AAPL und S&P jeweils 5,3% bergab.
Wo kommt denn auf einmal so eine Schwäche her? Nur wegen der Angst vor höheren Zinsen der FED, wohl kaum.
Generell ist der Markt ja sehr unentschlossen. Mal länger hoch, dann wieder steil runter.
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Weia
Weia23.04.2214:39
Ojemine! Diesmal ist es mir passiert, den Thread für den (mittlerweile gar nicht mehr) neuen Monat nicht bemerkt zu haben, weil er offenbar aus der Seitenleiste rutschte, bevor ich ihn sah, und dann bis gestern nicht mehr hoch kam. (Wobei mich in diesen turbulenten Zeiten der Mangel an Wortmeldungen eher erstaunt.)

Aus irgendwelchen Gründen kam ich einfach nicht auf die Idee, mal in der ausführlichen Forenübersicht nachzusehen, und da ich nicht Alleinunterhalter spielen wollte, habe ich dann auch nichts mehr gepostet, obwohl es ja Etliches zu analysieren gegeben hätte. Sorry.

Ich hoffe, ich finde am Wochenende noch Zeit zu einer ausführlichen Analyse mit Charts (kann das aber im Moment noch nicht versprechen).

MKL
Wo kommt denn auf einmal so eine Schwäche her? Nur wegen der Angst vor höheren Zinsen der FED, wohl kaum.
Dieses Erstaunen erstaunt mich.

Ich meine, hätte ich die letzten Jahre auf einer einsamen Insel verbracht, würde nun zurückkehren und erfahren, dass
  • der gesamte Prozess der Globalisierung der letzten Jahrzehnten, der enorme Produktivitätssteigerungen mit sich brachte, in Form von zusammenbrechenden Lieferketten und politischem Isolationismus im Kern bedroht ist
  • die höchste Gefahr seit 60 Jahren (Kuba-Krise) für einen kriegerischen Flächenbrand besteht
  • der Ukraine-Krieg Energie- und Nahrungsmittelversorgung bedroht
  • die Notenbanken nicht, wie die letzten 35 Jahre stets, die multiplen Krisen mit Liquidität abfedern können, sondern ganz im Gegenteil dem Markt Liquidität entziehen müssen, da es die höchste Inflationsrate seit Jahrzehnten gibt
dann würde ich erwarten, dass der S&P 500 bei 1500 steht und mir verwundert die Augen reiben, wenn er noch bei über 4200 notiert.

Im übrigen, Nur wegen der Angst vor höheren Zinsen ist gut. 🤪 Bekanntlich wird der Markt von 3 Faktoren beeinflusst: den Zinsen, den Zinsen und den Zinsen.

Falls Du dich auf den Zeitpunkt bzw. den plötzlichen Sinneswandel bei gleichbleibender Datenlage beziehst: das ist reine Psychologie. Menschen brauchen meist eine gewisse Zeit, um eine neue Situation in ihrer Tragweite zu erfassen. Zunächst lassen sie, aus einem Moment der Trägheit von Erfahrungswissen (bisher war es immer so …) und aus Selbstschutz, die neuen Gegebenheiten nicht völlig an sich heran, aber irgendwann macht es schnack. Diesmal war der Aha-Moment die Äußerung eines Notenbankers, der nur gesagt hat, was man wusste, aber für viele halt einmal zu viel, um es noch verdrängen zu können.

Ich habe ja wiederholt von den immer wiederkehrenden strukturellen Mustern des Markts (über die verschiedensten Zeitebenen hinweg) gesprochen; ganz plakativ und vereinfacht gesprochen, dass Bewegungen in Richtung des übergeordneten Trends aus 3 Schüben in Trendrichtung (unterbrochen durch 2 Korrekturen) bestehen, Bewegungen gegen den Trend aber nur aus 2.

Diese Schübe haben natürlich ein bestimmtes psychologisches Korrelat.

Am Beispiel einer Aufwärtsbewegung und schematisch vereinfacht:
  • Der 1. Aufwärtsschub entsteht, weil sich die vorangegangene Abwärtsbewegung „erschöpft“ hat (wer einen Verkauf überhaupt in Erwägung zog, hat verkauft) und die besonders Cleveren, die als erste die kommende Aufwärtsbewegung antizipieren, zu kaufen beginnen. Diesem Schub wird naturgemäß mehrheitlich Skepsis entgegengebracht (oft können Marktbeobachter sich überhaupt noch keinen Reim darauf machen, wieso es zu dieser Aufwärtsbewegung kam). Diese Skepsis entlädt sich sich in der 1. Abwärtskorrektur.
  • Der 2. Aufwärtsschub entsteht, weil die Abwärtskorrektur nicht wie erwartet in einer Wiederaufnahme des vorherigen Abwärtstrends mündete, sondern vorher versandete. Jetzt realisieren deutlich mehr Marktteilnehmer, dass der Trend womöglich nach oben gedreht hat und steigen ein. Der 2. Schub ist daher (nicht immer, aber typischerweise) der ausgeprägteste, stärkste und längste Schub, der Schub, in dem viele Marktbeobachter die Lage erkennen und entsprechend handeln. Der Markt wird dadurch teils stark überkauft, so dass schließlich die 2. Abwärtskorrektur erfolgt.
  • Der 3. Aufwärtsschub schließlich wird getragen von den „Milchmädchen“, den Kleinanlegern, die den Markt nur am Rande verfolgen und jetzt erst durch Funk & Fernsehen mitbekommen, dass er steigt, beziehungsweise sich nicht getraut haben, in der 1. Abwärtskorrektur einzusteigen, seitdem damit hadern und wild entschlossen sind, es diesmal aber richtig zu machen. Der 3. Aufwärtsschub ist daher durch Übertreibungen gekennzeichnet.
Mit diesen Übertreibungen ist die gesamte Aufwärtsbewegung beendet, die natürlich – fraktaer Charakter des Marktes – wiederum einen Aufwärtsschub einer übergeordneten Bewegung darstellt, der nach Abschluss des Schubs korrigiert wird. Diese Korrektur nimmt oftmals den gesamten 3. Aufwärtsschub zurück, weswegen diejenigen, die in diesem letzten Schub gekauft haben, oftmals mit Verlusten wieder aus dem Markt ausscheiden.

Und das Ganze gilt spiegelbildlich natürlich genauso für Abwärtsbewegungen.

Wenn der Markt – was zunehmend wahrscheinlicher wird – Anfang Januar das Top gebildet hat, dann ist die am Donnerstag begonnene Abwärtsbewegung vermutlich gleich auf mehreren Zeitebenen ein 2. Abwärtsschub. Wenn das so ist, kann es im Extremfall noch Wochen so weitergehen wie die letzten beiden Tage.

Ich hoffe, dass ich die Zeit finde, das in Charts zu illustrieren.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
MKL
MKL23.04.2216:03
Weia
Falls Du dich auf den Zeitpunkt bzw. den plötzlichen Sinneswandel bei gleichbleibender Datenlage beziehst: das ist reine Psychologie. Menschen brauchen meist eine gewisse Zeit, um eine neue Situation in ihrer Tragweite zu erfassen.

Genau das meinte ich. Denn dass die Gesamtsituation - mindestens seit dem russischen Angriff vor knapp 2 Monaten - nicht rosig aussieht und dann ja auch Corona in den letzten zwei Jahren für ordentliche Unruhe in der Wirtschaft bzw der gesamten Welt gesorgt hat, ist ja nicht neu.
Weia

Ich hoffe, dass ich die Zeit finde, das in Charts zu illustrieren.
Ich bin gespannt. Vielen Dank schon mal dafür.
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Weia
Weia25.04.2201:06
So, nun noch konkreter mit Charts.

Ich will mich zunächst mal auf die angesprochene strukturelle Analyse konzentrieren. Nochmals zur Einordnung: Solch eine Analyse allein hilft wenig, da sie fast immer verschiedene Szenarien der weiteren Entwicklung erlaubt. Man muss sie daher mit Trendlinien und technischen Indikatoren für eine komplette Analyse kombinieren. Aber – ich habe das Bild schon früher benutzt – sie bietet eine Art Stadtplan, auf dem der Gendarm sehen kann, welche Fluchtwege dem Räuber überhaupt zur Verfügung stehen, dahingestellt, welchen davon er dann wählt.

Und noch zwei Bemerkungen zur Praxis: Im Idealfall dürfen sich die 3 Schübe in Richtung des übergeordneten Trends nicht überlappen, nicht einmal intraday. Das ist während der Bewegung oft ein wertvoller, aber halt nicht 100% sicherer Hinweis für die Analyse der Bewegung. Ist die Bewegung aber abgeschlossen und ist am besten interpretierbar, wenn es minimale Überlappungen gibt, so sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst; immerhin handelt es sich hier nicht um Naturwissenschaften, sondern um statistische Analysen sozialen Handelns. Insbesondere Intraday-Bewegungen übertreiben durch den Computerhandel leicht und die Extremwerte werden oft nur für ein paar Sekunden erreicht. In seltenen Fällen könnte man auch eine Überlappung auf Schlusskursbasis für einen Tag gelten lassen.

Und zweitens, man darf sich durch die extrem simple Korrektur-Struktur mit 2 Schüben nicht blenden lassen, denn faktisch können Korrekturen beliebig kompliziert werden, in dem sich mehrere 2-schübige Bewegungen fraktal verketten.

Hier nun ein Stundenchart des S&P 500 seit Ende letzten Jahres mit eingezeichnet Struktur:



Wenn auch noch nicht definitiv klar ist, dass Punkt 0 das Top ist, so ist währenddessen doch sicher, dass es zumindest ein mittelfristiges Top ist. An dieser dieser Stelle beginnt strukturell also ein neuer Abschnitt, ab dem wir mit der Analyse beginnen können.

Es ist klar, dass die Bewegung von Punkt 0 zu Punkt 1 einen kompletter Abwärtsschub darstellt (neue Tiefs und neue Hoch liegen immer tiefer als die vorangegangenen; das ändert sich nach Punkt 1). Mit den dünneren Linien skizziert sind auch die untergeordneten Teilschübe, die für sich wieder eine komplette Struktur bilden.

So wie eingezeichnet besteht der komplette Abwärtsschub also bilderbuchmäßig aus drei Abwärtsschüben auf der Strukturebene darunter, unterbrochen durch zwei Aufwärtskorrekturen, wobei der 2. Abwärtsschub der längste ist, was wie gesagt typisch ist. (Diese Bewegungen bestehen natürlich ihrerseits wieder aus entsprechenden Schüben auf einer weiteren Ebene darunter, das habe ich der Lesbarkeit halber aber nicht mehr eingezeichnet.)

Das Problem ist nun eben, wie eingangs besprochen, dass bei der sehr klar erscheinenden Struktur der Bewegung von Punkt 0 zu Punkt 1 Punkt a und Punkt d sich intraday minimal überlappen, was idealiter nicht sein dürfte.

Wenn man also so päpstlich wie der Papst ist, dann kann das keine 3-schübige Bewegung sein, sondern nur 2 verkettete 2-schübige.

Gäbe es diese minimale Überlappung nicht, so wäre diese Abwärtsbewegung ohne Zweifel 3-schübig und wir könnten im Rahmen der Theorie sicher sein, dass damit eine neue Trendrichtung – abwärts – eingeläutet wurde und mindestens ein zweiter Abwärtsschub auf oberster Ebene bevorsteht, der unter Punkt 1 fallen muss.

So aber können wir nicht ausschließen, dass die Bewegung von Punkt 0 bis Punkt 1 eine komplexe Korrekturbewegung war, die mit Punkt 1 bereits abgeschlossen ist. In diesem Fall bliebe das Tief in Punkt 1 unangetastet und der Markt befände sich bereits auf dem Weg zu neuen Hochs.

Die auf die abgeschlossene Abwärtsbewegung von Punkt 0 zu Punkt 1 folgende Aufwärtsbewegung von Punkt 1 zu Punkt 2 lässt das allerdings äußerst unwahrscheinlich erscheinen, denn diese Bewegung ist ohne jeden Zweifel 2-schübig. Das heißt, die Aufwärtsbewegung ist eine Korrekturbewegung und der korrigierte Haupttrend also weiterhin eine Abwärtsbewegung.

Trotz der Unsicherheit über das Wesen des Abwärtsschubes von Punkt 0 zu Punkt 1 bleibt also in der Gesamtschau die deutlich wahrscheinlichere Variante, dass der Markt sich nach wie vor in einem übergeordneten Abwärtstrend befindet.

Das würde jedenfalls bedeuten, dass das Tief an Punkt 1 unterboten wird. Dafür gibt es aber 2 mögliche Szenerien:
  • Szenario 1: Die Abwärtsbewegung, die unter Punkt 1 führt, ist der 2. Korrekturschub einer an Punkt 0 begonnenen Abwärtskorrektur. In diesem Fall sollte sich der Markt relativ bald nach Unterschreiten von Punkt 1 fangen können und in Richtung neue Hochs wenden.
  • Szenario 2: Die Abwärtsbewegung, die unter Punkt 1 führt, ist der 2. Abwärtsschub einer insgesamt 3-schübigen Abwärtsbewegung, die den neuen Haupttrend bildet und also nach einer 2. Aufwärtskorrektur in einem 3. Abwärtsschub erneut neue Tiefs macht. Nach deren Aufwärtskorrektur auf übergeordneter Ebene ginge es dann, da die Abwärtsbewegung 3-schübg war, weiter nach unten.

Das 2. Szenario ist also das wahrhaft gefährliche. Dessen Wahrscheinlichkeit kennen wir noch nicht genau, aber die nächsten Tage dürften zumindest Hinweise bringen. Denn der 1. Teilschub der Abwärtsbewegung ab Punkt 2 ist je bereits abgeschlossen in Punkt I.

Ist die gesamte Abwärtsbewegung ab Punkt 0 3-schübig, so ist der 2. Abwärtsschub wie gesagt typischerweise der ausgeprägteste; in diesem befindet sich der Markt jetzt seit Punkt 2. Und da der 1. Abwärtsschub dieses 2. Abwärtsschubes ebenfalls bereits abgeschlossen ist und korrigiert wurde zu Punkt II, müsste ab PunktII der 2. Abwärtsschub vom 2. Abwärtsschub beginnen oder anders ausgedrückt der steilste Teil vom steilsten Teil.

Wenn das das gültige Szenario ist, müssten wir also jetzt eine wasserfallartige Bewegung nach unten bekommen. Donnerstag und Freitag treffen auf diese Beschreibung sicherlich zu. Wenn das so weitergeht, wäre das ein starkes Indiz für Szenario 2 und damit für eine noch viel länger anhaltende Abwärtsbewegung seit Punkt 0. Das wiederum würde die Wahrscheinlichkeit steigern, dass Punkt 0 das Top ist.


Was, wenn der Markt den deutlich weniger wahrscheinlichen Weg wählt und die Bewegung von Punkt 0 zu Punkt 1 eine bereits abgeschlossene Abwärtskorrektur war?

Falls in diesem Falle der S&P 500 sich in der jetzigen Region fängt und nach oben wendet, ergäbe sich im Chart eine ungemein bullish ausschauende Kopf-Schulter-Bodenformation:



(Ich habe vergessen, den Kopf zu benennen, aber ich glaube, Ihr erkennt ihn.)

Die Kopf-Schulter-Formation ist die zuverlässigste Chartformation überhaupt. Sollte der S&P 500 wenden und die Nackenlinie übersteigen können, so wäre das Kursziel die Strecke vom Kopf zur Nackenlinie verdoppelt. Das würde den S&P 500 deutlich über den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals hinauskatapultieren. Von den Wahrscheinlichkeiten her ist das wohl ein feuchter Traum der Bullen, aber aufgrund der enormen Konsequenzen im Auge behalten muss man dieses Szenario. Schon die nächste Tage könnten diesbezüglich eine Entscheidung bringen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+7
Weia
Weia25.04.2201:26
Und hier noch kurz die üblichen Charts:

S&P 500 (Tageschart)



Nachdem der S&P 500 es am 16. März geschafft hatte, aus dem Abwärtstrend seit dem Top (dünne rote Linie vom 4. Januar ausgehend) auszubrechen, schien es kein Halten zu geben. Das ganze Cluster von Unterstützungen, die nach dem Durchbruch nach unten zu Widerständen wurden, konnte er überwinden, als gäbe es sie nicht.

Solche rasanten Rallies sind typisch für Bärenmärkte. Sie entstehen in Windeseile und vergehen genauso schnell wieder. Mittlerweile hat der S&P 500 alle Unterstützungslinien des Clusters erneut nach unten durchbrochen (das Tief vom letzten Oktober nur knapp).

Bei AAPL (Tageschart) ist es nicht viel anders:



Auch hier wurden alle ehemaligen Unterstützungs-, nun Widerstandslinien nach oben durchbrochen und der Aufwärtstrend 2003 – 2016 für kurze Zeit zurückerobert, nur um danach wieder darunter zurückzufallen in den Abwärtstrend seit dem 4. Januar.
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+7
Weia
Weia25.04.2216:14
AAPL ist heute bis zum 200-Tagesdurchschnitt (159,04$) gefallen, wo sich auch noch zwei Unterstützungslinien (die ich leider nicht in den Chart eingezeichnet habe) befinden. Wenn kurzfristiges Tief für AAPL, dann jetzt.
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+1
MKL
MKL25.04.2219:23
Und wenn mich ich nicht täusche, hat die AD-Linie heute auch das Tief vom Mitte März unterschritten - sicherlich auch kein gutes Zeichen, oder?
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Weia
Weia25.04.2220:47
MKL
Und wenn mich ich nicht täusche, hat die AD-Linie heute auch das Tief vom Mitte März unterschritten
Hatte Siena der durch die Erholung ist sie stand jetzt knapp drüber.
sicherlich auch kein gutes Zeichen, oder?
Definitiv nicht. Das würde die Wahrscheinlichkeit für ein neues Tief des S&P 500 massiv erhöhen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia25.04.2220:59
Weia
Hatte Siena der durch die Erholung ist sie stand jetzt knapp drüber.
Au Mann, was ist denn das für ein Korrektur-Murks?!? Das erkennt man ja kaum noch und ich hab’s irgendwie übersehen.

Also, sollte heißen:

Hatte sie, aber durch die Erholung ist sie Stand jetzt knapp drüber.

Sorry.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
doggda
doggda26.04.2217:01
Hallo , Weia, schön das du hier wieder Analysierst. Der Punkt 1 liegt ungefähr bei 4130 Punkten ?
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Weia
Weia26.04.2217:07
doggda
Der Punkt 1 liegt ungefähr bei 4130 Punkten ?
4114,65
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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MKL
MKL27.04.2207:59
Weia
Hatte sie, aber durch die Erholung ist sie Stand jetzt knapp drüber.

Jetzt hat die AD-Linie ein klares neues 12-Monats-Tief gemacht.
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torgem28.04.2222:49
Starke Zahlen trotz schwierigem Umfeld. Mac erwartungsgemäß stark und ich würde denken mit weiterem Potenzial mit neuem MacBook (Air).

Lese ich richtig, Dividende steigt um 1 Cent ?
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
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thomas b.
thomas b.28.04.2222:58
torgem
Starke Zahlen trotz schwierigem Umfeld. Mac erwartungsgemäß stark und ich würde denken mit weiterem Potenzial mit neuem MacBook (Air).

Lese ich richtig, Dividende steigt um 1 Cent ?

Ja, hast du richtig gelesen:

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torgem29.04.2222:35
Wow, da zieht jemand vor dem Mai die Notbremse
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
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Weia
Weia30.04.2202:13
Der S&P 500 hat heute 10 Punkte vom Jahrestief entfernt geschlossen; bei der gegenwärtigen Volatilität ist das so gut wie erreicht.

Überraschend ist das nicht; die Advance-Decline-Linie hatte es durch das von MKL erwähnte neue Tief bereits angekündigt.

Das ohnehin unwahrscheinliche Szenario mit der Kopf-Schulter-Formation ist damit ausgeschieden.

Es bleiben nun im Prinzip noch zwei Szenerien übrig. Hier ist ein aktualisierter Stundenchart des S&P 500 mit der eingezeichneten Struktur:



Die Abwärtsbewegung ab Punkt 2 ist mit ihren 3 Abwärtsschüben nunmehr auch vollständig (der letzte Schub wird vermutlich zumindest noch die 10 Punkte bis zum Jahrestief laufen).

Dann gibt es grundsätzlich, wie schon angesprochen, 2 Möglichkeiten:

Entweder die Bewegung von Punkt 2 bis zu Punkt X ist der gesamte 2. Abwärtsschub auf der obersten Strukturebene. Dann kann es keinen 3. Abwärtsschub geben, denn die nun (nach 3 Abwärtsschüben) anstehende Aufwärtskorrektur würde klarerweise mit Punkt 1 überlappen, was ja nicht sein darf.

Es bliebe also bei einer Abwärtsbewegung mit 2 Schüben und die wäre somit eine Korrekturbewegung im übergeordneten Aufwärtstrend, der nunmehr wieder aufgenommen wird. Die mittlerweile durch die Bank pessimistische Stimmung und auch andere stark überverkaufte technische Indikatoren stützen diese Interpretation, da ihnen gemäß eine starke Aufwärtsbewegung unmittelbar vor der Tür stehen müsste.

Andererseits müsste sie das laut dieser Indikatoren schon seit einiger Zeit, aber bislang gab es nur „Fehlzündungen“ und Bullenfallen. Das kann man selbst als Indikation nutzen: Wenn der Markt laut diverser Indikatoren steigen müsste, es aber partout nicht tut, so ist das ein Indiz dafür, dass der Markt zu einem (stark nach unten hängenden) Bärenmarkt geworden ist.

Das führt uns zum zweiten Szenario: Die Bewegung von Punkt 2 zu Punkt X ist gar nicht der gesamte 2. Abwärtschub, sondern nur der 1. Abwärtsschub (auf untergeordneter Strukturebene) des 2. Abwärtsschubes. Dann würde nach einer Aufwärtskorrektur, so sie denn an dieser Stelle kommt, der 2. Abwärtsschub des 2. Abwärtsschubes beginnen, wobei wie gesagt die 2. Abwärtsschübe meist die stärksten sind.

Da der 1. Abwärtsschub des 2. Abwärtsschubes, ab Punkt 2, bereits etwa 500 Punkte umfasste, dürfte der 2. Abwärtsschub eher mehr als 750 Punkte umfassen. Und dann käme noch der 3. Abwärtsschub … Mit anderen Worten, in diesem zweiten Szenario stünde uns noch eine Abwärtsbewegung von 1000 bis 2000 Punkten bevor, also definitiv ein Bärenmarkt.

Die strukturelle Entwicklung der nächsten Wochen, möglicherweise sogar nur Tage – im Prinzip die Frage, ob sich der S&P 500 in der Region um das vorangegangene Tief halten kann –, wird also eine wesentliche Weichenstellung für einen längeren Zeitraum darstellen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
doggda
doggda02.05.2214:15
s&P 500 bei 4118...
+1
MKL
MKL02.05.2218:27
doggda
s&P 500 bei 4118...

Er war mittlerweile schon bei 4.105 - also unter dem Punkt 1 ...
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MKL
MKL02.05.2222:17
MKL
Mit Tief heute bei 4.061 - danach aber Rebound in der letzten Handelsstunde um 80 Punkte bzw 2%.
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Weia
Weia02.05.2222:59
MKL
Mit Tief heute bei 4.061 - danach aber Rebound in der letzten Handelsstunde um 80 Punkte bzw 2%.
Yep, das heutige Tief dürfte mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Punkt X gewesen sein, wie besprochen.

Wenn dem so ist, sollte die am heutigen Tief begonnene Aufwärtsbewegung noch mehrere Tage (natürlich unter Schwankungen) andauern. Und dann wird sich die wie geschildert entscheidende Frage beantworten:

Übersteigt diese Aufwärtsbewegung Punkt 2, so ist die Abwärtsbewegung seit Punkt 0 abgeschlossen, weil eine Aufwärtskorrektur nur des Abwärtsschubes seit Punkt 2 ja nicht mehr als 100% korrigieren, also Punkt 2 nicht überschreiten darf, sodass es sich um eine Aufwärtskorrektur der Gesamtbewegung seit Punkt 0 handeln muss, und da diese Gesamtbewegung dann klar zweischübig ist, handelte es sich um eine Abwärtskorrektur der Aufwärtsbewegung bis Punkt 0; die heute gestartete Aufwärtsbewegung wäre dann de facto keine Korrekturbewegung, sondern ein neuer Aufwärtsschub auf neue Allzeithochs oder schlimmstenfalls Teil einer komplexeren, fraktal zusammengesetzten Abwärtskorrektur, die erst später, dann aber ebenso, zu einem neuen Allzeithoch führen wird.

Endet diese Aufwärtsbewegung aber unter Punkt 2 und fällt dann unter Punkt X, so war die Abwärtsbewegung von Punkt 2 zu Punkt X nur der erste Subschub der drei Subschübe des Abwärtsschubs seit Punkt 2. Es ginge dann nach einer Unterbrechung noch viel weiter nach unten, d.h. definitiv Bärenmarkt. Die ersten plausiblen Kursziele wären in diesem Falle 3500 (rote Linie), 2800 (Aufwärtstrend 2009 – 2020 und 2200 (Corona-Tief).

Also strukturell ziemlich klare Alternativen. Die technische Situation ist wegen der pessimistischen Stimmungsindikatoren, die normalerweise zu einem größeren Kursanstieg führen sollten, kompliziert, spricht unter dem Strich aber eher für die bearishe der beiden strukturelle Alternativen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia05.05.2216:23
Achtung! Der Markt befindet sich strukturell in einer extrem gefährlichen Situation:



Wenn der S&P 500 Punkt e (4200,10) unterschreitet, wird es wahrscheinlich, dass die Aufwärtsbewegung von Punkt X bis Punkt g bereits abgeschlossen und nur zweischübig ist; wenn Punkt f (4148,91) unterschritten wird, kann das im Sinne der Theorie als sicher gelten.

Wenn die Aufwärtsbewegung von Punkt X bis Punkt g nur zweischübig ist, ist es eine Aufwärtskorrektur, sodass Punkt X unterschritten werden wird und somit das bearishe Szenario gelten würde.

Der zweite, steilste Abwärtsschub der Abwärtsbewegung ab Punkt 2 stünde dann (falls nicht durch eine komplexere Korrektur verzögert) unmittelbar bevor und könnte zu einem wasserfallartigen Kurseinbruch führen.

Edit: Während des Verfassens dieses Beitrags ist Punkt e bereits unterschritten worden.
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+4
MKL
MKL05.05.2217:29
Das heutige Intraday-Tief: 4,147.86 - also unter Punkt f ...

Hoffentlich seid Ihr alle raus aus den Märkten...
+1
4kwhh05.05.2217:56
Vielen Dank für eure tollen Analysen - bin aktuell zwar nur Mitleser/Beobachter aber schon beeindruckt von euren Beiträgen - bitte weiter so!!!
+1
doggda
doggda05.05.2218:47
ich habe ein Portfolio was seit Herbst 40 % verloren hat. Da ich das Geld nicht brauche werde ich das Depot so liegen lassen.. Mir ist aber bewußt das ein Riesencrash kommen kann...
0
MKL
MKL05.05.2222:21
Schlusskurs 4.146,87 - also ganz knapp unter Punkt f
Intraday-Tief lag sogar bei 4.106…

Das bedeutet wohl nichts Gutes, wenn ich Weias Szenarien anschaue…
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Weia
Weia06.05.2209:15
MKL
Das bedeutet wohl nichts Gutes, wenn ich Weias Szenarien anschaue…
Yep, im Rahmen der Theorie (die in den Sozialwissenschaften immer mit einer gewissen Irrtumswahrscheinlichkeit behaftet ist) sind die Würfel jetzt eindeutig gefallen: Es gilt das bearishe Szenario.

Was heißt das für die unmittelbare Zukunft? Da gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder die Bewegung von Punkt X zu Punkt g ist schon die gesamte Aufwärtskorrektur des Abwärtstrends seit Punkt 2. Oder die Korrektur wird komplex, d.h., es folgt ein zweites fraktales Korrektursegment.

Im ersten Fall geht die Abwärtsbewegung auf neue Tiefs sofort weiter. Im zweiten Fall konsolidiert der Markt noch etwas im Bereich grob zwischen Punkt X und Punkt g.

Also im Rahmen der Theorie: Mit Sicherheit neue Tiefs; die Frage ist, ob sofort oder erst in ein paar Tagen.

Was spricht für welche Variante?

Für Variante 1 (sofort) sprechen 2 Faktoren:
  • Die Aufwärtskorrektur ist bereits auf die Höhe von Punkt IV gelaufen, dem Top der zweiten und letzten Aufwärtskorrektur innerhalb der vorangegangen Abwärtsbewegung. Das ist das häufigste Kursziel der Aufwärtskorrektur der gesamten zu korrigierenden Abwärtsbewegung, das somit schon erreicht wurde.
  • Die Marktbreite gestern war mit 10:1 negativ extrem bearish und damit weit eher typisch für den 2. (stärksten) Abwärtsschub einer Abwärtsbewegung als für eine Abwärtsbewegung inmitten einer (ja diffuseren) Korrekturphase.

Für Variante 2 (später) spricht:
  • Die Aufwärtskorrektur steht zeitlich in keinem rechten Verhältnis zur korrigierten Abwärtsbewegung (von Punkt 2 zu Punkt X). Diese hat 1 Monat gedauert, die Korrektur hingegen bislang nur 3 Tage. Es gibt hier zwar keine festen Regeln, trotzdem wäre das ungewöhnlich kurz.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Weia
Weia06.05.2209:20
doggda
ich habe ein Portfolio was seit Herbst 40 % verloren hat. Da ich das Geld nicht brauche werde ich das Depot so liegen lassen.. Mir ist aber bewußt das ein Riesencrash kommen kann...
Angststarre? Fatalismus? Masochismus?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
Danger06.05.2209:33
Weia
Angststarre? Fatalismus? Masochismus?

Bei mir trifft es "Angststarre" ziemlich gut. Ich sitze hier wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange und schaue meinem Depot beim Schmelzen zu.
+1
ww
ww06.05.2209:40
Für mich gibt es eine einfache Regel: Aktien die ich mir nicht kaufen würde, die verkaufe ich!

Bin immer sehr gut damit 'gefahren'.

Evt ist jetzt auch ein Straddle angesagt?
0
doggda
doggda06.05.2209:55
Ich habe einfach schlechte Erfahrungen mit Panikverkäufen gemacht... Also am ehesten Fatalismus...
+2
ww
ww06.05.2210:30
doggda
Ich habe einfach schlechte Erfahrungen mit Panikverkäufen gemacht... Also am ehesten Fatalismus...

Evt mit Put-Optionen absichern?
0
Weia
Weia06.05.2216:24
Es gibt strukturell einen letzten Hoffnungsschimmer für die Bullen:

Falls die Variante 2 (später) eintritt und in Dauer und finalem Zwischenhoch sehr ausgeprägt ist, könnte es strukturell gesehen sein, dass die anschließende Abwärtsbewegung auf neue Tiefs lediglich der zweite und letzte Abwärtsschub einer Abwärtskorrekturbewegung ist, die in Punkt 2 als zweiter Teil einer komplexen (zusammengesetzten) Abwärtstkorrekturbewegung ab Punkt 0 ist. In diesem Fall käme es zwar ebenfalls zu neuen Tiefs unter Punkt X, aber die hätten dann keinen weiteren Kurssturz zur Folge.

Dazu muss sich freilich erstmal die Variante 2 (später) herausbilden. Geht es direkt weiter unter Punkt X, ist das hinfällig. Aber das ist heute zumindest bislang ja nicht passiert.
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Weia
Weia06.05.2216:33
ww
Für mich gibt es eine einfache Regel: Aktien die ich mir nicht kaufen würde, die verkaufe ich!
Meinst Du mit „Aktien“ jetzt Aktien, die Du (noch) besitzt oder Aktien generell? In letzterem Fall hättest Du viel zu tun.
Evt ist jetzt auch ein Straddle angesagt?
Was meinst im Zusammenhang mit Aktien mit Straddle?
ww
Evt mit Put-Optionen absichern?
Die sind jetzt halt schweineteuer.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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doggda
doggda06.05.2216:46
ich muss zu meiner Schande gestehen , das ich noch nie Put -Optionen gemacht habe...
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ww
ww06.05.2216:49
Weia
ww
Für mich gibt es eine einfache Regel: Aktien die ich mir nicht kaufen würde, die verkaufe ich!
Meinst Du mit „Aktien“ jetzt Aktien, die Du (noch) besitzt oder Aktien generell? In letzterem Fall hättest Du viel zu tun.
Natürlich die welche ich im Augenblick besitze.
Weia
Evt ist jetzt auch ein Straddle angesagt?
Was meinst im Zusammenhang mit Aktien mit Straddle?

Bei einem volatilen Markt ist ein Straddle immer eine gute Gelegenheit Geld zu verdienen. Put- und Call-Optionen gleichzeitig kaufen und hoffen, dass sich der Markt nicht nur seitwärts verschiebt.
Weia
ww
Evt mit Put-Optionen absichern?
Die sind jetzt halt schweineteuer.

Ja leider, da wäre er ein wenig zu spät dran. Aber besser als nur warten und hoffen.
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doggda
doggda06.05.2216:50
Ich habe in Zukunftstechniken investiert wie Solar und E-mobility. Und kann es mir leisten die liegen zu lassen... Wenn die Apokalypse jetzt noch nicht kommt werden die wieder steigen... Beim Coronacrash habe ich auch mit Panik verkauft , hätte ich die mal liegen lassen...
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Weia
Weia06.05.2216:55
doggda
ich muss zu meiner Schande gestehen , das ich noch nie Put -Optionen gemacht habe...
Das ist keine Schande. Zur Absicherung von Aktien taugen die Dinger nur sehr begrenzt. Wenn, müsste man komplexere Kombinationen aus Puts und Calls anwenden, damit man kein Geld verbrennt, und das kann und darf nicht jeder.

Optionen sind eher ein Instrument, um mit Spielgeld auf kurzfristige starke Bewegungen zu spekulieren.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia06.05.2216:57
ww
Weia
Was meinst im Zusammenhang mit Aktien mit Straddle?
Bei einem volatilen Markt ist ein Straddle immer eine gute Gelegenheit Geld zu verdienen. Put- und Call-Optionen gleichzeitig kaufen und hoffen, dass sich der Markt nicht nur seitwärts verschiebt.
Ah, OK, da mit keinem Wort von Optionen die Rede war, wusste ich nicht, ob Du dich darauf beziehst.
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ww06.05.2217:17
Weia
Zur Absicherung von Aktien taugen die Dinger nur sehr begrenzt.

Jein, man kann die Dinger ja schreiben. Aber das sollten nun wirklich nicht alle machen.
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ww
ww06.05.2217:18
Weia
ww
Weia
Was meinst im Zusammenhang mit Aktien mit Straddle?
Bei einem volatilen Markt ist ein Straddle immer eine gute Gelegenheit Geld zu verdienen. Put- und Call-Optionen gleichzeitig kaufen und hoffen, dass sich der Markt nicht nur seitwärts verschiebt.
Ah, OK, da mit keinem Wort von Optionen die Rede war, wusste ich nicht, ob Du dich darauf beziehst.

Stimmt, aber ich kenne einen Straddle nicht mit Aktien, wüsste nicht wie das gehen sollte. Kauf und Leerverkauf wäre ja ein Nullsummenspiel
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Weia
Weia06.05.2217:24
ww
Weia
Zur Absicherung von Aktien taugen die Dinger nur sehr begrenzt.
Jein, man kann die Dinger ja schreiben.
Ja, das stimmt und geht weit besser.
Aber das sollten nun wirklich nicht alle machen.
Eben. Dürfen es oft nicht mal.
ww
Stimmt, aber ich kenne einen Straddle nicht mit Aktien, wüsste nicht wie das gehen sollte.
Ich auch nicht. Deshalb war ich ja so verwirrt.
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+1
Weia
Weia06.05.2219:16
doggda
Ich habe einfach schlechte Erfahrungen mit Panikverkäufen gemacht
Emotionsgetriebene Handlungen an der Börse erweisen sich fast immer als falsch, also insbesondere auch Panikverkäufe.

Aber nicht jeder Verkauf in einem fallenden Markt ist ein Panikverkauf. Wenn er durch eine rationale Analyse ausgelöst wird, ist er das offensichtlich nicht.

Natürlich ist es immer misslich, einem Trend (egal, ob aufwärts oder abwärts) hinterherzulaufen, weil man ihn nicht rechtzeitig erkannt hat. Und natürlich nimmt die Gefahr zu, ausgerechnet vor einer heftigen Gegenreaktion zu handeln. Aber daraus folgt nicht, dass es stets rational ist, nichts zu tun.

In gewisser Weise machst Du jetzt doch möglicherweise exakt wieder das, was Du auch bei Deinen Panikverkäufen gemacht hast: Du handelst aus Angst statt aus rationalen Erwägungen. Damals die Angst, die Kurse würden endlos weiter fallen, jetzt die Angst, Dir nochmals die Finger durch einen Verkauf zum falschen Zeitpunkt zu verbrennen.
doggda
Ich habe in Zukunftstechniken investiert wie Solar und E-mobility. Und kann es mir leisten die liegen zu lassen... Wenn die Apokalypse jetzt noch nicht kommt werden die wieder steigen...
Wenn sie nicht zuvor pleite gegangen sind. Und auch wenn sie wieder steigen, kann es, wenn es schlimm kommt, Jahrzehnte dauern, bis sie wieder auf dem jetzigen Niveau sind.
Beim Coronacrash habe ich auch mit Panik verkauft , hätte ich die mal liegen lassen...
Die beiden Situationen kannst Du doch aber überhaupt nicht vergleichen.

Corona war ein Blick Swan-Ereignis, bei dem das größte Problem war, dass niemand wusste, wie es einzuordnen sei. Unsicherheit macht Angst und ist Gift an der Börse. Und dennoch habe ich noch vor Erreichen des Corona-Tiefs (möglicherweise aber freilich bereits nach Deinem Panikverkauf) mitten im freien Fall darauf hingewiesen, dass, so unglaublich das klänge, es technisch möglich wäre, dass der Markt in Richtung neuer Höchstkurse dreht und auf den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals zusteuert.

Jetzt ist die Situation vollkommen anders. Selbst fundamental ist sonnenklar, dass die Notenbanken mit der Liquiditätsschwemme den Markt künstlich aufgebläht haben und der unvermeidliche „Entzug“ einen bösen „Kater“ zur Folge haben muss. Und technisch war die Sache so klar wie selten: Es war so gut wie ausgeschlossen, dass der Markt einen ein Jahrhundert alten Trendkanal einfach so übersteigen würde. Dass es eine Art von Top geben würde, stand also praktisch fest; die Frage war nur, welcher Art genau, aber auch da war klar, dass das Risiko eines massiven Kurseinbruchs nicht gering und also als eine Variante mitzubedenken wäre.

Ich habe hier im Forum jahrelang vor den Risiken gewarnt, die aufträten, wenn der S&P 500 den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals erreicht. Man konnte sich also mit viel zeitlichem Vorlauf überlegen, was man dann tun würde. 4 Börsentage nach dem Hoch am 4. Januar habe ich gewarnt, dass es soweit ist und der S&P 500 ab jetzt jederzeit einbrechen könnte. (Ja, leider 4 Tage zu spät, weil ich mit dem umfangreichen Artikel über digitales Signieren und durch große private Probleme gedanklich absorbiert war, was insbesondere leider dazu führte, dass ich keine Zeit fand, einen längst geplanten längeren Beitrag darüber zu posten, was nun zu tun wäre – aber trotzdem, die Grundaussage war doch klar?)

Das war alles abzusehen und insofern das genaue Gegenteil von Corona. (Böse Zungen, die vom Markt so reden, als sei er ein Wesen, sagen ja, der Markt tue alles, um möglichst viele Marktteilnehmer hereinzulegen – so betrachtet wäre Corona eine riesige Bärenfalle, die dafür sorgt, dass alle mit dem Verkauf zögern, wenn es wirklich nach unten losgeht, weil sie ja – Ha! – sich schließlich kein zweites Mal hereinlegen lassen würden. Das wäre eine sehr typische massenpsychologische Dynamik.)

Klar bin ich auch nicht allwissend und kann Fehler machen, aber habe ich die Gefahrensituation so wenig überzeugend dargelegt, das Du sie nicht einmal als Möglichkeit mitbedacht, sondern schlicht nicht erst genommen hast? Das wäre für mich insofern bitter, als damit meine gesamte Arbeit hier ja mehr oder weniger sinnlos gewesen wäre.

Waren Deine eingangs zitierten Panikverkäufe (Plural) de facto alle auf den Corona-Crash bezogen? Dann würde ich mich an Deiner Stelle von dieser Erfahrung aus den genannten Gründen nicht allzu sehr leiten lassen.

Ich verstehe, dass Du nicht ausgerechnet jetzt, wo möglicherweise noch eine etwas größere Aufwärtskorrektur ins Haus steht, verkaufen willst. Aber wenn der Markt rasch und wiederholt auf neue Tiefs fällt, würde ich auch nicht endlos zusehen. Das Risiko ist definitiv nicht Null, dass der S&P 500 längerfristig bis zum unteren Rand des Jahrhunderttrendkanals (600 bis 900, je nachdem, wann das einträte) fällt.
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+3
Weia
Weia06.05.2219:36
Danger
Bei mir trifft es "Angststarre" ziemlich gut. Ich sitze hier wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange und schaue meinem Depot beim Schmelzen zu.
An Dich dieselbe Frage wie an doggda: Waren meine Warnungen für Dich so wenig überzeugend, dass Du nicht einmal mit der Möglichkeit gerechnet hast, sie könnten zutreffen, und Du somit vollkommen unvorbereitet in die jetzige Situation gestolpert bist?

Was bis jetzt passiert ist, ist ja noch nicht einmal besonders schlimm; -16% im S&P 500. Wenn es dabei bleibt, wäre das bald wieder vergessen.

Das wirkliche Problem – und darauf habe ich doch immer wieder hingewiesen – ist, dass das Risiko besteht, dass das nur der Anfang einer viel größeren Abwärtsbewegung ist. Deshalb wäre es so wichtig gewesen, gleich in der Nähe des Tops zu verkaufen, das als solches angesichts des Jahrhunderttrendkanals als sicher gelten konnte: Denn jetzt steht man vor der Situation, dass die weitere Entwicklung prinzipbedingt nicht mehr vergleichbar sicher ist. Im einen Extremfall ist bald alles überstanden, im anderen Extremfall ist das erst der Anfang einer desaströsen Abwärtsbewegung.

Ich versuche ja, durch häufige Analysen stetig weiter einzugrenzen, wie wahrscheinlich was passieren wird, aber die Sicherheit bei der Analyse der Topbildung erreicht das leider prinzipbedingt nicht mehr. Von daher ist Handeln jetzt schwieriger/risikoreicher, als es Anfang Januar gewesen wäre. Aber deshalb einfach nichts zu tun, ist auch keine Lösung. Das Kaninchen wird am Ende von der Schlange gefressen.
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+6
Weia
Weia07.05.2202:53
Es ist übrigens seit einer Woche Mai.
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doggda
doggda07.05.2207:01
Hallo Weia, ersteinmal riesigen Dank für dein Engagement und deine Analysen hier, die ich wirklich schätze. Nein leider habe ich nicht alle deine Posts zu jedem Zeitpunkt gelesen. Ich bin beruflich sehr eingebunden. Du hast Recht mit deiner Kritik und mir ist das Risiko sehr bewußt . Ich überlege wirklich das Depot aufzulösen. wenn ich das mache sind aktuell 45% des Geldes weg. Es geht aber nicht um horrende Summen, ich würde verkraften wenn das 5 Jahre dauert bis es wieder steigt....
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Danger07.05.2214:00
Weia
An Dich dieselbe Frage wie an doggda: Waren meine Warnungen für Dich so wenig überzeugend, dass Du nicht einmal mit der Möglichkeit gerechnet hast, sie könnten zutreffen, und Du somit vollkommen unvorbereitet in die jetzige Situation gestolpert bist?

Nein, unvorbereitet auf keinen Fall, denn ich rechne ständig und immer damit, dass die Dinge an der Börse nicht nach meinen Vorstellungen laufen. Deine Beiträge habe ich gerne gelesen und sie haben mir auch sehr geholfen, mich mental auf Rückschläge einzustellen. Als dann die Volatilität immer weiter zugenommen hat, konnte ich sehr ruhig bleiben.

Vielleicht habe ich mit "dahinschmelzen" meine Situation auch dramatischer formuliert, als sie tatsächlich ist. Mein Depot ist (*holzklopf) dieses Jahr bisher 4,4 % im Minus. Das ist im Vergleich total ok. Daher bin ich auch im Moment ruhig.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich keinen Einstieg finde, wenn ich einmal verkauft habe. Mir ist das mehrmals passiert, dass ich relativ rechtzeitig Positionen verkauft habe, aber nach dem reinigenden Gewitter mich nicht mehr getraut habe, wieder zu investieren, bis der Himmel wieder total blau war und das war ein bisschen spät.

Außerdem bin ich zu großen Teilen in Dividendenwerten investiert und die Auszahlungen würden mir entgehen, wenn ich an der Seitenlinie stehe.
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Florian Lehmann07.05.2218:38
Weia
Es ist übrigens seit einer Woche Mai.

Wir sollten uns fragen, ob es noch den von MacBeutling eingeführten Monats-Treat benötig, oder ob man das Quartalsweise machen könnte?
Ist doch auch passed, da Apple 4x im Jahr Dividende ausschüttet.
Bisher gab’s es ja immer seinen persönlichen Eröffnungsbeitrag. Wenn der wegfällt, ist die Tradition auch am Ende. Die Q-Zahlen würden dann erneut Gelegenheit für einen Reset geben. ?!
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Greetsiel08.05.2208:35
Hier fehlt mittlerweile die Seele, das Gefühl, der Spaß am Austausch.
Und die Menschen, die das getragen haben.
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Weia
Weia08.05.2216:56
Florian Lehmann
Wir sollten uns fragen, ob es noch den von MacBeutling eingeführten Monats-Treat benötig, oder ob man das Quartalsweise machen könnte?
Mir soll beides recht sein. Wenn es zu lebhaften Diskussionen kommt, wird ein Vierteljahr schnell unübersichtlich, wenn nicht, ist ein Monatsthread unnötig. Es liegen aufregende Börsenzeiten vor uns; ob das aber zu vielen Diskussionen führt oder im Gegenteil zu deprimiertem Schweigen, weiß ich auch nicht.

MKL hat mittlerweile den Mai-Thread aufgemacht; neue Analysen werde ich da posten. Die laufenden Diskussionen beantworte ich noch hier.
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Weia
Weia08.05.2217:24
Greetsiel
Hier fehlt mittlerweile die Seele, das Gefühl, der Spaß am Austausch.
Und die Menschen, die das getragen haben.
Ich dachte, dieser Thread war zuvorderst dafür gedacht, wechselseitig Hilfestellung zu Anlageentscheidungen bezüglich AAPL, aber auch dem US-Aktienmarkt allgemein, mit dessen Entwicklung AAPL verknüpft ist, zu geben.

Sollte das stimmen, hätte Gefühl hier nichts verloren, denn nichts ist so schädlich für Anlageentscheidungen wie Gefühle, gerade jetzt, wo die Gefahr besteht, dass wir eine massive Änderung der längerfristigen Situation am Aktienmarkt erleben.

Und der Spaß hält sich halt in Grenzen für diejenigen, die jetzt auf Verlusten sitzen. Die alten Hasen, die auf so enormen Gewinnen von AAPL hocken, dass ihnen vorläufig nichts irgendetwas anhaben kann, haben da natürlich gut Lachen, aber zur Zeit dennoch keinen Grund, Freudenausbrüche über die Kursentwicklung bei AAPL zu posten.

Und was die Seelenlosigkeit eines Threads bedeuten soll, erschließt sich mir nicht. Vermutlich meinst Du damit nüchterne Sachanalysen wie meine; die sind aber halt nicht zum Spaß Haben, sondern zum Vermögen Retten gedacht.

Sollte der Thread als Wohlfühlthread gedacht gewesen sein, in dem sich AAPL-Aktionäre während des 20 Jahre währenden Mega-Bullmarkts von AAPL gegenseitig auf die Schultern klopfen, wie toll sich die Aktie entwickelt, so ist das meine Sache nicht, aber dieser Bullmarkt ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ja nun auch vorbei oder geht zumindest nicht im selben Maße weiter.

Ich kann aber gerne aufhören, wenn das stört. Vor allem aber könnte sich die „andere Fraktion“ ja auch mehr zu Wort melden – oder haben die alle (vernünftigerweise) glattgestellt und jetzt keinen Grund mehr, sich an dem Thread zu beteiligen?
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