Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?
Forum>Apple>Der Apple-Aktien-Corona-Katastrophen-Thread (April 2020)

Der Apple-Aktien-Corona-Katastrophen-Thread (April 2020)

macbeutling
macbeutling01.04.2015:26
Hallo.

Momentan scheint ja das Bedürfnis groß zu sein, über alles möglich zu diskutieren.

Viel Spaß.
„Glück auf🍀“
0

Kommentare

misc01.04.2015:35
Die Off-Topic-Diskussionen können ja im März-Thread weitergeführt werden.
+2
Weia
Weia01.04.2017:00
macbeutling
Momentan scheint ja das Bedürfnis groß zu sein, über alles möglich zu diskutieren.
Ja was? Die Fundamentalisten hier, dachte ich, wollen über die der Börse externen, den Kursbewegungen zugrundeliegenden „realen“ Faktoren diskutieren. Und das sind im Augenblick nun mal nicht Apples Produktpolitik etc., sondern ausschließlich die durch das Corona-Virus hervorgerufene wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise.

Ich verstehe nicht, wie man das als Fundamentalist off-topic finden kann.

Ich als Techniker hab’s da leichter, denn technisch ist die Lage im Augenblick kurzfristig nicht sehr kompliziert.

Die technischen Indikatoren sind im Augenblick wie besprochen durch die Bank sehr bullish. Dem kann man den naheliegenden Einwand entgegenhalten, dass das Momentum der Abwärtsbewegung derart stark war, dass sehr stark überverkaufte technische Indikatoren trivial sind und wenig Aussagekraft besitzen, solange sie nicht noch viel extremer werden. Wer extrem schnell fährt, muss auch extrem stark auf die Bremse treten, bevor er wenden kann.

Das letzte Wort haben in solch einer Situation die Aktienkurse selbst. Und hier ist die charttechische Situation zum Monatswechsel sehr klar. Hier der Tageschart von AAPL (Stand heute ca. 1 Stunde nach US-Börseneröffnung):



Wie Ihr auf einen Blick sehen könnte, ist AAPL gestern exakt an die rote Abwärtstrendlinie gelaufen, die durch das Top im Februar und das Zwischenhoch Anfang März definiert ist. Unterstützung bildet nach wie vor der Aufwärtstrend seit Anfang 2019 (grüne Linie).

Bemerkenswert ist, dass die Situation mit der roten Abwärtstrendlinie nicht nur für AAPL gilt, sondern unisono für praktische alle wichtigen Marktindizes. Hier der S&P 500:



Exakt dasselbe Bild, nur die Unterstützung ist hier anders in Form des Bereichs um das Tief Ende 2018.

Eine derartig starke charttechnische Korrelation zwischen diversen Indizes und Einzelaktien ist Ausdruck der Tatsache, dass sie alle zur Zeit so gut wie gar nicht durch spezifische Faktoren, sondern ausschließlich durch das geteilte makroökonomische Umfeld bestimmt werden. Sicherlich kaum überraschend zur Zeit.

Ob nun die bullishen technischen Indikatoren recht behalten, wird sich daran zeigen, ob Indizes und Aktien es schaffen, nachhaltig aus dem eingezeichneten Abwärtstrend nach oben auszubrechen.

Die Börse steht also just an einer wichtigen Abzweigung, die sicherlich stark umkämpft werden wird.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia01.04.2017:28
pünktchen
Weia
Es sind ja nicht alle außer mir so pessimistisch wie Du.
Ja nenn doch mal irgendwelche Epidemiologen welche deutlich weniger als 100t Tote für die USA für ein irgendwie realistisches Szenario halten. Ich finde nämlich keine.
Leider gab es gestern noch nicht den folgenden Artikel, der hoffentlich klar macht, dass das Problem in einer Situation wie jetzt nicht die Statistiken sind, die man heranzieht, um seine Emotionen rationalisieren zu können, sondern dass man überhaupt Statistiken heranzieht, denen wie so oft weit mehr zugetraut wird, als sie zu leisten vermögen.

Das Problem, vor dem wir stehen, ist eben nicht, die „richtigen“ Statistiken zu finden – die gibt es nämlich nicht –, sondern mit der Situation der Entscheidung unter Unsicherheit klarzukommen (das ist ein solch grundlegendes Problem, dass es dafür eigens diesen Fachbegriff gibt).

Der Artikel ist auf Spiegel online erschienen, heißt Corona-Ausbruch in Deutschland "Die Zahlen sind vollkommen unzuverl…, ist frei zugänglich und verfasst von einem Experten für medizinische Statistik. Es ist der erste Artikel zu dem ganzen Themenbereich, den ich zu 100% unterschreiben kann. Ich würde mir wünschen, dass er zur Versachlichung beitragen kann und dabei hilft, endlich mit diesem hysterischen Überbieten von immer schlimmeren vermeintlichen Zahlen von Toten aufzuhören.

Und gleich noch ein sehr guter Artikel auf Spiegel online (was ist denn mit denen plötzlich los?) über einen soziologischen Blick auf die Krise: Armin Nassehi über die Soziologie der Krise "Es passiert gerade ..., leider hinter der Bezahlschranke Spiegel+ (es gibt aber einen Monat kostenlos).

Es wäre eben bereits ein bezeichnender Kurzschluss zu meinen, die einzige Wissenschaft, die zu der gegenwärtigen Krise etwas zu sagen habe und der man „blind“ folgen müsse, sei die Epidemiologie.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Dante Anita01.04.2017:53
Der Statistik-Artikel ist interessant. In Österreich läuft gerade eine Studie an, in der 2.000 Personen aus dem ganzen Land per Zufallsprinzip getestet werden (vollkommen egal ob sie sich krank fühlen oder gesund). Da die Studie repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist, kann man dann erstmals eine Hochrechnung auf die Zahl der gesamten Infizierten erstellen. Damit wird die Dunkelziffer erstmals abschätzbar.Ich bin gespannt, welche Ergebnisse da heraus kommen.
+2
pünktchen
pünktchen01.04.2019:01
Weia
Das Problem, vor dem wir stehen, ist eben nicht, die „richtigen“ Statistiken zu finden – die gibt es nämlich nicht –, sondern mit der Situation der Entscheidung unter Unsicherheit klarzukommen (das ist ein solch grundlegendes Problem, dass es dafür eigens diesen Fachbegriff gibt).

Es macht die Entscheidung unter Unsicherheit nicht einfacher wenn man die Prognosen welche einem Leute mit mehr Ahnung von der Materie liefern einfach verwirft und dann statt einer grossen eine völlige Unsicherheit hat.
Weia
Es wäre eben bereits ein bezeichnender Kurzschluss zu meinen, die einzige Wissenschaft, die zu der gegenwärtigen Krise etwas zu sagen habe und der man „blind“ folgen müsse, sei die Epidemiologie.

Sagt ja niemand. Nur sind Virologen und Epidemiologen halt in einen wichtigen Teilbereich qualifizierter als du und ich. Da lieber auf seinen Bauch zu hören ist einfach quatsch.

Interessanter für das Thema hier ist ja inwieweit das dann wieso was für Auswirkungen auf den Aktienkurs hat. Die Anzahl der Toten ist der Börse ja erstmal egal. Interessanter sind die erwarteten wirtschaftlichen Folgen. Und die hängen natürlich auch davon ab welche gesellschaftlichen Kosten pro Toten politisch als angemessen verhandelt werden. Die Gesundheitsökonomen rechnen ja gerne mit ca 50t € pro gesunden Lebensjahr.
0
macscout
macscout01.04.2020:05
Also, ich versuche mal, abseits von Hysterie, ganz fundamental und bezogen auf den Thread-Titel meine Gedanken zu formulieren.
Diese Geschichte mit dem Virus hat, wie man hier in Europa schon sieht, unterschiedliche Auswirkungen auf die Länder. Wie auch immer das mit wie viel Toten ausgeht, es wird viel Geld kosten, dass irgendjemand auch mal wieder bezahlen muss. Höhere Steuern, ein Corona-Soli, was auch immer.
Leute werden ihren Job verlieren oder ihr Kleingewerbe. So jedenfalls meine Vermutung. In dem einem Land mehr, in dem anderen weniger.
Lebensmittel werden teurer, das merkt man jetzt schon (oder kommt das mir nur so vor?).
Unter dem Strich haben die Menschen – gesamt gesehen – wahrscheinlich weniger Geld. Und wenn ich mit relativ hochpreisigen Produkten mein Geld verdiene, wird das in irgendeiner Form spürbar sein. Völlig offen ist nur, wie viel Prozent das ausmacht. Vielleicht nur 5%?

Aber.

Andererseits kann es auch sein, dass alle so viel Geld übrig haben, da sie nicht Shoppen gehen können, nicht ins Restaurant, nicht in die Spielhalle, keine Bar, keine Disco am Wochenende, keine Festivals, kein Urlaub!!, tanken muss man auch kaum noch – da haben alle nach her so viel Geld übrig, dass sie sich gleich mal ein neues iPhone holen, damit sie die nächste Katastrophe mit einem größeren Screen verfolgen können. Ach was, zwei. Und ein MacBook dazu, das alte war eh schon lahm. Außerdem kann man damit seine Freizeit, die man jetzt hat, besser nutzen, den Familienfilm mal schneiden (Final Cut für 90 Tage gratis), was alles so liegen geblieben ist. Und das bleibt auch nach der Kurzarbeit so, weil man seinem Chef sagt, dass man mit weniger Geld und mehr Freizeit glücklicher ist.

Kann, ganz ehrlich, auch ein Szenario sein.

Heißt also für Apple: runter oder rauf. Das hilft jetzt niemandem, aber verdeutlicht vielleicht, warum diese ganze Corona-Sache extrem etwas mit dem Aktienkurs von Apple zu tun hat. Fundamental betrachtet, jedenfalls. Oder überdrehe ich jetzt?
Ich glaube, ich mache mal einen Podcast ...
0
Florian Lehmann01.04.2021:59
macscout

Podcast! Bitte! ich bin dein erster Höher!
0
Weia
Weia02.04.2000:55
pünktchen
Nur sind Virologen und Epidemiologen halt in einen wichtigen Teilbereich qualifizierter als du und ich. Da lieber auf seinen Bauch zu hören ist einfach quatsch.
Aber der Bauch ist doch nicht die Alternative, um die es geht. Erfreulicherweise hebt ja auch ein Epidemiologe wie Christian Drosten hervor, dass es kurzschlüssig wäre, aus den Statistiken, die er als Wissenschaftler liefern kann, 1:1 politische Handlungsanweisungen abzuleiten. Normative politische/gesellschaftliche Entscheidungen lassen sich eben nicht einfach aus deskriptiven medizinischen Statistiken gewinnen und sind etwas völlig anderes. Und daher haben hier eben nicht die Epidemiologen das letzte Wort, sondern die Soziologen, Politologen und Ethiker/Moralphilosophen.
Interessanter für das Thema hier ist ja inwieweit das dann wieso was für Auswirkungen auf den Aktienkurs hat. Die Anzahl der Toten ist der Börse ja erstmal egal. Interessanter sind die erwarteten wirtschaftlichen Folgen. Und die hängen natürlich auch davon ab welche gesellschaftlichen Kosten pro Toten politisch als angemessen verhandelt werden. Die Gesundheitsökonomen rechnen ja gerne mit ca 50t € pro gesunden Lebensjahr.
Na, das ist nun aber denkbar zynisch argumentiert. Es kann doch nicht darum gehen und ist für eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung auch völlig nutzlos, Menschenleben in $$ aufzurechnen.

Die Anzahl der Toten wird der Börse ganz sicher nicht egal sein: ist sie nämlich eher gering und die Krise somit eher glimpflich verlaufen, könnte das einen Kaufrausch nach dem Ende der Krise bedeuten, weil die Menschen feiern und sich belohnen wollen, dass sie alles überstanden haben. Ist die Anzahl der Toten aber hoch und die gesellschaftliche Stimmung entsprechend depressiv, könnte den Menschen die Lust auf Konsum ziemlich vergangen sein, weil ihnen ganz andere Dinge im Magen liegen.

Und falls sie Lust auf Kaufrausch hätten, bliebe natürlich noch die Frage, ob sie auch das Geld dazu noch haben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
macscout
macscout02.04.2005:56
Weia
[...] Ist die Anzahl der Toten aber hoch und die gesellschaftliche Stimmung entsprechend depressiv, könnte den Menschen die Lust auf Konsum ziemlich vergangen sein, weil ihnen ganz andere Dinge im Magen liegen.

Das kann aber auch den gegenteiligen Effekt haben. Nach dem Motto "Das letzte Hemd hat keine Taschen" wird das Geld rausgehauen, oder es werden (billige) Schulden gemacht, ist doch egal, ich lebe jetzt, bin diesmal davongekommen, wer weiß, wie es das nächste Mal wird.
Oder was sagt der Psychologie-Experte?
0
Weia
Weia02.04.2010:45
macscout
Das kann aber auch den gegenteiligen Effekt haben. Nach dem Motto "Das letzte Hemd hat keine Taschen" wird das Geld rausgehauen, oder es werden (billige) Schulden gemacht, ist doch egal, ich lebe jetzt, bin diesmal davongekommen, wer weiß, wie es das nächste Mal wird.
Oder was sagt der Psychologie-Experte?
Ja, könnte. Und zudem geht es ja erst im zweiten Schritt um die Frage, wie die Menschen im jeweiligen Fall tatsächlich reagieren werden, im ersten Schritt geht es darum, was die Börse antizipiert, wie sie reagieren werden.

Zu viele Unbekannte für eine Prognose, fürchte ich. Mein Punkt war zunächst nur, dass der Börse die Todesraten ganz sicher nicht egal sein werden.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
pünktchen
pünktchen02.04.2011:58
Ich schrieb "erstmal egal". Die Folgen sind ihr natürlich nicht egal. Schrieb ich auch.
0
Florian Lehmann03.04.2015:37
macbeutling

Apple Stores bleiben lange geschlossen.
Verkauf nur online? Ladenmieten muss dennoch bezahlt werden. Ich glaube nicht, dass dieser Posten bei Apple gering ausfällt.

Neue Hardwarekäufe werden wohl nach hinten verschoben. Ich denke nicht, dass Apple hier in diesem Jahr was reißen kann.
Wobei?! Neue Hardware fürs mobile Office?
0
macbeutling
macbeutling03.04.2016:12
Florain Lehmann: Im Jahr 2018/2019 lag OPEX (Operating Expenses) bei 34,462Mrd$
Allerdings ist da auch R&D drin enthalten.
Kosten für den Verkauf, also Personal und Miete und was sonst noch so dazu gehört, lag bei 18,24 Mrd$.

Insofern bekomme ich da noch keine feuchten Achseln, wenn ich die Barbestände von immer noch 200 Mrd$ mir ins Gedächtnis rufe.
Noch gibt es ja keinen Termin für die Bekanntgabe der Q2-Zahlen, aber was will man da auch groß bekannt geben?
Trotzdem gibt es ein Szenario, bei dem ich einen, wenn auch vielleicht nur kurzfristigen, Run der Apple-Aktie sehen würde: Apple zahlt Dividende.

Das sollte schon reichen um den Anlegern die Apple-Aktie als vermeintlich sicheren Hafen im aktuellen Sturm zu sehen.
Wohin will man sein Geld sonst stecken?
Hotels, Fluglinien, Banken? Long Term sicherlich, ja klar, aber Short Term werden sichere Häfen gesucht werden, die über eine gute Kapitaldecke verfügen und denen man nach dem Ende dieser ganzen Misere ein schnelles Comeback zutraut.

Herje, da sehe ich momentan sehr sehr wenig.
des Weiteren schafft Apple momentan sehr viel gute Publicity herbei, in dem sie Masken organisieren und dahin schicken, wo sie gebraucht werden.
„Glück auf🍀“
0
misc07.04.2009:24
Gibt es wesentliche Updates bei den Chart-Analysen?
0
pünktchen
pünktchen07.04.2009:56
Also Weias Abwärtstrendlinie ist durchbrochen. Aber darauf gestützter breiter Optimismus spräche laut Weias Marktpsychologie für einen bevorstehenden neuen Absturz. Es bleibt also schwierig!
+1
rosss07.04.2009:56
misc
Gibt es wesentliche Updates bei den Chart-Analysen?
Weia
Achtet auf AMZN. Diese Aktie ist jetzt nur noch 5% von ihrem Zwischenhoch bei 1996,33$ entfernt. Wenn sie das übersteigt, ist eine Abwärtsbewegung mit nur 2 Schüben nach unten abgeschlossen, die ab dann als Korrektur im Aufwärtstrend gelten muss und neue Höchstkurse für AMZN wahrscheinlich macht. Und falls AMZN das schafft, zieht die Aktie möglicherweise den Gesamtmarkt nach, zumindest die Blue-Chip-Indizes.

AMZN hat gestern bei 1.997,59$ geschlossen (nachbörslich 1.990$).

AAPL ist gestern deutlich über eine Abwärtstrendlinie gestiegen.

Demnach vermute ich, ist die Wahrscheinlichkeit für höhere Kurse gestiegen. Freitag war ein guter Tag zum Einstieg, weil ich Böses für Montag erwartet hatte. Alle die eingestiegen sind, dürfen mir also die Provision für die Gewinne überweisen.

Denn – hätte ich für Montag Gutes erwartet und wäre selber eingestiegen, wäre alles ganz Böse geworden.
0
Florian Lehmann07.04.2010:09
misc
Gibt es wesentliche Updates bei den Chart-Analysen?

Das Geheule ist groß, da man bei 200€ nicht eingestiegen ist. 😅
Aktuell sieht es nach einer V-Förmigen Erholung aus. Aber ich traue dem Braten nicht. Mir aber egal, bin ja noch investiert.
+2
Weia
Weia07.04.2015:29
pünktchen
Also Weias Abwärtstrendlinie ist durchbrochen.
So ist es. Das gilt für AAPL ebenso wie für die meisten Indizes; die ganz breiten Indizes (NYSE Composite, Russell 2000) haben es noch nicht geschafft, aber das wird wohl heute passieren.
Aber darauf gestützter breiter Optimismus spräche laut Weias Marktpsychologie für einen bevorstehenden neuen Absturz.
So ist es ebenfalls. Noch ist der Optimismus aber nicht da, wobei man nach den letzten Wochen ganz sicher nicht auf eine Euphorie wie zum Jahresbeginn warten sollte – ein statistisch neutraler Wert wäre nach allem, was passiert ist, vermutlich schon ein Warnsignal.
Es bleibt also schwierig!
So ist es ebenfalls.

Klar ist: Der steile Abwärtstrend ist zunächst mal beendet. Aber das heißt natürlich nicht, dass es jetzt nur noch nach oben geht. Das heißt zunächst nur, dass sich statistisch die Gefahr verringert hat. Der Markt könnte selbstverständlich auch wieder nach unten drehen und würde dann eben einen weniger steilen Abwärtstrend (durch Allzeithoch und das in diesem Falle kommende Hoch) neu etablieren. Im schlimmsten Falle wäre der Ausbruch eine Bullenfalle und der Markt würde in den steilen Abwärtstrend zurückfallen.

Also muss man sich weiter Schritt für Schritt vortasten. Neben der Beobachtung der von pünktchen schon angesprochenen Entwicklung der Marktstimmung wäre für eine bullishe Perspektive nun das Wichtigste, dass der Markt seinen Ausbruch halten kann. Je länger er auch nur auf der Stelle tritt, statt wieder zu fallen, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Ausbruch gelungen ist.

Die Schlüsselmarke in absehbarer Zeit ist das Zwischentief vom 1. April (im S&P 500 2447,49). Denn wenn der S&P 500 in nächster Zeit – ohne zuvor eine weitere ausgeprägte Abwärts-Aufwärts-Sequenz gebildet zu haben – unter diesen Wert fällt, hinterlässt er eine Aufwärtsbewegung mit 2 klaren Schüben, und das ist eine Korrektur, also eine Aufwärtskorrektur im Abwärtstrend. Damit stiege die Wahrscheinlichkeit sprunghaft an, dass der Markt zuallermindest die März-Tiefs testet, mit alles anderer als geringer Wahrscheinlichkeit sich aber auf den Weg Richtung S&P 500 1500 macht – das Schlimmste stünde uns dann noch bevor.
rosss
AMZN hat gestern bei 1.997,59$ geschlossen (nachbörslich 1.990$).

AAPL ist gestern deutlich über eine Abwärtstrendlinie gestiegen.

Demnach vermute ich, ist die Wahrscheinlichkeit für höhere Kurse gestiegen.
Wie geschildert, ist Deine Vermutung richtig.

AMZN ist ein bisschen knifflig. Das liegt daran, dass die Volatilität unmittelbar vor dem März-Boden so historisch hoch war. Man könnte daher argumentieren, dass AMZN sozusagen im Eiltempo in den letzten beiden Tagen vor dem Tief noch einen dritten Abwärtsschub ausgebildet hat. Dann wäre AMZN klar in einem Abwärtstrend und die jetzige Aufwärtskorrektur trivial (denn nach drei Abwärtsschüben findet immer eine Aufwärtskorrektur statt), das Überschreiten des Zwischenhochs bei 1996,33$ aber wenig bedeutsam, da es eben keine Abwärtsbewegung mit nur zwei Schüben abschließen würde, die als Korrektur zu gelten hätte.

Da herrscht aufgrund der großen Volatilität leider eine gewisse Unschärfe; nicht schön, aber nicht zu ändern. Ich würde die Kursbewegung von AMZN nach wie vor als bullishes Indiz werten, nur eben mit einem größeren Fragezeichen versehen als normalerweise.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
rosss11.04.2010:22
Weia
Also muss man sich weiter Schritt für Schritt vortasten. Neben der Beobachtung der von pünktchen schon angesprochenen Entwicklung der Marktstimmung wäre für eine bullishe Perspektive nun das Wichtigste, dass der Markt seinen Ausbruch halten kann. Je länger er auch nur auf der Stelle tritt, statt wieder zu fallen, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Ausbruch gelungen ist.

Die Marktstimmung wird m.E. spätestens Ende April gewaltig abtauchen – sobald die Erkenntnis durchsickert, dass die bisherigen Maßnahmen die auf uns zu rollende Infektionswelle nicht verhindern können. In den Medien werden aktuell Stimmen laut, dass wir vielleicht bald wieder zu Normalität zurückkehren können. Wahnsinn.

Frohe Ostern und bleibt guten Mutes!
+1
MKL
MKL11.04.2011:11
rosss
Die Marktstimmung wird m.E. spätestens Ende April gewaltig abtauchen – sobald die Erkenntnis durchsickert, dass die bisherigen Maßnahmen die auf uns zu rollende Infektionswelle nicht verhindern können. In den Medien werden aktuell Stimmen laut, dass wir vielleicht bald wieder zu Normalität zurückkehren können. Wahnsinn.

Ich habe momentan auch das Gefühl, dass sehr Viele glauben, dass alles bald vorbei ist...

Aber bis zu einer erwünschten Durchseuchung von 60% ist es noch ein sehr langer Weg - aktuell haben wir ja offiziell gerade mal 0,15% (bei 120.000 offiziellen Infektionen). Auch wenn es das Zehnfache als Dunkelziffer/unerkannte Infektionen gäbe, wären wir ja höchstens bei 1,5%.

Und die Börse scheint ja auch optimistischer zu sein. Als Chartlaie eine zweite Aufwärtsbewegung nach dem Tiefpunkt.

Ich bin auch am überlegen, ob ich am Dienstag mal vorsichtig einsteige - mit ETF auf MSCI World...

Schöne Ostern Euch!
0
pünktchen
pünktchen11.04.2011:13
Ich denke ein paar Monate Krisenmodus sind schon eingepreist. Wenn sich im Sommer die Lage noch nicht gebessert hat und die medizinische Forschung keine Fortschritte macht mag das wieder anders aussehen. Wenn die konkrete Gefahr besteht dass die USA wieder eine funktionsfähige Regierung bekommen wird das Gejammer an den Märkten auch laut und deutlich sein, sowas ist ja bekanntlich kurzfristig schlecht fürs Geschäft und langfristig sind wir eh alle tot. Aber die Kursverluste nehme ich dann gerne in Kauf.
0
Weia
Weia11.04.2014:33
rosss
Die Marktstimmung wird m.E. spätestens Ende April gewaltig abtauchen
Das wäre dann natürlich sehr bullish.
– sobald die Erkenntnis durchsickert, dass die bisherigen Maßnahmen die auf uns zu rollende Infektionswelle nicht verhindern können.
Du bist echt kein geborener Optimist … 
In den Medien werden aktuell Stimmen laut, dass wir vielleicht bald wieder zu Normalität zurückkehren können. Wahnsinn.
Was ist daran Wahnsinn? Du kannst keine Gesellschaft über Monate einsperren (wenn man das könnte – das würde mir Angst machen …). Wahnsinn wäre es, eine komplette Gesellschaft auf Grund laufen zu lassen um der verabsolutierten Minimierung der Alterssterblichkeit willen.

Das wäre wie bei der Klimakrise: Alles, was nicht unmittelbar bevorzustehen droht, wird nicht hinreichend berücksichtigt bei der Abwägung gesellschaftlicher Entscheidungen.

In Italien gab es jetzt den schrecklichen Fall, dass ein durchgedrehter junger Mann seine 27-jährige Freundin umgebracht hat, weil er ihr unterstellte, sie habe ihn mit dem Corona-Virus infiziert (beide waren de facto negativ). Klar, das ist bislang ein exponierter Einzelfall, aber er sollte doch ein Schlaglicht darauf werfen, dass Epidemiologen vielleicht Experten für die Tödlichkeit von Viren sind, aber eben nicht für Tödlichkeit gesellschaftlicher Strangulation.

Der Spiegel tutet heute wieder in dasselbe Horn:
Spiegel
Die Auswertung der aktuellen Befragung ist beunruhigend: Langsam schwindet die Angst der Menschen vor dem grassierenden Coronavirus. Die Zuversicht, dass das Gesundheitswesen die Zahl der Covid-19-Kranken bewältigen wird, ist gewachsen.
Abgesehen davon, dass das ja wohl kaum überraschen kann – bei länger anhaltenden Krisen treten natürlich stets Gewöhnungseffekte ein –, muss man sich das mal reinziehen: Es ist bedrohlich, wenn die Angst schwindet und die Zuversicht wächst. Das könnte direkt aus der Feder eines Machiavellisten stammen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
pünktchen
pünktchen11.04.2014:58
Ob es Wahnsinn ist hängt konkret davon ab was man unter "bald" versteht und über welche Weltgegend man redet. Und es gibt ja auch viele Zwischenstufen zwischen alle einsperren und so weitermachen wie früher.
0
Weia
Weia11.04.2015:19
MKL
Ich habe momentan auch das Gefühl, dass sehr Viele glauben, dass alles bald vorbei ist...

Aber bis zu einer erwünschten Durchseuchung von 60% ist es noch ein sehr langer Weg
Die Lösung muss ja nicht durch die Durchseuchung kommen. Bessere Testverfahren, anschlagende Medikamente, Impfstoffe oder möglicherweise schlicht sommerliches Wetter täten es auch.
Ich bin auch am überlegen, ob ich am Dienstag mal vorsichtig einsteige - mit ETF auf MSCI World...
Dafür ist jetzt ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Ein guter Zeitpunkt wäre die Woche ab 23. März gewesen; damals schrieb ich am 23. März vor Börseneröffnung:
Weia am 23.03.20 um 13:11 Uhr
Die Situation wird zunehmend bullish, denn die Stimmungsindikatoren sind vergangene Woche, wie sich in den Wochenendddaten gezeigt hat, erstmals richtig pessimistisch geworden; urplötzlich kriegen es die Marktteilnehmer richtig mit der Angst zu tun. Das war das, was bislang gefehlt hat.
[…]
die Chancen stehen erstmals besser als 50%, dass der Markt am Freitag höher schließen wird als in der Vorwoche.
Wie ich Immer wieder betone, ist es wichtig, mit der Wahrscheinlichkeit zu gehen. Damals war die Situation praktisch so:
  • Sollte der Markt in nächster Zeit einen Boden bilden, wäre das zu diesem Zeitpunkt plausibel gewesen
  • Sollte der Markt im Abwärtstrend bleiben, so wäre zu diesem Zeitpunkt eine Bärenmarkt-Rally plausibel gewesen.
Sprich, die gute Gelegenheit bestand darin, dass für beide denkbaren Szenarien – Bullen- oder Bärenmarkt – zu diesem Zeitpunkt eine Aufwärtsbewegung wahrscheinlich schien. Man musste sich also gar nicht festlegen, was die längerfristige Perspektive betrifft und konnte – je nach Mentalität – kurzfristige Gewinne mitnehmen oder aber, nachdem diese Gewinne aufgelaufen waren, einen Stopp über dem Einstiegskurs setzen, sodass man gegen Verluste immunisiert war.

Jetzt ist die Situation aber genau umgekehrt; sie stell sich wie folgt dar:
  • Ist der S&P 500 in einem Bärenmarkt, dürfte die Bärenmarkt-Rally der letzten Wochen ganz nah vor ihrem Ende stehen; ein erneuter Kurseinbruch wäre ab jetzt jeden Tag möglich.
  • Ist der S&P 500 in einem Bullenmarkt, so dürften trotzdem gewisse Kursrückgänge oder aber zumindest eine Seitwärts-Konsolidierung in Bälde anstehen, da der Markt gerade in eine Zone mit diversen Widerständen läuft.
  • Nur, falls ein superstarker Bullenmarkt begonnen hat, der ohne große Umschweife im April oder Mai neue Allzeithochs machen wird, dürfte es jetzt ohne Unterbrechung weiter nach oben gehen.
Der 3. Fall ist möglich, aber klar der statistisch unwahrscheinlichste. In beiden anderen Fällen wäre ein Einstieg jetzt der großen Gefahr baldiger Verluste ausgesetzt, die im Fall 1 auch nicht mehr annulliert werden würden. Du würdest also mit einem Einstieg jetzt auf den unwahrscheinlichsten Fall setzen, um Verluste zu vermeiden, und das ist genau das, was man nicht tun sollte.

Wärst Du hingegen am 23. März eingestiegen, wo für Bullen- wie Bärenmarkt ein Anstieg wahrscheinlich war, könntest Du jetzt einen Dir genehmen Stop setzen und abwarten, welcher der 3 Fälle eintreten wird, ohne noch Verluste zu riskieren.

Nachdem Du das nicht bist, hielte ich jetzt Abwarten für angeraten, selbstverständlich mit der Gefahr, dass der 3. Fall eintritt und Dir der Markt „davonläuft“.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
HumpelDumpel
HumpelDumpel11.04.2015:26
Weia
MKL
Ich habe momentan auch das Gefühl, dass sehr Viele glauben, dass alles bald vorbei ist...

Aber bis zu einer erwünschten Durchseuchung von 60% ist es noch ein sehr langer Weg
Die Lösung muss ja nicht durch die Durchseuchung kommen. Bessere Testverfahren, anschlagende Medikamente, Impfstoffe oder möglicherweise schlicht sommerliches Wetter täten es auch.
Testverfahren helfen uns gar nix, wenn wir die Infektionsketten nicht nachvollziehen können, weil die Zahlen zu hoch sind.
Hier eine wie ich finde realistische Einschätzung der Zahlen
0
MKL
MKL11.04.2017:42
Weia
Wärst Du hingegen am 23. März eingestiegen, wo für Bullen- wie Bärenmarkt ein Anstieg wahrscheinlich war, könntest Du jetzt einen Dir genehmen Stop setzen und abwarten, welcher der 3 Fälle eintreten wird, ohne noch Verluste zu riskieren.

Nachdem Du das nicht bist, hielte ich jetzt Abwarten für angeraten, selbstverständlich mit der Gefahr, dass der 3. Fall eintritt und Dir der Markt „davonläuft“.

Danke Dir für die „Warnung“.
Am 23. März war ich „innerlich“ noch nicht so weit und auch nicht abgezockt genug, wieder einzusteigen. Im Nachhinein wäre es ja der nahezu perfekt Einstieg gewesen.
Alle Indixes plus AAPL mit über 20% im Plus.

In den letzten Tagen fühle ich mich das erste Mal wieder positiver und bereit für den ersten vorsichtigen Wiedereinstieg - mit langfristigem Anlageziel.
Denn ich habe die Angst, dem Markt komplett hinterherzulaufen.
Rein/raus mit Stop-Loss sind nicht so mein Ding, da ich zu wenig Zeit und Muße habe, mich mit der Börse zu beschäftigen.

Aber warten scheint mir nach Deinen Argumenten in der Tat nicht so falsch zu sein. Zu viel Optimismus ist ja auch - wenn ich Dich richtig verstehe - ja auch ein Zeichen dafür, dass es eher runtergehen wird...
0
Weia
Weia11.04.2017:55
MKL
In den letzten Tagen fühle ich mich das erste Mal wieder positiver und bereit für den ersten vorsichtigen Wiedereinstieg
[…]
Zu viel Optimismus ist ja auch - wenn ich Dich richtig verstehe - ja auch ein Zeichen dafür, dass es eher runtergehen wird...
Ja, genau das ist das Problem.

Es gehört zu den bemerkenswerten massenpsychologischen Phänomenen, dass oftmals genau dann, wenn auch Marktteilnehmer, die nicht so nah am Markt sind, das Gefühl bekommen, jetzt habe sich ein Trend hinreichend etabliert, um darauf setzen zu können, dieser Trend zu Ende geht.

Wie gesagt, vielleicht geht Dir durchs Abwarten eine fantastische Aufwärtsbewegung verloren. Aber das ist eben nicht der wahrscheinliche Fall.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
pünktchen
pünktchen11.04.2019:31
MKL
Am 23. März war ich „innerlich“ noch nicht so weit und auch nicht abgezockt genug, wieder einzusteigen. Im Nachhinein wäre es ja der nahezu perfekt Einstieg gewesen.

Ich hingegen:
Ausführungsdatum 23.03.2020 12:07:16



Aber auch nur das bisschen was ich gerade bar hatte, den Ausstieg vorher habe ich verpasst.
0
paganini11.04.2020:03
Ich bin bei Apple jeweils bei 202€/224€/234€ und 244€ eingestiegen und halte jetzt
0
piik
piik11.04.2020:25
Weia
Es gehört zu den bemerkenswerten massenpsychologischen Phänomenen, dass oftmals genau dann, wenn auch Marktteilnehmer, die nicht so nah am Markt sind, das Gefühl bekommen, jetzt habe sich ein Trend hinreichend etabliert, um darauf setzen zu können, dieser Trend zu Ende geht.
Nennt sich Truthahn-Illusion.
Wikipedia meint: "Die Neigung, einen Trend zu extrapolieren, ohne ihn zu hinterfragen. Die Sicherheit wächst mit der Zeit. Zum Zeitpunkt der Trendwende ist daher die Sicherheit am größten (und der Schock über die Wende)."
Also der Truthahn ist sich jeden Tag sicherer dass er morgen auch wieder Futter kriegt. Am sichersten ist er sich am Todestag.
0
Weia
Weia12.04.2003:13
pünktchen
Ich hingegen:
Ausführungsdatum 23.03.2020 12:07:16
Gewissenlose Kapitalistensau … 
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia12.04.2003:19
HumpelDumpel
Testverfahren helfen uns gar nix, wenn wir die Infektionsketten nicht nachvollziehen können, weil die Zahlen zu hoch sind.
Nein, auch Testverfahren helfen selbstverständlich etwas; sie sind allein nur kein Allheilmittel, das ist richtig.
Hier eine wie ich finde realistische Einschätzung der Zahlen
Ich schätze Mai wirklich sehr, aber sie kann auch nicht anders als bei ihren Hochrechnungen von den Zahlen auszugehen, von denen im Moment (fast) jeder ausgeht, aber keiner weiß, ob sie auch nur von der Größenordnung her stimmen. Es gibt einfach zu viele Unbekannte.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia13.04.2018:15
Nachdem AMZN letzte Woche die entscheidende Marke von 1996,33$ überschritten hatte, ist die Aktie im Moment übrigens noch 1% von einem neuen Alltime-High entfernt …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
thomas b.
thomas b.13.04.2022:34
Weia
Nachdem AMZN letzte Woche die entscheidende Marke von 1996,33$ überschritten hatte, ist die Aktie im Moment übrigens noch 1% von einem neuen Alltime-High entfernt …

...und hat heute mit $2.168,88 geschlossen.
0
subjore14.04.2011:01
Mal schauen wann es wieder mit Apple abwärts geht. Das einzige was die Aktie jetzt noch stützt ist, dass erwartet wird, dass die Regierungen sehr viel Geld auf die Kapitalmärkte schmeißen werden.
Das Gewinn zu Wert Verhältnis, wird in diesem Jahr relativ schlecht ausfallen. Ich bezweifle mal, dass Apple in den nächsten zwei Jahren mit den Zahlen vom letzten Jahr mithalten kann.
0
macbeutling
macbeutling14.04.2011:14
subjore
Ich bezweifle mal, dass Apple in den nächsten zwei Jahren mit den Zahlen vom letzten Jahr mithalten kann.

Das wird in nächster Zeit auch kein Wert ein, an dem sich auch nur IRGENDEINE Aktie wird messen können.
Die Frage wird sein, wie SCHLIMM es de facto wirklich gekommen ist.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass nun vielleicht etwas fundamentalere Werte in die Bewertung einer Aktie einfliessen werden:
- welche Aktiva hat das Unternehmen
- welche Barmittel hat das Unternehmen
- wie sehr diversifiziert sind die Umsätze des Unternehmens

Das sind alles Daten, bei denen Apple meiner Ansicht nach sehr gut dasteht.

Ich hab vor knapp 3 Wochen einiges an Aktien gekauft, weil die so absolut günstig waren.
Da sind große Namen bei gewesen, die mit 50 und mehr Prozent Abschlag zu haben waren.
Apple hat im Maximum rund ein Drittel Wert eingebüßt, steht jetzt bei einem Minus von 15% und steigt eher wieder.

Nach wie vor, einer der sichersten Häfen in der momentanen Situation.
„Glück auf🍀“
0
Florian Lehmann14.04.2016:34
Apple iPhone Verkaufszahlen haben in China massiv zugelegt.
Von 500.000 in Februar um 416% auf 2.5 Mio im März.
0
macbeutling
macbeutling14.04.2016:37
YOY zu 2019 wäre deutlich interessanter, die Vergleiche zu den Monaten davor sind nicht sehr aussagekräftig, gerade in Pandemie-Zeiten.
Florian Lehmann
Apple iPhone Verkaufszahlen haben in China massiv zugelegt.
Von 500.000 in Februar um 416% auf 2.5 Mio im März.
„Glück auf🍀“
0
Florian Lehmann14.04.2017:11
macbeutling

Na ja, nicht unbedingt. Es zeigt, dass recht schnell wieder zugegriffen wurde. Ist für mich ein positives Zeichen. $284
0
MKL
MKL14.04.2018:46
Weia
Jetzt ist die Situation aber genau umgekehrt; sie stell sich wie folgt dar:
  • Ist der S&P 500 in einem Bärenmarkt, dürfte die Bärenmarkt-Rally der letzten Wochen ganz nah vor ihrem Ende stehen; ein erneuter Kurseinbruch wäre ab jetzt jeden Tag möglich.
  • Ist der S&P 500 in einem Bullenmarkt, so dürften trotzdem gewisse Kursrückgänge oder aber zumindest eine Seitwärts-Konsolidierung in Bälde anstehen, da der Markt gerade in eine Zone mit diversen Widerständen läuft.
  • Nur, falls ein superstarker Bullenmarkt begonnen hat, der ohne große Umschweife im April oder Mai neue Allzeithochs machen wird, dürfte es jetzt ohne Unterbrechung weiter nach oben gehen.

Was könnten denn jetzt die Auslöser sein?
Die Nachrichten bzgl Corona klingen aktuell meist positiv...
Eine zweite Welle?
Oder wäre der Rückgang rein „Chart technisch“ begründet?
Und siehst Du dann sogar Gründe für Tiefs nahe den März-Kursen?

Vielen Dank & viele Grüße
0
Weia
Weia14.04.2020:17
MKL
Was könnten denn jetzt die Auslöser sein?
Keine Ahnung, ist doch aber auch egal. Irgendeine Begründung findet sich für Kursbewegungen immer.
Die Nachrichten bzgl Corona klingen aktuell meist positiv...
Das ist zwar kein Auslöser für einen Kursrückgang, aber ein guter Grund dafür. Zu viel Optimismus zieht zwingend Enttäuschung nach sich. Vergleiche einfach damit, wie die Nachrichten bzgl. Corona am 23. März klangen.
Eine zweite Welle?
Du meinst Corona-Welle, ja? Wie gesagt, ich weiß es nicht, aber es ist doch auch nicht relevant, was für eine Begründung für fallende Kurse angeführt wird. Das Ausschlaggebende ist ggf, dass sie fallen. Ob nun das Corona-Virus die Anleger erneut verschreckt oder die wirtschaftlichen Folgen schlimmer scheinen als zunächst gedacht, wird man dann sehen.
Oder wäre der Rückgang rein „Chart technisch“ begründet?
Die Frage klingt irgendwie schief. Es ist ja nicht so, dass sich die Aktienkurse entweder „bloß technisch begründet“ bewegen oder aber „aus guten Gründen“. Die technische Analyse ist ja vielmehr der Versuch, die Bewegungen „aus guten Gründen“ zu antizipieren, ohne diese Gründe inhaltlich benennen zu können. Sie sagt also z.B. Die Kurse werden mit hoher Wahrscheinlichkeit fallen, und es werden sich gute Begründungen dafür finden lassen, aber welche, dazu kann ich nichts sagen.
Und siehst Du dann sogar Gründe für Tiefs nahe den März-Kursen?
„sogar“ ist gut. Es besteht dann die Möglichkeit erheblich tieferer Kurse als im März, Richtung S&P 500 1560.

Das Szenario, die März-Tiefs müssten noch einmal getestet werden, ist im Augenblick in aller Munde, deswegen halte ich es für nicht übermäßig wahrscheinlich (aber natürlich möglich). Entweder der Markt geht überhaupt nicht mehr so stark zurück oder er geht sogar noch erheblich tiefer.

Ganz grob (aber wirklich nur Anhaltspunkte) würde ich den 3 genannten Szenarien wie folgt Kurse zuordnen:

Bearish: Top zwischen jetzt und 3000, Kursziele: 2200 (eher unwahrscheinlich) – 1560 (am wahrscheinlichsten) – 670 (nicht so wahrscheinlich, aber wahrscheinlicher als 2200).

Bullish: Top zwischen jetzt und 3000, Konsolidierung, die nicht unter 2641 fällt, dann neue Allzeit-Hochs.

Super-Bullish: Durchmarsch auf neue Alltime-Highs.

Wird das bullishe Szenario verletzt, indem der S&P 500 unter 2641 fällt, die technischen Indikatoren aber keinen richtigen Bärenmarkt hergeben, könnte eine laaaaange diffuse Seitwärtsbewegung bevorstehen.

Generell gilt: Je länger sich der Markt auf dem jetzigen Niveau halten kann, desto bullisher sieht er aus. Ist er in einer guten Woche noch auf dem jetzigen Niveau, könnte das ein sehr bulishes Signal auslösen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
MKL
MKL17.04.2009:45
Weia
Generell gilt: Je länger sich der Markt auf dem jetzigen Niveau halten kann, desto bullisher sieht er aus. Ist er in einer guten Woche noch auf dem jetzigen Niveau, könnte das ein sehr bulishes Signal auslösen.

So sieht es jetzt ja aus, bzw. die Wahrscheinlichkeit für das bullishe Szenario ist jetzt gestiegen, oder täusche ich mich da?
0
Weia
Weia17.04.2015:45
MKL
Weia
Generell gilt: Je länger sich der Markt auf dem jetzigen Niveau halten kann, desto bullisher sieht er aus. Ist er in einer guten Woche noch auf dem jetzigen Niveau, könnte das ein sehr bulishes Signal auslösen.
So sieht es jetzt ja aus, bzw. die Wahrscheinlichkeit für das bullishe Szenario ist jetzt gestiegen, oder täusche ich mich da?
Na, sagen wir mal, Du bist etwas ungeduldig. Eine gute Woche später als mein letzter Beitrag vom Dienstag, das wäre nächsten Mittwoch oder Donnerstag.

Aber es könnte in der Tat schon vorher zu einer Änderung der Wahrscheinlichkeiten kommen, so wie der Markt im Augenblick agiert. Viel wird davon abhängen, ob der Markt heute seine Eröffnungsgewinne halten kann, denn es könnte rein charttechnisch auch gut sein, dass er heute nach positiver Eröffnung deutlich fällt. Das gilt es erstmal abzuwarten; ich werde versuchen, am Wochenende eine aktualisierte Prognose zu geben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
MKL
MKL17.04.2017:02
Weia
Na, sagen wir mal, Du bist etwas ungeduldig.

Jajaja.
Weia

ich werde versuchen, am Wochenende eine aktualisierte Prognose zu geben.

Danke Dir. Bin gespannt.
0
Weia
Weia20.04.2013:58
MKL
Bin gespannt.
Musst Du leider auch noch bleiben – so, wie die Dinge liegen, bleibt es doch beim ursprünglichen Zeitplan: Mittwoch oder Donnerstag (jeweils nach Marktschluss) wissen wir mehr.

Hintergrund: Der Markt ist an einer kritischen Stelle, denn wenn die letzten Wochen eine Bear-Market-Rally waren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Markt von der jetzigen Region aus das neue Bein nach unten startet. Die meisten üblichen Indikatoren sind in der jetzigen Situation gleich doppelt keine Hilfe: etliche sind in einem neutralen, nicht aussagekräftigen Bereich (nicht mehr bullish, noch nicht bearish) und bei denjenigen, die Extremwerte aufweisen, ist mangels Präzedenzfall unklar, ob die historisch einmalige Volatilität der letzten beiden Monate „extremere Extremwerte“ erfordern würde.

Die wenigen verbleibenden, potentiell aussagekräftigen Indikatoren legen ihr Ei vermutlich aber erst Mittwoch/Donnerstag. Sobald ich Näheres weiß, beschreibe ich das im Detail.

PS: Sollte Deine Ungeduld an FOMO (fear of missing out) liegen, so kannst Du Dich damit trösten, dass FOMO zu den schlechtesten Ratgebern überhaupt gehört und eher ein Indiz für eine Trendwende darstellt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
MKL
MKL20.04.2018:01
Weia
PS: Sollte Deine Ungeduld an FOMO (fear of missing out) liegen, so kannst Du Dich damit trösten, dass FOMO zu den schlechtesten Ratgebern überhaupt gehört und eher ein Indiz für eine Trendwende darstellt.

Das ist es.
Nach meinem Komplettverkauf meines Depot am 27.2. bin ich mit knapp 7% Verlust noch "im Plus", lag aber Ende März aber auch schon mal bei -18%. Daher ist noch alles ok, ärgere mich aber natürlich, dass ich wie schon geschrieben noch nicht wieder eingestiegen bin. Allerdings war mit am 23.3. noch zu pessimistisch, und seit dem läuft der Markt ja relativ gut...
Und insgeheim hoffe ich natürlich - wie sicher auch viele - auf einen Rückschlag. Aber wenn dies ja viele wünschen, passiert ja eher das Gegenteil, nicht wahr Weia?
Aber zum Glück ist Geld ja auch nicht alles.
0
Weia
Weia20.04.2018:27
MKL
Und insgeheim hoffe ich natürlich - wie sicher auch viele - auf einen Rückschlag. Aber wenn dies ja viele wünschen, passiert ja eher das Gegenteil, nicht wahr Weia?
Das stimmt, die Frage ist nur, was das Gegenteil von einem „Rücksetzer“ ist: Überhaupt kein Kursrückgang oder ein Kursrückgang auf 1560 im S&P 500.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
HumpelDumpel
HumpelDumpel20.04.2019:00
Ich glaube, der Ölpreis hat jetzt viel schneller adaptiert, wo die Reise hingeht.
0
Weia
Weia20.04.2021:12
HumpelDumpel
Ich glaube, der Ölpreis hat jetzt viel schneller adaptiert, wo die Reise hingeht.
Das wollen wir nicht hoffen.

Die Mai-Futures sind erstmals in der Börsengeschichte unter 0$ gefallen. Sprich, wer jetzt zusagt, bis Mitte Mai Öl abzunehmen, kriegt dafür Geld, statt welches bezahlen zu müssen.

Negativzinsen sind ja sooo März 2020 …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
adiga
adiga20.04.2023:22
Weia
HumpelDumpel
Ich glaube, der Ölpreis hat jetzt viel schneller adaptiert, wo die Reise hingeht.
Das wollen wir nicht hoffen.

Die Mai-Futures sind erstmals in der Börsengeschichte unter 0$ gefallen. Sprich, wer jetzt zusagt, bis Mitte Mai Öl abzunehmen, kriegt dafür Geld, statt welches bezahlen zu müssen.
Ok, dann nehme ich mal eine Billiarde Barrel ab
0

Kommentieren

Diese Diskussion ist bereits mehr als 3 Monate alt und kann daher nicht mehr kommentiert werden.