Walt Mossberg: Apple-Software hat ein Qualitätsproblem

Wenn jemand bislang als Apple-Fan unter den IT-Journalisten galt, dann war es der ehemalige WSJ-Kolumnist Walt Mossberg. Selbst bei Unzulänglichkeiten wie dem Antennenproblem des iPhone 4 oder veralteten Daten in den Apple-Karten war sein Grundtenor bislang gleich: Apple bietet für Nutzer die beste funktionierende Gesamtlösung. Dies ist aber jetzt offenbar vorbei und Mossberg der Geduldsfaden gerissen. In seiner neuesten Kolumne auf Re/code hält Mossberg die Hardware-Qualität bei Apple zwar nach wie vor für sehr gut, die Software-Qualität dagegen nehme seiner Meinung nach seit einigen Jahren spürbar ab.

iTunes
Zu bemerken ist dies beispielhaft an iTunes, einem der zentralen Apps in Apples Ökosystem. Auf dem Mac beherbergt iTunes nicht nur den Zugang zum Store, sondern dient auch zur Verwaltung von iPad, iPhone, iPod, Podcasts und iTunes U. Nach dem Redesign 2012 wurde es kurzzeitig besser. Mit Apple Music sei die überladene Funktionsvielfalt jedoch plötzlich schlimmer geworden und iTunes so langsam wie nie zuvor, so Mossberg. Seiner Ansicht nach sei es höchste Zeit, iTunes wie in iOS auf kleinere Apps aufzuteilen - beispielsweise auf spezielle Apps für Musik, Videos und Podcasts. Allerdings bemerkt er treffend, dass sich Apple diesem Ansatz bei der OS-X-Version bislang verweigert hat.

Mail
In seiner Ausführung zu den Unzulänglichkeiten von Mail schwärmt Mossberg von früheren Tagen, als selbst der Filter gegen Werbe-E-Mails innovativ und der Konkurrenz voraus war. Im Vergleich mit Dritthersteller wirke Mail aber mittlerweile veraltet und sei beim Umgang mit großen E-Mail-Mengen wenig hilfreich. Abgesehen von erweiterten Wischgesten habe Apple die neuen Ansätze aber nicht aufgegriffen, muss Mossberg resigniert feststellen.

Besonders im Umgang mit Gmail offenbaren sich außerdem Unzulänglichkeiten sowie Probleme mit Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Empfang und Versand sei langsam, die Suche finde nicht alles und einige E-Mails würden nicht angezeigt. Apple und Google schieben sich die Schuld gegenseitig zu, doch zeigen Dritthersteller, wie Gmail-Integration besser funktionieren kann. Möchte man jedoch keine Dritthersteller-Lösung verwenden, sei der Einsatz der Gmail-App oder der Gmail-Webseite unausweichlich.

Fotos
Um das veraltete iPhoto abzulösen, vollzog Apple im vergangenen Jahr den Reset mit Veröffentlichung der neue Fotos-App für den Mac. Die neue App greift das iOS-Konzept auf und sei laut Mossberg schneller und übersichtlicher. Die optionale Anbindung an die iCloud Fotomediathek sei aber anders als auf iPhone und iPad langsam und unzuverlässig. Dabei habe Mossberg eigenen Angaben zufolge nicht einmal besonders viele Fotos und unterschreite die Grenze von 50.000 deutlich. Dennoch komme es vor, dass Fotos nicht gefunden werden oder ohne kleines Vorschaubild gelistet sind.

iCloud
Im Bereich Cloud-Software sei Apple aber ohnehin besonders schwach, resümiert Mossberg. Einige Aspekte wie die Synchronisation von Kontakten und iMessages funktioniere großartig, was man von anderen Bereichen jedoch nicht sagen könne. Hierzu zählen laut Mossberg nicht nur die iCloud Fotomediathek, sondern auch die Synchronisation von Safari-Lesezeichen, iBooks, Pages-Kommentaren und sogar Backups. Continuity und Handoff seien diesbezüglich nur ein Notbehelf für die grundlegenden Cloud-Probleme bei Apple.

"Es funktioniert einfach" nicht mehr so gut
Die Probleme seien für sich betrachtet nicht besonders bemerkenswert, räumt Mossberg ein, doch gäbe es eine grundlegende Tendenz. Die vielen kleinen Enttäuschungen bezüglich der Software würden sich mit der Zeit anhäufen und den guten Eindruck der Apple-Hardware gefährden, so Mossberg.

Weiterführende Links:

Kommentare

odi141004.02.16 11:20
Alles Kritikpunkte wie wir sie hier im Forum ja auch schon lange hören und diskutieren. Dem kann ich persönlich in den meisten Fällen zustimmen.
someone04.02.16 11:22
Wundert mich ja schon laenger wie dilettantisch bei Apple programmiert wird, Geld haetten sie ja, aber offenbar die falschen Leute...
eastmac04.02.16 11:23
Muss ich leider zustimmen.
Mia
Mia04.02.16 11:24
Ganz unrecht hat er nicht... Benutze kein Apple Music mehr, weil zu unübersichtlich und fehlerbehaftet. Habe die iCloud Photo Library deaktiviert weil da das selbe Spiel. iTunes Match hat 30GB Musik verloren. iTunes benutze ich auch so wenig wie möglich.

iOS 9.2.1 auf meinem iPhone 6S Plus ruckelt an allen Ecken.

El Capitan hingegen hat sich stabilisiert und läuft sehr gut.
sierkb04.02.16 11:27
,
strateg
strateg04.02.16 11:35
früher war's wirklich besser — bin jetzt doch schon bald 30 jahre mit dem mac unterwegs 🤖
MaxxieJazz
MaxxieJazz04.02.16 11:36
@ Mia

...und welchen Musik-Player nutzt Du nun?
If you wanna reach higher, you gonna go deeper.
soleil
soleil04.02.16 11:38
Fotos sieht auch so richtig billig aus, was ist nur los bei denen ?
firevsh2o
firevsh2o04.02.16 11:41
Das kann ich auch alles so unterschreiben.

Vor allem mit der Entscheidung Aperture zu killen mit Fotos zu "ersetzen", hadere ich noch immer. Fotos ist leider in allen Details mistig, dabei wäre es schön damit eine ins System gut eingebettete zentrale Anlaufstation für alle Fotos zu haben. Leider hapert es da aber an allen Ecken und Enden.

Auch iTunes schrammt schon länger am Grat zur Unbenutzbarkeit entlang. Wenn man wenigstens den ganzen Mist den man in dem Programm nicht braucht, ausschalten könnte.

Eigentlich sollte doch Apple ein Interesse daran haben Vorzeige-Apps zu programmieren die zeigen was die Hardware bzw. das Apple-Ökosystem zu leisten im Stande ist. Apple schafft aber nur Programme zu produzieren die gerade so den Zweck erfüllen, für die es aber mittlerweile auf jeder Plattform bessere Alternativen gibt.
Mikemunic04.02.16 11:42
Kann man leider nur zustimmen. Allein was Apple Music alles angerichtet hat - sowohl auf dem iPhone und auf dem Mac ...
Jotti04.02.16 11:42
Walt, Du hast natürlich Recht. Auch wenn ich insgesamt zufrieden bin (Spoiler: ich arbeite auch intensiv mit Windows und kann das gut vergleichen), finde ich selber genug Kritikpunkte und manches einfach unübersichtlich. Paradebeispiel für Unübersichtlichkeit ist iTunes.

Ich finde, dass man leicht auf Software schimpfen kann. Deren Programmierer halten alles für toll und verstehen die Kritik meist gar nicht. Das größte Übel ist, wenn sich Entwickler im Laufe der Jahre verrennen. Immer muss was Neues hinzu programmiert werden. Immer müssen neue Funktionen hinzu gefügt werden. Es wird dabei der Blick auf das Wesentliche vergessen: Software muss so einfach wie irgend möglich zu bedienen sein.

Man möchte Apple manchmal zurufen: "back to the roots!"
Wie einfach wäre es (theoretisch) ein System wie Snow Leopard anzubieten, darüber hinaus den User entscheiden zu lassen mit welchen Erweiterungen aus dem App Store er das dann aufblasen möchte. Das Gleiche für iOS. Gebt den Menschen die Basics an die Hand. Und dann zeigt den Menschen auf, mit welchen Erweiterungen sie ihr System anpassen können.
JoMac
JoMac04.02.16 11:42
Vorgestern war auf meinem iPhone plötzlich alle Musik weg.
Nix mehr da. Hallo?

Gestern also mühsam wieder alle Alben einzeln angeklickt und runtergeladen.


Ich verstehe nicht wie man so viel Geld haben kann und dann nicht genug Entwickler hat, um wenigstens BUGFIXING zu betreiben. (bezogen auf iOS und OS X)
jeti
jeti04.02.16 11:46
Wo er Recht hat, hat er Recht.

Nur als exemplarisches Beispiel zum Thema "verschlimmbessern" => Pages:
Verknüpfen von Texten über mehrere Spalten und Seiten
funktioniert in der aktuellen Version nicht.
nane
nane04.02.16 11:47
Walt Mossberg
+1

Noch schlimmer als die SW Qualität bei Apple ist die Ungewissheit ob Apple seine SW weiter pflegt oder plötzlich "einstampft".
Das gilt für Hardware übrigens ebenso. Ständig stellt sich die Frage, kommt ein neuer Pro, ein neuer Mini, ein aktualisiertes Display, welche Schnittstellen fallen weg, welche Adapter muss ich kaufen - oder hat man komplett aufs falsche Pferd gesetzt? Dabei könnte Apple mit einer einfachen "road-map" sofort Investitionssicherheit schaffen
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
macfandi
macfandi04.02.16 11:48
👍👍👍
Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer das es genau meinen eigenen Erfahrungen entspricht und meine Gefühlslage als Jahrzehnte langer Apple-Fan exakt wieder spiegelt.
Richard
Richard04.02.16 11:55
Die Beispiele finde ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehbar

iTunes läuft und lief bei mir immer. Die Benutzerführung ist zwar .. aber das ist ja eher ein Strukturelles Problem.

Mail verwaltet bei mir 90 GB an Mails und hat auch keine Probleme. Hab letzte Woche das hochgelobte Airmail ausprobiert. Sorry, aber damit kann man doch beruflich gar nicht arbeiten. Aber das oben die Gmail Anbindung kritisiert wird, bin ich wohl sowieso der falsche Adressat.

Fotos nutze ich nicht.

iCloud war schon immer Müll. Apple kann einfach kein Online. Aber da gibt es ja genügend andere die das besser und vor allen Dingen zuverlässiger lösen.

Ansonsten hat er aber mit der generellen Aussage Recht. Früher bin ich zum Mac wegen der Apple Software gewechselt. Heut würde ich das nicht mehr machen. Von den Hausprogrammen nutze ich eigentlich nur noch Mail, Safari und gezwungener Massen iTunes. Der Rest vergammelt auf meiner Festplatte.
MacBookPro Retina :: 16GB Ram :: OS X 10.11
Mecki
Mecki04.02.16 12:02
Also langsamer ist iTunes bei mir nicht geworden. iTunes war faktisch schon immer langsam (machen wir uns nichts vor) und hat sich in de letzten 2 Jahren weder groß verbessert noch verschlechtert. Wer eine SSD hat, der kann dennoch damit leben, wer nicht, mein herzliches Beileid! Auch finde ich nicht, dass es jetzt überladener ist als vor 2 Jahren, im Gegenteil, ich finde es sogar etwas aufgeräumter von der UI, wenn man die UI mal verstanden hat - die zugegeben nicht gerade intuitiv ist und nicht so aufgebaut ist wie in anderen Apps von Apple, was gerade Neulinge oft zur Verzweiflung treiben dürfte. Das iTunes mehr Bugs hat als früher, das kann ich bestätigen. Seit Apple Music gibt es UI Bugs, die man so vorher gar nicht kannte und auch ansonsten gibt es viele winzige Bugs hier und da, die für sich alleine eigentlich gar nicht so schlimm wären aber in der Summe oft einfach nur nerven.

Vor allen in Verbindung mit Netzwerkfunktionen hat iTuntes oft Macken. iTunes Match z.B. funktioniert oft nicht gut bzw. zeitweise auch gar nicht, wobei ich da nie weiß, liegt das jetzt an iTunes oder am Server oder daran, dass die beiden nicht vernünftig aufeinander abgestimmt sind? An und abmelden hilft dann manchmal, was eher für ein iTunes Problem spricht, manchmal auch nicht, das spricht dann eher für ein Serverproblem.

Mail... Mail war schon immer recht einfach gehalten. Ist halt kein Power E-Mail Programm. Aber eine Verschlechterung kann ich nicht bemerken. Fotos... ist eigentlich ganz okay. Kann halt wenig und hat ein paar UI Probleme ab und zu. Ist kein Meisterwerk und ja, iPhoto war da besser, aber ist jetzt auch keine Katastrophe. Die hier genannten Probleme hatte ich noch nicht. iCloud kann ich nichts zu zu sagen, nutze ich größtenteils nicht, kann aber schon sein, dass dieses ganze Sync-Zeugs nicht so gut funktioniert, ist aber auch schwierig (jeder der selber so was mal programmieren musste weiß wovon ich spreche)
verstaerker
verstaerker04.02.16 12:02
leider hat er schon Recht... Mail verbummelt ständig mails - zur Sicherheit schicke ich mir mittlerweile wichtige Sachen an eine andere email-adresse die ich über Thunderbird verwalte

Fotos war voll der Schuß in' Ofen ... ein neues Aperture wäre toll gewesen

iTunes find ich ganz ok - ein zentrales System für alles zu haben ist nicht verkehrt, aber vielleicht wäre eine Art Miniplayer für Musik ne gute Idee (oder man nimmt einfach einen player von Drittherstellern)
mickmäck04.02.16 12:14
Kritik ist gut. Hoffentlich kommt das ein oder andere bei Apple an. Aber schlechter geworden ist Apple nicht - eher besser. Die Ansprüche der User und die Komplexität der Erfordernisse und Möglichkeiten haben sich entscheidend gewandelt. Klar war iTunes als reiner MP3-Player übersichtlicher.

Aber selbst Keynote, Pages und Numbers sind für bestimmte Aufgaben nicht schlecht. Und das Markieren in Mail ist zum Beispiel großartig, wie im Großen und Ganzen auch das OS X. Wenn ich mal auf ein anderes System schaue, weiß ich sofort, warum ich Apple liebe!
john
john04.02.16 12:16
ich finds super, dass ausgerechnet walt mossberg das mal so richtig schön auf den tisch bringt.
denn im gegensatz zu den abertausenden maulenden usern in all den mac-foren haben die worte von walt mossberg wenigstens gewicht bei apple.
zumindest hatten sie das mal. als jobs noch lebte. er hielt sehr viel von mossberg. erinnert ihr euch noch an das mobileme-desaster? da hatte jobs auch wütend auf den tisch gehauen vonwegen "mossberg, our friend, is no longer writing good things about us."
das lässt hoffen, dass derart einflussreiche worte noch bei apple gehör finden und cock (oder wer auch immer bei apple) das zum anlass nimm mal zu überdenken "hmm.. offenbar ist unsere software wirklich kacke.. das sollten wir dringend ändern"
biete support. kostenlos, kompetent und freundlich. wähle zwei.
ghostlord04.02.16 12:16
Muss mich leider anschließen - er hat vollkommen Recht!

Apple hat doch eh nur eine Handvoll an Software zu pflegen selbst die paar verkacken sie vollkommen!

Fotos
- Für das verbrechen Aperture einzustellen und dafür den Kernschrott Fotos zu bringen gehört Cook eine gscheide Watschen und Kopfnuss gegeben

iTunes
- danke Apple das ID-Tags verkrüppelt worden sind

OSX
- schlafende externe Festplatten frieren die Spotlight Suche ein - man muss ewig warten bis alle HDDs angelaufen sind

Mail
- Spamfilter taugen nix

Apple-TV OS
- OK wer nicht mehr als 10 Filme/ 10 Alben in der Bibliothek hat OK aber bei mehr als 100 - kannste vergessen
sonorman
sonorman04.02.16 12:16
Ok, bei den vielen Beschwerden muss ja irgendwas dran sein, aber ich kann es persönlich nicht nachvollziehen. Zumindest nicht in dem Maße, dass ich dafür auf die Barrikaden gehen müsste.

Im Großen und Ganzen läuft bei mir jede Apple Software einwandfrei, wobei ich einige Apps wie Fotos nur rudimentär nutze. Mail läuft astrein, iTunes auch und statt Evernote nutze ich inzwischen wegen der besseren Einbindung "Notizen", auch wenn es im Funktionsumfang recht beschränkt ist. – Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

iCloud ist in der Tat stark verbesserungsfähig, speziell mit Sachen wie iCloud Drive. Auch im Netzwerkbereich hat Apple schon immer gewisse Defizite gehabt. Aber daher kann man auch nicht von einer Verschlechterung reden. Es hat sich nur nicht gebessert. – Was schlimm genug ist.

Trotzdem: Wenn ich mal Revue passieren lasse, was ich früher alles für Computerprobleme hatte, und wie wenige heute, dann kann ich diesen vielbeschworenen Abwärtstrend in der Apple-Softwarequalität definitiv nicht nachvollziehen. Hartnäckige Bugs und ärgerliche Unzulänglichkeiten hat es immer gegeben. Das ist nicht als "Ehrenrettung" für Apple gemeint. Ich glaube nur, dass viele einen allzu verklärten Blick auf die Vergangenheit haben.
Dante Anita04.02.16 12:19
Er hat leider Recht.
Mir fehlt auch ein durchgängiges Bedienkonzept, mittlerweile ist das alles nicht mehr konsistent.
Bei Apple ist ja weniger immer mehr, demnach verschwinden immer mehr Buttons aus den Programmen. Die halbe Zeit suche ich irgendwelche Funktionen, die Apple gut versteckt.

Mail ist mittlerweile auch verbuggt. Suche ich z.B. Mails anhand des Absender (weitere Mails vom selben Absender), stürzt Mail mit einer 50%-Chance ab. Craig "Hair Force One" soll seinen Saustall mal aufräumen.

Von AirDrop rede ich jetzt gar nicht, ich benutze es einfach nicht mehr, um meine Nerven zu schonen.
StefanE
StefanE04.02.16 12:24
Also bei mir funktioniert alles eigentlich mehr oder weniger ohne Probleme.
Klar kann es mal vorkommen, dass die Foto-App die neuen Fotos etwas langsam lädt. Aber sonst ist eigentlich alles schön schnell.
Habe aber auch das aktuellste MBPR.

Unter Windows war iTunes so ziemlich grausam - hat sich mit iTunes 12 aber gebessert.
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!
erikhuemer
erikhuemer04.02.16 12:26
Ich möchte noch einen zentralen Kritikpunkt hinzufügen: Quicktime, Pages, Numbers, Keynote, iMovie, ... Alle diese Programme waren schon einmal besser und wurden in den 0er Jahren völlig überholt und sind seither einfach zu vergessen.

Pages '97 ist die beste Textverarbeitung /DTP am Mac. Das aktuelle Pages kostet nur Nerven.
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen. Albert Einstein
Dom Juan
Dom Juan04.02.16 12:27
Jungs, ich brüllt alle als wäre Apple der letzte Dreck 😯 Entweder Ihr oder ich macht/mache was falsch, denn mein MBP läuft (fast) alles einwandfrei !

iTunes
Keine Probleme bei einer dicken Bibliothek. Apple Music war etwas wie ein Albatros, hatte heftigste Startprobleme aber segelt bei mir seit Monaten einwandfrei. Wer mir sagt, iTunes sei unübersichtlich, dem antworte ich sorry, aber übersichtlicher als eine Reihe von Reitern oben geht kaum noch.

Mail
Nichts zu meckern. Für meinen Verkehr reicht es dicke, für Online Accounts o.A. habe ich mir eine spam@gmail.com adresse angelegt, damit mein Postfach einfach leer bleibt.

Fotos
Ok, ohne Affinity Erweiterung ein No Go… langsam, unübersichtlich, leider nur für die Kidds nutzbar, die Photos nur mit ihrem iPhone machen, und für die Schwarzweißeffekte der Gipfel der Nachbearbeitung sind. Und seit mein Foto-Ordner auf eine NAS gewandert ist, kann ich das Programm eigentlich vergessen. Aber zum Glück gibt es ja Affinity 😉

iCloud
Das einzige was mir fehlt, ist die Möglichkeit "diesen Ordner teilen", wie Mobile-Me es vor fast einem Jahrzehnt konnte…

Synchronisationsprobleme muss man iCloud aber nahtlos zurechnen, das stimmt schon. Siehe dabei auch Kalender…
Mais lorsqu'on en est maître une fois, il n'y a plus rien à dire ni rien à souhaiter.
Eventus
Eventus04.02.16 12:30
Persönlich kann ich von den erwähnten Punkten lediglich bei iTunes zustimmen, weils mittlerweile zu viel einzustellen gibt, bis man alles schön übersichtlich hat.

Aber es schadet sicher nicht, wenn Walt diese Kritik bringt; Apple muss m. E. bei der eigenen Software nicht alle Funktionen bieten, die sich verschiedene Nutzer so wünschen, aber die Funktionen, die dabei sind, müssen möglichst fehlerfrei funktionieren – was sie offenbar bei zu vielen Leute nicht tun. Es ist vielleicht auch so, dass die Programme weniger robust sind, was erklären würde, dass manche wie ich keine Probleme haben, andere schon. Aber eben: Apple Software müsste robust sein und sich nicht darauf verlassen, dass jeder Nutzer alles pflegt und keine Experimente/Fehler macht.
Live long and prosper! 🖖
Hühnchen
Hühnchen04.02.16 12:31
gebe ihm auch recht. Die ganze Richtung stimmt nicht mehr. Früher konnte man einen Mac kaufen und hatte damit eigentlich alles, was man so privat braucht und das war auch alles da und so wie man es erwarten konnte, oder zumindest recht schnell verstehen. Klar ist das heute alles etwas komplexer, aber das muss man doch nicht so machen. El Capitan finde ich eigentlich gut und finde Mail auch für die meisten völlig ausreichend (benutze kein G-Mail). Aber der Rest?!? Man merkt halt immer, dass nicht versucht wird, gute software zu liefern, sondern Kaufanreize für immer neue Apple-Produkte und eine gewisse Anhängig kein zu schaffen. Und genau ist das Problem daran, denn das scheint ja auch zu funktionieren.

Also: Warum sollte Apple diesen Weg nicht weitergehen, wenn sich die Hardware (bis auf a iPads vielleicht) doch prima verkaufen?!?

iTunes ist dank music sucht ne Katastrophe geworden. Und ich benutze eine einzige kleine Tabelle sowohl auf iPhone und auch auf dem Mac in Numbers - alleine! Wenn ich schon sehe, wie langsam und schlecht der Abgleich von Änderungen dazwischen funktioniert, wird mir immer übel.
valcoholic
valcoholic04.02.16 12:36
Er spiegelt damit auch mein Bauchgefühl wieder. Bei Apple haben sich eben die Prioritäten verschoben und Cook hat sichtlich ein schlechteres Gefühl bei der Personalauswahl. Allerdings hätte es auch weit schlimmer kommen können, denn dass Apple nach Jobs komplett untergeht, wie viele erwartet haben, ist natürlich nicht eingetreten.
- Apple kommt heute mehr Kundenwünschen nach, statt ihnen vorzugeben, was sie wollen. Und wenn sie Letzteres versuchen, hauts nicht ganz hin (Macbook)
- Apple wird offener für manches und damit auch anfälliger für anderes
- Apple hat seine Zielgruppe zu irgendeinem Zeitpunkt etwas anders definiert. Der propagierte iWatch-Träger unterscheidet sich etwas vom früheren iPod-Käufer.
Man hatte auch früher hin und wieder das Gefühl, Apple wisse nicht immer 100%ig wo sie hin wollen. Daher waren dann solche Entwicklungen wie das iPhone so überraschend, da derartige Bomben natürlich keiner erwarten konnte. Heute hingegen wirkt es vielmehr als würden sie unter dem Druck, Innovationen zu liefern um die Shareholder zu besänftigen, in irgendwelche Richtungen feuern und dabei weniger Wert auf ein komplett durchdachtes Produkt legen. Nein, damit meine ich nicht, dass sie gar keinen Wert drauf legen, nur wo es früher 110% waren sind es nun gefühlt 90%. Vor allem bei Apple Music hätte ich erwartet, dass man sich ein so großes Produkt besser durchdenkt. Die Apple Watch hätte ebenfalls höhere Wellen schlagen müssen oder andernfalls eben nicht rausgebracht werden dürfen, bis sie das eben tut. Das Macbook hätte auf eine größere Zielgruppe ausgelegt sein müssen und schon gar nicht im selben Jahr wie das iPad Pro erscheinen dürfen usw.

Im Nachhinein fällt es natürlich leicht, Fehler aufzuzeigen und trotz allem würde ich sagen dass 2015 ein ziemlich solides Jahr war. Auf jeden Fall aber stimmts schon, dass Apple uns mal wieder mehr Gründe liefern sollte, vergleichsweise mehr Geld für deren Zeug auszugeben, denn die Konkurrenz schläft nicht.
Eventus
Eventus04.02.16 12:41
Dom Juan
Entweder Ihr oder ich macht/mache was falsch, denn mein MBP läuft (fast) alles einwandfrei !
Aber schau, selbst du und ich, die wir so zufrieden sind, haben ein paar negative Punkte. Ich bin mit Fotos ausreichend bedient und Synchronisierung läuft bei mir bei allen Diensten einwandfrei, aber ich finde z. B. bei iTunes die vielen Darstellungsoptionen, also was wie angezeigt/sortiert wird und was ggf. in den Spalten angezeigt wird usw. übertrieben. Das ist ja wie Word (das ich nicht nutze) – man könnte das UI schön einrichten, aber es bräuchte sehr viele Überlegungen und sehr viel Geduld.

Und du kritisierst eben auch manche Punkte. Wenn also sogar wir so auf die schnelle einige Mängel vorbringen können, something is rotten in the state of Apple.
Live long and prosper! 🖖
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen