Donnerstag, 6. Dezember 2012

Apples CEO Tim Cook sprach in einem ungewöhnlich langen Interview mit Businessweek über den Status und Zukunftspläne des Unternehmens. Mehr als ein Jahr nach dem Tod des Apple-Mitbegründers Steve Jobs blieb sich Apple nach Ansicht von Cook der grundlegenden Philosophie treu, die besten Produkte zu entwickeln. Im Kleinen haben und werden sich laut Cook aber viele Dinge ändern. Ein Anfang wurde mit mehr Transparenz bei der Zulieferkette gemacht, gefolgt von Änderungen in der Unternehmenskultur wie die Spendenunterstützung. Ob Apple an einem TV-Gerät arbeitet, ließ Cook offen, doch gibt es intern einen großen Druck großartige Arbeit zu leisten, wobei man auf relativ kleine Entwicklungsteams setzt. Dennoch ist eine gute Zusammenarbeit laut Cook unerlässlich für Innovationen, weswegen diese, mit der Absetzung von iOS-Chef Scott Forstall sowie der Entlassung von Retail-Chef John Browett auf eine neue Ebene gesetzt wurde.

Apple entwickelt nach Ansicht von Cook einzigartige Gesamtlösungen aus Hardware, Software und Diensten. Ziel ist ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen iOS und OS X. Im Fall der neuen Karten-App von iOS 6 hat dies nicht funktioniert, doch war die Umstellung Cook zufolge keine strategische Entscheidung, sondern die Einführung innovativer Funktionen. Hier wird es stetig Verbesserungen geben. Eine andere Änderung ist bei der Produktion von Macs geplant. Im kommenden Jahr werden diese teilweise in den USA hergestellt werden. Apple selbst wird dies nicht vornehmen, sondern mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten und mehr als 100 Millionen US-Dollar in den Aufbau der Produktion investieren. Allerdings werden nicht alle Produktionsbereiche auch in den USA zu finden sein.

Zuletzt spricht Tim Cook im Interview noch über den CEO-Wechsel bei Apple einige Wochen vor dem Tod von Steve Jobs. Demnach hatte Jobs schon recht lange Cook als CEO-Nachfolger favorisiert, wobei sich Jobs als Vorstandsvorsitzenden in der Rolle des Beraters sah. Dennoch sollte Apple so weitergeführt werden, wie es nun Tim Cook für richtig hält.
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