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AMD stellt Fusion-Prozessor vor

Offiziell eröffnet die Consumer Electronic Show 2011 erst am Donnerstag ihre Pforten. AMD dies jedoch nicht davon ab, bereits heute den ersten eigenen Prozessor mit integriertem Grafikkern vorzustellen. Der AMD Fusion vereint CPU und GPU auf einem Die, ähnlich wie es bei Intels "Sandy Bridge"-Architektur der Fall ist. Während Intel seit geraumer Zeit bei der CPU die Nase vorn hat, kann AMD dagegen bei der integrierten GPU durch die Erfahrung mit Radeon-Grafikchips punkten. So unterstützt die GPU-Einheit des Fusion-Prozessors DirectX 11 und verfügt über eine neue Video-Beschleunigung, wie sie auch bei Radeon-6800-Grafikkarten zum Einsatz kommt.

Dennoch soll der AMD Fusion so stromsparend sein, dass auf Notebooks eine Laufzeit von mindestens 10 Stunden erreicht werden kann. Insbesondere die sparsamen Modell der C- und E-Serie mit einem Verbrauch von 9 Watt beziehungsweise 18 Watt sollen hier überzeugen. Sie verfügen allerdings nur über maximal 2 CPU-Kerne und sind mit maximal 1,6 GHz getaktet. In der Desktop-Ausführung als A-Serie soll der Fusion-Prozessor dank GPU eine Rechenleistung von mehr als 500 GFLOPS erreichen können. Noch im laufenden Quartal will AMD zudem Fusion-Prozessoren für Tablets ausliefern. Zahlreiche Hersteller wollen die AMD-Fusion-Prozessoren verbauen, darunter Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo, MSI, Samsung, Sony und Toshiba. Ob auch Apple möglicherweise auf die AMD-Fusion-Prozessoren zurückgreifen wird, ist nicht bekannt.

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Kommentare

Portnoy04.01.11 11:41
Na das wäre doch mal was: APPLE stellt neue MBs vor und die laufen dann mit Prozessoren von AMD. Und die Intelaktie rauscht in den Keller. Holla, das wäre spannend.
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nasa04.01.11 11:46
Ich würde das ebenfalls begrüssen. Die Daten lesen sich ja nun nicht wirklich schlecht.
Weiters gehe ich mal stark davon aus dass die Fusion GPU erheblich stärker ist als die der Sandy-Bridge CPUs.
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Michael Lang04.01.11 12:07
Erstens glaube ich, dass die GPU der Sndy-Bridge-Prozessoren nicht so schlecht sein werden und zweitens, dass Apple daher (nur) bei Intel bleiben wird.

Abgesehen davon, hat AMD echte Treiberprobleme was OpenGL anbelangt. Da verkacken die AMD-GPUs ordentlich gegenüber Nvidia. Und bekanntermaßen baut Apple exklusiv auf OpenGL auf.
Intel ist da auch nicht so dolle bei Treibern für GPUs, aber da wird die CPU mehr zählen....

Also muß AMD in Punkto OpenGL ordentlich nachlegen um da Punkten zu können. Wenn die sich da echt mal zusammenreißen und speziell für Apple mehr OGL-Performance herauskitzeln würden, dann könnte Apple in Zukunft evtl. doch noch mal "schwach" werden...

- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
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PeteramMeter04.01.11 12:23
@Portnoy...
Du überschätzt die Bedeutung von Apple. Apple hat einen viel zu kleinen Anteil am Markt, dürfte nur wenig am Intel Umsatz beteiligt sein.
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Dieter04.01.11 12:41
DirectX 10 oder 11 oder 9 oder nix ... Ist doch der berühmte Reissack!
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ultrapaine04.01.11 13:09
@Michael Lang: Was OpenGL Performance an geht...also bitte, selbst die nVidia Mac Treiber liegen meilenweit hinter der Performance von Windows. Also es ist ein deutlicher Unterschied ob man unter Mac oder unter Windows Spielt. In anderen 3D Apps wird es sehr Wahrscheinlich ähnlich sein.
Des weiteren schreiben Apple doch sowieso die Treiber selber? Zumindest mein ich gehört zu haben das sie die selbst modifizieren, was allerdings da dran ist kann ich nicht belegen.

@Dieter, ja, so egal wie ob die Hardware OpenCL kann oder eben nicht (das eine schließt das andere mit ein)
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architron
architron04.01.11 13:30
@ultrapain

Stimmt natürlich, wobei Michael Lang insofern Recht hat, als die ATI OpenGL-Treiber schon unter Windows denen von NVIDIA elendig unterlegen sind, da würde/wird es wohl unter OSX keinen Deut besser werden.
Aber basieren denn unter Windows nicht ohnehin die meisten Spiele-Engines auf Direct X? Was ja einer guten OpenGL Treiber-Entwicklung somit nicht unbedingt zuträglich wäre, abgesehen von der Notwendigkeit für die FirePro, respektive Quadro Karten OpenGL-Treiber entwickeln zu müssen.
Nicht, weil eine Sache gut ist, begehren wir sie. Sondern weil wir sie begehren, erscheint sie uns gut.
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nasa04.01.11 13:30
Bislang waren jedenfalls die ATI Treiber für OS X den Nvidia Treibern stets haushoch überlegen.
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SGAbi200704.01.11 14:34
Du überschätzt die Bedeutung von Apple. Apple hat einen viel zu kleinen Anteil am Markt, dürfte nur wenig am Intel Umsatz beteiligt sein.
Aber Aktienkurse haben nicht zwangsweise was mit Umsatz zu tun. Apple ist für Intel ein Prestige-Kunde...
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SGAbi200704.01.11 14:55
Da sich Apple ohnehin die die Treiber selber bastelt, ist es völlig egal, die in der Vergangenheit die Windows-Treiber einzuschätzen waren...
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MacRaul05.01.11 11:16
Der einfache Grund, warum Apple auch in Zukunft auf INTEL setzen wird, heisst Light Peak.

Zudem mögen integrierte AMD Grafiklösungen zwar leistungsfähiger als diejenigen von INTEL daherkommen, sie werden aber niemals mit diskreten GPUs mit eigenem VideoRAM mithalten können. Daher wird Apple weiterhin auf leistungsstarke INTEL CPUs in Verbindung mit diskreten Grafikchips setzen.

Da die integrierte Grafikleistung für Premiumprodukt wie dem MacBookPro ohnehin nicht ausreicht, ist der Stromverbrauch bzw. die TDP wichtiger als die eigentliche Performance. Wenn Apple die Wahl hätte, dann würden sie eine leistungsfähige CPU ohne integrierte Grafik oder eine CPU mit einer äußerst stromsparenden Grafik bevorzugen. Könnte man z.B. die TDP der INTEL QuadCore Chips von 45 auf 35 Watt senken, dann würden sie sich auch für den dünnen Apple Formfaktor eignen. Ansonsten werden wir für dieses Feature noch auf die Ivy Brigde Generation warten müssen.

Und da die sinnvolle Integration von Light Peak nach einer Spezialversion von SandyBridge verlangt, ist auch eine Grafiklösung nach den Vorstellungen Apples nicht ganz auszuschließen.


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