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iPhone als Astrokamera: Fotograf zeigt bestechend detailreiche Aufnahme der Milchstraße

Die Kameras von iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max unterstützen bekanntlich ein von Apple als "ProRAW" bezeichnetes Feature. Dabei handelt es sich dem iPhone-Konzern zufolge um eine Kombination aus standardmäßigem RAW-Format und der Bildverarbeitungsmöglichkeiten der Top-Smartphones aus Cupertino. Zu welchen Leistungen die Technik in sehr speziellen Aufnahmesituationen fähig ist, demonstriert jetzt ein iPhone-Besitzer mit einem Bild des Nachthimmels.


Milchstraße mit dem iPhone 12 Pro Max fotografiert
Tom Kerss, so der Name des Astronomen, Astrofotografen und Autors, machte mit seinem iPhone 12 Pro Max ein Foto der Milchstraße. Das Ergebnis veröffentlichte er jetzt zusammen mit einigen Erläuterungen zur Entstehung und technischen Anmerkungen auf Twitter. Das Bild zeigt das sogenannte Sommerdreieck des nördlichen Sternenhimmels mit einer hellen Region der Milchstraße. Just zum Entstehungszeitpunkt kreuzte zudem eine Sternschnuppe den Bildausschnitt, vermutlich handelte es sich dabei um einen leicht verfrühten Meteor der Perseiden.


Quelle: Tom Kerss

Kamerasensor des iPhones ist sehr leistungsfähig
Angesichts des vergleichsweise kleinen Sensors mit einer Pixelgröße von lediglich 1,7 Mikrometern sei die Kamera des iPhone 12 Pro Max extrem leistungsfähig, schreibt der Astrofotograf. Das Smartphone liefere dank ProRAW digitale Negative (DNG) mit 12 Bit, die Daten seien daher sehr brauchbar für Aufnahmen des Nachthimmels. Ganz perfekt ist das Bild nach Ansicht des Astronomen allerdings nicht: Die bei der Astrofotografie typischerweise auftretenden Aberrationen seien sichtbar. Allerdings ließen diese sich durch eine verbesserte Bildbearbeitung seitens des Smartphones noch korrigieren. Hierzu müsste Apple die Kamerasoftware allerdings entsprechend weiterentwickeln.

Online-Workshop zur Astrofotografie mit dem iPhone
Kerss zufolge könnte das Ergebnis durch eine zusätzliche Bearbeitung mit spezieller Software auf Mac oder PC noch weiter verbessert werden. Diese hat er jedoch aus Zeitgründen bei der jetzt veröffentlichen Aufnahme nicht vorgenommen. Der Fotograf will in Kürze einen Online-Workshop zur Astrofotografie mit dem iPhone anbieten. Registrierungen hierfür sind möglich auf Stargazing London. Weitere Informationen zur Arbeit von Tom Kerss sowie zahlreiche Bilder gibt es auf den Internetseiten des Astronomen.

Kommentare

chill
chill22.07.21 19:20
Ich bekomme mit dem 11er nicht einmal ein scharfes Mond Foto hin. In annehmbarer Grösse erst recht nicht. Irgendwann startet ja eh die vierdigitalisierung der Vergrösserung. Ich denke der klemmt ein Teleskop vor die iPhone Linse.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
+2
Ely
Ely22.07.21 19:48
Mit einer anderen Foto-App geht das sogar mit älteren Modellen erstaunlich gut.
0
fronk
fronk22.07.21 21:08
Mit welcher denn?
+1
Ely
Ely22.07.21 21:37
Mit NightCap oder ProCam. Beide haben einen entsprechenden Modus und die Ergebnisse sind erstaunlich, wenn man bedenkt, welche Kameratechnik zugrunde liegt.
+2
Ollie Mengedoht
Ollie Mengedoht22.07.21 21:43
chill
Ich denke der klemmt ein Teleskop vor die iPhone Linse.
Selbstverständlich!
Et es wie et es, et kütt wie et kütt un et hätt noch emmer joot jejange! :-)
+1
weasel22.07.21 22:09
Ollie Mengedoht
chill
Ich denke der klemmt ein Teleskop vor die iPhone Linse.
Selbstverständlich!

Bei dieser Grossfeldaufnahme sicherlich nicht.
0
Wiesi
Wiesi22.07.21 22:26
chill
Daran daß die Sternschnuppe als Strich erscheint, erkennt man die längere Belichtungszeit. So mußte die Aufnahme nicht so stark hochgerechnet werden, bis die Schärfe verloren geht. Die Aufnahme ist außerdem wohl in einer Gegend mit sehr geringer Lichtverschmutzung gemacht worden.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+2
moosegcr
moosegcr22.07.21 22:26
Ollie Mengedoht
chill
Ich denke der klemmt ein Teleskop vor die iPhone Linse.
Selbstverständlich!
Nein, hat er nicht. Aber auch wenn das Bild hochgejubelt wird - es ist eigentlich von mäßiger Qualität - von runden Sternen keine Spur, es ist sogar einigermaßen verwackelt - da muß der Mann noch üben...
-2
moosegcr
moosegcr22.07.21 22:28
Wiesi
chill
Daran daß die Sternschnuppe als Strich erscheint, erkennt man die längere Belichtungszeit. So mußte die Aufnahme nicht so stark hochgerechnet werden, bis die Schärfe verloren geht. Die Aufnahme ist außerdem wohl in einer Gegend mit sehr geringer Lichtverschmutzung gemacht worden.
Eine "professionelle" Astroaufnahme sieht so aus: Das Bild selbst und drunter: Datum, Ort, Belichtungszeit, ISO, Optik, Kamera. Alles andere ist "just for fun".
-2
d2o22.07.21 22:31
Bei einer 20-30min. Belichtung kann man dann anfangen die Rotation der der Erde, welche dann die Trails an den Sternen zeigt, zurückrechnen. Also nachbearbeiten müsste man das Bild dann eh.
0
robiv8
robiv822.07.21 22:59
d2o
Bei einer 20-30min. Belichtung kann man dann anfangen die Rotation der der Erde, welche dann die Trails an den Sternen zeigt, zurückrechnen. Also nachbearbeiten müsste man das Bild dann eh.

Diese Trails sieht man schon ab ca. 30sek Bel. Zeit
+1
d2o22.07.21 23:02
robiv8
Diese Trails sieht man schon ab ca. 30sek Bel. Zeit
Ja, aber man will ja mehr einfangen.
Ich hatte es mit der normalen Digi-Kamera versucht, aber es war mir, obwohl es interessant ist, zu aufwändig. Ich bleibe lieber bei Portraits
-1
bestbernie23.07.21 08:02
moosegcr
Ollie Mengedoht
chill
Ich denke der klemmt ein Teleskop vor die iPhone Linse.
Selbstverständlich!
Nein, hat er nicht. Aber auch wenn das Bild hochgejubelt wird - es ist eigentlich von mäßiger Qualität - von runden Sternen keine Spur, es ist sogar einigermaßen verwackelt - da muß der Mann noch üben...
Mach es besser und zeig es uns oder übst du noch.
+4
Wurzenberger
Wurzenberger23.07.21 08:36
Man kann Manos - The Hands of Fate erst als schlechten Film bezeichnen, wenn man selbst einen besseren gedreht hat.
0
Wurzenberger
Wurzenberger23.07.21 09:07
Sehr nützlich zur Einordnung der Qualität des iPhone-Fotos ist auch ein Blick auf die Fotos von Tom Kerss, die er NICHT mit einem iPhone aufgenommen hat:
+1
timp
timp23.07.21 10:02
Wurzenberger
Man kann Manos - The Hands of Fate erst als schlechten Film bezeichnen, wenn man selbst einen besseren gedreht hat.
Wurzenberger
Sehr nützlich zur Einordnung der Qualität des iPhone-Fotos ist auch ein Blick auf die Fotos von Tom Kerss, die er NICHT mit einem iPhone aufgenommen hat:

Ich stimme dir zu, dass man nicht selbst etwas besser machen muss, um Qualität beurteilen zu können. Aber für ein Smartphone finde ich das schon beeindruckend. Daher wäre eine weitere Einordnung mit Vergleichsbildern anderer Smartphones genauso sinnvoll.
Never argue with an idiot. He'll bring you down to his level and then beats you with experience.
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eriks23.07.21 12:24
Die Belichtungszeit einer Aufnahme mit iPhone kann beliebig eingestellt werden, der Fokus dagegen nur festgestellt werden. Oder gibts eine Möglichkeit auch ihn beliebig einzustellen?
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moosegcr
moosegcr23.07.21 15:07
Es geht hier nicht um "mach es doch selber besser". Hier geht es um sachliche Kritik, das Bild ist einfach nicht gut. Vor allem, wenn man weiß, was und wie der Mann sonst fotografiert, die Qualität, die er mit seinem anderen Equipment abliefert.Ich hab bessere Bilder gesehen von der Milchstrasse mit einem Handy, ich hab schlechtere gesehen. Die Kollegen in der Gruppe fotografieren mit dem Handy Mond und Planeten, das sind Amateure, da staunt man was prinzipiell geht. Ich stör mich an dem Bild, WEIL der Mann ein Vollprofi ist und ProCam und wie die Apps sonst noch heissen, eigentlich bessere Qualität hergeben würden. Und eben WEIL er ein Profi ist, hätt ich mir die Daten, so wie es in diesem Metier üblich ist, eben dazu gewünscht.

Ich werd mich mit einem iPhone SE 1st Gen nicht hinstellen und es probieren, das hatte ich schon mal und es ging ziemlich schief, weil der Sensor von dem alten Teil es einfach nicht schafft. Ich darf aber versichern, daß gute Milchstrassenfotos mithin zu den anspruchsvolleren Fotoaufgaben gehören, wenn sie gut sein sollen. Ich zeig meine Fotos erst her, WENN sie gut sind. Und ich bin zur Zeit damit nicht zufrieden.

Ich rede von Vignettierung, Rauschen, runden Sternen und Schärfe, Astrofotografie ist echt schwer...
+3

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