iOS 28 und macOS 28: Apple hat ungewöhnlich früh begonnen – weitreichendes Update?


"Bell" und "Poppy", so lauten die internen Bezeichnungen zweier großer Projekte, die bei Apple in diesen Wochen angelaufen sind. Dabei handelt es sich um die Systemupdates auf iOS/iPadOS 28 sowie macOS 28 – also jene Releases, die erst im Herbst 2027 auf den Markt kommen werden. Das ist ungewöhnlich früh, denn normalerweise folgt Apples Jahrestakt einem anderen Ablauf. Erst im Sommer/Spätsommer beginnt sonst die Arbeit an neuen Features, die endgültigen Entscheidungen zum tatsächlichen Umfang fallen stets im Dezember. Welche Schritte es dabei gibt, hatten wir in diesem
Artikel einst genauer beleuchtet.
System 28 jetzt schon in der konkreten ProjektphaseDem Bericht von Mark Gurman
zufolge befinden sich die Arbeiten an den 2027er-Versionen in einer frühen, aber bereits konkreten Phase. Apples Softwareteams sollen demnach einzelne Funktionen, Apps und Systemverbesserungen entwickeln. Noch gehe es allerdings nicht darum, alle Bestandteile zu einem vollständigen Betriebssystem zusammenzuführen. Intern verwenden Mitarbeiter übrigens scherzhaft die Sammelbezeichnung "Boppy", wie Gurman ausführt. Das hat Tradition, denn "Rave" (iOS 27) und "Fizz" (macOS 27) erhielten mit "Rizz" ebenfalls eine solche Vermischung der Bezeichnungen.
28 ein weitreichenderes Plattformupdate als 27Zwar kennt Gurman keine konkreten neuen Funktionen aus System 28, will aber in Erfahrung gebracht haben, dass es sich um eine "wesentlich weitreichendere" Aktualisierung als System 27 handelt. Während iOS 27 und macOS 27 weitgehend Stabilitäts- und KI-Updates sein dürften, habe sich das Unternehmen für die OS-Generation des nächsten Jahres einiges mehr vorgenommen. Ob daraus tatsächlich ein großer sichtbarer Umbruch wird, bleibt offen. Bis zur WWDC 2027 vergeht noch rund ein Jahr – und frühe Planungen können sich erheblich verändern. Auffällig bleibt dennoch, wie früh diesmal der Startschuss fiel. Das kann durchaus auf tiefere Eingriffe hindeuten, die längere Entwicklungs- und Testzeit in Anspruch nehmen. Denkbare Ansätze wären unter anderem noch engere Verzahnung von Chip- und Softwareentwicklung bzw. ein neues Bedienkonzept, das von Funktionen des gemunkelten "20th Anniversary iPhone" Gebrauch macht.