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Geekbench 7 erschienen: Überarbeitete Multithread- und neue KI-Aufgaben

Stellen Hardware-Hersteller eine neue Gerätegeneration vor, werben sie meist mit Geschwindigkeitssteigerungen – bis zu 50 Prozent schneller, doppelt so schnelle Grafik etc. Viele Anwender stellen sich die Frage, wie viel von dieser Beschleunigung in ihren Nutzungsszenarien ankommt. Geekbench hilft dabei, die Antwort zu ergründen: Die Software führt eine Vielzahl automatisierter Tests durch und misst dabei, wie lange der Rechner zur Bewältigung benötigt. Heraus kommt (neben einem ausführlichen Resultat) ein numerischer Testwert (Score), mit dem sich prima Vergleiche anstellen können. Primate Labs stellte jetzt die siebte Version der Testsuite Geekbench vor, die insbesondere für Medienbearbeitung und Multi-Core-Aufgaben optimiert wurde.


Die Testsuite setzt sich aus einzelnen Schritten zusammen, wie sie bei vielen Anwendern zum Einsatz kommen. So wird beispielsweise ein Bildschirmvideo mit dem AV1-Codec komprimiert, was beim Teilen des Bildschirminhalts in Videokonferenzen zur Anwendung kommt. Zudem werden Sprachinhalte mittels der Transkriptions-Engine „Whisper“ in Text umgewandelt, um das Abspielen von Video mit automatisch generierten Untertiteln zu simulieren.

Optimierte Multithread-Aufgaben
Die Aufteilung von Single- und Multithread-Aufgaben sei jetzt realistischer, so die Ankündigung des Herstellers: Aufgaben wie HTML5-Rendering, welche kaum multithreading-fähig seien, fänden nun nur noch im Single-Thread-Benchmark statt. Bei GPU-Tests kommen Gesichts-Tracking, Echtzeit-Filterung sowie das Hinzufügen von Unschärfe auf Hintergrundobjekte zum Einsatz. Neben OpenCL, Vulkan und Metal steht außerdem erstmals CUDA als GPU-API (auf Nvidia-Grafikkarten) zur Auswahl.

Frühere Scores nicht vergleichbar
Geekbench führt CPU- und GPU-Tests durch und liefert jeweils Zahlenwerte, mit denen sich unterschiedliche Hardware-Konfigurationen vergleichen lassen. Dies gilt jedoch nur für Zahlenwerte einer Generation. Aufgrund veränderter Testkonstellationen und Bewertungen kann man die Resultate von Geekbench 7 nicht mit denen von Geekbench 6 gleichsetzen. Auf derselben Hardware berechnet die neue Version beispielsweise einen niedrigeren Single-Thread- und einen höheren Multi-Thread-Score.

Geekbench-Scores: Version 6 vs. 7
Test Geekbench 6 Geekbench 7
Single Core 3965 3498
Multi-Core 20894 22508
OpenCL 60349 61086
Metal 99476 101789
Hardware: MacBook Pro mit M4 Pro

Universelle Mac-Version
Geekbench 7 steht kostenlos für macOS, iOS, Windows, Linux sowie Android zum Download bereit. Die Gratisversion fügt erzeugte Messwerte automatisch zur Messwertsammlung des Entwicklers hinzu. Das Pro-Modell umfasst Automatisierungs- sowie Kommandozeilen-Tools und ist bis 6. August um 20 Prozent auf 79 US-Dollar reduziert. Die im Download gut 500 MByte große Mac-Version setzt macOS 15 (Sequoia) voraus und läuft sowohl auf Intel- als auch Apple-Silicon-Macs. Für eine ganzheitliche Betrachtung lohnt es sich, weitere Benchmarks wie 3DMark, Cinebench und Blender Benchmark zusätzlich heranzuziehen.

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