Vision Pro unter Ternus: Stellenabbau noch umfangreicher als bekannt


Gerade erst kursierten Berichte, dass Apple die Vision-Abteilung erheblich
ausgedünnt hat – nachdem die Teams ohnehin teilweise schon vor Monaten auf andere Projekte aufgeteilt wurden. Laut Mark Gurman kam es aber zu deutlich einschneidenderen Streichungen als zunächst
bekannt. Es ging anscheinend um mehr als nur zwei erfolglose Spezialbereiche rund um das Headset, sondern um einen breiteren Rückbau. Betroffen waren demnach zudem Mitarbeiter außerhalb der eigentlichen Vision Products Group, die auf verschiedene Weise zuarbeiteten. Nicht nur Spiele und Videos sowie Siri seien tangiert, der Sparkurs machte vor Gerätesicherheit, Audio, Tests und visionOS ebenfalls nicht Halt.
Ternus sieht Lage anders als Cook sie einschätzteBesonders interessant ist die Haltung des neuen Apple-Chefs. Mitarbeiter der Vision-Abteilung sollen in den vergangenen Monaten beständig versucht haben, John Ternus davon zu überzeugen, am bisherigen Kurs festzuhalten – trotz Verkaufszahlen, die weit unterhalb der Erwartungen lagen. Unternehmensinterne Quellen beschreiben Ternus jedoch schon länger als Skeptiker. Die Vision Pro ist seiner Ansicht nach zu schwer und zu teuer, um irgendeine Chance auf dem Massenmarkt zu haben. Zumindest eine Richtungsentscheidung durch den Führungswechsel macht sich damit wohl bemerkbar, denn für Cook war die Vision Pro ein Herzensprojekt.
Konkrete AuswirkungenEin direkter Nachfolger der Vision Pro gilt inzwischen als ausgeschlossen – und sollte doch noch eine leichtere "Vision Air" auf den Markt kommen, dann nur in fernerer Zukunft. Ternus setzt hingegen auf Smart Glasses und alltagstauglichere Lösungen. Ternus soll aber grundsätzlich bereit sein, Apples Aktivitäten rund um Computerbrillen jeglicher Ausführung komplett zu beerdigen, falls sich auch die leichteren Brillen nicht durchsetzen. Die von Cook propagierte "Spatial Computing"-Ära steht damit weiterhin auf wackligen Beinen, wenngleich viele entwickelte Technologien durchaus in gänzlich anderen Produkten Verwendung finden könnten.