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Videointerview mit Apple-Managern: Tops, Herausforderungen und Flops

In den letzten zweieinhalb Jahrzehnten war Apple durchaus als erfolgsverwöhnt zu bezeichnen. Der Großteil von dem, was man in die Hand nahm, sollte zu einem langfristigen Erfolg werden – egal ob iPod, iPhone oder seit einigen Jahren die immer weiter wachsende Dienstesparte. In einem Interview mit Apples Hardware-Chef John Ternus und Marketingleiter Greg Joswiak gehen die beiden Manager darauf ein, was sie derzeit als große Errungenschaften und Herausforderungen bezeichnen. Es kommen allerdings auch weniger durchschlagende Erfolge zur Sprache, die nicht so abschnitten, wie Apple es sich erhofft hatte.


MacBook Neo natürlich ein Erfolg...
Es ist wenig überraschend, dass Ternus und Joswiak das MacBook Neo in den Vordergrund stellen. Ternus grenzt das Gerät ausdrücklich von günstigen Windows-Notebooks ab und sagt, viele Konkurrenzmodelle in dieser Preisklasse seien aus Kunststoff und so billig gebaut, dass man sie regelrecht verbiegen könne. Mit dem Neo konnte man aber der Devise "We don't ship junk" folgen und ein hochwertiges Gerät liefern, das auf bisherige Technologien aufsetzt und somit ein vollwertiger Mac ist. Ebenfalls zur Sprache kamen Apple-Brillen. Joswiak nennt die Verbindung von digitaler und physischer Welt eine Art "Unvermeidlichkeit" – und macht klar, in Computerbrillen weiterhin eine langfristige, wichtige Entwicklung zu sehen.


... aber MacBook Air 2008 und Apple Maps 2012 nicht
Fast noch interessanter ist hingegen, was intern eher als Flop gilt. Joswiak nennt ausgerechnet das erste MacBook Air von 2008. So ikonisch und neuartig es damals war, so schlecht fielen leider die Verkaufszahlen aus, gibt er an. Offensichtlich hatte man das Produkt zunächst also nicht so aufgestellt, wie es viele Kunden haben wollten – was aber wohl auch mit den hohen Preisen (1799 Dollar) und begrenzt leistungssfähiger Hardware zusammenhing. Ternus verweist zudem auf den holprigen Start von Apple Maps und beschreibt es als Beispiel für ein ambitioniertes Projekt, das zunächst schlecht lief, sich durch Beharrlichkeit aber zu etwas Starkem entwickelt habe.

Zum Thema KI
Die Live-Übersetzung der AirPods Pro gilt für Ternus als Beispiel, wie KI zu funktionieren habe – nämlich so, dass Nutzer gar nicht merken, gerade auf Künstliche Intelligenz zu setzen. Ternus und Joswiak versuchen dabei, Apple bewusst von der Konkurrenz abzugrenzen. Die Botschaft lautet sinngemäß, Apple wolle nicht einfach Technik ausliefern, nur weil sie neu ist, sondern so einsetzen, dass daraus bessere Produkte, Funktionen und Erlebnisse entstehen. KI müsse daher in einer Form integriert sein, die von Menschen nicht verlange, Chatbox-Experte sein zu müssen.

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