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Verbraucherzentrale mahnt Telekom wegen DSL-Drosselung ab

Als Reaktion auf die Ankündigung der Telekom, DSL-Anschlüsse nach Verbrauch eines bestimmten Inklusivvolumens auf 384 KBit/s zu drosseln, hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit einer Abmahnung gegen die Telekom reagiert. Die Begründung: "Die verbleibende Übertragungsrate von 384 KBit/s macht eine zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich. Während die Geduld der Kunden bereits beim Aufruf von Internetseiten oder dem Versenden von E-Mails oder Dateien auf eine harte Geduldsprobe gestellt wird, sind manche Onlinedienste praktisch nicht mehr nutzbar."

Wenn mit Flatrates geworben wird, so sei es nicht zulässig, den Zugang fast komplett stillzulegen, immerhin reduziere man so die Geschwindigkeit eines Anschlusses mit 50 MBit/s um 99,2 Prozent. Die Telekom kann sich nun in Form einer Unterlassungserklärung dazu verpflichten, keine Drosselung vorzunehmen. Sollte dies bis zum 16. Mai nicht der Fall sein, wovon auch nicht auszugehen ist, so muss vor Gericht verhandelt werden, ob die von der Telekom angekündigte Praxis überhaupt umgesetzt werden darf. Die offizielle Stellungnahme der Telekom lautet weiterhin, man werde in dieser Sache nicht zurückrudern, das Thema sei zu wichtig.

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Kommentare

MacBeck
MacBeck06.05.13 13:12
danke, Verbraucherzentrale!
It is what it is - don't make it what it isn't.
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Bodo_von_Greif06.05.13 13:14
Die Telekomiker können das so durchziehen. Allerdings dürfen sie es nicht Flatrate nennen.

Meine Kündigung ist raus. Ich werde in dieser Sache nicht zurückrudern, das Thema ist zu wichtig.

Cheers,

Bodo
[x] nail here for new monitor
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zwobot06.05.13 13:14
Na dann wird es nicht mehr Flatrate genannt. So einfach wird die Telekom das vermutlich umgehen können. Dennoch. Zurück zu o2 / Alice werde ich nie wieder gehen.
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Forumposter06.05.13 13:16
MacBeck
danke, Verbraucherzentrale!
!!!!!11111einseinselfelf
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longlife
longlife06.05.13 13:22
Von mir auch ein Danke! ABER grundsätzlich ist die Argumentation der Telekom für mich verständlich. Allerdings hätte die Drosselung auf die Geschwindigkeit von DSL 1.000 oder 2.000 auch gereicht. So hätte man weniger datenintensive Angebote trotzdem in akzeptabler Geschwindigkeit nutzen können. Bei 384 kBit/s wird ja selbst das Abrufen von E-Mails zur Geduldsprobe.
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Spatenheimer2
Spatenheimer206.05.13 13:24
Telekom ist beste Firma wo gibt. Tod den Raubsurfern.
No dynamite, chainsaws or shotguns.
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mbh
mbh06.05.13 13:31
Spatenheimer2
[…] Raubsurfer […]

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Forumposter06.05.13 13:34
Raubmordkopierer heißt das.

Vor allem, wo ich meine HD Filme zahle... wovon dann zukünftig nur noch 3 durch die Leitung passen.
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Mr BeOS
Mr BeOS06.05.13 13:35
longlife
Von mir auch ein Danke! ABER grundsätzlich ist die Argumentation der Telekom für mich verständlich.

Ebenfalls - Danke Verbraucherzentrale.
Mir ist die Argumentation der Telekom nicht ganz verständlich.
Ich habe einige Bekannte, in deren Einzugsgebiet DSL schlecht ausgebaut war und ist.
Das ist der Telekom bekannt. Sie kann also die angebotene Leistung ihrer Verträge selbst bei den kleinsten Übertragungsraten nicht liefern.
Der Kunde bezahlt aber immer den vollen Preis.
Da wurde doch also im Prinzip das Kontingent von Vielsurfern sowieso schon mitgetragen.
http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY ..... “Bier trinkt das Volk!“ - Macht Claus Nitzer alkoholfrei
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Forumposter06.05.13 13:39
Die gesamte Argumentation ist schrott. Es gibt nicht nur Mischkalkulationen... sondern auch Leitungsmieten für die letzte Meile. Alleine das bringt die eine oder andere Milliarde für "nichts".
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chicken06.05.13 13:41
Habe auch kein Problem mit Drosselung wenn man vernünftige Grenzen stecken würde, die Anschlüsse die nur max. 16000 DSL bekommen sind mit 75GB wirklich gestraft.

Man sollte das monatliche Volumen pro Vertragsnehmer ermitteln, den Durchschnitt pro Jahr ausrechnen . Dann noch etwas Reserve einplanen und man hat ein realistisches Ergebnis. wer "HeavyUser" ist soll gerne mejr zahlen. Warum 97% mit einer Drossel belegen, wenn es nur um die 3% "HeavyUser" geht ?! Finde es richtig das der Netzausbau finanzierbar sein muss, aber wer sich den Markt mit Immer günstigeren Angeboten erst kaputt macht und um jeden Preis Kunden gewinnen will - darf dann nicht schimpfen wenn die Kunden die Leistung auch nutzen.
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iGod06.05.13 13:41
Hoffentlich geht die Welt vor 2016 unter.
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chessboard
chessboard06.05.13 13:54
Mal davon abgesehen, dass ich das Vorgehen der Verbraucherzentrale ebenfalls begrüße:
momentan ist ja immer die Rede von einer Drosselung ab 75 GB pro Monat. Ich frage mich, wie viele Kunden diese Drosselung beim heutigen Stand eigentlich treffen würde. Gibt es wirklich mittlerweile so viele Leute, die diese Grenze überschreiten?

Ich persönlich könnte noch rund 30mal mehr Daten "verbrauchen" bis ich auf 75 GB pro Monat kommen würde – obwohl ich für mein Empfinden recht intensiv den ganzen Tag über den Internetzugang zu beruflichen Zwecken nutze (Web inkl. diverser Tutorial-Videos, Mail, FTP zu Kundenservern) und daneben noch meine Frau und unsere Kinder parallel im Web unterwegs sind.

Insofern wundert mich die Aufregung in gewisser Weise schon, wenn natürlich auch ganz klar ist, dass ein gedrosseltes Angebot nicht mehr als "Flatrate" sondern ehrlicherweise nur als "Volumentarif" verkauft werden dürfte. Alles andere ist Bauernfängerei.
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dylan51
dylan5106.05.13 13:54
Den Teledrossel-Dummschwallern ins Stammbuch: Weil die Sache so wichtig ist, müßt ihr zurückrudern.
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o.wunder
o.wunder06.05.13 14:02
chessboard
momentan ist ja immer die Rede von einer Drosselung ab 75 GB pro Monat. Ich frage mich, wie viele Kunden diese Drosselung beim heutigen Stand eigentlich treffen würde. Gibt es wirklich mittlerweile so viele Leute, die diese Grenze überschreiten
Sobald man anfängt Filme per IP zu schauen, kommt man auch heute leicht über diese Grenze.
Ich komme auf ca 100 GByte/Monat seitdem ich TV quasi nur noch per Rechner schaue mit aufgenommenen Filmen die mir ein Online Recorder gegen eine Abo Gebühr zur Verfügung stellt. Und ich lade keine HD Filme, dann wäre das Volumen 2-3 mal so hoch!
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Gerhard Uhlhorn06.05.13 14:06
Wenn ich nichts mache liege ich ja schon bei 110 GByte/Monat. Wenn ich Jobs habe ist es sogar erheblich mehr!
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locoFlo06.05.13 14:09
momentan ist ja immer die Rede von einer Drosselung ab 75 GB pro Monat. Ich frage mich, wie viele Kunden diese Drosselung beim heutigen Stand eigentlich treffen würde. Gibt es wirklich mittlerweile so viele Leute, die diese Grenze überschreiten

Ja. Siehe: Und 2016 werden es noch mehr sein.
Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC
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steinb_i06.05.13 14:15
Die selbe Argumentation müsste sich doch auch auf mobile Tarife übertragen lassen ...
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ExMacRabbitPro06.05.13 14:23
Ich bin selbst seit 1989 "Online-Kunde" der Deutschen Bundespo.... ähh Telekom. Ich habe in den ganzen Jahren weiss Gott genug für Telefon und Online-Verbindungen gezahlt (kann sich noch jemand an die Zeittakte erinnern? Für die jüngeren: Früher musste man den Online-Zugang pro Minute bezahlen).

1. Mir ist es ehrlich gesagt schnuppe, ob ich die 75GB pro Monat erreiche oder nicht, ich möchte einfach nicht darüber nachdenken müssen.

2. Die Geschwindigkeiten auf die gedrosset werden soll (384k), sind eine Frechheit! Das macht den Dienst so gut wie unbenutzbar. Statt dessen könnten sie auch gleich abschalten.

3. Die (angedachte) Bevorteilung der Telekom-Eigenen IP-Dienste bei der Volumenberechnung sind ein Skandal! Alleine dafür (für den Versuch dies durchzuziehen) müsste die Telekom schon eine ordentliche Strafe bezahlen - und zwar in der Höhe, dass sich die zu erwarteten Mehreinnahmen durch die Drosselung für die nächsten 10 Jahre nicht rechnen.

Just my 3 cents...

Aber egal - wie dem auch sei - mein Telekom-Vertrag ist zum kommenden November kündbar, dann ist Schluss mit dem Telekom-Mist!
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aquacosxx
aquacosxx06.05.13 14:23
diese drosseldiskussion ist eine reine nebelkerze. es geht der telekom nicht um die sog. heavy user, die irgendein begrenztes, imaginäres volumen aufbrauchen, dass es im prinzip gar nicht gibt. wenn, dann ist nur die bandbreite begrenzt. der telekom geht es darum, mit den contentanbietern ins geschäft zu kommen, um auch am oberlauf der datenautobahn abzukassieren. diese sollen verträge mit der drosselkom machen, damit ihr content nicht auf das verbrauchsvolumen der kunden angerechnet wird (wie aktuell der eigene content der telekom oder spotify bei timobeil). das tarifmodell, was daraus resultiert, könnte dann so aussehen:


es geht hier um eine fundamentale weichenstellung im hinblick auf die abschaffung der netzneutralität. klar ist der telekom das thema zu wichtig, als auch nur einen millimeter davon abzurücken. ansonsten verweise ich mal auf die diskussion im forum.
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locoFlo06.05.13 14:28
ansonsten verweise ich mal auf die diskussion im forum.

Damit meint er diese hier:
Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC
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ExMacRabbitPro06.05.13 14:31
aquacosxx
es geht hier um eine fundamentale weichenstellung im hinblick auf die abschaffung der netzneutralität. klar ist der telekom das thema zu wichtig, als auch nur einen millimeter davon abzurücken. ansonsten verweise ich mal auf die diskussion im forum.

Und daher ist das einzige was hilft, die Firma Telekom spüren zu lassen, dass die Kunden das nicht mitmachen.
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HR06.05.13 14:32
Grundsätzlich bin ich ja auch der Meinung, dass die, die die meiste Bandbreite nutzen, diese auch bezahlen sollen. Diese Mischkalkulation ist nicht ok, schon alleine weil man nicht mehr nachdenkt beim Download.
Bei dem Konzept der Telekom fehlt aber einiges, und ich finde das sollte für alle Internet Konzerne gelten.

1.) Wenn man von einer DSL-Flatrate spricht, muss die Definition eines Breitband-Anschlusses eingehalten werden und das ist nach der Definition der ITU (Internationale Fernmeldeunion) über 2048 kBit/s. In der USA spricht man von 4MBit/s Downstream und 1MBit/s Upstream.

2.) wenn man von einem Volumentarif spricht muss auch geklärt sein, wie man sein Volumen wieder aufstocken kann. Das fehlt bei der Telekom. Im Vertrag steht auch nichts, dass man erst in 2 Jahren die Beschränkung durchführt.
Wenn ich den Anschluss geschäftlich nutze kann es ja nicht plötzlich sein, dass ich kein Internet mehr habe und bis zum Monatsende warten muss.

3.) Grundsätzlich würde ich sagen, dass bei Anschlüssen, wo es Wettbewerb gibt, die Telekom als Verträge anbieten kann, was sie will. Wenn einem der Vertrag nicht gefällt, kann man ja wechseln.
Da die Telekom aber noch einen Versorgungsauftrag hat, darf das natürlich nicht dort passieren, wo es keinen Wettbewerb gibt.
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chessboard
chessboard06.05.13 14:43
Gerhard Uhlhorn
Wenn ich nichts mache liege ich ja schon bei 110 GByte/Monat.
Wie das?

HR
Zustimmung.
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Webling
Webling06.05.13 14:52
chessboard
Gerhard Uhlhorn
Wenn ich nichts mache liege ich ja schon bei 110 GByte/Monat.
Wie das?

BitTorrent
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ulanbator
ulanbator06.05.13 15:25
....kündigen diese Telekomiker und nie mehr mit denen arbeiten..... die User sind nicht doof.... :'(
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smithy06.05.13 15:35
Was muss man zu dem Thema für dummes Zeug lesen.

Wer mehr braucht soll mehr zahlen: Als ob Bandbreite eine begrenzte Ressource sei und die Bereitstellung von 1TB dürfte im Cent Bereich liegen.
Schlimm, dass die Telekom versucht die Leute das glauben zu lassen. Noch schlimmer, dass die Leute es langsam glauben und auch noch verteidigen. Wer das glaubt, der glaubt auch das Stickstoff in den Autoreifen etwas bezweckt und noch ganz anderen Blödsinn.

Netzausbau: Das Thema zählt eher zu Investitionen und sollte nicht auf diesem Weg auf den Kunden abgewälzt werden. Oder soll ich jetzt mit der Bandbreiten Argumentation kommen und sagen ich finanziere doch nicht den Anschluss von eine Paar Bauern?

Was ist los mit euch? Ihr werdet exakt gar nichts von der Drossel haben. Es wird weder günstiger, noch besser. Zumindest nicht für euch. Es werden besten Falls länger Yachten gebaut

PS. VDSL50 Leitung mit echten 50/10 bei 1und1 über Telekom Glas, ohne Drossel für 29,90.
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ibaschi
ibaschi06.05.13 15:45
locoFlo
Ja. Siehe: Und 2016 werden es noch mehr sein.

Die Umfrage ist mit Sicherheit nicht repräsentativ.
Davon abgesehen finde ich eine Drosselung nicht gut, obwohl ich unter den 75GB liege. Denn ich will mir über eine Grenze keine Gedanken machen müssen und wie du ja schreibst, wie sieht es in ein paar Jahren aus? Da wird auch mir wahrscheinlich 75GB nicht reichen.
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nasa06.05.13 15:45
Also Leute... die 75 GB bekommt man bei reichlicher Nutzung des Mediums Internet ruckzuck leergesaugt.

Beispiele gibts genügend - zumindest für mich als Zocker:
- Mal kurz ein aktuelles Spiel über Steam oder Origin online kaufen.. kein Ding. Sind gerne je nach Spiel schonmal 20-30GB weg
- Updates.. jaja - die lieben Updates. Hier ein 2,5 GB Update, da ein 1 GB Update, dann noch das eine oder andere GB in weitere Updates.
- XBOX 360 und PS3 wollen auch regelmässig upgedatet werden.
- Von meinem iPad oder Notebook, was auch noch Updates braucht reden wir gar nicht erst.
- UUUUND die Handys noch dazu
- Selbst mein TV braucht updates über Internet
- Dazu kommen noch etliche OnLine Videos. Pornos guckt man halt nicht nur bei Youtube - es gibt auch noch andere Anbieter für Erwachsene. Und so ein nackter Hintern in HD braucht halt auch Bandbreite - ist nunmal so, wenns gut aussehen soll *grins*

So - Spass beiseite. Die 75GB hab ich unter Umständen locker schon an 1 Wochenende weg. Die Drosselung trifft mich derzeit nicht, da keine Verträge mehr bei der Drosselkom, aber allein schon für den Versuch das so durchzuziehen sollte dieser Laden pleite gehen.

Arm dran sind nur wirklich die Leute, die auf Gedeih und Verderb derzeit auf diesen Laden angewiesen sind, weil die restlichen Anbieter ja nicht so wirklich gerne Geld in Kabel investieren.

Mit freier Marktwirtschaft hat das derzeit leider nichts zu tun. Hier gibt es viel zu viele Abhängigkeiten.
Hier ist eindeutig der Gesetzgeber gefragt - und zwar schnell.
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cheesus1
cheesus106.05.13 15:46
chessboard
Gerhard Uhlhorn
Wenn ich nichts mache liege ich ja schon bei 110 GByte/Monat.
Wie das?
Das würde mich auch interessieren... 110 GB sind doch ein ordentliches Pfund oder?
Mit "nichts machen" meinst Du sicherlich nicht "nichts machen" im Sinne von "nicht surfen"...
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