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Unfreiwillige Werbekampagne für das MacBook Neo: Massive Preiserhöhungen bei Windows-Notebooks

Das MacBook Neo ist bekanntlich nicht nur Apples momentan günstigstes Notebook, sondern bringt gar den niedrigsten Einstiegspreis aller jemals erschienen Apple-Laptops mit. Das allein wäre schon eine große Besonderheit, würde es nicht auf eine stark angespannte Marktsituation treffen. Wie schon mehrfach erwähnt: Fast alle Hersteller stehen vor deutlichen Preiserhöhungen, während Apple mit ganz besonders aggressiven Preisen antritt. Inzwischen haben sich die ersten Anbieter dazu geäußert, wohin die Reise geht. Unter anderem bei Microsoft sieht man massive Aufschläge.


Bis zu 50 Prozent teurer
Microsoft hat die Preise in den USA für mehrere Surface-Modelle extrem angehoben und die Geräte um bis zu 50 Prozent verteuert. Was als 13"-Version zuvor 999 Dollar kostete, ist jetzt erst für 1499 Dollar zu haben. Beim günstigeren Surface Pro mit 12" stieg der Preis von 799 auf 1049 Dollar. Als Begründung heißt es von offizieller Seite, hier die gestiegenen Kosten für Speicher sowie Chips weiterzugeben. Beim Surface sieht man die Preisexplosion bereits direkt im Store, während sie bei anderen Herstellern bislang teils eher über Konfigurationsänderungen vollzogen wird.

Andere Hersteller müssen ebenfalls reagieren
Dell und Lenovo planen gemäß Branchenberichten, mit ungefähr 20 Prozent höheren Endkundenpreisen zu arbeiten. Der CEO von HP hatte Ende 2025 ebenfalls angedeutet, wegen "signifikanter Mehrkosten" reagieren zu müssen. Der IDC zufolge kündigten Acer und ASUS zudem Neuverhandlungen mit Partnern an, um etwa 15 bis 20 Prozent mehr für Geräte zu verlangen. Framework hatte Anfang April Umstellungen kommuniziert, welche mit 50 Prozent höheren Speicherpreisen einhergehen – allerdings werde das nicht ausreichen, so die eigene Prognose.

Apple ist hingegen unvergleichlich günstig
Auch wenn die jeweiligen Produkte für den Windowsmarkt nicht 1:1 mit einem MacBook zu vergleichen sind, lässt sich die Lage dennoch folgendermaßen auf den Punkt bringen: Das MacBook Neo wirkt mit seinem unveränderten Einstiegspreis plötzlich erst recht wie das mit Abstand attraktivste Angebot der Branche. Die unvermeidlichen Anpassungen anderer Hersteller sind dabei fast eine Werbekampagne für das Neo, welches zunehmend nicht nur relativ, sondern absolut gesehen günstig ist. Dabei handelt es sich um eine Aussage, die man bis dato nur selten so eindeutig über Apple-Hardware treffen konnte.

Kommentare

WLanHexe
WLanHexe15.04.26 08:38
Apple hat mit dem Neo ein verdammt günstiges Macbook im Angebot und MS und Co. reagieren mit Preiserhöhungen? Irgendwie läuft da was falsch....
+5
UBahn
UBahn15.04.26 08:44
Was ist das bitte für eine Ironie.
Unter anderem MS gibt Milliarden für diese KI-Rechenzentren aus.
Folge: RAM, SSD uvam. wird massiv teurer und damit auch das Kunden-Gerät.
Kurzum: Das, was Fortschritt und Ersparnisse verspricht ist der Treiber für Kosten.

Apple wird sicher nun sicher auch deutlich weniger Marge beim Neo haben - aber was solls, wenn das den Marktanteil erhöht, ist das langfristig gut.

Und ich finde das sowieso gut und entgegne das jedem "Apple Hater": Ohne Vielfalt hätten wir alle weniger
+5
System 6.0.1
System 6.0.115.04.26 08:55
Mit Blick auf das später im Jahr anstehende „Black Friday“ & Co. fällt mir hier ein Spruch aus dem vorigen Jahrtausend ein:

„Rabatte werden, das lasst euch sagen,
vorher immer 'draufgeschlagen.“

Oder mit anderen Worten, entspricht die Preissteigerung bei RAM tatsächlich ~ 50 % des Geräteverkaufspreises, oder handelt es sich hier eher um ein entliehenes, und überaus erfolgreiches Preismodellierungsverfahren —> aus der Petro-Chemie?

(Ernstgemeinte Frage)
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+1
Der echte Zerwi15.04.26 08:58
Warten wir mal ab, was das Neo 2 kosten wird. Denn der aktuell günstige Neo-Preis ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass Apple die ausgemusterten A18-CPU verbauen konnte anstatt sie zu verschrotten.
+1
berlin7915.04.26 09:23
Der echte Zerwi

Genau, einerseits das. Und als das Neo entwickelt / geplant wurde, sah es mit den Preisen für Speicher ja noch ganz anders aus.

Beim (theoretischen) Neo 2 kann das schon wieder ganz anders aussehen. Aber das wird die Zukunft dann ja zeigen.
'daß' gibt es seit 1996 nicht mehr. https://www.das-dass.de/
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex15.04.26 09:24
Resteverwertung par excellence – konnte Apple schon immer gut

Nachdem ich mir das Neo live angeschaut habe, muss ich sagen: Tolles Gerät. Aber ich würde immer ein M4 Air vorziehen. Da muss man kaum was draufzahlen, bekommt aber in jedem Aspekt das bessere Produkt.
Funktioniert natürlich nicht, wenn man das aktuelle Apple Portfolio miteinander vergleicht. Gegen das M5 Air ist Neo ganz klar der PL Sieger.
+1
MrWombat
MrWombat15.04.26 09:25
WLanHexe
Apple hat mit dem Neo ein verdammt günstiges Macbook im Angebot und MS und Co. reagieren mit Preiserhöhungen? Irgendwie läuft da was falsch....
Vertriebsunterstützung
0
Gedankenschweif15.04.26 09:36
Der echte Zerwi
Warten wir mal ab, was das Neo 2 kosten wird. Denn der aktuell günstige Neo-Preis ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass Apple die ausgemusterten A18-CPU verbauen konnte anstatt sie zu verschrotten.
Und das Neo 2 wird Apple wohl mit gebinnten A19 Pros aus der Produktion für die aktuellen iPhone 17 Pros bestücken.
+1
t.stark
t.stark15.04.26 09:51
Auch bei Apple kommen die Preiserhöhungen, aber später. Kauft Leute, kauft - bevor es zu spät ist.
0
h.ml15.04.26 10:02
Ich sehe es ebenfalls so das die aktuellen Preise bei Apple wohl nicht von Dauer sind, - dagegen spricht einfach die Preisentwicklung bei den Massenspeichern. Wer also in diesem Jahr mit dem Gedanken spielt sich einen neuen Rechner zu holen sollte es möglichst bald tun.
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