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Umfrage: Wie Nutzer auf immer mehr Streaming-Auswahl reagieren

Streamingdienste haben bei vielen Nutzern längst die klassischen TV-Kanäle abgelöst. Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ geben Kunden die Möglichkeit, Inhalte On-Demand und somit wann immer sie möchten abzurufen. Insbesondere die Marktriesen der Streamingservices stellen mittlerweile ein derart große Angebot zur Verfügung, dass Anwender allmählich die Übersicht verlieren – und sich im Zuge dessen regelrecht erschlagen fühlen von den zahlreichen Filmen und Serien, die auf Abruf bereitstehen. Dennoch ist der Hunger nach noch mehr Content bei vielen Kunden nach wie vor nicht gestillt, wie eine aktuelle Studie zeigt.


817.000 unterschiedliche Filme, Serien und mehr
Das Marktforschungsunternehmen Nielsen hat in der hauseigenen "State of Play"-Studie untersucht, wie der Streaming-Markt aktuell aufgestellt ist und welche Einstellung US-Bürger zu Streamingdiensten haben. Zusammengerechnet gibt es momentan rund 817.000 unterschiedliche Filme, Serien und andere Videoinhalte auf den verschiedenen Streaming-Portalen innerhalb der USA, so der Bericht. Das bedeutet einen Zuwachs von 26,5 Prozent im Vergleich zu 2019 – das ohnehin schon große Content-Angebot ist in den letzten Jahren also rasant gewachsen, indem eine sechsstellige Anzahl an Titeln hinzukam.

Große Mehrheit der Nutzer von Streaminganbietern überzeugt
Die große Mehrheit der befragten US-Nutzer ist von den Inhalten und der Funktionsweise der jeweils abonnierten Streamingservices überzeugt – 72 Prozent der Studienteilnehmer mögen Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+ und Co. demnach sehr. Verringern möchte kaum jemand den eigenen Konsum von Filmen und Serien. Ganze 93 Prozent wollen ihre bestehenden Abos mindestens behalten oder sogar noch um zusätzliche Dienste oder weitere Premium-Inhalte erweitern.



Die Begeisterung für die Dienste führt folgerichtig zu immer mehr Konsum – im Februar 2022 waren es Nielsen zufolge 169,4 Milliarden Minuten an abgespieltem Streaming-Content in den USA, was einer Steigerung um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Riesiges Angebot führt zu fehlender Übersicht
Die Kehrseite der Medaille ist das Problem, bei der riesigen Anzahl von Videoinhalten die Übersicht zu behalten. Kunden wünschen sich daher bessere Möglichkeiten, um passende Inhalte schneller zu finden – am besten anbieterübergreifend. 64 Prozent der Befragten interessieren sich zudem für Streaming-Angebote, die mehrere Dienste wie Netflix und Disney+ bündeln. Inwieweit Anbieter auf die Nutzerwünsche reagieren, wird die Zukunft zeigen.

Kommentare

maculi
maculi08.04.22 11:46
Die Vorteile vom Streaming sind schon erheblich, aber ob sich die Branche mit der aktuell stattfindenden Zersplitterung selbst einen Gefallen tut? Das wurde schon öfter diskutiert. Helfen könnten Dienste wie sie ins neue Plex integriert wurden: "Videostreaming: Plex wird zur zentralen Suchmaschine."
Hat das schon jemand ausprobiert?
0
Dieter Pete08.04.22 11:50
Ich frage mich immer, woher die Leute so viel Zeit haben?
Wenn mein Tagwerk getan ist, bleibt vielleicht eine Stunde für „Fernsehkonsum“ übrig. Dafür brauche (zumindest ich) keinen Extrakosten generierenden Streaming Anbieter…
+11
Steph@n
Steph@n08.04.22 12:02
Oha, klingt nach selbst und ständig
+3
sonorman
sonorman08.04.22 12:13
Was die Übersichtlichkeit angeht: Es wäre schon hilfreich, wenn Netflix bereits gesehene Filme/Serien/Folgen mit einem entsprechenden Hinweis (z. B. Zuletzt gesehen am…") versehen würde und diese in der Auswahl einfach nicht immer wieder in den Vordergrund bringen würde. Zum Beispiel tauchen bereits gesehene Inhalte immer wieder in Vorschlaglisten auf. "Das könnte Sie auch interessieren" oder "Weil Sie XXX gesehen haben". Da gehören bereits konsumierte Inhalte einfach nicht rein.

Und es müsste eine eigene Liste für bereits gesehene Inhalte geben.

Ich mache das inzwischen so, dass ich Bewertungen kaum noch auf Netflix vergebe, sondern stets auf IMDB. (Auch für andere Streamingdienste.) So kann ich im Zweifel immer da nachsehen. Habe ich das schon bewertet, dann habe ich es auch schon gesehen. Überhaupt ist IMDB immer eine schöne zusätzliche Informationsquelle. – Plattformübergreifend.
+7
ThorsProvoni
ThorsProvoni08.04.22 12:20
Mein Tipp: JustWatch.
Da sieht man bei jedem Film und jeder Serie auch die IMDB-Bewertung, kann seine bevorzugten Streamingdienste angeben und kann sich eine eigene Watchlist anlegen.

Und das beste: Auf dem ATV kann ich aus JustWatch auf einen Film klicken und es wird dann automatisch der Film in der richtigen App aufgerufen. Bei Serien merkt sich JustWatch auch, welche Folge ich bereits gesehen habe. Genial.

Ach ja: ist auch noch kostenlos (es gibt auch eine Premium-Version, aber die Funktionen haben mich nicht gereizt).
+8
Seppovicz08.04.22 12:58
Ich benutze die App „Letterboxd“ in der „Pro“-Version (20€/Jahr).
Für mich inzwischen bedeutender als IMDB.
Ein riesiges Bewertungsportal, man kann sich Listen erstellen, die Listen anderer „Follower“ anschauen, Kritiken lesen, etc.
Ziemlich alle relevanten Kritiker, die man auch von YouTube kennt, haben da nen Account, dem man folgen kann (z.B. BeHaind, Cinema Strikes Back, um einige deutssprachige zu nennen)
Man kann sich ein Tagebuch erstellen, was man schon gesehen hat, selber was schreiben, und und und.
In der Pro Version ist auch JustWatch mit integriert, so dass man gleich auf der Hauptseite des jeweiligen Films sehen kann, wo was läuft.
Und das sind nur ein paar Features.
Ich benutz das seit ca. Weihnachten und bin schwer begeistert.
Für Leute, die nur mal schnell was glotzen wollen, vielleicht zu umfangreich, aber für die, die mehrere Dienste haben und sich auch für Kino und Filme im Allgemeinen interessieren, ist die App meiner Meinung nach einen Blick wert.
0
RyanTedder08.04.22 13:01
Bei den steigenden Preisen überlegt man sich jetzt schon vermehrt, welchen Dienst man kündigen kann. Leider hat jeder Dienst seine Perlen, was es echt schwierig macht. Meine Wunschvorstellung wäre ein optionales Prepaid Modell auf Wochenbasis, was natürlich niemals kommen wird. Hier ist der Nutzer am Ende wieder sein eigener Sklave. Bewertungen teile ich i.d.r. nicht, daher hilft mir sowas nur bedingt weiter
+5
gstar6108.04.22 13:10
Die häufig angesprochene Zersplitterung hat gewiss auch seine Nachteile, allerdings verstehe ich das Argument nicht ganz. Was wäre uns lieber? Wenn nur Netflix existieren würde? Ich bin extrem froh das Netflix Konkurrenz hat. Wenn man sieht wie die Qualität bei Netflix seit Jahren sinkt (auch am IMDB-Durchschnittswert zu erkennen), will ich mir kein Netflix in Monopolstellung vorstellen.
+1
Luivision08.04.22 13:16
Also nach dem letzten update ist Plex wieder einiges interessanter für mich geworden.

Sie haben quasi alle Streamingdienst integriert. Zumindest in der suche und Übersicht ob gesehen oder nicht.

+1
eastmac
eastmac08.04.22 13:23
Dieter Pete
Ich frage mich immer, woher die Leute so viel Zeit haben?
Wenn mein Tagwerk getan ist, bleibt vielleicht eine Stunde für „Fernsehkonsum“ übrig. Dafür brauche (zumindest ich) keinen Extrakosten generierenden Streaming Anbieter…

Und für die Stunde reicht uns Apple-TV Ted Lasso und so etwas wie Doppelhaushalte auf dem ZDF, bissel Sport noch und gut ist.

+4
Markim
Markim08.04.22 13:58
Da Netflix wieder den Preis erhöht hat, habe och das Abo mal pausiert. Jetzt habe ich Disney+ zum halben Preis von Netflix. ATV+ bleibe ich treu. Nach ein paar Monaten wechsle ich dann wieder für eine Zeit zu Netflix oder vielleicht vorher noch zu Prime.
+1
CJuser08.04.22 14:00
Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass man eh von der schieren Menge an Inhalten erschlagen wird, fände ich bei Netflix ein günstigeres Abomodell positiv. Eines, wo keine Inhalte vorhanden sind, die nicht von Netflix (mit)produziert wurden. Da bezahlt man für 20 Euro lauter alte Schinken mit, die man bereits gesehen oder sogar im Regal stehen hat. Und viele haben parallel vermutlich eh Amazon Prime Video, Disney+ (inkl. Star) oder Sky mit deren Auswahl an Filmen abonniert.
+1
adiga
adiga08.04.22 14:54
maculi
Die Vorteile vom Streaming sind schon erheblich, aber ob sich die Branche mit der aktuell stattfindenden Zersplitterung selbst einen Gefallen tut? Das wurde schon öfter diskutiert. Helfen könnten Dienste wie sie ins neue Plex integriert wurden: "Videostreaming: Plex wird zur zentralen Suchmaschine."
Hat das schon jemand ausprobiert?
Finde ich sehr toll, nennt sich "Explorer (BETA)". Funktioniert wirklich, kann eingeben welche Dienste mich interessieren und er zeigt mir alles und kann auch alles finden. Einzig bei der Schauspielersuche scheint mir noch nicht alles zu funktionieren.
+1
Stefan S.
Stefan S.08.04.22 15:28
Panem et circenses
+1
azunutz08.04.22 17:22
Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich zwar Disney wählen, aber Apple TV+ hat so verdammt gute Qualität und man kann "fast" alles bedenkenlos gucken und es fesselt sofort. Bei allen andern ist leider zu 80 % Schrott vertreten. Meine Meinung
Apple hat dafür viel zu wenig und ein Film mit Tom Hanks, der sowas von schlecht ist, dass ich mich nur gefragt hatte: WARUM? (irgendeiner mit so ein Roboter fing gut an wurde immer schlechter)
0
Bananenbieger08.04.22 17:29
Dieter Pete
Ich frage mich immer, woher die Leute so viel Zeit haben?
Das frage ich mich auch...
Dieter Pete
Wenn mein Tagwerk getan ist, bleibt vielleicht eine Stunde für „Fernsehkonsum“ übrig. Dafür brauche (zumindest ich) keinen Extrakosten generierenden Streaming Anbieter…
Kommt drauf an, was Du sehen willst. Ich schaue zu einem großen Teil Sachen in OV, und die gibt es im TV einfach nicht. Zudem nimmt TV keine Rücksicht auf meinen Terminkalender und so verpasse ich den Anfang von Sendungen oder es läuft gerade nicht das, was sich sehen will.
Da sind die ÖR-Mediatheken und Streaminganbieter durchaus eine sinnvolle Sache.
+2
Kapeike
Kapeike08.04.22 18:50
Bananenbieger: Was bedeutet "in OV"? Originalvassung?
Dieter Pete
Ich frage mich immer, woher die Leute so viel Zeit haben?

Ich schaue meistens zwischen 22-0 Uhr, wenn alle anderen schon pennen. Vorher kann ich eh nicht schlafen. Dabei komme ich auf mindesten eine Serie pro Woche, und eine zweit fange ich an. Ich mag Sendungen nicht, von denen es immer erste Freitags eine neue Folge gibt. Ich steige erst ein, wenn alle Folgen da sind.

Ich schau (außer Live-Fuppes) nur noch Streaming, selbst öffentlich-rechtliches gucke ich nur über Mediatheken. Im Moment habe ich (manche durch Familienzugriff) mit Magenta TV mit RTL +, Netflix, Amazon prime, Sky Serie, Sky Sport, Apple TV plus sechs Dienst im einsatz. Wird nicht so bleiben, da werden auch welche gehen, und andere kommen, aber im Moment passt es
+1
strellson08.04.22 19:52
Führt logischerweise irgendwann wieder verstärkt zu Schwarzsehen. Erst recht wenn Vertriebe auf die Idee kommen, Film komplett aus dem Leih-Markt zu nehmen. Gestern wollte ich z.B. Tarantinos Once upon a Time in Hollywood nochmal gucken. Pustkuchen, kann man nirgendswo leihen. Nur Kaufen.
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MOTIVHIMMEL
MOTIVHIMMEL08.04.22 22:55
strellson
Führt logischerweise irgendwann wieder verstärkt zu Schwarzsehen. Erst recht wenn Vertriebe auf die Idee kommen, Film komplett aus dem Leih-Markt zu nehmen. Gestern wollte ich z.B. Tarantinos Once upon a Time in Hollywood nochmal gucken. Pustkuchen, kann man nirgendswo leihen. Nur Kaufen.

Dieser Trend hat bereits vor ein paar Jahren begonnen. Die Zahlen illegaler Raubkopien sind steigend, denn es ist im Grunde nun einfacher geworden, das Material zu beschaffen und online zu stellen.

Und es ist ja irgendwann auch unbezahlbar, wenn man immer mehr Dienste abonniert, zumal das ja nicht die einzigen Abos sein dürften, die man heutzutage so abschließen muss für irgendwelche digitalen Anwendungen usw.
Mir geht der ganze Abokram eigentlich eher auf den Keks und er zerstört auch eine gewisse Kultur, vor allem bei Film oder Musik. Masse statt klasse... Meistens.
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macuser11
macuser1109.04.22 02:39
sonorman
Ich mache das inzwischen so, dass ich Bewertungen kaum noch auf Netflix vergebe, sondern stets auf IMDB.
Wir machen es genau umgekehrt.

🔶 Film bewertet = Film angeschaut
(oben links beim Titel erscheint so zusätzlich 👍/👎)


🔶 Es fehlt die Einstellung für Film-Sprachen ohne Untertitel:
[⠀] Alle Sprachen anzeigen
[√ ] Nur Einträge in deutscher Sprache anzeigen
[⠀] Mehr Sprachen anzeigen (z.B. Checkbox mit Ländercodes)

🔶 Was genau ist der Unterschied in der Kategorie?
"Beliebt auf Netflix" und "Derzeit beliebt"
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BarbedAndTanged09.04.22 09:29
Habe erst vor Kurzem Apple TV+ und Disney+ gekündigt. Netflix habe ich noch und Prime Video ist halt Teil von Prime. Wenn ich alles Sehenswerte auf Netflix gesehen habe, wird’s gekündigt und eventuell wird dann was anderes abonniert. Aber mehr als ein Streamingabo gibt’s nicht mehr bei uns.
Und Musikabos schon mal gar nicht.
+1
Motti
Motti09.04.22 11:36
Ich finde das alles toooo much.

Schon wenn man zum Netflixen eingeladen wird, kennt doch fast jeder das gleiche Drama.
Da werden Filme angespielt, bis man merkt, dass es niemanden interessiert. Dann der Zweite, der Dritte.. usw.. bis man nach 5 Stunden immer noch kein Film komplett sah, der allen die Socken weghaute.

Zum Schluss geht man und freut sich, dass man darüber nur lachen konnte.. mit evtl paar Promille im Kopp ....

Ich selber nimm Netflix zur Winterzeit, für paar Monate nur, wenn es neue interessante Serien gibt. Ansonsten halt Disney Plus.

Amazon Prime habe ich immer. Meistens reicht das, da ich auch zu den Leuten zähle, die eher normal TV schauen.
+1
Terendir11.04.22 16:27
Naja, die Umfrage beleuchtet wohl nur die legalen Alternativen

Wirklich interessant wäre ja mal zu wissen, wie viele wegen der Fragmentierung des Streaming-Marktes (wieder) zu illegalen Angeboten greifen.

Aber es ist fraglich, dass das jemand in so einer Umfrage zugeben würde, zumindest wenn man dort mit Klarnamen bzw echter Telefonnummer mitwirkt.

Rein vom Traffic her, haben die illegalen Angebote jedenfalls wieder Zulauf bekommen. Ganz so rosig kann es im Streaming-Markt dann doch nicht sein.
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PorterWagoner
PorterWagoner12.04.22 14:16
Ich habe am Anfang immer gesagt, dass niemand so viele Streaming-Dienste braucht. Jetzt sehe ich bei mir selbst, dass man einen nach dem anderen abonniert und dann doch wieder so viel bezahlt wie für Kabel früher. Kontext meiner Aussage: Ich komme aus den USA, dort heißt "für Kabel zahlen", dass man monatlich 50 bis 80 Dollar ganz schnell zusammen hat.
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Steph@n
Steph@n12.04.22 16:00
Hier mal nen Monat, da mal nen Monat.
In Summe bin ich recht günstig unterwegs.
Gönne mir aber auch nur nen Monat, wenn es da was gibt das mich interessiert.
Wenn natürlich alles einfach, ohne es zu nutzen, laufen gelassen wird, kommen unnötige Kosten zusammen.
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