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Test beyerdynamic T 1 (neu) – Der Unbestechliche

Fazit

Das Wort, welches Sie nach dem ausgiebigen Anhören des neuen T 1 suchen, ist „authentisch“. 

Wer auf effekthaschende Kopfhörer mit steroidgeladenen Bässen, kontrastverstärkten Mitten und gebleachten Höhen steht, wird mit dem neuen T 1 vermutlich nicht warm werden. Der Klang des neuen T 1 erschließt sich auch nicht beim schnellen Reinhören. Man muss sich Zeit nehmen, um seine besonderen Qualitäten zu entdecken. Danach wird man ihn kaum noch gegen einen anderen Kopfhörer eintauschen wollen.

Seine größte Stärke ist dabei ganz klar die nahezu vollständige Abwesenheit von Resonanzen und die damit verschwundenen Verzerrungen/Klangverfälschungen. Das lässt den neuen T 1 beim flüchtigen Reinhören vielleicht ein wenig nüchtern erscheinen. Dabei ist es vielmehr absolute Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit mit dem zugleich besten Langzeit-Hörkomfort aller mir bekannten Kopfhörer. Genau diese Eigenschaften machen den neuen T 1 zu einer höheren klanglichen Instanz – einem Maßstab, an dem man sich orientieren kann. Und damit ganz klar zur neuen und alleinigen Rewind-Referenz. 

Am T 1 interessierte sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass dieser Kopfhörer nach einem wirklich hochwertigen DAC/Kopfhörerverstärker verlangt, der mit der angeschlossenen 600-Ohm-Last keine Mühen hat. Und das sind nach meiner Erfahrung nur wenige Geräte unterhalb der 1.000-Euro-Schallmauer.

Die aufgelisteten Minuspunkte sind eigentlich auch keine nennenswerte Kritik, sondern liegen einfach in der Natur der Sache. Sie sind mir lediglich aufgefallen und sollen nicht unerwähnt bleiben.

Großes Lob an die Entwickler des neuen T 1, denen es tatsächlich gelungen ist, einen ohnehin schon exzellenten Kopfhörer nochmal derart zu verbessern. 

Übrigens: Wenn Sie mich nun fragen, ob sich der Umstieg vom alten zum neuen T 1 lohnt: Das können Sie sich leider nur selbst beantworten. Lohnt es sich, von einem MacBook aus dem Jahr 2013 auf ein 2015er-Modell umzusteigen? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Es hängt einfach von zu vielen Faktoren ab und nicht zuletzt von Ihrem verfügbaren Einkommen. – Life’s a bitch! 


Plus/Minus beyerdynamic T 1 neu

++ fast vollkommen frei von Resonanzverzerrungen
+ deutlich gefälligerer, körperhafterer, wärmerer Klang gegenüber Vorgänger  
+ wunderbar luftig, detailreich und dynamisch
+ nahezu perfekt ausgewogene Klangbalance/Klangfarben
+ auch bei sehr hohen Pegeln absolut verzerrungsfrei und entspannt
+ nochmals verbesserter Tragekomfort (besseres Ohrklima dank neuem Velours-Material)
+ auch für Brillenträger sehr komfortabel zu tragen
+ ausgezeichnete Detailverarbeitung
+ völlig frei von knarzenden Gehäuseteilen, keine Kabelgeräusche
+ Kabel jetzt steckbar, hochwertiges Kabel mitgeliefert (optional symmetrische Verbindung lieferbar)
+ schräg eingesetzte Kabelanschlüsse verbessern den Tragekomfort
+ sehr schöne Aufbewahrungs-/Transportbox

– verlangt nach einem kräftigen, hochwertigen Amp
– Kopfhörer passt nur bei zusammengeschobenem Bügel in die Box


Technische Daten

  • Übertragungsart: Kabelgebunden
  • Bauweise (Arbeitsprinzip): Halboffen
  • Kopfhörer Impedanz: 600 Ohm
  • Übertragungsbereich Kopfhörer:  5 - 50.000 Hz
  • Kennschalldruckpegel: 102 dB
  • Bauform: Ohrumschließend
  • Fernbedienung: Ohne
  • Stecker Quellenseite: 3,5 mm Klinke vergoldet mit 6,3 mm Klinke Schraubadapter, vergoldet
  • Stecker Kopfhörerseite: 2x 3,5 mm Klinke, vergoldet
  • Kabel: 3 m, zwei individuelle Leiter aus OCC 7N Kupfer, Textilgeflecht-Ummantelung

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Kommentare

teorema67
teorema6729.08.15 08:47
Sehr interessanter Bericht! Was man mit dem entsprechenden Know-how doch noch an einem exzellenten Referenzgerät verbessern kann ...

Mir fällt als erstes auf, dass das neue Case ein bisschen an die "Mütze" des T5p erinnert, mit der ich auf Reisen besonders glücklich bin. So voluminös der T5p – identische Maße des T1 – ist, mit der Mütze ist er gut transportabel.

Die Eignung für Brillenträger kann ich vom T5p her klar bestätigen.

Die übrigen geschilderten Verbesserungen des T1 erscheinen mir schlüssig. Besonders vorteilhaft finde ich die Steckverbindungen, auch das Kabel meines T5p ist fix.

Für mich ist der winzige A200p-DAC für iPhone und andere Smartphones brauchbar, jedenfalls für den niederohmigen T5p (ich höre eh fast ausschließlich mobil und habe schon lange keine Anlage mehr zuhause), für den T1 dürfte er nicht "reichen".
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Ivan.pov29.08.15 09:31
Wenn wir schon bei sehr guten Kopfhörern sind...
Zuhause stecke ich nie Kopfhörer in die Anlage, wenn dann ins iPhone und da ist das Problem, die Kopfhörerbuchse ist einfach Müll, Apple die so viel um und mit Musik machen und vermarken sind zu geizig gescheite Buchsen einzubauen.
Deswegen ist es leider quatsch super Kopfhörer zu kaufen wenn man es mit dem iPhone nutzen will.
Nervt einfach!
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vadderabraham29.08.15 09:54
Irgendwie klingt der BEricht ein wenig nach indirekt bezahlter Werbung...
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teorema67
teorema6729.08.15 11:19
Ivan.pov
... Deswegen ist es leider quatsch super Kopfhörer zu kaufen wenn man es mit dem iPhone nutzen will.
Nervt einfach!
Mein Hörer hängt am DAC und der am Lightning oder MicroUSB, die Klinke des Phones spielt da keine Rolle.
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sonorman
sonorman29.08.15 11:24
Ivan.Pov

Der hier getestete Kopfhörer ist für herkömmliche Mobilplayer wie das iPhone weder gedacht noch geeignet. (Zum Thema High End Mobilhörer habe ich voraussichtlich übernächste Woche etwas in der Rewind.)

Das Problem der Anschlussbuchsen liegt weniger bei Apple, sondern einfach in der Tatsache, dass diese standardisierten Anschlüsse mechanischen Belastungen unterliegen und verschleißen. Je nach Nutzung geben die mal schneller, mal langsamer den Geist auf. Und das nicht nur in iPhones oder iPads.

Wäre alternativ für Dich vielleicht ein guter Bluetooth-Kopfhörer was? Hier ein sehr empfehlenswertes Modell von B&W im Rewind-Test. @@
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Hot Mac
Hot Mac29.08.15 11:28
Ich bin mehr als positiv überrascht ...
Hätte nicht gedacht, dass man den T1 noch verbessern könnte.

In Kombination mit meinen „Lehmännern“ scheint das Teil unschlagbar zu sein.
Da stinken meine 18er UEs voll ab.
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Ivan.pov29.08.15 16:13
sonorman
Ivan.Pov

Der hier getestete Kopfhörer ist für herkömmliche Mobilplayer wie das iPhone weder gedacht noch geeignet. (Zum Thema High End Mobilhörer habe ich voraussichtlich übernächste Woche etwas in der Rewind.)

Das Problem der Anschlussbuchsen liegt weniger bei Apple, sondern einfach in der Tatsache, dass diese standardisierten Anschlüsse mechanischen Belastungen unterliegen und verschleißen. Je nach Nutzung geben die mal schneller, mal langsamer den Geist auf. Und das nicht nur in iPhones oder iPads.

Wäre alternativ für Dich vielleicht ein guter Bluetooth-Kopfhörer was? Hier ein sehr empfehlenswertes Modell von B&W im Rewind-Test. @@

Es gibt schon ein Smartphone der seine Buchse für hochwertige Kopfhörer verbessert hat, da bekommt man auch gleich sehr gute Markenkophörer dazu, ist aber kein iOS.. Klar..
wie lange der hält, naja 2 Jahre wird es bestimmt.
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teorema67
teorema6729.08.15 17:28
Ivan.pov: Meinst du das ZTE Axon mit JBL InEars?
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Ivan.pov30.08.15 17:24
teorema67
Ivan.pov: Meinst du das ZTE Axon mit JBL InEars?

Ja
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Paddy2590
Paddy259031.08.15 10:06
Ivan.pov

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso immer wieder auf die Buchsen der Apple- Produkte geschimpft wird. Ich selbst hatte auch mit hochwertigeren Kopfhörern nie Probleme, und ich habe mich schon mehrfach mit professionellen Tontechnikern und Veranstaltungstechnikern unterhalten, die mir alle bestätigt haben, dass der Audioausgang an den Apple- Produkten, egal ob Mac, iPhone oder iPad, sehr viel besser seien als die voeler anderer Hersteller... Das passt doch irgendwie nicht zusammen...
Dass die Klinkenbuchsen dieser Geräte nicht mit teuren Kopfhörerverstärken mithalten können versteht sich von selbst, aber dafür sind sie ja auch nicht da...
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Tirabo31.08.15 19:48
Paddy2590
Ivan.povIch verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso immer wieder auf die Buchsen der Apple- Produkte geschimpft wird. Ich selbst hatte auch mit hochwertigeren Kopfhörern nie Probleme, und ich habe mich schon mehrfach mit professionellen Tontechnikern und Veranstaltungstechnikern unterhalten, die mir alle bestätigt haben, dass der Audioausgang an den Apple- Produkten, egal ob Mac, iPhone oder iPad, sehr viel besser seien als die voeler anderer Hersteller... Das passt doch irgendwie nicht zusammen...
Dass die Klinkenbuchsen dieser Geräte nicht mit teuren Kopfhörerverstärken mithalten können versteht sich von selbst, aber dafür sind sie ja auch nicht da...

ich weiß jetzt nicht, welche Tontechniker Du kennst, ich bin einer und kann aus Erfahrung sagen, dass bei mir bis jetzt jede Klinkenbuchse mal ärger gemacht hat. Klinke hat kein wirklich gutes und sicheres Design.

Die allerbeste und professionellste Schnittstelle ist XLR, weil: die Pinne alle geschützt Innen liegen, XLR kurzschlussfest ist, weil der Masse-Pin etwas länger als die anderen sind, Gehäuse ist im Gegensatz zu Klinke nicht mit der Masse verbunden, viel größere Kontaktverbindungsflache, eine Zugverriegelung hat, absolut stabil ist und noch vieles vieles mehr.
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