TechTicker: Yamaha Surround:AI, Nubert-Neuheiten, Naim Mu-so 2 und Glasflächen als Riesen-Displays

YAMAHA SURROUND:AI OPTIMIERT FILMTON MITTELS MACHINE LEARNING
Yamaha hat bereits im letzten Jahr eine neue Generation von Digital Sound Processing (DSP) in einigen seiner Surround-Receiver eingeführt, die Surround-Fans vielleicht noch nicht kannten und daher an dieser Stelle noch einmal kurz vorgestellt werden soll. – Zumal das Thema "Machine Learning" derzeit gerade groß in Mode ist.

Der Ansatz: Mit Hilfe einer riesigen und stetig wachsenden Datenbank sowie unterstützt durch Machine Learning soll die Yamaha Sound-KI permanent das Klangbild überwachen und dazu lernen. Dadurch soll das Klanggeschehen exakt auf die jeweilige akustische Situation und Filmszene in Echtzeit angepasst werden. Die "KI" analysiert dazu den Ton während der Wiedergabe in Intervallen von 200 Millisekunden und setzt den Klangfokus punktgenau auf die jeweils entscheidenden Elemente – von Dialogen über Umgebungsgeräusche bis zur Hintergrundmusik wird Szene für Szene das hervorgehoben, was entscheidend ist – so der Hersteller. Die Funktion soll auch Abmischungen mit Dolby Atmos oder DTS:X noch einmal aufwerten können.


Der große Vorteil für den Nutzer: Statt sich wie bisher zeitaufwendig mit individuellen DSP-Einstellungen für unterschiedliche Szenarien befassen zu müssen, soll diese Aufgabe künftig vollautomatisch von Surround:AI übernommen werden.

Die Technik ist bereits im AV-Vorverstärker CX-A5200 sowie in den AV-Receiver-Modellen RX-A3080, RX-A2080 und RX-A1080 der AVENTAGE-Serie verfügbar. Die genannten Modelle sind in den Farbvarianten Schwarz und Titan erhältlich und unterstützen die Yamaha MusicCast-Technologie für Multiroom-Musikgenuss. Die AV-Receiver der AVENTAGE-Serie können zusätzlich mit den kabellosen Surround-Lautsprecher MusicCast 20 oder MusicCast 50 verbunden werden.

Preise:
CX-A5200: 2.499 Euro
RX-A1080: 1.499 Euro
RX-A2080: 1.799 Euro
RX-A3080: 2.499 Euro


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NUBERT NUPRO XS-7500 SOUNBOARD UND NUCONNECT AMPX
Der schwäbische Hersteller von Audioprodukten und Direktversender Nubert erweitert sein Angebot an Soundbars bzw. Soundboards um das Modell nuPro XS-7500. Der TV-Untersetzlautsprecher ist genau wie seine Vorgänger vor allem als Heimkino-Akustiksystem entworfen und für optimale Sprachverständlichkeit, spektakuläre Toneffekte und packende Soundtracks optimiert.


Durch seine Auslegung als Soundboard dient der Lautsprecher zugleich als Standföache für TV-Geräte bis 100 kg. Dieses Design spart Platz im Vergleich zu herkömmlichen Lautsprechern, bietet aber genügend Raum für kräftige Digitalverstärker und maßgeschneiderte Hochleistungstreiber, einschließlich zwei nach unten feuernder Aktiv-Subwoofer. Diese Ausstattung soll das Gerät neben seinem Haupteinsatzgebiet Heimkino auch zu einer interessanten Alternative zur kompakten Stereoanlage machen. Außer dem Fernseher finden zahlreiche weitere Zuspieler Anschluss, vom Netzwerk-Player bis hin zur Spielkonsole. Dank Bluetooth-Konnektivität können auch Smartphones, Tablets und Computer drahtlos Verbindung aufnehmen.

Das nuPro XS-7500 feiert seine öffentliche Premiere im Rahmen der HiFi- und Heimkinomesse High End, die vom 09. bis 12. Mai in Münchener Messezentrum MOC stattfindet, und wird voraussichtlich ab Spätsommer 2019 zum Preis von 1.470 Euro im Nubert Direktvertrieb erhältlich sein. Eine nähere Beschreibung finden Sie hier.

Als weitere Neuheit zeigt Nubert in München erstmals den 2 x 100W starken Vollverstärker nuConnect ampX. Dieser wurde auf Basis von Nuberts Aktivboxenserie nuPro X entwickelt, jedoch für die Anforderungen eines zeitgemäßen, separaten Vollverstärkers angepasst. So haben Nuberts Ingenieure die Anschlusssektion um einen Phonoeingang für Plattenspieler ergänzt, der sowohl mit Moving-Magnet- als auch mit Moving-Coil-Systemen kooperiert. Die Endstufe wurde in Class-D-Technik für Passivlautsprecher von 4 bis 8 Ohm Impedanz ausgelegt. Die Klangregelung auf DSP-Basis mit Bass- und Höhenregelung, Loudness-Schaltung und Equalizer ist ebenfalls den Amps der Nubert-Aktivboxen entliehen.


Der nuConnect ampX wird voraussichtlich ab Spätsommer 2019 zum Preis von 639 Euro im Nubert Direktvertrieb erhältlich sein. Nähere Infos auf der Produktseite.


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NAIM BRINGT RUNDERNEUERTEN STREAMINGLAUTSPRECHER MU-SO 2
Mit dem Mu-so (Testbericht) hat die britische HiFi-Schmiede Naim vor rund vier Jahren ein beeindruckendes All-In-One Musiksystem im One-Box-Style vorgestellt. Jetzt bringt der Hersteller eine komplett überarbeitete Version mit vielen neuen Funktionen in den Handel: den Mu-so 2. Naim ist überzeugt: "Die neue Mu-so 2 bietet Hörgenuss wie es ihn bisher bei einem All-in-One-Wireless-System noch nicht gab."


Die Lautsprechertechnik wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Konzernpartner Focal neu entwickelt und die DSP-Leistung nach Angaben von Naim verzehnfacht. Auch die WLAN-Leistung wurde verbessert und die Ausstattung sowie der Funktionsumfang deutlich erweitert. So wartet der Mu-so 2 jetzt neben dem traditionellen LAN-Kabelanschluss mit einer kabellosen Netzwerkverbindung auf, mit der hochauflösendes 32-bit UPnP mit bis zu 384 kHz Abtastrate möglich ist. Zudem sind mit Apple AirPlay 2, Spotify Connect, TIDAL und Chromecast integriert. Lokal nimmt Mu-so 2 per Bluetooth auch Musik vom Smartphone und Tablet entgegen oder spielt Musik über den USB-Eingang vom Speicherstick oder einer externen Festplatte ab. Über den integrierten HDMI-ARC-Anschluss lassen sich TV-Geräte anschließen.


Das Herzstück ist die komplett neu entwickelte Streaming-Plattform, an der laut Naim 25. Entwickler drei Jahre lang gearbeitet haben. Das Ziel war kein geringeres, als "alle vergleichbaren Lösungen im Markt in den Schatten zu stellen". Über die zugehörige App für iOS und Android lässt sich von der Lautstärke über Playlisten bis hin zur Lichtstimmung und Partymodus alles steuern. Außerdem liefert die App passend zum jeweiligen Titel detaillierte Informationen zu Künstler, Genre und Album inklusive Cover-Art und Booklet-Texten.


Das Design und die Bedienung am Gerät bleibt weitgehend unverändert. Neu ist der Lautsprechergrill, welcher in Schwarz und in den Farben Terrakotta, Oliv oder Pfauenblau erhältlich ist. Der große Drehregler an der Oberseite ist jetzt mit einem Sensor ausgestattet, der die Effektbeleuchtung aktiviert, sobald sich eine Hand nähert. Über das eingelassene Touchpad mit 15 Sensortasten lässt sich per Fingertipp die Wiedergabe steuern, Playlisten oder Webradiostationen auswählen und Streamingdienste aufrufen. Die mitgelieferte Fernbedienung wurde ebenfalls neu gestaltet. Multiroom-Systeme können raumübergreifend gesteuert werden. Die Gesamtleistung des Systems beziffert der Hersteller mit 450 Watt (Musikleistung). Die Bassleistung soll dank eines 13% größeres akustischen Volumens und optimierter Gehäuseversteifungen ebenfalls deutlich verbessert worden sein.


Die Mu-so 2 ist ab sofort zum UVP von 1.499 Euro im Fachhandel erhältlich und wird derzeit auf der High End in München dem Publikum präsentiert.


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LG: TRANSPARENTE LED-FARBFOLIE
Zwar nicht gerade ein Konsumerprodukt, aber interessant ist es allemal, daher möchte ich Ihnen dieses spannende "Signage"-Produkt nicht vorenthalten.

Mit einer neuen transparenten LED-Farbfolie will LG Glasoberflächen jeder Art in ein Display verwandeln. Vom Schaufenster bis zur Glaswand im Firmen-Hauptquartier. Durch die transparente Darstellung bleiben ausgestellte Waren für Kunden sichtbar, Lichtszenarien werden angeblich nicht beeinflusst.

Inhalte werden mit 1,7 Millionen Farben und 120 Graustufen wiedergegeben. Die speziell für den Einsatz in Innenräumen und bei Nacht angepasste Helligkeit lässt sowohl Fotos als auch Videos in den meisten Geschäftsgebäuden eindrucksvoll glänzen. Die vorhandene Lichtstimmung gelangt durch die zu 73 Prozent transparente Folie problemlos durchs Glas. Im ausgeschalteten Zustand ist dieses Signage-Display auf Glas nahezu unsichtbar. Die Farbfolien-Panels können parallel zum Rand geschnitten, horizontal wie vertikal kombiniert und mit einem Krümmungsradius von bis zu 1.000R auch an konvexen Flächen verwendet werden. Integrierter UV-Schutz soll langanhaltende Leuchtkraft garantieren. Die Zuspielung von Inhalten erfolgt über den integrierten Media Player oder eine entsprechende Digital-Signage-Plattform.


Damit dürften wir utopischen/dystopischen Zukunftsvisionen von überall in der Stadt flimmernden Werbebotschaften á la Blade Runner nicht mehr allzu weit entfernt sein. Nur holografische Riesenwerbung fehlt noch.

Screenshot aus "Blade Runner" (1982)

Screenshot aus "Blade Runner 2049" (2017)

Kommentare

sharif12.05.19 12:38
Der Ansatz: Mit Hilfe einer riesigen und stetig wachsenden Datenbank sowie unterstützt durch Machine Learning soll die Yamaha Sound-KI permanent das Klangbild überwachen und dazu lernen.

Bekommt man also alle paar Monate ein Update mit der neuesten Datenbank oder lernt er nur von dem, was er in meinen eigenen 4 Wänden hört?
0
yehtfs
yehtfs12.05.19 14:02
Bei den Fernbedienungen hört die KI plötzlich auf. Nein danke.
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Hot Mac
Hot Mac12.05.19 14:44
Schalt die Folie an!
Coole Sache.
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greg1964
greg196413.05.19 06:37
Wie das zukünftig wohl klingen wir, wenn sich KI von Verstärker und Boxen nicht einig sind?
-2
maculi
maculi13.05.19 08:07
greg1964
Nee, Danke. Zickenkrieg der KIs im Wohnzimmer muss ich nicht haben. Ab sofort beim Kauf neuer Geräte also unbedingt drauf achten, das sich die KI auch ausstellen läßt
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