TechTicker: Norddeutsche HiFi-Tage voraus, kleiner Drucker, Bluetooth-Plattenspieler, Hybrid-Kopfhörer und mehr

PIXMA TS705: CANONS KLEINSTER HOME-OFFICE DRUCKER
Kleine, Platzsparende Home-Office Drucker haben oft den Nachteil, dass sie nur wenig Papiervorrat beherbergen können. Canons neuer PIXMA TS705 hat eine Unterflurkasette für immerhin bis zu 250 Blatt A4 Papier plus einen hinteren Papiereinzug für 100 Blatt und hat zugleich eine um 18 Prozent kleinere Stellfläche als sein Vorgänger PIXMA iP7250 (Amazon). Ein zusätzlicher Tray kann neben CD/DVD-Druck jetzt auch für Fingernagel-Aufkleber genutzt werden. Beim Start des Drucks ist er zudem nicht nur schneller, sondern auch leiser geworden, so Canon. Der TS705 versteht sich mit Amazon Alexa3 und Google Home kompatiblen Geräten. Auf Zuruf kann darüber eine Auswahl an Kindermalvorlagen, Sudoku-Rätseln oder hilfreiche Checklisten und Formulare ausgedruckt werden. Auch IFTTT wird unterstützt.


Zu den Merkmalen listet der Hersteller auf:

Hochwertiger Text- und Fotodruck – dank 5 separater Tintentanks
LAN/WLAN/ Bluetooth
2-Zeilen LC-Display
Zwei Papierzuführungen und automatischer beidseitiger Druck
Papierkapazität: bis zu 350 Blatt Normalpapier
Smartes und kompaktes Design
Business Funktionen: SNMP, MIB und SDK Support
Drucken von Fingernagel-Stickern und Bedrucken geeigneter Disks

Der Canon PIXMA TS705 soll ab Februar 2019 zum UVP von 85 Euro verfügbar sein.


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CAMBRIDGE AUDIO PLATTENSPIELER ALVA TT MIT APTX-HD
Die Hifi-Hersteller haben ganz offensichtlich eine neue Marktlücke entdeckt: Analoge Plattenspieler mit drahtloser digitaler Übertragung. Wie Sony (siehe hier) und einige andere Anbieter bringt nun auch der britische HiFi-Spezialist Cambridge Audio einen Vinyl-Dreher mit Bluetooth auf den Markt. Allerdings mit deutlich höherem technischen und Materialaufwand. Der nach dem zweiten Vornamen von Thomas Edison benannte Alva TT Direkttriebler mit Tonarm und Abtaster (MC) aus eigener Entwicklung kann die analogen Klänge der schwarzen Scheiben mittels Bluetooth aptX HD (bis 24-bit/48 kHz) an kompatible Ausgabegeräte schicken. Beispielsweise an die hauseigenen Referenzkomponenten Edge A und Edge NQ von Cambridge Audio oder an Bluetooth-Lautsprecher und -Kopfhörer. Ein Stromanschluss und "Schwarzes Gold" reicht dem Alva TT zum Betrieb.


Wer will kann den Alva TT selbstverständlich auch kabelgebunden betreiben. Dank des integrierten Phonovorverstärkers lässt sich der Plattenspieler an jedem Line-In-Eingang von Stereoverstärkern oder Aktivlautsprechern anschließen.


Die Deutschlandpremiere des Alva TT findet auf den Norddeutschen HiFi-Tagen am 02. und 03. Februar 2019 im Holiday Inn Hamburg statt (siehe weiter unten). Der Preis beträgt 1.700 Euro inklusive System. Der MC-Abtaster kann auch separat für 500 Euro erworben werden.

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NURAPHONE: INNOVATIVER "HYBRID"-KOPFHÖRER MIT EINMESSUNG AUF DIE OHREN
Das australische Startup-Unternehmen Nura hat unter dem Namen Nuraphone einen interessanten neuen Kopfhörer vorgestellt. Der Nuraphone ist äußerlich klar als Bügelkopfhörer einzustufen, aber bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass es sich um eine Art Hybriden zwischen In-Ear und Over-Ear handelt. Mittlere und hohe Frequenzen werden durch In-Ear-ähnliche Ohrstöpsel übertragen, während die Bässe durch größere Membranen in den Over-Ear-Gehäusen erzeugt werden.


Neben dieser kuriosen Mischung bietet der Nuraphone eine Einmessfunktikon auf das Gehör seines Trägers, ähnlich wie es der beyerdynamic Aventho Wireless (Testbericht) macht. Aber damit nicht genug; auch eine aktive Geräuschunterdrückung ist mit an Bord.

Testbericht folgt!


Die Features in der Übersicht:

  • Bluetooth-Kopfhörer, der den Klang individuell an das Gehör des Nutzers anpasst
  • Otoakustischer Hörtest, der automatisch abläuft und nur eine Minute dauert
  • Bis zu drei Hörprofile lassen sich auf dem Kopfhörer speichern
  • Patentierte Bauweise: Kombination aus Over-Ear- und In-Ear-Kopfhörern
  • In-Ear-Bereich gibt hohe und mittlere Frequenzen beim Musikhören wieder
  • Individuell anpassbare Basswiedergabe (Immersionsmodus) über Lautsprecher in den Kopfhörermuscheln
  • Mit aktiver Geräuschunterdrückung (active noise cancelling)
  • Social Mode: Außengeräusche werden bei Bedarf über Außenmikrofone hörbar
  • Unterstützt aptX HD und so die beste Klangqualität für Bluetooth-Übertragungen
  • Touch-Buttons zum einmal und zweimal Antippen für verschiedene Funktionen
  • Schaltet sich automatisch an und aus, wenn der Kopfhörer auf- und abgesetzt wird
  • Akkulaufzeit mindestens 20 Stunden; Ladestand wird durch eine Stimme angesagt
  • Gratis App für iOS und Android zur Verwaltung von Hörprofilen und Einstellungen
  • Material: Bügel aus flexiblem Federstahl, Ohrmuscheln aus Aluminium und Silikon
  • Maße (H x B x T): 190 x 170 x 88 Millimeter; Gewicht: 329 Gramm
  • Lieferumfang: Nuraphone, Aufbewahrungsbox mit Magnetverschluss, Ohrstöpsel in drei verschiedenen Größen, Ladekabel mit proprietärem Stecker und USB-A
  • Weitere Kabel mit USB-C-, Micro-USB- und Audiostecker für jeweils 19,90 Euro und Lightningstecker für 39,90 Euro separat erhältlich


Der Nurophone ist ab sofort bei Thomann und Cyberport sowie via Amazon zum Preis von 399 Euro (UVP) erhältlich.

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NORDDEUTSCHE HIFI-TAGE 2019 (02. - 03. FEBRUAR IN HAMBURG)
Bald ist es wieder so weit. Anfang Februar, genauer gesagt am 02. und 03. Februar, finden im Hamburger Holiday Inn Hotel an den Elbbrücken die Norddeutschen HiFi-Tage unter dem Motto HÖRTEST 2019 statt. Die Aussteller präsentieren in den Sälen und Zimmern des Hotels weit über 200 Marken rund um hochwertige Musikwiedergabe. Dabei gibt es nicht nur für eingefleischte HiFi-Fans viel zu sehen, zu entdecken und natürlich zu hören. Neben hochklassigen High-End-Systemen sind selbstverständlich auch Lifestyle-Produkte wie Bluetooth-Lautsprecher, Kopfhörer, Streaming-Devices in allen Preisklassen zu entdecken, aber auch echte Liebhaberstücke für Analogfans, wie Bandmaschinen, Plattenspieler, Schallplatten, Röhrenverstärker, etc.


Eintritt ist am Samstag den 02. Februar von 10-18 Uhr, am Sonntag von 10-16 Uhr. Und zwar kostenlos. Der Besuch lohnt sich für jeden Technikinteressierten.

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RING: EIN TÜRSPION, DER SEINE BEZEICHNUNG ZU WÖRTLICH NIMMT?
Erst kürzlich geriet der Hersteller für elektronische Türüberwachungssysteme Ring, welcher 2018 von Amazon aufgekauft wurde, wegen mangelhaftem Datenschutz unter Beschuss. Wie sich herausstellte, liegen die mit der Ring-Kamera aufgenommenen Videos völlig unverschlüsselt auf einer File-Hosting-Plattform des Mutterunternehmens Amazon. (MTN berichtete.) Der Anbieter reagierte darauf hin und versicherte, alles notwendige zu tun, um den Schutz der Daten zu gewährleisten.

Davon unabhängig stellte Ring auf der diesjährigen CES letzte Woche eine neue Video-Türklingel vor. In seiner Pressemitteilung und Produktbeschreibung appelliert Ring vor allem an das Sicherheitsbedürfnis der Nutzer, verspricht mit der Türkamera verbesserten Schutz für Bewohner und betont Privatsphäre-Features, wie die Möglichkeit, bei Bedarf gezielt Bereiche des Bildes vor der Kamera schwärzen sowie die Audio-Aufzeichnung deaktivieren zu können.


Die Features der neuen Ring Video-Türklingel in der Übersicht:

  • Einfache Installation – Die Ring Door View Cam wird einfach anstelle des Türspions eingesetzt. Bohren oder dauerhafte Modifikationen an der Tür sind nicht notwendig. Das System ist spurlos zu entfernen und beschädigt nicht die Lackierung.
  • HD-Video – Die Door View Cam bietet dieselbe hohe Auflösung bei Live-Bild und Aufzeichnungen wie die anderen Video-Türklingeln von Ring.
  • Erschütterungssensor – Sollten Besucher nicht klingeln, verfügt die Door View Cam über einen Sensor, der Sie darüber informiert, wenn Besucher mit Ihrer Tür interagieren, z. B. wenn sie klopfen.
  • Batteriebetrieb – Die Door View Cam nutzt einen austauschbaren Akkupack, der sich von innerhalb der Wohnung wechseln lässt. Kabel oder eine zusätzliche Stromversorgung sind dadurch unnötig.
  • Analoger Türspion – Durch die integrierte Glasoptik kann die Door View Cam nach wie vor wie ein herkömmlicher Türspion genutzt werden.
  • Privatsphäre-Bereiche – Bei Bedarf können gezielt Bereiche des Bildes vor der Kamera geschwärzt sowie die Audio-Aufzeichnung deaktiviert werden.
  • Smart Alert Features (später in 2019 für jede Türklingel und Kamera von Ring verfügbar. Ein Ring Protect Plan kann Voraussetzung sein):
    • Anpassbare Bewegungserkennung – Die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung kann exakt eingestellt werden, um Energie zu sparen und die Erfassungsbereiche optimal anzupassen.
    • Bewegungsverifikation – Die Door View Cam sortiert Fehlalarme aus, damit die Besitzer nur relevante Ereignisse gemeldet bekommen.
    • Motion-Stop-Funktion – Die Aufzeichnung wird auf Wunsch sofort beendet, um Batterie zu sparen, wenn eine erfasste Bewegung als unbedeutend eingestuft wird.
    • Personenerkennung – Die Door View Cam identifiziert und benennt die Art der erfassten Bewegung. Nur die gewünschten Ereignisse werden an den Besitzer weitergeleitet.
  • Kompatibel mit Alexa – In ausgewählten Ländern können die Nutzer Befehle wie „Alexa, zeige mir die Haustür.“ auf Geräten mit Alexa-Unterstützung nutzen. Sie werden in Echtzeit über Bewegungen informiert, die von der Ring Door View Cam erfasst werden und können mit den Gästen an der Tür über ihr Echo Show, Echo Spot oder über ein Tablet mit Alexa-Unterstützung sprechen.

Die neue Ring Door View Cam soll im Jahresverlauf in Deutschland verfügbar sein. Der Preis soll 199 Euro betragen. – Bleibt zu hoffen, dass der Anbieter bis zur Veröffentlichung sämtliche Sicherheitslücken beseitigen kann und das Vertrauen der Nutzer nicht weiter missbraucht.

Kommentare

nJoy
nJoy19.01.19 09:21
Du sollst keine anderen Plattenspieler neben Technics 1200/1210 haben! 🙃
+8
dam_j
dam_j19.01.19 09:38
Mein "kleines" HighLight:

Der neue Sonos-AMP.
Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !
-1
macymesser19.01.19 10:01
Fand eine Türspion auch praktisch, bis mir klar wurde, dass nicht ich sondern er spioniert
+8
UmustHave
UmustHave19.01.19 10:06
nJoy
Du sollst keine anderen Plattenspieler neben Technics 1200/1210 haben! 🙃

wie wahr, hab erst im Dezember zugeschlagen und mir nen Technics geholt, zeitlos schön und unkaputtbar
+1
Cmon
Cmon19.01.19 11:21
Neee, neben meinem Technics 1200/1210 steht noch ein zweiter Technics 1200/1210…
Bei MTN seid 2003…wie die Zeit vergeht!
+5
karlimann
karlimann19.01.19 12:25
Die Sache mit Ring ist ein weiterer Beweis, dass Smarthome sicherheitstechnisch noch immer ganz am Anfang ist und man tunlichst vermeiden sollte, dass irgendwas von außerhalb erreichbar ist.
+1
MacDino19.01.19 12:43
...und ich geb‘ meinen Thorens nicht mehr her.
+2
Aulicus
Aulicus19.01.19 13:48
UmustHave
nJoy
Du sollst keine anderen Plattenspieler neben Technics 1200/1210 haben! 🙃

wie wahr, hab erst im Dezember zugeschlagen und mir nen Technics geholt, zeitlos schön und unkaputtbar
Japp!!! Meiner wird jetzt 25 Jahre alt👍
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nJoy
nJoy19.01.19 17:26
Cmon

Nur zwei? Hier stehen vier.
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mactechh19.01.19 18:54
Immer zweimal mehr wie Du!
+1
nJoy
nJoy19.01.19 19:26
mactechh

😂👍
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jmh
jmh19.01.19 21:42
MacDino
...und ich geb‘ meinen Thorens nicht mehr her.

muss ja auch nicht sein ...
0
jmh
jmh19.01.19 21:43
nJoy
Du sollst keine anderen Plattenspieler neben Technics 1200/1210 haben! 🙃

mk2 und gut.
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pit1958ffm
pit1958ffm20.01.19 09:58
nJoy
Du sollst keine anderen Plattenspieler neben Technics 1200/1210 haben! 🙃
Thorens TD 126 MkIII Baujahr 1979 ist auch nicht übel...
+2
AppleUser2013
AppleUser201320.01.19 20:00
Technics bringt btw einen neuen in der Serie raus... Low Budget Technics SL-1210MK7
für 999 Euro... Mal schauen, wie gut er sich gegen seine teueren Brüder schlägt...
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Phoen
Phoen21.01.19 11:25
Marktlücke entdeckt: Analoge Plattenspieler mit drahtloser digitaler Übertragung.

Diese Überlegung treibt mich derzeit auch um, wenn ich auf ein kabelloses Sonos-System umsteigen sollte.

Grundsätzlich geht damit der ganze Sinn und die Seele der analoger Klangtechnik verloren. Ein analoges Signal wird zunächst in ein Digitales gewandelt. Das heißt nicht, dass das Digitale schlecht ist, es ist nur ein grundlegender klanglicher Unterschied. Ein Plattenspieler ohne Not mit einer Digitalschleife macht für mich überhaupt keinen Sinn.
Niemand regiert die Welt.
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