Noch nie war der iMac "ungepflegter" – längster Produktzyklus der Modellgeschichte

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen alle Mac-Baureihen meist alle sechs bis acht Monate aktualisiert wurden. Da Intel ohnehin nur eine neue Architektur pro Jahr vorstellt und sich frühere Produktupdates meist auf geringfügige Anhebung der Taktrate beschränkten, ist gegen einen Jahrestakt nichts einzuwenden. Allerdings dehnte Apple die Produktzyklen noch viel weiter aus. Bisweilen bleiben Baureihen jahrelang unverändert im Sortiment – bei gleichbleibenden Preisen, die im Laufe der Zeit immer weniger angemessen erscheinen. Unrühmliche Beispiele sind der Mac Pro (aktuell fünf Jahre), das MacBook Air in der Basisvariante (aktuell knapp vier Jahre) oder der Mac mini (bis zur Aktualisierung im Oktober 2018 ebenfalls vier Jahre). Eine weitere Baureihe hat jetzt ebenfalls den Rekord der längsten Modelllaufzeit seit Verkaufsstart aufgestellt, nämlich der iMac.


Endlos lange Produktzyklen
Seit Mai 1998 gibt es den iMac bereits und normalerweise ließ Apple jeweils zwischen sechs und zwölf Monaten bis zur nächsten Überarbeitung verstreichen. Anders bei der momentan erhältlichen Serie. Sowohl beim iMac 4K als auch beim iMac 5K liegt die Einführung nun schon 603 Tage zurück – das gab es noch nie. Präsentiert im Juni 2017 auf der Entwicklerkonferenz WWDC führte Apple zwar mit dem iMac Pro (Dezember 2017) einen ganz neuen Vertreter der iMac-Familie ein, beließ ansonsten aber alles beim Alten. Die iMac-Generation zuvor war mit 601 Tagen ebenfalls schon Rekordhalter, beim aktuellen Gerät dürften aber noch einige Wochen hinzukommen. Vor März ist mit keiner Aktualisierung zu rechnen.

MacBook: Selbes Spiel
Noch eine andere Baureihe ist ähnlich alt. Die erste Generation des MacBook 12" blieb 375 Tage unverändert, die zweite Serie brachte es auf 412 Tage – die aktuellen Geräte hingegen ebenfalls auf 603 Tage seit den letzten Änderungen. Das ist zwar bedeutend weniger als die 1867 Tage des Mac Pro, allerdings handelt es sich dabei auch um einen gewissen Sonderfall – die Abkehr von der Bauweise hatte Apple vor zwei Jahren angekündigt.

Kommentare

sumpfmonsterjun29.01.19 17:21
Apple ist doch ein kleines, sympathisches Startup, die haben einfach nicht die Ressourcen (finanzielle und know-how) um aktuelle CPUs, GraKas und SSDs in die iMacs zu verpacken. Dafür muss man einfach Verständnis aufbringen...😂
+41
SilveristhenewSpaceGrey
SilveristhenewSpaceGrey29.01.19 17:23
Vielleicht arbeiten die Apple-Hardware-Ingenieure die den iMac updaten könnten am neuen Mac Pro?
0
ApfelHandy4
ApfelHandy429.01.19 17:43
Na hoffentlich lohnt sich die Warterei und es kommt ein komplett neues Design für den iMac. Ich träume da von Displayrändern wie das iPad Pro, Face ID, einem QI-Charger im Standfuß und 8K-Ultrawide mit einer Auflösung von 7.680 * 2880 o.ä.
+11
massi
massi29.01.19 17:44
Vielleicht arbeiten die Apple-Hardware-Ingenieure die den iMac updaten könnten am neuen Mac Pro?
Nein, das machen doch die Heinzelmännchen...
+6
AJVienna29.01.19 17:58
Die Arbeiten an den komplett neuen Mac Designs die durch Apples eigene CPU und GPU erst möglich werden... (zumindest hoffe ich das)
-6
skipper29.01.19 18:00
Ich weiß nicht, was ihr alle habt. Ich arbeite täglich auf einem iMac late 2010, i7, top Ausstattung von damals und arbeite mit Lightroom, Photoshop, onOne, etc.. Das Teil ist für mich immer noch schnell genug und wenn ich noch eine zusätzliche SSD einbauen würde für das System, dann wäre das wie Nitro😉

In den 90 und 2000er Jahren war es noch so, dass man spätestens alle 3 Jahre einen neunen Rechner brauchte, aber ab 2010 sind die doch für die meisten normalen Aufgaben noch schnell genug. Und ein 2017er iMac würde meine Arbeit sicherlich auch nicht übermäßig schneller machen.
+13
AJVienna29.01.19 18:04
@Skipper: darum geht es nicht. Wenn du jetzt einen neuen Rechner kaufst willst du keine veraltete Technik zum Preis von neuer kaufen.
+26
Cliff the DAU
Cliff the DAU29.01.19 18:06
ApfelHandy4
Na hoffentlich lohnt sich die Warterei und es kommt ein komplett neues Design für den iMac. Ich träume da von Displayrändern wie das iPad Pro, Face ID, einem QI-Charger im Standfuß und 8K-Ultrawide mit einer Auflösung von 7.680 * 2880 o.ä.
Ja, und die Dicke des iMac Gehäuses muss mindestens 0,2 mm messbar dünner werden. Da wartet man gerne 600 Tage.
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
+15
ApfelHandy4
ApfelHandy429.01.19 18:13
Cliff the DAU
Ja, und die Dicke des iMac Gehäuses muss mindestens 0,2 mm messbar dünner werden. Da wartet man gerne 600 Tage.

Die Dicke/Tiefe ist mir ehrlich gesagt ziemlich Wurst. Von mir aus gerne 5 cm dicker, dafür mit besserer Thermo-Lösung und Desktop-GPU. Ich schaue zu 99 % aufs Display, daher wünsche ich mir einen dünnen Rand.
+10
alephnull
alephnull29.01.19 18:18
Hauptsache, ein paar Apple-Vorständler können im autonom fahrenden Auto ein paar Runden ums Ringhaus drehen und sehen dabei ihr EKG in der AR-Brille. Alles andere ist doch nebensächlich.
+3
Plebejer29.01.19 18:27
Apple hat gaaaaaaanz tolle Produkte in der Pipeline. Immer!!!
+14
Stefano
Stefano29.01.19 18:37
Ich bin froh, dass ich immer noch den schnellsten iMac (unterhalb des Pro-Modells) habe Der reicht völlig aus, selbst für Spiele unter Bootcamp und Videobearbeitung. Was will ich mehr?
+4
SpaceBoy
SpaceBoy29.01.19 18:42
die Macs sollten nach Einführung jeden Tag bspw. 1€ oder 0,05% günstiger werden
+11
thomas b.
thomas b.29.01.19 18:50
Als Hoffnung bleibt, dass Apple im Verborgenem an einem richtigen Next Big Thing arbeitet und damit einen Teil der Ressourcen für die Produktpflege bindet.

Schau'n wir mal, dann seh'n wir schon...

+5
tangoloco29.01.19 18:58
AJVienna:
darum geht es nicht. Wenn du jetzt einen neuen Rechner kaufst willst du keine veraltete Technik zum Preis von neuer kaufen.
Wenn ich jetzt einen weiteren Rechner brauche kaufe ich den jetzt. Ob die Baureihe 2 Jahre alt ist, ist mir komplett egal, wenn die Leistung für das reicht wofür das Werkzeug gebraucht wird.
So denke ich als Profi. So wie du denkst denken Gamer, oder Leute die in Wirklichkeit keinen Rechner brauchen.
... sehr veraltete mentale Schaltkreise lassen Menschen überall geheimnisvolle Kräfte vermuten
-1
barabas29.01.19 19:09
skipper
In den 90 und 2000er Jahren war es noch so, dass man spätestens alle 3 Jahre einen neunen Rechner brauchte, aber ab 2010 sind die doch für die meisten normalen Aufgaben noch schnell genug. Und ein 2017er iMac würde meine Arbeit sicherlich auch nicht übermäßig schneller machen.

In der Tat, - die Zeiten der grossen Prozessorsprünge und das damit verbundenen MHz - Geprotze ist eigentlich vorbei. Indes versucht man in den letzten Jahren mit immer mehr Prozessorkernen zu punkten, wobei viele Programme hier daraus auch heute noch kaum einen Vorteil ziehen.
Wenn ich meinen alten MacBook Pro i7 von 2011 mit i7 Prozessoren von heute vergleiche fällt auf das die Mehrleistung bei Single-Core Anwendungen schon in Benchmark vergleichen doch recht bescheiden ausfällt und in der Praxis sind diese dann sogar oft komplett irrelevant.
Die deutlichsten Leistungssteigerungen sind in den letzten Jahren wohl am ehesten den schnellen SSD Speichern zu verdanken die die alten Festplatten aus den Macs mittlerweile komplett verdrängt haben und die sich Apple fürstlich bezahlen lässt.

Was den iMac betrifft stellt sich mir die Frage, inwieweit kann man sich bei einer Neuauflage der Leistung des iMac Pro annähern ohne diesen zu kanabalisieren? Man darf gespannt sein...
+4
ricoh29.01.19 19:10
tangoloco
AJVienna:
darum geht es nicht. Wenn du jetzt einen neuen Rechner kaufst willst du keine veraltete Technik zum Preis von neuer kaufen.
Wenn ich jetzt einen weiteren Rechner brauche kaufe ich den jetzt. Ob die Baureihe 2 Jahre alt ist, ist mir komplett egal, wenn die Leistung für das reicht wofür das Werkzeug gebraucht wird.
So denke ich als Profi. So wie du denkst denken Gamer, oder Leute die in Wirklichkeit keinen Rechner brauchen.

Das mache ich meist auch so.
+3
UWS29.01.19 19:15
Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann bitte das Kühlsystem des iMac Pro im neuen iMac implementieren...
+1
Lefteous
Lefteous29.01.19 19:24
Also ich bin sehr froh den immer noch aktuellen iMac gleich nach Release gekauft zu haben. Dieses Jahr kommt dann vielleicht ein neues Design mit Kinderkrankheiten. Da erfreue ich mich lieber an meinem ausgereiftem Modell.

Trotzdem hoffe ich auf den neuen Mac Pro oder auf eine andere Möglichkeit externe Zuspieler auf einen Bildschirm dieser Güte zu werfen.
0
barabas29.01.19 19:29
Lefteous
Trotzdem hoffe ich auf den neuen Mac Pro oder auf eine andere Möglichkeit externe Zuspieler auf einen Bildschirm dieser Güte zu werfen.

Im Grunde bin ich hier ganz bei Dir, aber ich hege die Befürchtung das dieser neue MacPro vom Preis her eine ganz andere Hausnummer wird wie das (ungeliebte) Modell von 2013.

Ich denke, da werde ich nicht mehr mitgehen...

Mir wäre eigentlich ein gut ausgestattetes MacBook Pro aktuell am liebsten da variabel einsetzbar und ausreichend flott, aber mit den derzeit eingebauten Obsolenzen wird das wohl auch nichts...
+3
AJVienna29.01.19 19:34
tangoloco
AJVienna:
darum geht es nicht. Wenn du jetzt einen neuen Rechner kaufst willst du keine veraltete Technik zum Preis von neuer kaufen.
Wenn ich jetzt einen weiteren Rechner brauche kaufe ich den jetzt. Ob die Baureihe 2 Jahre alt ist, ist mir komplett egal, wenn die Leistung für das reicht wofür das Werkzeug gebraucht wird.
So denke ich als Profi. So wie du denkst denken Gamer, oder Leute die in Wirklichkeit keinen Rechner brauchen.
Das würde ich gezwungenermaßen auch. Aber über den Tisch gezogen würde ich mich trotzdem fühlen.
+6
Cliff the DAU
Cliff the DAU29.01.19 19:35
Ich mutmaße mal, als erstes wird der iMac Pro überarbeitet mit 8k-Bildschirm und 32“ mit nochn T3 Chip und dann der Consumer iMac mit neuesten Intel Prozzis, T2 Chip, festverlöteten SSD (wie beim Mini) aber selbst wechselbaren RAM (allerdings nur 2 RAM Plätze). Preise beginnen bei bei 2699€ für 27“, 8GB RAM und 256 GB SSD.
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
-1
AppleUser2013
AppleUser201329.01.19 19:39
nene nicht 256gb... Einstieg ist mit 128gb SSD
+5
nacho
nacho29.01.19 19:40
ApfelHandy4
Na hoffentlich lohnt sich die Warterei und es kommt ein komplett neues Design für den iMac. Ich träume da von Displayrändern wie das iPad Pro, Face ID, einem QI-Charger im Standfuß und 8K-Ultrawide mit einer Auflösung von 7.680 * 2880 o.ä.

Ausser bei 8K stimme ich dir zu!
Wer kann schon den Unterschied zwischen 5K und 8K von Auge erkennen?
-8
Dante Anita29.01.19 20:10
Für die Firma kauft man klarerweise sofort, wenn ein Gerät ausfällt. Aber selbst als Firma würde ich jetzt keine 30 iMacs austauschen, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

Für den Privatkunden ist es noch blöder, wenn Apple seine Produkte so selten aktualisiert. Viele überspringen eine Generation und werden dann „bestraft“, indem sie dann doch schon dringenden Bedarf hätten, aber verständlicherweise nicht Hardware von vorgestern kaufen wollen.

Und ich will nicht glauben, dass Apple in der Hardwareabteilung nicht ausreichend Personal hat, um diese paar Produktlinien zumindest mit Speedpumps aktuell zu halten. Würden regelmäßig Updates kommen, dann könnten wir uns das Geeiere um „wann kaufe ich“ auch sparen.
+5
piik
piik29.01.19 20:11
tangoloco
So denke ich als Profi. So wie du denkst denken Gamer, oder Leute die in Wirklichkeit keinen Rechner brauchen.
"Profis", deren Professionalität in Rechthaberei besteht, können einem gestohlen bleiben.
Computer sind selten schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
+11
sonnendeck29.01.19 20:55
Das ist die Kehrseite vom Erfolg die immer deutlicher in den Vordergrund treten, das Unternehmen wird von einem Einkäufer geleitet desen Ziel immer den größten Profit mit dem geringsten Einsatz zum höchsten Verkaufspreis ist.
Sorry es geht nicht hier um euch als einzelnen, keiner braucht mehr seit 2010 wirklich alle 2 oder 3 Jahre einen neuen Mac, es geht darum will ich Vorreiter sein und dafür stand die Marke Apple lange Zeit und das wird jetzt wieder mal verspielt.
+3
macuser96
macuser9629.01.19 21:33
skipper
Ich weiß nicht, was ihr alle habt. Ich arbeite täglich auf einem iMac late 2010, i7, top Ausstattung von damals und arbeite mit Lightroom, Photoshop, onOne, etc.. Das Teil ist für mich immer noch schnell genug und wenn ich noch eine zusätzliche SSD einbauen würde für das System, dann wäre das wie Nitro😉

In den 90 und 2000er Jahren war es noch so, dass man spätestens alle 3 Jahre einen neunen Rechner brauchte, aber ab 2010 sind die doch für die meisten normalen Aufgaben noch schnell genug. Und ein 2017er iMac würde meine Arbeit sicherlich auch nicht übermäßig schneller machen.

Ich hab hier einen 2011er iMac stehen, kann damit auch das meiste noch machen. Allerdings hab ich auch die eine oder andere kleinere Spezialsoftware laufen, die nach einem Update-Versuch auf High Sierra nicht mehr lief. Bin mit diesem Rechner jetzt also auf Sierra festgefahren. Das wiederum bedeutet, dass ich nicht mehr die neueste Version von FCPX laden kann, ergo auch nicht die neuesten Plugins verwenden kann, die diese Version voraussetzen und so weiter und sofort.

Also es gibt schon gute Gründe, irgendwann einmal einen neuen Rechner zu kaufen, auch wenn der alte für die "meisten normalen Aufgaben noch schnell genug" wäre, wie du sagst.

UND DANN WENN ES SO WEIT IST, will ich mir um teures Geld kein 2, 3 oder 4 Jahre altes Modell kaufen müssen!
+4
mactechh29.01.19 21:36
Als ich neulich an meinem lokalen Apple Store (HH-Alstertal) vorbeiging, kam mir spontan in den Kopf: "Das sieht aus wie ein Telefonladen". Keine iMacs, keine Notebooks sichtbar. Telefone, iPads und irgendwelche Zubehör-Gimmicks, sonst nix. Die genialen Rechner, die Apple einst mal produzierte, sind (lästiges?) Relikt einer vergangenen Zeit. Ich bekomme langsam wirklich Angst, dass Apple den Notebook Markt Microsoft und Intel überlässt.
-1
Calibrator29.01.19 21:36
Ansehnliche Geräte, gute Leistungen und Leistungsbandbreite, prima Betriebssystem und Handhabung.
Durch hohe Modellkonstanz und vernünftige, nicht etwa hektische Produktpflege, außerdem hoher Wiederverkaufswert. Und das gilt für praktisch sämtliche Produkte.
Also Jammern auf hohem Niveau .
+3
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