Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Neu in 27er-Systemen: Bildschirmzeit und Zugriffskontrolle komplett überarbeitet

Viele Eltern wollen entscheiden, was der eigene Nachwuchs auf iPhone, iPad und Mac alles darf. Apple hat für diesen Zweck ein plattformübergreifendes Werkzeug, mit dem Erziehungsberechtigte festlegen, was die Kinder nutzen dürfen – und wie lange. Seit der Einführung von „Bildschirmzeit“ im Jahr 2018 befinden sich die Funktionen der elterlichen Regeln in diesem Einstellungsdialog. Ihn korrekt einzurichten, stellt eine nicht geringe Herausforderung dar. Das hat auch Apple eingesehen: Auf der WWDC26-Keynote kündigte Apple eine fundamentale Neugestaltung der Funktion an.


Mehrere Neuerungen sollen Einstiegsschwellen für App- und Kommunikationslimits, Auszeit und Kommunikationssicherheit verringern. Apple hat mit anerkannten Erziehungsexperten zusammengearbeitet, um hilfreiche Ratschläge für Eltern zu entwickeln. Dies erleichtere ihnen die optimale altersgerechte Einrichtung von Nutzungseinschränkungen, so Dr. Sumbul Desai, Vice President of Health bei Apple.

Strikt beginnen, kontinuierlich erweitern
Das Grundkonzept: Beschränkungen beginnen strikt und werden kontinuierlich angepasst. Eltern können also mit einem sehr engen Korsett unproblematischer Apps, Kontakte und Websites beginnen. Mittels der drei Funktionen „Ask to buy“, „Ask to connect“ sowie „Ask to browse“ bittet der Nachwuchs um Erlaubnis, welche man dann dynamisch freigibt – oder zunächst verboten lässt.

Flexiblerer Zeitplan
Auch für die zeitliche Beschränkung von Unterhaltungs-Apps hat Apple einige Innovationen parat: Zunächst wird die Zahl der Kategorien reduziert, für die Eltern Zeitkontingente festlegen. Anstatt bisher 13 stehen fortan 3 Kategorien zur Auswahl: Unterhaltung, Spielen und Social Media. Auf der anderen Seite erlauben die 27er-Systeme mehr Freiheiten: Anstatt eines rigiden täglichen Zeitplans erlaube das neue System einen flexiblen Zeitplan für Schultage, Wochenenden sowie Ferien. Eine neue Übersicht gibt Eltern mehr Überblick, welche Apps ihre Kids hauptsächlich verwenden, und bietet Buttons für schnelles Anpassen der Zugriffskontrolle.


In iOS 26 müssen Eltern für 13 Kategorien entscheiden, wie viel Zeit ihr Nachwuchs mit ihnen verbringen darf. iOS 27 reduziert die Auswahl auf drei Hauptkategorien – und erlaubt flexible Zeitplanung. (Quelle Bild 2 & 3: Apple)

Kommunikationssicherheit erkennt auch Gewalt
Eine Funktion namens Kommunikationssicherheit schützt Heranwachsende davor, sexuelle Inhalte zu versenden sowie zu empfangen. Diese mit iOS 15.2 eingeführte Funktion erhält in diesem Jahr eine Erweiterung: Zukünftig erkennen Apples Systeme auch Gewaltdarstellungen und verhindern deren Verbreitung oder Darstellung in vielen Kommunikations-Apps, etwa iMessage, AirDrop und FaceTime. Diese Funktion können Entwickler mit dem Framework "SensitiveContentAnalysis" auch in ihre Apps integrieren – ebenso wie Funktionen für Bildschirmzeit und Inhaltsbeschränkungen.

Überarbeitung dringend notwendig
Die integrierten Kontrollmechanismen für Apple-Systeme stehen seit längerer Zeit in der Kritik. Viele Nutzer berichten, dass App-Limits nicht dauerhaft zuverlässig funktionieren – unter Jugendlichen verbreiten sich die Tricks zur Umgehung elterlicher Einschränkungen erwartungsgemäß schnell. Bereits mit den letztjährigen Updates wollte Apple Fehler ausmerzen, doch dies funktionierte wohl nur bedingt.
Bildschirmzeit und elterliche Kontrollfunktionen setzen einen Apple-Account mit hinterlegter Kreditkarte voraus, welcher eine Familienfreigabe eingerichtet hat. Die Steuerung der Zugriffe erfolgt über iCloud.

Kommentare

macfreakz08.06.26 22:59
Das ist eine der besten Neuerungen heute.

Wie schaut es aus, wenn die Eltern getrennt sind und ob sie jetzt ohne gemeinsamen iCloud Account Bildschirmzeit v. Kindern konfigurieren können?
+1
MKL
MKL08.06.26 23:04
Bekommt denn AppleTV auch endlich „Bildschirmzeit“?
Das ist so was von überfällig.
+4
Zacks
Zacks08.06.26 23:30
Und wieder einmal ist Apple zu blöde um mal ein paar sinnvolle Möglichkeiten einzubauen um Geräte von Senioren sinnvoll zu warten und im Zaum zu halten

Nicht das Android besser wäre aber ist echt traurig das die beste Alternative immer noch alte Nokias und Featurephones sind
Ware wa messiah nari!
-3
Spacely09.06.26 06:59
Ich hoffe es kommen Auszeiten pro Kategorie. Aktuell geht es nicht mal zu sagen, Spiele 30 Minuten erlaubt aber erst ab 16:00 Uhr. Andere Apps, die für die Schule benötigt werden, müssen jedoch schon früher funktionieren. Ein weiteres Problem ist auch wenn die Auszeit greift, gehen viele Schulapps nicht, da sie Safari zum anmelden benötigen oder auf einer Weboberfläche bauen.

Ich hoffe, die haben neben den Experten auch Eltern befragt, die aus Erfahrung wissen, welche Funktionen fehlen.
+2
Langer
Langer09.06.26 10:21
Ich wünsche mir, dass Zeitlimits überhaupt funktionieren. Trotz gesetzten Limits für z.B. YT Videos zeigt die Bildschirmzeit meiner Kinder, dass die Limits gar nicht greifen. Solange das nicht funktioniert, denke ich über irgendwelche Folge Features gar nicht nach.
0
Spacely09.06.26 12:42
Fehler habe ich eigentlich keine. Die Limits funktionieren die Auszeit greift wie eingestellt. Die Anfragen auf Verlängerung kommen immer sofort bei mir an. Alles geht.
Am Ende blockieren einstellen ist wichtig. Sonst geht es ohne ende weiter.

Nur halt sind die Möglichkeiten nicht so wie man es in der Praxis bräuchte. Ich will doch nicht nur sagen können das mein Kind 30 Minuten spielen darf, sondern ich will auch sagen wann er diese 30 Minuten nutzen kann.
+1
Peanuts
Peanuts09.06.26 13:57
Spannend wird sein wie die neuen Einstellungen funktionieren wenn das Kinder iPhone noch auf iOS 18 ist. Bisher läuft das reibungslos aber in iOS 26 ist ja auch bei Bildschirmzeit alles gleich wie bei iOS 18.
+1

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.