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Nach MacBook Neo: Wie geht es mit iPads weiter?

Seit Mai 2024 versuchte Apple besonders offensiv, Nutzer vom iPad als Generalisten zu überzeugen, indem sie die neueste Prozessorgeneration exklusiv im iPad Pro anbot. Für ein halbes Jahr war Apples Tablet-Flaggschiff das einzige Gerät, welches die neueste Prozessorgeneration verwendete – erst im November 2024 erhielten MacBook Pro sowie Mac mini ein Upgrade auf M4. Ein durchschlagender Erfolg blieb aus. Stattdessen erweist sich nun, knapp zwei Jahre später, das MacBook Neo als Verkaufsschlager, obwohl das günstige Laptop mit einem anderthalb Jahre alten Handychip auskommen muss. Wie werden die Konsequenzen aussehen? Michael Tsai hat einige Einschätzungen zusammengetragen.


Die Kritik vieler iPad-Nutzer richtet sich an die Limitierungen des Betriebssystems: iPadOS schränke die Nutzung zu sehr ein. Dateiorganisation und Fensterverwaltung bleiben eine Herausforderung auf Apples Tablets. Dazu komme ein reduziertes Software-Angebot. Steve Troughton-Smith schreibt: Auf dem MacBook Neo für 500 Dollar und dem Gehirn eines einige Jahre alten iPhone laufen Xcode, Photoshop, Blender, Terminal und so ziemlich alles andere, was du dir vorstellen kannst, aber nicht auf einem iPad Pro für 3.200 Dollar mit einem Chip der Desktop-Klasse."

Tastatur entscheidet
Es bleibt zwar dabei, dass man bei den iPads ein vollwertiges Gerät für die geringste Summe erhält. Dank des Touchscreens kommen Apples Tablets ohne weiteres Zubehör aus – theoretisch. Um ernsthaft produktiv an einem iPad zu arbeiten, kann in absehbarer Zeit eine Tastatur sowie Trackpad oder Maus notwendig sein – etwa das Magic Keyboard Folio. Ein Blick in den Apple Store zeigt, wie in diesem Fall das Preis-Leistungs-Verhältnis aussieht: Das iPad plus Tastaturhülle kostet 678 Euro. Für 21 Euro mehr gibt es beim MacBook Neo einen schnelleren Chip, doppelt so viel Festspeicher, mehr RAM und ein größeres Display.

iPad vs. MacBook Neo

Gerät iPad (11. Gen) MacBook Neo
Prozessor A16 A18 Pro
RAM 6 GByte 8 GByte
Speicher 128 GByte 256 GByte
Display 27,6 cm 33 cm
Preis 678 €* 699 €

* inklusive Smart Keyboard Folio

Ein Einsteiger-iPad mit Tastaturhülle kostet bei Apple fast genau so viel wie ein MacBook Neo.

Langfristige Auswirkungen
Viele iPad-Nutzer stellen inzwischen die Sinnfrage. Die Einschränkungen von iPadOS erweisen sich in der täglichen Nutzung in vielen Fällen als zu stark, als dass ein iPad tatsächlich als Laptop-Ersatz diene. Der Erfolg des MacBook Neo könnte Apple dazu veranlassen, die eigene Strategie zu überdenken. Manche der von Michael Tsai zitierten Quellen äußern die Hoffnung, dass iPadOS lediglich einige wenige Veränderungen benötige, um zu macOS aufzuschließen. Andere wünschen sich stattdessen ein iPad mit macOS – oder einen Mac mit Touchscreen. Letzteres könnte in Erfüllung gehen, wenn die Gerüchte zu einem MacBook Ultra Wahrheit werden.

Kommentare

Fucko17.04.26 08:47
Finde den Vergleich der Preise mit keyboard beim ipad schwierig. Niemand kann mir erzählen, dass der mit dem ipad annähernd so produktiv ist wie auf dem Mac. Ein ipad nutze ich nur zum Konsumieren von Inhalten, selbst wenn ich an HomeAssistant etwas konfigurieren will, bereitet es mir an dem ipad Schmerzen. Irgendetwas zu kompilieren ist ohnehin ausgeschlossen. Und ich mache das nicht beruflich sondern nur in der Freizeit.
+15
Wauzeschnuff
Wauzeschnuff17.04.26 08:54
Die Einschränkungen von iPadOS erweisen sich in der täglichen Nutzung in vielen Fällen als zu stark, als dass ein iPad tatsächlich als Laptop-Ersatz diene.

Meines Erachtens handelt es sich hier zu großen Teilen um eine Wahrnehmungsverzerrung, wie auch schon die oben genannte Beispiel (Photoshop, Blender, XCode, Terminal, etc.) zeigen.

Zum Ersten sind dies alles keine "Allerweltstools" wie z.B. ein Browser oder ein Messenger. Die wirklich aller wenigsten Menschen machen privat mehr an ihren Geräten als Surfen, Konsum von sozialen Medien, Nachrichtenaustausch und Online einkaufen. Ich rede hier von Leuten, die es nicht einmal schaffen ihre E-Mail regelmäßig zu lesen (geschweige zu beantworten), Leuten die WLAN mit Internet verwechseln, Leuten die Internet nicht vom Web (oder gar sozialen Netzwerken) unterscheiden können

Zum Zweiten hört man natürlich Beschwerden nur von Leuten, die eine solche haben. Niemand startet eine Diskussion mit "Ich bin mit meinem Tablet (Gerät Deiner Wahl) voll zufrieden und brauche nichts anderes!". Umgekehrt hört man auch eine Menge Beschwerden über Probleme mit Windows oder macOS und Nutzer die deren Sinn in Frage stellen, aber kaum Nachrichten von Leuten die Zufrieden mit diesen Geräten sind.

Zum Dritten wird meines Erachtens die Sozialisierung der jungen Generationen mit touch-basierten Smartphones massiv unterschätzt. Meiner Erfahrung nach ziehen die weitaus meisten dieser Leute ein Smartphone oder Tablet einem herkömmlichen PC in jeder Hinsicht vor - selbst wenn man ihnen die freie Wahl lässt. Schon die indirekte Steuerung per Mauszeiger wird von diesen Menschen als "antik" empfunden.

Herkömmliche Computer mit Tastatur und Trackpad werden mittel- bis langfristig zu professionellen Werkzeugen werden, die in bestimmten Berufen unerlässlich sind, aber privat keine wesentliche Rolle mehr spielen. Und ja, ich weiß hier im Forum machen alle auch privat professionelle Photobearbeitung, Musikproduktion oder Sternbeobachtungen, aber Otto-Normalnutzer ist mit den auf Smartphones und Tablets vorhandenen Möglichkeiten diesbezüglich voll bedient.
+16
vta17.04.26 09:01
Die Kritik vieler iPad-Nutzer richtet sich an die Limitierungen des Betriebssystems: iPadOS schränke die Nutzung zu sehr ein. Dateiorganisation und Fensterverwaltung bleiben eine Herausforderung auf Apples Tablets.

Das größte Manko ist doch fehlende Multiuser-Unterstützung beim iPad.
Wieso wird das nicht erwähnt?!

Das fehlt übrigens auch auf dem iPhone (bessere Trennung zwischen Privat und Business - besser als es mit MDM-Container-Lösungen derzeit geht) und nicht nur auf dem iPad, auch wenn es auf dem iPad wesentlich wichtiger wäre.


+8
Krypton17.04.26 09:03
Fucko
Finde den Vergleich der Preise mit keyboard beim ipad schwierig.
Den Vergleich finde ich auch schwierig, da er eben wesentliche Punkte unter den Tisch fallen lässt. Es werden nur die typischen «PC-Daten» aufgelistet. Wie würde es aber aussehen, wenn man etwa die Kamera, Touch-ID, den Touch-Screen (Fingerbedienung), die Kompatibilität mit dem Pencil, CenterStage Kamera, Option für SIM-Karte (Cellular), dann GPS, TrueTone, Gyro-Sensor etc mit aufnimmt?
Fucko
Niemand kann mir erzählen, dass der mit dem ipad annähernd so produktiv ist wie auf dem Mac. Ein ipad nutze ich nur zum Konsumieren von Inhalten, …

Das hängt sehr von der Aufgabe ab. Müsstest du ein kleines Video zu einem Thema machen und hättest nur die Wahl zwischen iPad und MacBook Neo. Mit welchem Gerät wärst du schneller am Ziel?

Ich zeichne und skizziere viel im Job und habe dafür ein iPad. Jedes andere Gerät vorher (habe auch Macs mit Wacom-Tablet) kommt nicht annähernd an die Geschwindigkeit, Qualität und Präzision des iPads ran. Daher bin ich mit iPad um ein gutes Stück produktiver als mit jedem anderen erhältlichen normalen Rechner.

Bei anderen Aufgaben sieht das aber wieder anders aus. Für mich sind die Geräte Werkzeuge, die halt auch einen sich überlappenden Funktionsumfang haben. Für manche Dinge ist das iPad deutlich besser, für andere ein Mac. Keiner von beiden ist für mich universell das beste oder könnte das andere vollständig ersetzen.

Ähnlich wie mit einem Bohrhammer und einem Akku-Schlagschrauber. Mit beiden kann man bestimmte Aufgaben überlappend erledigen (Loch in Beton bohren, Schrauben in die Wand/Holz/Metall drehen). Bei bestimmten Aufgaben ist der Bohrhammer aber im Vorteil (Schlitze in die Wand schlagen, halbe Wände abreißen) und in anderen Aufgaben ist der Akku-Schrauber im Vorteil. Für einen Handwerker ist es gut, beide zu haben.
+13
A500
A50017.04.26 09:29
Wer mehr macht als nur Videos schauen und Webseiten aufrufen hat sich wohl aufgrund der Limitierungen des Betriebssystems schon immer für ein anderes Gerät entschieden, so auch ich. Zumindest das iPad Pro müsste ab jetzt sowohl den iPad OS mode als auch den macOS mode haben, sonst macht das Gerät neben dem Neo absolut keinen Sinn mehr.
+4
elscod
elscod17.04.26 09:31
Ich weiß nicht, warum die beiden Geräteklassen immer miteinander verglichen werden. Wie Krypton richtig geschrieben hat, gibt es Überschneidungen in der Funktionalität, aber am Ende sprechen Tablet und Laptop unterschiedliche Nutzergruppen bzw. auch Nutzer-Szenarien an.

Ein iPad mit Tastatur ist kein Laptop und ich würde nie auf die Idee kommen ein MacBook Air (sollte es das je geben) mit Touch Display kaufen zu wollen. Das einzige, was wirklich unverständlich ist, ist eine fehlende eSIM in den MacBooks.
+4
Garak
Garak17.04.26 09:38
Wenn man beim Neo einen stift- (Apple Pencil) & touchfähigen Bildschirm bekommt, den man auf die Tastaturrückseite klappen kann, bin ich dabei. 😀 Die Tabletform ist für mich unerlässlich für Notetaking, Notation und Zeichnen.
+1
MLOS17.04.26 09:40
Der Preis hat doch überhaupt gar nichts damit zu tun, was auf dem Gerät laufen muss. Auf einer Apple Watch für 899 Euro läuft ja auch kein Xcode, obwohl es auf einem MacBook für 600 Euro läuft.
Das iPad ist einfach ein anders positioniertes Gerät und eine andere Geräteklasse. Wer damit nicht klarkommt für seine Aufgaben, die er erledigen will, nimmt halt ein anderes Gerät, weil das iPad dafür das falsche Gerät ist.
Das ist so, als würde jemand auf der Apple Watch Xcode nutzen wollen.
+3
elscod
elscod17.04.26 09:47
Garak
Wenn man beim Neo einen stift- (Apple Pencil) & touchfähigen Bildschirm bekommt, den man auf die Tastaturrückseite klappen kann, bin ich dabei. 😀 Die Tabletform ist für mich unerlässlich für Notetaking, Notation und Zeichnen.

Wenn deine Haupttätigkeit mit dem Gerät "Notetaking, Notation und Zeichnen" ist, wäre vermutlich ein iPad mit Tastatur das richtige. Ist Dein Nutzungsverhalten die Ausnahme für ein Laptop oder der Regelfall der große Masse aller Anwender? Es wird immer einen Bereich an Szenarien geben, die nicht optimal von einem Gerät abgedeckt werden. Damit möchte ich sagen... die eierlegende Wollmilchsau hat es noch nie gegeben und wird es nie geben.
0
maikdrop17.04.26 09:51
@Wauzeschnuff, @Krypton, @MLOS

Kann euch nur zustimmen. Es gibt so vieles im Alltag, was sich überschneidet in der Funktionalität. Auto, Motorrad, Roller, Fahrrad sind die perfekten Beispiele.
Mein Gravelbike hat auch mehr gekostet als ein Roller bzw. kleines Motorrad. Und ein gutes Motorrad kostet auch gerne mehr als ein Kleinwagen. Wenn es nach der Logik im
Artikel geht, sollten alle ein Auto kaufen.
+2
MacSquint
MacSquint17.04.26 09:54
Eigentlich haben doch nur das iPad Pro als Device und die Tastaturen für iPad und iPad Air so ein richtig großes Problem.
Das iPad Pro ist mittlerweile so teuer, dass es eigentlich schon ein sehr spezielles Nutzerprofil braucht, um diesen hohen Preis zu rechtfertigen. Haben wollen Effekte lassen wir mal außen vor.
Alle anderen iPads sind ok, weil sie das liefern,was nunmal ein Tablet liefert und die Funktionen anbieten, die ein Tablet von einem MacBook unterscheidet, Touchbedienung und der Stift zb.
Wenn es darum geht, Aufgaben mit einem iPad zu erledigen, die ein MacBook einfach besser kann und da reden wir zB schon als erstes von File Handling und dann kommt noch ganz viel mehr, dann wird es unbequem auf dem iPad und deshalb werden jetzt durch das Neo auch Tastaturen für iPads uninteressanter.

Deshalb halte ich nach wie vor iPads in den meisten Fällen für ein add on zu einem MacBook, Mac.
So kann man dann je nachdem die best of both worlds Erfahrung haben und dann jeweils das Gerät da nutzen, wo es am sinnvollsten ist.
Das iPad Pro ist aber als 2nd Device einfach viel zu teuer und als only device mit zu vielen Kompromissen verbunden und das zu dem Preis...
Für die meisten Menschen taugt die Kombi MacBook
Plus Standard iPad oder iPad Air.
+4
Dunnikin
Dunnikin17.04.26 10:03
Was ich am iPad nicht so ganz nachvollziehen kann, ist die absurde Leistung der Hardware in Verbindung mit dem limitierten OS.

Da gibt es ein Video, wo auf iPad mit M3 oder M4 und einen Neo der gleiche Clip mit der gleichen App (Resolve) gerendert wird. Das Neo ist deutlich schneller. Vermutlich können Apps auf dem M-iPad nicht die volle Leistung holen oder es muß ob der Hitze schnellnstark gedrosselt werden.
0
Kehrblech17.04.26 10:04
Apple hat die Professionaliserung des iPad immer nur halbherzig verfolgt, statt grafisch tätigen Menschen ein vollwertiges Arbeitsgerät zu bieten. Warum ich mein iPad Pro heute nur noch als Konsumgerät betrachte und es als den größten Fehlkauf meiner Apple-Geschichte betrachte, ist, dass es außerhalb von iCloud (und es gibt sehr viele Benutzer, die auch ein NAS o.ä. nutzen) weder eine lokale „Notfallsicherung“ von bearbeiteten Daten noch eine Warnung vor abgebrochenen Verbindungen zu Servern gibt (beides hat bei mir ca. 5x zum Totalverlust der Arbeit eines gesamten Werktags geführt, bis ich das Problem durchschaut hatte. Das liegt an ipadOS (aber ist, glaube ich unter iOS nicht anders). Bei professionellem Arbeiten ist dieses Manko ganz einfach ein No-go!
Dabei finde ich Touchscreen und Pencil sehr gut und äußerst hilfreich (nicht nur für grafische Tätigkeiten, sondern auch beispielsweise bei der Durchsicht von PDFs – am Mac eine einzige Qual). Das iPad würde ich dennoch nicht aufgeben. Allerdings reicht dann ein weit schwächerer Prozessor als die Top-Prozessoren wie gegenwärtig – oder eben die Möglichkeit, zwischen macOS und ipadOS zu wechseln.
+4
sudoRinger
sudoRinger17.04.26 10:06
elscod
Ich weiß nicht, warum die beiden Geräteklassen immer miteinander verglichen werden.
Im Blog von Michael Tsai zitiert er einige Entwickler, die Blogs betreiben. Alle haben ein iPad und damit als Gerät für unterwegs gearbeitet. Sie wollten mit dem iPad arbeiten, wie in einem lang angelegten Selbstversuch. Nun kommt das MacBook Neo um die Ecke und die Leute fragen sich: Was mache ich da eigentlich? Passt das iPad überhaupt zu mir?

Mir geht es ja ähnlich. Ich habe ein iPad mini, nehme es alle 2 Tage in die Hand und frage mich: Ja, tolles Gerät und was mache ich nun damit? Als Texteditor nehme ich auf dem iPad ein Terminal, um per SSH auf dem Mac zu arbeiten. Wenn ich einen Stift nutzen will, nehme ich weiterhin Papier. Da bleibt für das iPad mini nur das Lesen von Büchern.
+2
OliverCGN17.04.26 10:12
vta
Das größte Manko ist doch fehlende Multiuser-Unterstützung beim iPad.
Wieso wird das nicht erwähnt?!

Das fehlt übrigens auch auf dem iPhone (bessere Trennung zwischen Privat und Business - besser als es mit MDM-Container-Lösungen derzeit geht) und nicht nur auf dem iPad, auch wenn es auf dem iPad wesentlich wichtiger wäre.
Das iPad bietet in Verbindung mit einem MDM sehr wohl Multiuser-Unterstützung.

Leider unterstützt das neue Apple Business MDM diesen Modus noch nicht.

Ich hoffe ja, dass teile des Apple Business MDM zukünftig auch im Bereich von Apple Family konfiguriert werden und so von Privatpersonen genutzt werden können.
Damit könnte man dann relativ einfach ein Familien-iPad einrichten.
0
sudoRinger
sudoRinger17.04.26 10:15
Kehrblech
... weder eine lokale „Notfallsicherung“ von bearbeiteten Daten noch eine Warnung vor abgebrochenen Verbindungen zu Servern gibt (beides hat bei mir ca. 5x zum Totalverlust der Arbeit eines gesamten Werktags geführt, bis ich das Problem durchschaut hatte. Das liegt an ipadOS (aber ist, glaube ich unter iOS nicht anders).
Wer direkt auf einem Server arbeitet, braucht entweder eine stabile Session (tmux oder zellij halten die Verbindung auch bei Unterbrechungen aufrecht) oder er synchronisiert die Daten lokal. Beides ist auf dem iPad möglich. Das Problem liegt nicht an iPadOS, sondern an deiner Arbeitsweise. Ich gebe Dir aber durchaus recht, dass das auf einem iPad zugänglicher/intuitiver gelöst sein müsste.
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sonorman
sonorman17.04.26 10:36
vta
Das größte Manko ist doch fehlende Multiuser-Unterstützung beim iPad.
Wieso wird das nicht erwähnt?!
Das ist EIN Problem, aber nicht das Größte. Jedenfalls nicht für User wie mich, die ihre Hardware ausschließlich allein nutzen.

–––

Ich besitze sowohl einen Desktop-Mac, als auch ein MacBook Pro und ein iPad Pro. Die Nutzung all dieser Devices hängt von den jeweiligen Umständen ab. Bei meiner täglichen "Büroarbeit" sitze ich am Desktop und nutze den Mac Studio mit 27" Monitor.

Mein Nachmittag spielt sich meist abseits des Desktop ab. Wenn ich da beispielsweise mal kurz ein paar Gedanken niederschreiben möchte oder noch etwas per Mail/Nachrichten kommunizieren muss, oder auch für die Recherche im Internet und ein paar andere Dinge, ist das iPad mein Tool der Wahl, weil es immer schnell zu Hand und jederzeit bereit.

Spätestens dann, wenn ich mal ein Foto bearbeiten, einen längeren Text tippen oder an einem Layout arbeiten muss, ist das iPad aus dem Spiel. Ich HASSE die Bildschirmtastatur und finde die Nutzung des iPad selbst mit einer externen Tastatur (wegen der komischen iOS-Besonderheiten) nicht gut. Dann greife ich zum MacBook, dass ich mir auch mal im Sessel auf den Schoß legen und einigermaßen flüssig tippen und mit Maus und Trackpad präzise arbeiten kann.

Ich kann mir ehrlich gesagt im Moment kein Device vorstellen, dass meine unterschiedlichen Anforderungen alle gleichermaßen gut abdeckt. Und Apple vermutlich auch nicht. Für manches ist das iPad genial, für anderes eine echte Katastrophe. Ob das mit macOS auf dem iPad besser wäre, wage ich zu bezweifeln, aber es wäre einen Versuch wert. Nur wird Apple das vermutlich niemals so weit kommen lassen. Für die ist es doch viel besser, Typen wir mir einfach mehrere unterschiedliche Geräte zu verkaufen und mehrfach zu kassieren. Ein "One-for-All-Alleskönner" ist da aus wirtschaftlicher Sicht für Apple nicht ratsam.

Und das MacBook Neo? Es ist und bleibt ein Klapp-Computer herkömmlicher Bauart. Das ist gut als günstiges Notebook, aber ebensowenig ein iPad-Ersatz, wie das iPad ein Mac-Ersatz ist.

Es ist verzwickt! 🥲

PS: Auf Reisen nehme ich eher das MacBook als das iPad mit, weil manches eben mit dem iPad nur sehr schlecht geht.
+2
Kehrblech17.04.26 10:41
sudoRinger
Wer direkt auf einem Server arbeitet, braucht entweder eine stabile Session (tmux oder zellij halten die Verbindung auch bei Unterbrechungen aufrecht) oder er synchronisiert die Daten lokal. Beides ist auf dem iPad möglich. Das Problem liegt nicht an iPadOS, sondern an deiner Arbeitsweise. Ich gebe Dir aber durchaus recht, dass das auf einem iPad zugänglicher/intuitiver gelöst sein müsste.
Das eigentliche Problem ist, dass ich solche Probleme auf einem Mac nicht kenne! Dort gibt es "Wiederherstellungsdateien" u.v.m. (selbst bei Stromausfall). Warum nicht auf dem iPad? Warum kümmert sich Apple nicht um solch fundamentales Versagen seines Betriebssystems, das zusammen mit dem iPad doch als vollwertiger Computer-Ersatz vermarktet wurde und wird? Wieso muss ich plötzlich Dateien im Heimnetzwerk händisch (aus Platzgründen) synchronisieren (gibt es das iPad bald auch mit Diskettenlaufwerk?), wieso ein Serverstudium absolvieren, um sicher arbeiten zu können? Das ist 'so very much unlike Apple', dass ich schon kurz davor gestanden habe, meine Geld für das iPad von Apple zurückzufordern. – Und es ist natürlich das OS, das diesbezüglich unausgereift als "professionell" verkauft wird!
+1
sudoRinger
sudoRinger17.04.26 11:00
Kehrblech
Wieso muss ich plötzlich Dateien im Heimnetzwerk händisch (aus Platzgründen) synchronisieren (gibt es das iPad bald auch mit Diskettenlaufwerk?), wieso ein Serverstudium absolvieren, um sicher arbeiten zu können?
Nun lass mal die Kirche im Dorf. Wer direkt die Dateien auf einem Server bearbeitet, sollte wissen was er tut und verlässt bewusst die verwaltete Apple-Welt und übernimmt damit auch die Verantwortung für Session-Management und Datensicherung. Das ist keine iPadOS-Schwäche, sondern die Natur der Arbeitsweise. Dazu gab es ja auch schon ellenlange Diskussionen hier mit einem, der das genau wie Du probiert hat. Ich schätze du kennst die Threads

Ich sag mal so: Das „Serverstudium" braucht man nicht für das iPad, sondern für den Serverbetrieb (das gilt beim Arbeiten vom Mac genauso).
0
pogo3
pogo317.04.26 11:08
So ähnlich wollte ich das > Kehrblech auch antragen. Apple geht doch speziell beim iPad davon aus das man sich im iCloud Space befindet und dort auch Dateien ablegt, verwaltet und gesichert hat. Das ist doch in Wirklichkeit die große Absicht hinter den Pad´s seit jeher, und auch der Grund warum Apple niemals einen vollständigen Finder im iPad-System wollte, so sehr der auch immer wieder angeregt wurde.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
+1
xcomma17.04.26 11:08
Wauzeschnuff
Meiner Erfahrung nach ziehen die weitaus meisten dieser Leute ein Smartphone oder Tablet einem herkömmlichen PC in jeder Hinsicht vor
Das ist glaub echt so. Und es tut sich nach und nach ein zukünftig grosses Problem auf: die wissen nicht mehr wie man Computer benutzt (und sonstige Themen im naheliegenden Umfeld, wie z.B. auch Cyber Security Awareness usw.) (um das mal so lapidar abgekürzt zu umschreiben). Es entsteht eine Generation an "Computer-Analphabeten".
+1
Kehrblech17.04.26 11:38
sudoRinger und pogo3
pogo3
So ähnlich wollte ich das > Kehrblech auch antragen. Apple geht doch speziell beim iPad davon aus das man sich im iCloud Space befindet und dort auch Dateien ablegt, verwaltet und gesichert hat. Das ist doch in Wirklichkeit die große Absicht hinter den Pad´s seit jeher, und auch der Grund warum Apple niemals einen vollständigen Finder im iPad-System wollte, so sehr der auch immer wieder angeregt wurde.
Davon stand in der Werbung nie auch nur eine Silbe. Es wäre ein Kleinigkeit für Apple (nehme ich an) die entsprechenden Code-Zeilen aus macOX auf ipadOS zu übertragen. Stattdessen lassen Sie derart riesige Funktionslücken in einem angeblich hochmodernen Betriebssystem.
Und wie bitte soll ein Server dafür verantwortlich sein, wenn die Arbeit auf dem iPad stattfindet? Warum gibt es denn dann all diese Schutzmechanismen in macOS, aber nicht auf dem angeblich vollwertigen Computerersatz iPad?
Es geht hier immerhin nicht um Peanuts sondern in der Summe um drei volle Arbeitstage, die genau in dem Augenblick vernichtet wurden, als ich sie sicherte. Warum führt Apple nicht wenigstens cmd + s zum Zwischensichern ein. Nein, jedesmal muiss man die Datei komplett schließen, um wenigstens einen Zwischenstand auf der Platte/SSD zu haben? – Was soll dieser Sch…? Und das auch noch als vollwertigen Computer zu bezeichnen! Und kein noch so geringer Hinweis darauf, dass die Serververbindung nicht mehr in Ordnung ist. Beim Sichern wird alles ins Nirvana gekippt. Keine Warnung, überhaupt nichts. Man bleibt im besten Glauben, alles sei in Ordnung, bis man am nächsten Tag die Arbeit von heute sucht und im wahrsten Sinne des Wortes NICHTS da ist. Kein Mac macht so etwas – und es wäre vermutlich auch das Aus von Apples Macsparte, wenn man einen solchen Bug über inzwischen 6 Jahre bestehen ließe.
Und Schuld ist natürlich der Anwender? Ich glaube mein Schwein pfeift.
+1
vta17.04.26 11:49
sonorman
vta
Das größte Manko ist doch fehlende Multiuser-Unterstützung beim iPad.
Wieso wird das nicht erwähnt?!
Das ist EIN Problem, aber nicht das Größte. Jedenfalls nicht für User wie mich, die ihre Hardware ausschließlich allein nutzen.
Für alle, die ein iPad nicht alleine nutzen (möchten), ist es DAS fehlende Feature schlechthin.

Ein Grund, warum hier so schnell kein neues iPad mehr gekauft wird.

Zumal ich ohnehin lieber ein Laptop nutze - auch für schnell etwas nachzuschauen.
Mein Nachmittag spielt sich meist abseits des Desktop ab. Wenn ich da beispielsweise mal kurz ein paar Gedanken niederschreiben möchte oder noch etwas per Mail/Nachrichten kommunizieren muss, oder auch für die Recherche im Internet und ein paar andere Dinge, ist das iPad mein Tool der Wahl, weil es immer schnell zu Hand und jederzeit bereit.
Ist das nicht konstruiert? Das geht super mit dem Air und vermutlich auch NEO. Einfach aufklappen und fertig. Also zumindest ich greife lieber zum Laptop.

Btw. für mich unverständlich, dass du ein iPad Pro dafür hast... wenn dafür auch ein 0 8 /15 iPad reichen würde.
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