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Bloomberg: Ternus-Projekt des faltbaren iPads bleibt wohl ein internes Experiment

Man kann nur ahnen, wie viele Forschungsprojekte aus Apples Entwicklungsabteilungen niemals als marktreifes Produkt erschienen, wenngleich auch nicht fortgesetzte Arbeiten wertvolle Erkenntnisse bieten können. Um ein Beispiel dafür handelt es sich wohl beim faltbaren iPad, an dem Apple seit Jahren tüftelt und angeblich einst konkrete Absichten für einen Verkaufsstart hatte. Allerdings sei man bei Apple zur Erkenntnis gelangt, dass ein faltbares iPhone nicht nur einfacher zu realisieren ist, sondern gleichzeitig mehr Kunden anspricht. Dennoch landete das iPad Fold nicht komplett auf dem Abstellgleis, weiterhin ließ Apple die interne Studie am Leben.


Eines der Lieblingsprojekte von Ternus...
Laut Mark Gurman von Bloomberg sieht es inzwischen immer stärker danach aus, als bleibe das faltbare iPad ein internes Experiment. Apple konnte viele Erkenntnisse nutzen, um auf Grundlage dieser Erfahrungen das iPhone Fold zu entwickeln – habe aber die mögliche Marktreife des 20" großen Falt-iPads so weit nach hinten verschoben, dass es einer Einstellung gleichkomme. Interessanterweise war das iPad Fold eine der Prioritäten von John Ternus, gibt Gurman an. Dessen Wechsel an die Apple-Spitze bedeute jedoch nicht, sein einstiges Lieblingsprojekt mit neuem Leben zu füllen. Der Bloomberg-Journalist beruft sich dabei auf zahlreiche Personen, die mit der Entwicklung des faltbaren iPads betraut waren.

...für das man aber selbst keinen Einsatzzweck definieren konnte
Schon vor einigen Wochen hatte Gurman das Thema bereits diskutiert und das von Apple festgestellte Hauptproblem wiedergegeben. Man selbst sei nicht in der Lage gewesen, den genauen Nutzwert zu definieren – ganz gleich, ob man es als Mac-Convertible oder schlicht als Riesen-iPad konzipiere. Geschnitten mit Preisen von nicht unter 2500 Dollar gab es daher schon länger keine konkreten Absichten mehr, ein derartiges Gerät an die Kunden bringen zu wollen. Das aller Voraussicht nach Ende 2026 erscheinende iPhone Fold/Ultra kann aber wohl trotzdem als Ergebnis dessen bezeichnet werden, was mit dem iPad Fold begonnen hatte.

Kommentare

macfreakz27.04.26 12:32
Ein Museum mit all Experimenten wäre sicher hochinteressant, um zu sehen, welche Ideen Apple bereits ausprobiert und verworfen haben.
+11
morpheus
morpheus27.04.26 14:05
Und wieder ist das iPad der Vater/ Mutter eines iPhone.

Das erste iPhone resultierte aus den Prototypen des iPads...
Coffee is always the solution
+5
aMacUser
aMacUser27.04.26 15:36
Die Geschichte wiederholt sich

Apple hatte damals schon am iPad gearbeitet, lange bevor sie über ein iPhone nachgedacht haben. Erst diese lange Vorarbeit hat das iPhone dann überhaupt möglich gemacht. Scheint jetzt wieder so zu laufen. Arbeit am iPad Fold hat das iPhone Fold möglich gemacht. Mal schauen, vielleicht kriegen wir in ein paar Jahren dann auch das iPad Fold.
0
aMacUser
aMacUser27.04.26 16:10
morpheus
Und wieder ist das iPad der Vater/ Mutter eines iPhone.

Das erste iPhone resultierte aus den Prototypen des iPads...
Da hatte ich wohl zu schnell die Kommentare überflogen. Du hast das ja schon geschrieben gehabt, was ich dann nochmal geschrieben habe (wer lese kann ist klar im Vorteil)
0
teorema67
teorema6727.04.26 17:21
... das faltbare iPad ...

MacBook Neo ... faltbares iPad ... da war doch was, vor rund 7 Jahren:



Surface Neo 😄 wurde nie produziert 🙄
+2
milamber28.04.26 00:19
Eigentlich finde ich ein faltbares iPad sinnvoller als ein faltbares iPhone.
Mit dem iPhone interagiere ich oft nur flüchtig. Eine einhändige und ungebremste Bedienung ist entscheidend.

Das iPad wird von mir schon deutlich gezielter eingesetzt. Da bin ich bereit erst das Cover zu öffnen oder eben aufklappen.

Aber Apple muss auch wieder etwas neues auf den Markt bringen um relevant zu bleiben. Und der Hype um ein iPhone fold ist deutlich größer mit einem viel größeren Markt. Daher verstehe ich die Entscheidung.
+2
System 6.0.1
System 6.0.128.04.26 06:46
Bei einem iPad Fold würde ich sogar eine Lösung mit zwei getrennten Bildschirmen wie im Bild oben (Surface Neo Prototyp) akzeptieren. Jedenfalls eher als ein durchgehendes, das sich mit der Zeit wellt, oder andere Belastungssymptome zeigt.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+3
teorema67
teorema6728.04.26 12:31
System 6.0.1
Bei einem iPad Fold würde ich sogar eine Lösung mit zwei getrennten Bildschirmen wie im Bild oben (Surface Neo Prototyp) akzeptieren.

Absolut deiner Meinung. Die Bedienung mit je 1 App pro Display ist super, kenne ich ja vom Surface Duo.
0
Eventus
Eventus28.04.26 22:59
milamber
Eigentlich finde ich ein faltbares iPad sinnvoller als ein faltbares iPhone.
Mit dem iPhone interagiere ich oft nur flüchtig. Eine einhändige und ungebremste Bedienung ist entscheidend.

Das iPad wird von mir schon deutlich gezielter eingesetzt. Da bin ich bereit erst das Cover zu öffnen oder eben aufklappen.

Aber Apple muss auch wieder etwas neues auf den Markt bringen um relevant zu bleiben. Und der Hype um ein iPhone fold ist deutlich größer mit einem viel größeren Markt. Daher verstehe ich die Entscheidung.
Ja, bin ganz bei dir.

Ich sag auch bei jeder Gelegenheit, dass ein faltbares iPad alleine schon deshalb mehr Sinn ergibt, als beim Zuklappen der Vorteil der halbierten Fläche bei weitem grösser ist als der Nachteil der doppelten Dicke. Beim iPhone ist formatbedingt der Unterschied vom Vorteil zum Nachteil kleiner.
Live long and prosper! 🖖
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