Nach Apples Wechsel zu ARM-Macs: Sind Intels Tage auch bei Windows-PCs gezählt?

Apple wird zukünftig auch beim Mac auf ARM-Chips setzen – das gab das Unternehmen bereits bei der WWDC bekannt. Für den bisherigen Prozessor-Lieferanten Intel bricht damit ein prestigeträchtiger Großkunde der x86-Chips weg. Jean-Louis Gassée zufolge könnte der Chip-Hersteller bei Windows-Rechnern ähnliches erleben. Der Unternehmer und frühere hochrangige Apple-Mitarbeiter sieht die jahrzehntelange Wintel-Allianz am Scheideweg.


Intel verliert mit Apple einen prestigeträchtigen Kunden
Wer nur die Umsatzzahlen betrachtet, könnte die Abkehr Apples von Intel als verschmerzbaren Verlust für den Prozessor-Lieferanten betrachten. Der Marktanteils des Unternehmens aus Cupertino am PC-Markt lag zuletzt bei unter 7 Prozent, so Studien von Dataquest und IDC. Auf den ersten Blick verliert Intel durch den Apple-Absprung damit zwar Einnahmen, doch es kann nicht von einem übermäßig empfindlichen Einschnitt in Intels Bilanz gesprochen werden. Laut Gassée dürfte Apples künftige Marschrichtung aber dennoch maßgebliche Auswirkungen auf die gesamte Branche haben, da sich auch der Windows-Sektor verstärkt in Richtung ARM-Chips orientiert.

ARM bietet großes Hardware-Potenzial – für Macs und PCs
Apple gibt Entwicklern über das Developer Transition Kit schon jetzt die Möglichkeit, ihre Software für ARM-Macs anzupassen. Für eine erste Version wirkt die iPad-Pro-Hardware (A12Z des iPad Pro) im Gehäuse des Mac mini im Zusammenspiel mit der Mac-Software bereits vergleichsweise einsatzbereit. Erste Benchmarks zeugen zudem von der Leistungsfähigkeit. Zudem zeigen ARM-Laptops aus der Windows-Welt wie das Lenovo Flex 5G, welche Steigerungen bei der Akkulaufzeit im Vergleich zu Intel-Maschinen möglich sind. Microsoft setzte bei bestimmten Modelle der Surface-Reihe ohnehin schon vor Jahren auf ARM-Chips.

Intels einzige Chance: Auch ARM-Chips entwickeln
Gassée verfolgt mit Spannung, für welche Strategie sich Microsoft entscheidet. Das Unternehmen erlitt zwar bereits mit einigen eigenen ARM-Rechnern Schiffbruch, doch in Zukunft könnten sich auch die Redmonder mehr und mehr mit ARM befassen, worunter der x86-Markt automatisch leiden würde. OEM-Partner von Microsoft wie Dell, HP und Asus würden dem Weg Microsofts (und dem von Apple) nach und nach folgen, um zukünftig nicht ins Hintertreffen zu geraten, so Gassée. Das wäre eine verheerende Geschäftsperspektive für Intel.

Gassée sieht die einzige Chance für Intel darin, selbst auf den ARM-Zug aufzuspringen und entsprechende Chips zu entwickeln. Das Smartphone-Geschäft habe Intel durch mangelnde Weitsichtigkeit bereits verschlafen – einen ähnlichen Fehler im PC-Sektor könne sich der Prozessorhersteller nicht leisten.

Kommentare

Legoman
Legoman13.07.20 16:15
Gibts nicht auch noch AMD? Oder sind die schon weg vom Fenster?
0
beanchen13.07.20 16:24
Kann man das wirklich vergleichen? Apple will alles aus eigener Hand, System, Hardware und Chip. Die anderen, abgesehen von Microsoft mit dem Surface, werden immer was davon zukaufen.
+3
MikeMuc13.07.20 16:25
Nun ist die Basis bei den Windowskunden mit Intel aber um Größenordnungen größer als bei den Machern. Und die sind solche "Alleingänge" wo "einfach mal so", der Prozessortyp gewechselt wird, ja bereits gewöhnt und letztendlich abhängig von Apple.
Bei Windows hat Microsoft ja nicht wirklich was bei der Hardware mitzureden sondern bietet sein System "nur" an. Ob MS sich das leisten kann / will, seine Kundschaft so vor den Kopf zu stoßen auf das alle "alte" Software aufgrund eines Prozessorwechels nicht mehr läuft (oder der alte emuliert werden muß), glaub ich nicht sonderlich.
+1
Warp
Warp13.07.20 16:26
Glaub ich in naher Zukunft nicht. Vor allem auf den PCs wird ja mehr gemacht als nur Office Aufgaben. Wenn ich an die profesionelle CAD Welt denke, da wird es is nächster Zukunft kaum eine ARM Lösung geben. Ich könnte mir vorstellen, dass es da eine Parallelentwicklung mit beiden Prozessorentypen geben wird und evtl. langfristig die x86 Chips bzw die Rechner mit diesen teuerer werden.
0
abonino13.07.20 16:29
Monopole/Oligopole waren nie gut.
https://www.borncity.com/blog/2019/06/30/windows-10-v1903-op timierung-fr-zen-basierte-amd-cpus/
-2
maybeapreacher
maybeapreacher13.07.20 16:47
Legoman: Ja, gibt noch AMD, die inzwischen sehr sehr gute CPUs anbieten die deutlich weniger Strom fressen, dadurch weniger Abwärme produzieren und zumindest in der Multicore-Performance auch Intel-Chips deutlich überlegen sind.

Die neue Ryzen 4000 Serie ist dazu deutlich Stromsparender als alles was Intel an Laptop-CPUs bei gleicher TDP liefern kann.

Ich würde also keinen Abgesang auf x86 als Architektur anstimmen, nur weil Intel es zur Zeit nicht hinkriegt ähnlich Stromsparend zu werden. Interessant ist, wie der Markt sich entwickelt, natürlich könnten Intel und AMD auch gezwungen sein, ARM Chips zu entwickeln. Oder wir sehen in Zukunft einen deutlich flexibleren Markt.
Womit der Ansatz den Java damals fuhr, plötzlich wieder interessanter wird: CPU-Architektur und sogar OS: Egal. Trotzdem "nativer" als WebApps. Müsste nur die Umsetzung besser, vor allem "sicherer" sein.

Wir werden sehen. Die Zukunft ist auf jeden Fall eines: Spannend. Und wenn es zur großen Umwälzung kommt, hat sie, mal wieder, Apple angestoßen. Auch wenn es die dafür verwendeten Technologien schon länger am Markt gibt.
+7
Mecki
Mecki13.07.20 16:51
Microsofts Hardware ist am Markt bestenfalls eine Randnotiz. Auf wie viel Mrd Geräten läuft Windows? Und wie viele davon hat Microsoft selber hergestellt? Eben.

Anders herum wird ein Schuh daraus: Microsoft hängt mehr davon ab, dass Dell, HP und Asus Endkunden Rechnern mit Windows vorinstalliert und mit OEM Lizenz verkaufen, als diese Hersteller an Intel CPUs hängen.

Und Intel hat schon zweimal versucht groß in's ARM Geschäft einzusteigen und sie sind zweimal groß damit gescheitert. Beim ersten mal haben sie am Ende alles an die Konkurrenz verkauft (Stichwort: XScale) und beim zweiten mal blieb es bei großen Ankündigungen, denn schon die Prototypen waren einen Flop. Warum sollte das jetzt im dritten Anlauf besser werden? Intel lebt von x86 und Intel wird zusammen mit x86 sterben.
+2
marcel15113.07.20 17:00
Warp
Glaub ich in naher Zukunft nicht. Vor allem auf den PCs wird ja mehr gemacht als nur Office Aufgaben. Wenn ich an die profesionelle CAD Welt denke, da wird es is nächster Zukunft kaum eine ARM Lösung geben. Ich könnte mir vorstellen, dass es da eine Parallelentwicklung mit beiden Prozessorentypen geben wird und evtl. langfristig die x86 Chips bzw die Rechner mit diesen teuerer werden.
Im privaten Bereich wäre es zusätzlich noch Gaming. Das ist so ein großer Markt, da wird ARM-mäßig so schnell nichts passieren.
-1
Philantrop
Philantrop13.07.20 17:09
Mecki
Microsofts Hardware ist am Markt bestenfalls eine Randnotiz. Auf wie viel Mrd Geräten läuft Windows? Und wie viele davon hat Microsoft selber hergestellt? Eben.

An Windows-Tabletts ist Microsoft wohl Marktführer.
Surface Geräte sehe ich im Business-Bereich täglich, in allen großen Häusern wie Bosch oder Siemens.
+1
Cyman13.07.20 17:20
Dass intels Tage gezählt wären, insbesondere im Windows-Bereich, das ist m.M.n. eine sehr übertriebene Überschrift.

Es gibt so viele Hersteller, die auf intel setzen und die werden so schnell mit Sicherheit nicht einfach von heute auf morgen den CPU-Lieferanten wechseln.

Allerdings hat intel offenbar den Anschluss verpasst, so dass zuerst AMD an ihnen vorbeigezogen ist und Apples Schritt ihnen ebenfalls den Weg weist.

Solange intel nicht entweder schnell auf die Fertigungsgrößen von AMD oder Apple Silicon kommt, wird es für intel in naher Zukunft jedoch nicht gut aussehen.
+1
macfori13.07.20 17:56
Hat MTN hier übersehen, dass Microsoft primär ein Betriebssystem vertreibt?
Wenn MS damit Geld verdienen will., muss es einfach auf der Mehrzahl, der beim Benutzer vorhandenen oder noch zu erwerbenden Systeme laufen.
Weshalb sollte MS Intel nicht mehr unterstützen? Das macht doch gar keinen Sinn.

Scheint mir sehr aus den Fingern gesaugt.
Mann könnte ja auch gleich noch denken, dass MS demnächst die CPUs bei Apple bestellt?
+5
nane
nane13.07.20 18:46
Ich könnte mir vorstellen, dass MS dem "ARM Projekt" von Apple zunächst mal zusieht. Office, Skype und OneDrive gibt es bereits für ARM und das wird sicher auch schnell native auf Apples ARM Geräten laufen. Wenn das einschlägt und Apple den ARM Markt im Bereich Hardware und Software "bewegt" spricht ja nichts dagegen, dass MS sein auch schon vorhandenes ARM Windows 10 ebenfalls für Macs in einer native Version anbietet.

Dem steht halt "noch" die Marktmacht der grossen PC Hersteller gegenüber und bevor sich MS mit denen eine Diskussion gibt, werden die das "Apple ARM Projekt" eher aus der "Ferne" betrachten.

Und nicht zu vergessen, Windows auf X86 Geräten ist defacto der weltweite Büro-IT-Industriestandard. Und das auch nicht erst seit 14 Tagen. Ich glaube nicht, dass man diesen "Standard" so schnell "schwinden" sehen wird.
Das Leben ist ein langer Traum, an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+2
sonnendeck13.07.20 19:17
So ist das doch immer schon gewesen altes vergeht neues kommt, es sind die ersten Quantenrechner seit ein paar Jahren am werkeln, denke da stehen grosse Umbrüche ins Haus. ARM Design hat es auch in die Königsklasse der Supercomputer geschafft, denke in den nächsten zwei/drei Jahren wird es sicherlich sehr spannend und wie heisst doch so schön gehst du nicht mit der Zeit, vergehst du mit der Zeit.
+1
Philantrop
Philantrop13.07.20 19:29
Nur so nebenbei - MS hat seit Jahren ein Windows für ARM.
Es hatte sogar lange vor Apple ein sehr erfolgreiches ARM OS - Windows CE.
-1
ahnungsloser13.07.20 19:54
Übrigens läuft ArchiCAD bereits auf ARM! Wird wohl ein schneller Wechsel der Plattform geben, wenn bereits solche Programme laufen...
+1
andreasm13.07.20 20:25
ARM alleine würde ich noch nicht als das größte Risiko für Intel ansehen. Spannend wird es erst in Kombination damit, wie China sich in der kommenden Zeit verhält, da es ja politisch derzeit ja für chinesische Hersteller nicht gerade einfach ist an Komponenten zu kommen wenn "amerikanische" Technologie darin verbaut ist. Das könnte China dazu veranlassen, massive Investitionen in eigene Prozessoren (und die weitere Technik) forcieren. Genau genommen meine ich sogar, dass sie längst Prozessoren entwickeln, wenn auch zumindest derzeit noch auf einer x86 basierend.

Sollte es China gelingen, hier eine eigene, einigermaßen konkurrenzfähige Lösung zu entwickeln, dann könnte je nach politischer Wetterlage ein für Intel noch viel größerer Markt mal eben verschwinden.

So betrachtet sind es wirklich spannende Zeiten, ich bin gespannt wie wir das ganze in 10 Jahren bewerten
+3
Megaseppl13.07.20 20:34
Philantrop
Nur so nebenbei - MS hat seit Jahren ein Windows für ARM.
Es hatte sogar lange vor Apple ein sehr erfolgreiches ARM OS - Windows CE.
Apple hatte Newton OS, schon vorher. Apple war sogar großer Anteilseigner von ARM.
Gut, "sehr erfolgreich" war Apple nicht damit. :'(
+3
MetallSnake
MetallSnake13.07.20 20:50
Philantrop
Nur so nebenbei - MS hat seit Jahren ein Windows für ARM.
Es hatte sogar lange vor Apple ein sehr erfolgreiches ARM OS - Windows CE.

Nur so nebenbei - Apple hat ARM mit gegründet.
Die Menschheit ist eine völlig außer Kontrolle geratene Primatenspezies.
+4
Bananenbieger13.07.20 21:22
marcel151
Im privaten Bereich wäre es zusätzlich noch Gaming. Das ist so ein großer Markt, da wird ARM-mäßig so schnell nichts passieren.
Warum? Viele der großen Game-Engines laufen schon auf ARM, weil damit auch mobile Games erstellt werden.
Philantrop
Nur so nebenbei - MS hat seit Jahren ein Windows für ARM.
Es hatte sogar lange vor Apple ein sehr erfolgreiches ARM OS - Windows CE.
Windows CE hat nur recht wenig mit dem Desktop Windows zu tun. Und die an Windows 95 angelegte Oberfläche war auf Palmtops ebenfalls ein Flop, weil eben für Touch-Bedienung völlig ungeeignet (man konnte sogar die Dialogfenster verschieben).

Bei Apple hingegen sind macOS und i*OS Varianten des gleichen Systems. Das ist schon ein extremer Unterschied zu dem, was Microsoft mit WindowsCE gemacht hat.
+1
piik
piik13.07.20 21:29
MetallSnake
Nur so nebenbei - Apple hat ARM mit gegründet.
Wikipedia
Advanced RISC Machines Ltd. entstand 1989 mit der Auslagerung der Prozessorsparte aus dem Unternehmen Acorn. Acorn behielt 43 % Anteil an dem neuen Unternehmen, weitere 43 % hielt Apple, 7 % VLSI Technology (bis dahin einziger Produzent des ARM-Chipsatzes und danach erster Lizenznehmer von ARM) und die restlichen 7 % Nippon Investment and Finance.

Mit der Trennung der Prozessorsparte vom Mutterkonzern wurde die vom Unternehmen entwickelte ARM-Architektur von Acorn RISC Machines in Advanced RISC Machines umbenannt.
+3
beanchen13.07.20 21:35
@piik
Wikipedia
Founding
The company was founded in November 1990 as Advanced RISC Machines Ltd and structured as a joint venture between Acorn Computers, Apple Computer (now Apple Inc.) and VLSI Technology.
+2
sierkb13.07.20 22:40
piik,
beanchen:

Wikipedia (de): ARM-Architektur: Geschichte
[…]

Geschichte

Das ARM-Design wurde 1983 vom englischen Computerhersteller Acorn als Entwicklungsprojekt gestartet. Das Team begann unter der Leitung von Sophie Wilson und Steve Furber die Entwicklung eines leistungsfähigen Prozessors für einen Nachfolger der bis dahin auf dem 6502 basierenden Computer.

Anstatt wie die Konkurrenz auf Prozessoren der Unternehmen Intel oder Motorola zurückzugreifen, entwickelte man einen eigenen Prozessor, den ARM (Acorn Risc Machine) mit 32 Bit und einer geplanten Taktfrequenz von 4 MHz. Die Tests mit den Prototypen verliefen derart erfolgreich, dass die späteren Serienprozessoren (ARM2, 1986), die in den neu entwickelten Rechnern (Acorn Archimedes) verbaut wurden, direkt mit 8 MHz getaktet wurden. Tests ergaben, dass diese Rechner bei praktisch gleicher Taktfrequenz etwa achtmal schneller waren als die Konkurrenten Commodore Amiga und Atari ST mit Motorola-68000-Prozessor.

Nachdem der ARM2 1989 zum ARM3 (mit Cache und höherer Taktfrequenz) weiterentwickelt worden war, und immer mehr Unternehmen Interesse an diesen Prozessoren bekundet hatten, gründete Acorn im Jahre 1990 zusammen mit Apple und VLSI Technology das Unternehmen Advanced RISC Machines Ltd. mit Sitz in Großbritannien, das später in ARM Ltd. umbenannt wurde.

[…]

Wikipedia (de): Acorn: ARM Limited
[…]

ARM Limited

Acorns Partner VLSI hatte den Auftrag, neue Anwendungsgebiete für den ARM-Prozessor und seine Sekundärchips zu finden. Hausers Unternehmen Active Book entwickelte ein kleines, tragbares Gerät, für das ARM-Prozessorentwickler eine statische Version des Prozessors entwarfen, den ARM2aS.

Apple entwickelte indes eine vollkommen neue Plattform, den PDA Newton. Der für dieses Gerät notwendige Prozessor musste verschiedene Anforderungen an Stromverbrauch, Kosten und Leistung erfüllen und zudem völlig statisch operieren, so dass der Takt zu jeder Zeit ausgesetzt werden konnte. Von allen Bewerbern kam nur die Acorn RISC Machine den Anforderungen nahe, wies jedoch selbst noch Mängel auf. So bot der ARM beispielsweise keine integrierte Speicherverwaltung, deren Funktion stattdessen vom MEMC-Sekundärchip übernommen wurde. Acorn verfügte auch nicht über die nötigen Ressourcen, eine integrierte Verwaltung für den ARM zu entwickeln.

Apple und Acorn entschieden sich, für die Weiterentwicklung in Gestalt eines eigenen Unternehmens zu kooperieren. Der Großteil der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der ARM CPU bildete die Basis der ARM Limited, die im November 1990 gegründet wurde. Die Acorn Group und Apple Computer besaßen jeweils Anteile von 43 %, mit VLSI als Investor und erstem Lizenznehmer.

[…]
+2
sierkb13.07.20 22:53
ZDNet (de) (30.06.2020): Ex-Windows-Chef Steven Sinofsky lobt Apples Wechsel zu ARM-basierten Macs
Er sieht darin den Anfang vom Ende der Intel-Prozessoren. ARM-basierte Macs hält Sinofsky zudem für die bessere Plattform zur Softwareentwicklung. Er hofft zudem auf künftige MacBooks und iMacs mit Touch-Display.

ZDNet (en) (29.06.2020): Ex-Windows boss Steven Sinofsky: Apple's Arm-based 'Mac will be the ultimate developer PC'
Former Microsoft exec Steve Sinofsky says developers will flock to new Arm-based Mac – but it needs a touchscreen.

Steven Sinofsky via Twitter, 26.06.2020
It will. Guaranteed.

In two years there is only ARM hardware and in 4 Intel will be ancient memory. The ecosystem will have rolled over. And Mac will be the ultimate developer PC. iPad will be used for more and more “work”.
Q:


Learning By Shipping – Steven Sinofsky's Blog (26.06.2020): Apple’s Relentless Strategy, Execution, and Point of View
Apple’s announcement of “Apple Silicon” is important for many reasons. Delivering on such an undertaking is the result of remarkable product engineering. An annotated thread…

Learning By Shipping – Steven Sinofsky's Blog (11.06.2020): Apple Macintosh and ARM Processors
For a while we’ve been hearing rumors of Mac moving to ARM, or something like that. What could this mean? What are the issues such a move faces? An annotated twitter thread.
+1
ruphi13.07.20 23:43
sierkb
Hast du mal überlegt, dich bei MTN als Redakteur slash Foren-Fact-Checker zu bewerben? Die Arbeit machst du ja eh schon
+3
stepa9914.07.20 00:34
marcel151
Warp
Glaub ich in naher Zukunft nicht. Vor allem auf den PCs wird ja mehr gemacht als nur Office Aufgaben. Wenn ich an die profesionelle CAD Welt denke, da wird es is nächster Zukunft kaum eine ARM Lösung geben. Ich könnte mir vorstellen, dass es da eine Parallelentwicklung mit beiden Prozessorentypen geben wird und evtl. langfristig die x86 Chips bzw die Rechner mit diesen teuerer werden.
Im privaten Bereich wäre es zusätzlich noch Gaming. Das ist so ein großer Markt, da wird ARM-mäßig so schnell nichts passieren.


Und was ist mit Gaming auf iPad und iPhone?

Da wird noch viel passieren. Der Zug ist ja eben erst aus dem Bahnhof gerollt.

Intel wird nachziehen müssen oder sind ganz schnell weg vom Fenster.

AMD mag im Moment vielleicht die interessantesten Prozessoren auf x86 Ebene haben, müssen früher oder später aber wohl ebenfalls umsatteln.

ARM Prozessoren bieten einfach viel zuviele Vorteile, als das man weiterhin auf x86 Prozessoren baut.

Die Akkulaufzeit ist nicht nur bei Elektroautos (sprich Reichweite) relevant, sie ist das A und O der künftigen Mobilität, auch im Mobile Device Sector. MacBook, iPad, iPhone oder halt einfach, Notebook, Tablett, Smartphone werden daran gemessen, wie lange der Akku hält.

Dann im Zusammenspiel mit richtiger Software.....
+1
dermanndernichtsweiss
dermanndernichtsweiss14.07.20 00:36
Ich finde die Entwicklung sehr spannend. Jedes Jahr erwarten die Kunden ein Update, neue Version, besser, schneller. Das fuehrt dazu, dass Software und Hardware immer im Wandel sind.
Jeder der glaubt man kann den Status Quo nicht leicht veraendern, muss sich nur die Geschichte anschauen. Software passt sich immer sehr schnell an die Hardware an. Wenn die Loesungen auf ARM Basis mit Abstand besser sind, als die x86 Loesungen, dann wird die Software sehr schnell (paar Jahre) auf die neue Hardware angepasst.

Apple hat das Knowhow und die Resourcen um eine Alternative aufzuzeigen. Ich bin mir sicher die internen Tests und die Roadmap fuer die naechsten 10 Jahre zeigen ganz klar die Ueberlegenheit von ARM fuer Apple.

Wenn man in 5 Jahren ein Macbook Pro (ARM) mit einem Surface Book (x86) vergleicht und der Mac 2x schneller ist, laengere Akkulaufzeit hat und dabei noch kuehl bleibt, dann werden alle Versuchen ganz schnell das gleiche Konzept zu kopieren um ja den Anschluss nicht komplett zu verpassen.
0
shotekitehi
shotekitehi14.07.20 06:33
dermanndernichtsweiss: sehe ich genauso.

von angestossen:

- Abschaffung vom CD-Laufwerk in Laptops
- vom Handy zum Smartphone
- Abschaffung vom Klinkenanschluss im Smartphone
- Tablet für den Alltagsgebrauch

Wenn es ein wirtschaftlicher Erfolg ist, wird der Rest auch folgen.
Auf der Schachtel stand: ‘Benötigt Windows XP oder besser’. Also habe ich mir einen Mac gekauft.
+2
Scrubelicious14.07.20 07:03
Das erinnert mich alles als an Silicon Graphics und deren MIPS CPUs

Wird spannend.
Don't believe everything on the internet!
0
beanchen14.07.20 07:08
nane
... spricht ja nichts dagegen, dass MS sein auch schon vorhandenes ARM Windows 10 ebenfalls für Macs in einer native Version anbietet.
Windows installiert man auf dem Mac, damit man Programme laufen lassen kann, die es für den Mac nicht gibt. Warum sollte man sich ARM-Windows auf dem Mac installieren? Damit man noch mehr Programme nennen kann, die nicht laufen?
+3
GTourer14.07.20 08:57
Ich sehe es einfach nicht, dass im Windows-Lager die Zukunft bei ARM liegen soll. Es gab auch in den 90ern schon gute Gründe von x86 zu PowerPC zu wechseln und man hat es nicht getan.

Abwärtskompatibilität und die enorme Masse der verbreiteten Hardware, verhindern einfach einen Wechsel. Dazu kommt noch die enorme Trägheit der Kundschaft. Intel macht auch vieles nicht freiwillig. So werden Altlasten der x86 Prozessoren bis heute mitgeschleift, damit Anwendungen lauffähig bleiben. Selbst DOS-Anwendungen der 80er sind heute noch nutzbar, während wir an PPC-Anwednungen von vor 15 Jahren scheitern, geschweige denn wieder an OS9 Programme denken können.

Ja, beim Mac und der Zielgruppe mag ein Architekturwechsel funktionieren. In der Industrie, welche bis heute immer noch vielfach auf 3,5" Disketten zurückgreift, eben nicht.
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