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Mac Studio: Apple kündigt SSD-Anbindung per PCIe 6.0 an – und rudert dann zurück

Apple geizt bei der Vorstellung neuer Geräte in aller Regel nicht mit Superlativen. Das gilt für die Präsentation von iPhones und iPads ebenso wie für die Ankündigung von Macs. Auch beim neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra pries das kalifornische Unternehmen zahlreiche Vorzüge, welche die am 22. September erscheinenden Rechner auszeichnen. Sie setzten „neue Maßstäbe für lokale KI“, hieß es in der Pressemitteilung, der Mac Studio sei der „ultimative Desktop-Computer für die weltweit anspruchsvollsten Pro-Workflows.“ Hardware-Chef Johny Srouji zufolge läutet er sogar eine „neue Ära des Desktop-Computings“ ein. In einem speziellen Punkt allerdings schoss Apples Presseabteilung übers Ziel hinaus und schrieb dem Mac Studio eine technische Eigenschaft zu, über welche er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht verfügt.


Mac Studio mit PCIe 6.0 – zumindest laut Pressemitteilung
In der Mitteilung, mit welcher Apple den Mac Studio ankündigte, stand nämlich zu lesen, dass dieser über eine auf PCIe 6.0 basierende SSD-Architektur verfüge. Der bereits 2022 veröffentlichte Standard ermöglicht Datenraten von bis zu 256 Gigabyte pro Sekunde. Er kommt derzeit allerdings ausschließlich bei Hardware für Rechenzentren zum Einsatz, in Business-Computern oder Rechnern für Heimanwender spielt er bislang keine Rolle. Bei derlei Geräten setzen die Hersteller nach wie vor auf PCIe 5.0, da bezahlbare Plattformen zurzeit nicht verfügbar sind und auch wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen. Apples Ankündigung, im neuen Mac Studio PCIe 6.0 zu verbauen, stellte daher eine sehr bemerkenswerte Aussage dar, wenn sie auch im Reigen der ansonsten verkündeten Superlative ein wenig unterging.


In der französischen Fassung der Ankündigung des Mac Studio ist derzeit noch die Rede von PCIe 6.0, die deutschsprachige Version enthält diesen Begriff nicht mehr.

Apple streicht Begriff „PCIe 6.0“ aus der Ankündigung
Kurze Zeit jedoch ruderte Apple zurück – und strich den Verweis auf PCIe 6.0 aus der Pressemitteilung. Darin heißt es jetzt im Abschnitt „Superschneller Speicher und Pro Konnektivität“ lediglich noch, die Speicherleistung sei bis zu 2-mal schneller – durch eine „SSD Architektur der nächsten Generation, die branchenführende Lese- und Schreibgeschwindigkeiten ermöglicht.“ Diese Korrektur nahm das kalifornische Unternehmen auch in der englischen Fassung der Ankündigung vor; in der französischen Version ist der Begriff „PCIe 6.0“ laut MacGeneration hingegen aktuell noch zu finden. Die erste Version enthielt also offenbar einen Fehler, welchen Apple dann stillschweigend korrigierte. Dass auch der Mac Studio mit M5 Max oder M5 Ultra „nur“ PCIe 5.0 unterstützt, legen die Spezifikationen des MacBook Pro nahe: In der Topversion des Laptops werkelt ebenfalls ein M5 Max – und dieser verfügt tatsächlich über PCIe 5.0. Es ist also höchst unwahrscheinlich, dass Apple beim Mac Studio – anders als alle anderen Hersteller – schon auf PCIe 6.0 setzt.

Kommentare

Tomboman01.09.26 11:26
Mich würde sehr interessieren, ob die SSD schneller ist als in einem Macbook Pro mit M5 Max (oder identisch) - 2x so schnell bezieht sich ja nur auf den alten Mac Mini / Studio
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t.stark
t.stark01.09.26 11:36
Gibt es denn überhaupt eine einzelne SSD, die von PCIe 6.0 profitieren würde? Eine schnellere SSD als 15GB/s ist mir nicht bekannt.
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gfhfkgfhfk01.09.26 12:14
t.stark
Gibt es denn überhaupt eine einzelne SSD, die von PCIe 6.0 profitieren würde? Eine schnellere SSD als 15GB/s ist mir nicht bekannt.
Ja, es gibt von Micron die erste PCIe 6.0 SSD: Micron 9650.
+5
Marcel Bresink01.09.26 12:16
t.stark
Gibt es denn überhaupt eine einzelne SSD, die von PCIe 6.0 profitieren würde?

Im Profibereich (d.h. bei Servern) ja. Die Samsung PM1763 ist seit kurzem lieferbar und liefert bis zu 28,4 GByte/s.
+3
t.stark
t.stark01.09.26 12:22
Krass - danke fürs Aufschlauen. Ich klnnte mir vorstellen, dass hier auch Kühlung eine gewisse Rolle spielen dürfte.
+1
gfhfkgfhfk01.09.26 12:35
Die Kühlung ist durchaus ein Problem, weshalb meist keine M.2 verkauft werden, sondern andere Format, die integrierte Kühlkörper haben und die SSD werden im Luftstrom platziert.
+4
don.redhorse01.09.26 18:59
es gibt einfach noch kein PCIe 6.0 in Consumergeräten.

AMD EPYC Venice (Zen 6) kommt, kann PCIe 6.0. Kommen im Q4 diesen Jahres

Intel Xeon Diamond Rapids wird PCIe 6.0 können, aber es gibt noch kein wirkliches Erscheinungsdatum. Intel wird es wohl gerne noch dieses Jahr noch bringen, aber eben wohl nicht schaffen, also Q1 der Q2 2027, schätze Q1 Launch und ab Q2 erst tatsächliche Stückzahlen.

Tatsächlich werden diese SSDs wohl derzeit nur in PCIe Switches/Retimer für AI Server eingesetzt, also um den GPUs schnellen zugriff auf die SSDs zu geben.
Marvell, Astera Labs, Broadcom baut so etwas. K.A. ob das schon wirklich eingesetzt wird, oder noch in der Validierung ist, Testaufbauten etc. Aber Micron scheint ihre SSDs tatsächlich schon zumindest seit Q2 diesen Jahres in Serie zu bauen.

Bei Apples Anbindung kann ich mir einfach nur vorstellen, dass sie mehr PCIe Lanes verwenden um ihre SSDs anzusprechen und damit mehr Bandbreite erreichen. PCIe 5 NVMe SSDs liegen jetzt so um die 14 GB/s, mein Mac mini Pro macht gute 6 GB/s, die T500 im MaxiDok kommt auch auf gute 6 GB/s, die T500 ist damit in der Tat quasi ausgelastet, ist eine PCIe 4 SSD. Wo sie langsamer ist, als die interne ist der Random Zugriff, dass liegt natürlich am Protokolloverhead von Thunderbolt 5, aber egal, die ist schnell, dass ist echt gut.
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