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Abschied von den klangvollen macOS-Namen? Apple fährt die Verwendung deutlich zurück

Unter einem Panther, einem Tiger oder auch einem Schneeleoparden konnte sich jeder etwas vorstellen und besagte Raubkatzen mit Kraft, Schnelligkeit oder anderen Attributen in Verbindung bringen. Die Umstellung auf kalifornische Ortsnamen brachte zwar ebenfalls klangvolle Bezeichnungen hervor, wenngleich Kunden außerhalb des Staates bzw. der USA darunter oft weniger verstehen. Mavericks hatte damals großen Neuigkeitswert, Yosemite und neuerdings Golden Gate mag jeder kennen, Sonoma noch Weinliebhabern ein Begriff sein, doch bei Ventura, Catalina oder Big Sur werden die Assoziationen bereits schwächer. Es gibt inzwischen einige Hinweise darauf, dass Apple den Marketingnamen fortan verhaltener führt und nicht mehr in den Mittelpunkt stellt.


Sinnvolle Umbenennung im Supportbereich
In mehreren Support-Dokumenten hat Apple beispielsweise innerhalb der vergangenen Tage Nennungen von "macOS Ventura", "macOS Monterey" oder "macOS Sequoia" schlicht durch die entsprechenden Versionsnummern ersetzt. Aus macOS Ventura wurde beispielsweise macOS 13, aus macOS Monterey jetzt macOS 12 – durchaus nachvollziehbar, denn man muss schon sehr tief in der Materie stecken, um die jeweiligen Versionsnummern mit den unzähligen Ortsnamen zu verknüpfen.

Marketing: "Golden Gate" nicht gestrichen, aber stark zurückgefahren
Gleichzeitig findet man an anderen Stellen Veränderungen vor, denn Apple spricht häufiger von "macOS 27" als von "macOS Golden Gate". Auf den Vorschauseiten verwendet man zwar weiterhin die vollständige Bezeichnung, nennt das System in mehreren Pressemitteilungen jedoch nur noch macOS 27. Bei früheren Veröffentlichungen trat der Eigenname erheblich stärker hervor, etwa als macOS Tahoe 26 oder schlicht macOS Tahoe.

Es hat sich etwas abgenutzt – und die neuen Versionsnummern sind verständlicher
Apple könnte zur Erkenntnis gelangt sein, dass die Vielzahl an kalifornischen Ortsnamen nicht mehr so gut wie frühere Begriffe zieht – zumal man nach 13 Iterationen inzwischen den Großteil der wirklich bekannten Plätze abgearbeitet hat. Eine komplette Abschaffung dürfte wohl nicht das kurzfristige Ziel sein, doch die neuen Versionsnummern mit Angabe der Jahreszahl sind für die meisten Nutzer sicherlich zu einer besseren Orientierung geworden. Ob es daher noch viele Major Releases gibt, die unter der Flagge eines geografischen Namenspatrons segeln, bleibt fraglich.

Kommentare

MetallSnake
MetallSnake17.06.26 11:18
MTN (fen)
macOS 27 heißt "Golden Gate" und ist somit nach einer der berühmtesten Brücken der Welt benannt.

Die Golden Gate Bridge ist nach der Meerenge Golden Gate über die sie verläuft benannt.
macOS ist nicht nach der Brücke benannt, sondern eben auch nach der Meerenge.
https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')
+20
Frank Drebin
Frank Drebin17.06.26 12:50
Ich finde es doch verständlich, da man ja die Versionen nicht mehr historisch zuordnen kann, oder kann jemand sagen, war Puma vor Tiger und Snow Leopard nach Mavericks?…
+3
OliverCGN17.06.26 13:16
Ich finde die Angleichung der Betriebssysteme an die Jahreszahl sehr sinnvoll, das hilft im Alltag ungemein - gerade wenn man mit Kunden zu tun hat, die noch ältere Systeme einsetzen. Zukünftig sieht man dann direkt, wie alt das System ist.

Ich finde, dass sollte man auch bei der Hardware umsetzen:
MacBook Pro 27 oder iPhone 27 klingt sinnvoller als iPhone 18 und man weiß direkt, bis wann man in etwa System-Updates erwarten kann.
+4
vta17.06.26 13:45
Apple adds keylogger to iOS App Store for targeted advertising: tied to your account and unencrypted
https://www.osnews.com/story/145322/apple-adds-keylogger-to-ios-app-store-for-targeted-advertising-tied-to-your-account-and-unencrypted/

Gerade entdeckt aber ich habe leider keine Zeit nachzuforschen. Wenn jemand Zeit dazu hat, bitte Erkenntnisse posten.
-18
tranquillity
tranquillity17.06.26 13:56
Ein Weg vom besonderen Unternehmen zu einem stinknormalem IT-Konzern.

Ich finde es schade ...

Mein Vorschlag wäre: 2-Jahres-Rhythmus und im Zwischenjahr ein "Bugfix"-Update. Dann hat man immer für 2 Jahre einen schönen Namen.
+2
Fontelster
Fontelster17.06.26 14:03
Historisch ist das sowieso sinnvoll. Diese Zusätze wurden erfunden, als es weder iOS, noch ipadOS, watchOS oder dergleichen gab, die schon immer ohne einen Zusatz auskommen mussten.
0
evanbetter
evanbetter17.06.26 14:21
Also wer sein OS schick benamst, beweist auch Wertschätzung und Inspiration.
Wer zuletzt lacht, hat's zuletzt geschnallt.
+6
Layoutsider17.06.26 14:27
tranquillity
Ein Weg vom besonderen Unternehmen zu einem stinknormalem IT-Konzern.

Ich finde es schade ...

Für mich war ein iPhone X genauso elitär wie eine Tischlampe WG 24 oder ein Jaguar XK 120. 😉
0
esc
esc17.06.26 15:13
Zu den Zeiten als noch Tiernahmen verwendet wurden, gab es auch nicht jährlich eine neue Version, daher war der Name länger präsent als heute.
+9
Legoman
Legoman17.06.26 15:23
Vielleicht soll der Name ja auch dem auf alles goldene versessenen Trump schmeicheln.
-4
aMacUser
aMacUser17.06.26 15:25
Man hat ja auch schon in der Keynote gemerkt, dass Apple den Namen loswerde will. Craig hat den zwar noch vorgestellt, aber weder wurde ein prägnantes "Titelbild" für das OS vorgestellt, noch der Name auch nur einmal schriftlich gezeigt, noch ein einziges mal später nochmal erwähnt.
Ich fand es aber auch schon auffällig, dass Apple das erst mal in einer Keynote nicht die verschiedenen OS getrennt vorgestellt hat (also erst iOS, dann macOS, dann watchOS und so), sondern alle OS zusammen und dann Feature-weise.
Könnte vielleicht auch ein Zusammenhang sein, dass Apple die Grenzen zwischen den OS zumindest im Marketing weniger strikt gestalten will. Wenn da eins OS einen eigenen Namen hat, funktioniert das natürlich nicht gut.
+6
thomas b.
thomas b.17.06.26 15:26
Legoman
Vielleicht soll der Name ja auch dem auf alles goldene versessenen Trump schmeicheln.

Danach kommt dann vielleicht macOS 27 "Orange"
+1
99problems17.06.26 16:10
Idealerweise ist es irgendwann nur noch ein OS für alles. Device, Anwendung und Interaktionsweise sind egal.
Zukunftsmusik.
0
jonsen17.06.26 16:24
esc
Zu den Zeiten als noch Tiernahmen verwendet wurden, gab es auch nicht jährlich eine neue Version, daher war der Name länger präsent als heute.
Zwischen 2001 und 2012 (letztes Jahr mit Tiernamen) kam jedes Jahr eine Version außer in den Jahren 2004, 2006 und 2010. Im Jahr 2001 kamen sogar zwei Versionen in einem Jahr (Cheetah und Puma)
+4
JeffBezier
JeffBezier17.06.26 18:00
Für einen Support total verständlich. Dennoch irgendwie schade. Mein stiller Wunsch seit Jahren: Planetennamen.
+6
claudiusw
claudiusw17.06.26 20:33
Ich findes es schade. Diese Bezeichnungen machten Apple Produkte viel sympatischer. Heute werden nur noch nüchterne Jahreszahlen verwendet. Intern hat Apple so oder so immer Release Nummern benutzt, wie auch jeder andere Entwickler.
Die andere Sache ist auch, dass Apple weg vom 1-Jahr-Releases zu 2-Jahre-Releases übergehen sollte. Man versucht krampfhaft jedes Jahr neue Features einzubauen, die am Ende kaum Jemand wirklich nutzt und mit jedem neuen Feature kommen neue Bugs hinzu. Da entfernt Apple das Launchpad und ersetzt es durch das grausige Spotlight Fenster, obwohl jeder den Laucher aus iOS und iPadOS kennt und nutzt. Misssion Control wurde mit immer neueren Features aufgemöbelt und unübersichtlich gemacht. Und von Liquid Glas will ich erst gar nicht sprechen.
You can­not cre­ate good ty­pog­ra­phy with Arial.
-1
relax
relax17.06.26 20:48
Apples Wunsch nach mehr Klarheit, Übersichtlichkeit durch die Priorisierung der Jahreszahl als Name eines OS, ist durchaus nachzuvollziehen. Es wird jedoch sicher auch eine große Anzahl Nutzer geben, welche einen Namen (in macOS) vermissen werden. Apple sollte darüber nachdenken, so wie bereits jetzt mit Golden Gate, weiterhin einen Namen zu wählen, selbst wenn er nicht mehr hervorgehoben wird. Warum? Besser Apple wählt einen nach deren Wunsch, denn sonst könnten die verärgerten, traditionellen Nutzer z.Bsp. auf die Idee kommen das erste OS ohne Namen MacOS 29 noname zu nennen, oder sich sonst einen doofen nicknamen ausdenken. (Letzteres gibt es zwar auch heute schon, aber eher selten)
+1
vta17.06.26 23:37
vta
Apple adds keylogger to iOS App Store for targeted advertising: tied to your account and unencrypted
https://www.osnews.com/story/145322/apple-adds-keylogger-to-ios-app-store-for-targeted-advertising-tied-to-your-account-and-unencrypted/

Gerade entdeckt aber ich habe leider keine Zeit nachzuforschen. Wenn jemand Zeit dazu hat, bitte Erkenntnisse posten.



Apple 'Records Every Tap' in App Store to Filter New Personalized Recommendations Feature
https://www.macrumors.com/2026/06/17/apple-records-every-tap-app-store-personal/

App Store Personalized Recommendations and Keylogging
https://mjtsai.com/blog/2026/06/12/app-store-personalized-recommendations-and-keylogging/#comments
-9
Calibrator18.06.26 09:34
Mir sind die Namen völlig egal. Hauptsache es läuft, stürzt nicht ab und hält sich an Datenschutzstandards.

Hat schonmal jemand versucht, per GEO-Block USA auszuschließen?
0
Sascha77
Sascha7718.06.26 09:47
Sie können die Namen ja gerne als emotionalen Zusatz behalten. Aber zur Orientierung sind die Jahreszahlen deutlich besser.
+1
Ritchey
Ritchey18.06.26 19:48
Ich sehe das Alles höchst optimistisch.
Wenn jetzt oberirdische Querungen als Grundlage der Namensgebung zum Zuge kommen, macOS Terence-Hill-Brücke in greifbarer Nähe!
0
Eventus
Eventus18.06.26 19:51
Ritchey
Ich sehe das Alles höchst optimistisch.
Wenn jetzt oberirdische Querungen als Grundlage der Namensgebung zum Zuge kommen, macOS Terence-Hill-Brücke in greifbarer Nähe!
Wie MetallSnake im ersten Kommentar erklärte, gehts wohl nicht um die Brücke, sondern die Meerenge. Demnächst also: macOS Hormuz
Live long and prosper! 🖖
+2
truth
truth19.06.26 06:02
thomas b.
Legoman
Vielleicht soll der Name ja auch dem auf alles goldene versessenen Trump schmeicheln.

Danach kommt dann vielleicht macOS 27 "Orange"
Das könnten die Niederländer falsch verstehen.
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aMacUser
aMacUser19.06.26 10:40
truth
thomas b.
Legoman
Vielleicht soll der Name ja auch dem auf alles goldene versessenen Trump schmeicheln.

Danach kommt dann vielleicht macOS 27 "Orange"
Das könnten die Niederländer falsch verstehen.
Wo wir wieder bei Ortsbezeichnungen (bzw. Region) wären
0

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