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Kurz: Neue RC-Builds für Sonoma- und Sequoia-Updates +++ UK will Social Media für Minderjährige verbieten

Bis macOS 26.6 und iOS 26.6 für alle Nutzer zur Verfügung stehen, werden noch ein paar Wochen verstreichen. Gerade erst hatte Apple die zweite Beta verteilt und den Testzyklus damit fortgesetzt. Mindestens zwei weitere Vorabversionen dürften gemäß des üblichen Ablaufs folgen, bevor die Updates dann bereit für den Alltagseinsatz sind. Allerdings lassen sich noch andere Aktualisierungen finden, an denen Apple gerade arbeitet.

Sowohl macOS Sonoma 14.8.8 als auch macOS Sequoia 15.7.8 tauchen nämlich für Entwickler auf. Diese sind bereits als Release Candidate markiert und könnten daher in unveränderter Form in der Software-Aktualisierung erscheinen. Das dachte man aber bereits bei den ersten RCs Ende Mai, nun nahm Apple aber offensichtlich weitere Änderungen vor, denn es handelt sich um die zweite RC. Die Buildnummern lauten 23J607 (14.8.8) und 24G809 (15.7.8). Sichtbare Neuerungen erhalten die Updates nicht, Apple widmet sich laut Beschreibung Sicherheitsverbesserungen und Bugfixes.


UK will Social Media für Minderjährige verbieten – Mindestalter wird 16
Die britische Regierung will sich beim geplanten Mindestalter von 16 Jahren für Social Media grundsätzlich am australischen Modell orientieren, geht in mehreren Punkten aber darüber hinaus. Erfasst werden Plattformen, deren Zweck im sozialen Austausch zwischen Nutzern liegt, die das Veröffentlichen eigener Inhalte ermöglichen und algorithmische Empfehlungen einsetzen. Nicht betroffen sind jedoch Messenger. Die Verantwortung soll nicht bei Kindern oder Eltern liegen, sondern bei den Plattformbetreibern. Wie genau die Altersprüfung auszusehen hat, ist bislang offen.

Das Maßnahmenpaket nimmt sich noch weiterer Aspekte an, die es beim Vorreiter Australien nicht gibt. Ist man jünger als 16, so dürfen entsprechende Nutzer keine Live-Streams durchführen und zudem keine Kontaktmöglichkeiten bieten – was übrigens auch für Spieleplattformen gilt. KI-Angebote geraten ebenfalls in den Blick, vor allem bei solchen Diensten, die als "romantischer Begleiter" fungieren. Damit reagiert Großbritannien nicht nur auf klassische soziale Netzwerke, sondern auf die zunehmende emotionale und sexuelle Ausrichtung mancher KI-Dienste.

Kommentare

Spacely16.06.26 12:40
In D bei der Umsetzung leider nicht entschlossen und konsequent genug. Zudem sollte man noch einiges mehr tun, um die Jugend wieder zurück ins physische Sozialleben zu bekommen.

P.S. vieles davon sollte auch den Erwachsenen genommen werden. Nur weil man Volljährig ist heißt es ja nicht das man Hirn hat. Ich hätte schon längst einiges der Neuzugänge in der letzten Zeit als gesellschaftsgefährdend verboten. Ist wie Rauchen und Alkohol - kann nie gut sein.
+3
TheHinterlander16.06.26 12:59
Zwei wichtige Punkte, welche der Author hier wegläßt(?):

1. Die Jugendbeschränkung wird die Identitätsprüfung ALLER Anwender notwendig machen. Starmer geht hier hart gegen das Recht auf Anonymität und freie Rede vor.

2. Scheinbar ist BlueSkye nicht betroffen. Interessant....
-4
Fenvarien
Fenvarien16.06.26 14:09
TheHinterlander Genau das will man vermeiden, hat aber noch keine Details genannt, wie sich eben nicht jeder erneut legitimieren muss.
Up the Villa!
+6
KISS16.06.26 14:48
Die Argumentation "Recht auf Anonymität und freie Rede" mündet leider viel zu oft darin, dass ein komplett rechtsfreier und enthemmter Raum entsteht. Bei einer Disco zeige ich am Eingang meinen Perso vor, trotzdem habe ich da noch keinen jungen Erwachsenen gehört, der sich deshalb in seinen Rechten auf Anonymität und freie Rede verletzt sieht. Auf einer Demo muss ich mich nicht zwangsweise ausweisen, aber bis zur Unkenntlichkeit vermummt darf ich dort nicht mitlaufen. Natürlich ist Datenschutz wichtig und ich wünsche mir keine Totelüberwachung im Netz. Aber das Internet muss auch kein rechtsfreier Raum sein, wo jeder anonym Kinder anquatschen, Hass verbreiten und Leute in einer Art beleidigen kann, die er sich in der Dofkneipe nie trauen würde.
+3
massi
massi16.06.26 14:54
Haben die "Jugendlichen" eigentlich alle keine Eltern?
-8
KISS16.06.26 14:55
Der deutsche ePerso kann bei Online‑Diensten statt persönlichen Details, Geburtsdatum etc. auch simpel bestätigen, dass du über 16 (oder über 18 etc.) bist.
Das ist technisch und rechtlich vorgesehen und wird durch das Personalausweisgesetz (PAuswG) sowie die Architektur des elektronischen Identitätsnachweises (eID) ermöglicht.

Das z.B. ein soziales Netzwerk alle paar Wochen durch einen Perso freigeschaltet werden muss, wäre keine dramatische Hürde. Etwas unbequem vielleicht. Aber wenn wir gesellschaftlich den Wunsch haben, wäre es ziemlich schnell lösbar.
+5
KISS16.06.26 14:59
massi
Haben die "Jugendlichen" eigentlich alle keine Eltern?
Das ist ein absoluter Irrglaube, dass Eltern ihre Kinder im Netz effektiv schützen können. Eltern müssen immer auch Freiraum zulassen. Mit dem gleichen Argument sind Eltern auch schuld, wenn die Tochter auf einer Party mit KO Tropfen betäubt wird. Sie können warnen, sie können ihr Kind manche Party verbieten. Aber außer einsperren und bewachen gibt es auch da keinen 100% Schutz... trotzdem sind wohl kaum alle Eltern verantwortungslos, die ihre Kinder auf eine Party lassen...
+10
Zacks
Zacks16.06.26 18:14
George Orwell lässt grüßen.

Würde mich nicht wundern wenn die Überwachung unter dem vorgeschobenen Vorwand auch hier kommt.

Anfang der 2000er waren es „Killerspiele“, danach „Terrorismus“ und heute „Jugendschutz“
Ware wa messiah nari!
-4
Legoman
Legoman16.06.26 18:24
massi
Haben die "Jugendlichen" eigentlich alle keine Eltern?
Niedliche Idee.
Meine Eltern hatten nie den Hauch einer Ahnung, was ich da so am Computer getrieben habe, weil sie selbst nicht den blassesten Schimmer von solcher Technik hatten. Was meine Tochter für Apps und Medien nutzt, war mir schon schleierhaft, als sie noch minderjährig war.
Totale Überwachung der eigenen Kinder? Untauglicher Versuch.
Meine Tochter hat mir jetzt gestanden, dass sie mit 12 und erstem Internetrechner die Microsoft-Freigaben einfach so lange mit Schwachsinn bombardiert hatte, bis ich auf den Käse keine Lust mehr hatte und mich für aufklärende Gespräche und Vertrauen entschieden habe. Funktioniert deutlich besser - aber man muss auch das natürlich wollen.

Meine Kollegin erzieht ihre Kinder absolut zuckerfrei. Habe ihr versprochen, dass ihr Erstgeborener beim ersten unbegleiteten Kindergeburtstag soviel Süßkram in sich reinstopfen wird, bis er kotzt - und dann trotzdem weitermacht.

Vertrauen und ein gesunder Mittelweg helfen.
+2
KISS16.06.26 19:04
Zacks
George Orwell lässt grüßen.

Zutrittskontrolle und Altersprüfung sind nicht das gleiche wie Überwachung.
Elektronische Alterskontrolle am Zigarettenautomaten, händische Alterskontrolle beim Alkoholkauf im Supermarkt, Führerscheinkontrolle für den Mietwagen, Alterskontrolle für ü18 Filme im Kino, Registrierung der Drohne, Legitimation wer mein Kind von der Krippe abholen darf, Hausrecht damit nicht irgendwer auf dem Schulhof Kinder anquatscht - offline oder bei Kontakt mit der physischen Welt ist es ganz selbstverständlich, dass Kontrollen stattfinden. Es gibt wirklich keinen guten Grund, warum Kinder im Internet schutzlos sein sollen. Dort müssen sie genau so vor ungeeigneten Medien/Produkten und Erwachsenen geschützt werden, die sich ihnen unangemessen nähern.

Um mal ein Beispiel zu nennen:"Sadistischer 16-Jähriger zwingt Kinder, sich selbst zu verletzen
Unvorstellbares ereignet sich in vermeintlich harmlosen Online-Spielen. [...] Eine gefährliche Gruppe zwingt Kinder zwischen 9 und 17 Jahren zu kompromittierenden Fotos und Selbstverstümmelung."

In der realen Welt kann ich einigermaßen kontrollieren, mit wem sich mein Kind trifft, wenn auch nicht jede Minute am Tag. Am Handy sind die Kinder dem Druck 24/7 ausgesetzt und einige Erwachsene schleichen sich gezielt in Kinder-Spiele im Netz... in der Spielgruppe hier im Ort kann natürlich auch was passieren, aber auch da darf natürlich kein Fremder in der Gruppe sein, der gar kein eigenes Kind dabei hat.

Und ich wiederhole es noch mal: Zutrittskontrolle und Altersprüfung sind nicht das gleiche wie Überwachung.
+4
massi
massi16.06.26 19:10
Niedliche Idee.
Wenn ich sehe, wieviele Eltern ihre Kinder mit dem Handy ruhig stellen, damit sie ihre Ruhe haben, dann finde ich die Idee eigentlich gar nicht so niedlich.
Natürlich gibt es keine volle Kontrolle, aber man hat da manchmal das Gefühl, dass da gar nix kontrolliert wird.
+2
KISS16.06.26 19:19
massi
Haben die "Jugendlichen" eigentlich alle keine Eltern?
massi
Wenn ich sehe, wieviele Eltern ... aber man hat da manchmal das Gefühl, dass da gar nix kontrolliert wird.

In deinem ersten Post klingt es ja noch so, als seien die gesetzlichen Regeln quatsch, weil (zumindest in den meisten Fällen) die Eltern das ja erledigen. Jetzt klingt es so, als wären da reihenweise Eltern nicht in der Lage oder nicht willens das zu kontrollieren.

Verdienen nicht auf Kinder mit unfähigen oder überarbeiteten Eltern, dass sie online wie offline eine gewisse Grundsicherheit erleben dürfen?
+4
Zacks
Zacks16.06.26 19:22
➞massi
Jo, das ist eher der Punkt.
Hab Internet seit ich 14 bin und es gab auch damals schon echt komische und gruselige Leute.

Kinder sind nicht dumm und lernen schnell wie man eventuelle Sperren umgeht.
Als nächstes wird dann sicher ein VPN Verbot in den Raum geworfen, mal davon abgesehen das es ja schon Leaks bei dem Digital ID Bullshit gab und der Staat wird sicher fein raus sein was die Haftung in solchen Fällen angeht.

Man sollte wohl eher einen Elternführerschein einführen
Ware wa messiah nari!
-1
KISS16.06.26 20:26
Ja, einige Kinder werden die Sperren umgehen. Ist der ePerso perfekt? Vermutlich nicht. Aber wenn man verschiedene Puzzleteile kombiniert, ist der Schutz oft besser, als wenn man nur eine einzige Strategie hat.
Man könnte sagen, die Leute sollen in der Fahrschule einfach gut ausgebildet werden. Aber wir haben weniger Verkehrstote, wenn es Airbags (auch Fußgänngerairbags), Anschnallpflicht, Totewikelassistenten und verbindliche Hauptuntersuchungen für die Fahrzeuge gibt. Da wirken freiwillig eingebaute Systeme, verpflichtende Systeme und eine gute Ausbildung zusammen. Und das entwickelt sich weiter. Der nächste Schritt ist dann der verbindliche Abbiegeassistent für LKW im Stadtverkehr... und das erhöht die Sicherheit, auch wenn manche LKW-Fahrer ihre Lenkzeiten manipulieren.
Warum glaubt ihr, bei der Sicherheit im Internet reicht es dann, wenn Eltern und Kinder aufpassen? Auch da gefährden einen andere Verkehrs- äh Netzteilnehmer und technische Lösungen können ihren Teil dazu beitragen, dass weniger Kinder im Netz zu Opfern werden.
+2
Fontelster
Fontelster17.06.26 01:16
Zacks
Anfang der 2000er waren es „Killerspiele“, danach „Terrorismus“ und heute „Jugendschutz“
Schon faszinierend, wie manche Menschen reflexartig finstere Machenschaften und unlautere Motive unterstellen. Pawlow lässt grüßen.
+2
Legoman
Legoman17.06.26 08:46
massi
Niedliche Idee.
Wenn ich sehe, wieviele Eltern ihre Kinder mit dem Handy ruhig stellen, damit sie ihre Ruhe haben, dann finde ich die Idee eigentlich gar nicht so niedlich.
Irgendwie widersprichst du jetzt deiner vorherigen Aussage. Oder es kommt mir nur so vor.
Denn genau da ist der Punkt: Ja, diese Kinder und Jugendlichen haben Eltern. Nein, diese taugen leider als Schutz vor gefährlichen Inhalten viel zu häufig wenig bis gar nicht.
+1
massi
massi17.06.26 09:18
Irgendwie widersprichst du jetzt deiner vorherigen Aussage.
Nur bedingt, was ich damit ausdrücken wollte, dass man eher dafür sorgen sollte, Eltern digitale Kompetenz zu vermitteln, als schon wieder nach einem Gesetz zu schreien.
+1
KISS17.06.26 11:35
Wie würde man denn dafür sorgen? Gesetze und die Eltern zwingen an den Schulungen teilzunehmen? Aber ein neues Gesetz willst du ja nicht...

Wir haben Drogenaufklärungsprogramme und trotzdem bekämpfen wir den illegalen Drogenhandel. Im Sport machen wir Prävention vor Verletzungen und trotzdem stehen beim Turnier Sanitäter am Spielfeldrand. Auf Zigarettenpackungen sind Schockbilder zur Abschrekung und Aufklärung drauf und trotzdem wird selbstverständlich das Alter der Käufer kontrolliert. Versuch mal als 8 Jähriger im Kino in einen Gewaltfilm zu gehen. Kindern bringen wir bei nicht mit fremden mitzugehen und trotzdem kontrolliert unsere Kita, wer da zu Tür reinkommt. All das ist gesetzlich geregelt.

Dennoch, überall dort reicht es nicht, wenn man die Eltern aufklärt. Nur im Internet, wo auch all diese Gefahren lauern, da ist dann Aufklärung das Allheilmittel? Warum funktioniert das im Internet und in der realen Welt nicht? Warum glaubst du, dass sich Kinder an ihrem Smartphone "schlauer" verhalten, als in der realen Welt? Sind die Gefahren hier nicht sogar größer, wenn sich ein Erwachsener über Wochen und Monate das Vertrauen der Kinder erschleichen kann statt ein Kind in einem relativ kurzen Zeitraum am Spielplatz anzusprechen?
+1
Zacks
Zacks18.06.26 07:30
➞Fontelster


Soviel dazu, ne?
Ware wa messiah nari!
+1
Legoman
Legoman18.06.26 10:01
massi
Eltern digitale Kompetenz zu vermitteln
Die Informationen sind da und für jeden frei zugänglich. Daran liegt es nun wirklich nicht.
Ein Blick in die Kommentarspalten bei Facebook und du wirst erkennen, dass die Vermittlung von Kompetenzen hart auf Unwillen, Unvermögen, Besserwisserei und populistische Agitation trifft.
Sehr gut konnte man das z.B. bei der Debatte zu Rauchverbot in Anwesenheit von Kindern (im Auto) beobachten. Die Vernunft hat leider keine Chance gegen laut schreiende Blödheit.
+1

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