OpenAI-Ausbruch umfangreicher als gedacht – weitere Dienste betroffen


Vor einer Woche wurde bekannt, dass ein von OpenAI aufgesetztes experimentelles KI-Modell aus der Testumgebung ausbrechen konnte, um zur Bewältigung der gestellten Aufgabe die KI-Plattform Hugging Face
zweckzuentfremden. Während der Aufarbeitung des Vorfalls stellte OpenAI nun fest, dass es nicht bei dem einen Einbruch blieb: Vier weitere Web-Portale wurden kompromittiert, wenngleich in deutlich geringerem Maße.
OpenAI veröffentlichte nun weitere Details zu dem Vorfall, indem der bestehende
Blog-Beitrag um einen Passus erweitert wurde. Demnach war die Testumgebung weitestgehend vom Internet abgekoppelt. Die KI erhielt lediglich Zugang zu Software-Paketen, und selbst das nur über einen Umweg des Cache-Proxys Artifactory. In diesem konnte die KI einen bisher unbekannten Programmierfehler entdecken, um darüber einen ungehinderten Zugang ins Netz zu ergattern.
Zugangsdaten erschnüffeltÜber den so freigelegten Internetzugriff konnte das experimentelle LLM die Anmeldedaten von vier Nutzerkonten von vier unterschiedlichen Diensten aufspüren. Eins dieser Konten wurde als Relay für ausgehende Verbindungen genutzt, ein weiteres Konto diente der Datenspeicherung. Auf die beiden übrigen Konten griffen die Modelle nur im Lesezugriff zu. Man habe die Betreiber der Dienste des Weiteren direkt benachrichtigt und keine Hinweise auf weiterreichende Auswirkungen festgestellt.
Wilder Wechsel zwischen Web-DienstenDie Modelle hätten darüber hinaus eine Reihe öffentlich zugänglicher Dienste genutzt, so OpenAI. Darunter befanden sich Code-Paste-Websites, Web-Request-Erfassungsdienste, Screenshot- und andere Web-Tools. Dies gelang ohne Kompromittierung von Nutzerkonten.
Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, Risiken, die von zunehmend leistungsfähigen KI-Systemen ausgehen, zu erkennen und uns darauf vorzubereiten. Sobald wir unsere Überprüfung abgeschlossen haben, werden wir die Ergebnisse im Rahmen unseres Preparedness Framework mit dem Safety and Security Committee und der Safety Advisory Group besprechen.
OpenAI betonte erneut, dass der Ausbruch in keinem Zusammenhang mit den Modellvarianten stehe, welche demnächst veröffentlicht werden. Alle Sicherheitslücken, welche während des erfolgreichen Ausbruchs genutzt wurden, habe man an die jeweiligen Diensteanbieter gemeldet.