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Kurz: Liquid Glass und Bugs verschlechtern Nutzung durch Sehbehinderte +++ Meta scheitert mit VR-Vorzeigeprojekt

Menschen, deren Seh- oder Hörvermögen eingeschränkt ist, finden in den Bedienungshilfen auf dem iPhone, Mac und anderen Apple-Geräten oftmals nützliche Einstellungen. Das Unternehmen gilt gemeinhin durchaus als vorbildlich, was den barrierefreien Zugang zu den hauseigenen Betriebssystemen betrifft. AppleVis nimmt alljährlich eine Bewertung von Apples Bemühungen in diesem Bereich vor, welche die Ergebnisse einer Umfrage unter Betroffenen bündelt. Die Benotung erfolgt anhand einer fünfstelligen Punkteskala: 5 Punkte sind die Bestnote. Auffällig ist, dass die Gesamtwertung für 2025 um 0,2 Punkte im Vergleich zum Vorjahr zurückging und nun bei 3,7 liegt.

Nutzer der VoiceOver- und Braille-Funktionen beklagen wiederkehrende Bugs. Bei sehbehinderten Anwendern stößt zudem Apples Neugestaltung der Benutzeroberfläche auf wenig Gegenliebe: Liquid Glass habe die Nutzererfahrung für viele „erheblich beeinträchtigt“. Die meisten Teilnehmer erkennen Apples Bemühungen in puncto Barrierefreiheit durchaus an, allerdings habe der Konzern in den vergangenen Jahren Federn lassen – vor allem, was die Softwarequalität anbelangt.


„Horizon Worlds“: VR-Version wird bald eingestampft
In Horizon Worlds treffen sich Nutzer miteinander und können virtuelle Welten erstellen. Meta zieht der VR-Version der Metaverse-Plattform aber bald den Stecker: Ab dem 15. Juni lässt sich Horizon Worlds nicht mehr über die Meta Quest betreten. Eine Variante für mobile Endgeräte wie Smartphones bleibt bestehen. Wer eine Meta Quest sein Eigen nennt und erstmals einen Abstecher in die virtuellen Welten wagen möchte, hat noch weniger Zeit: Die App soll bereits Ende März aus dem Store verschwinden.

Völlig überraschend kommt dieser Schritt nicht: Bereits Anfang des Jahres schloss Meta viele VR-Studios und erklärte, sich mit Horizon Worlds übernommen zu haben. Der Konzern scheint zudem einige Umstrukturierungen vornehmen zu wollen, da sich die enormen Investitionen in KI bislang nicht bezahlt machen (siehe hier).

Kommentare

Don Gomez
Don Gomez19.03.26 13:47
Quasi ein second Second Life.
... darauf einen Dujardin!
+1
*web*wusel*19.03.26 13:54
Dem kann ich als VoiceOver Nutzer leider nur zustimmen. Es kommen geniale Features wie der Einhand BrailleModus dazu oder die kopierte Sprachausgabe. Dafür kann ich seit Jahren in iMessage nach dem Schreiben einer Nachricht diese nicht übersetzen, weil diese Funktion für blinde im Rotor einfach komplett fehlt. Der Audioschalter an HDMI senden ist auch schon 3 Jahre defekt. Es ist einfach nur schade!
+5
Metty
Metty19.03.26 14:27
Ich gebe von Zeit zu Zeit Schulungen wie man Dokumente barrierefrei erstellen kann (Web, PDF, etc). Während der Kurse nutze ich VoiceOver und, unter Windows, den kostenfreien Screenreader NVDA. Ich bin also nur VoiceOver Gelegenheitsnutzer. Aber selbst mir fällt auf, dass verschiedene VoiceOver Funktionen von Systemversion zu Systemversion eher schlecher als besser werden, während die Open Source Lösung NVDA immer besser wird.
Früher konnte ich blinden und sehbehinderten Personen bedenkenlos den Mac empfehlen. Mittlerweile habe ich immer mehr Probleme damit.
Es ist dringend an der Zeit, dass Apple externen Anbietern erlaubt eigene Screen Reader zu installieren.
+4
MLOS19.03.26 15:10
*web*wusel*
Dem kann ich als VoiceOver Nutzer leider nur zustimmen. Es kommen geniale Features wie der Einhand BrailleModus dazu oder die kopierte Sprachausgabe. Dafür kann ich seit Jahren in iMessage nach dem Schreiben einer Nachricht diese nicht übersetzen, weil diese Funktion für blinde im Rotor einfach komplett fehlt. Der Audioschalter an HDMI senden ist auch schon 3 Jahre defekt. Es ist einfach nur schade!

Das muss an einer Konfiguration/Modell/etc liegen, ich habe Übersetzen in iMessage als Custom Action im Rotor (iOS 26.3.1)
Aber dennoch: wie für alle Nutzer an allen Ecken leidet die Qualität uch für VoiceOver-Nutzer. Apples Software ist relativ unzuverlässig ud instabil geworden.
0
MLOS19.03.26 15:14
Metty

Du kannst Screenreader von Drittanbietern installieren, Apple hindert dich nicht daran und bietet Schnittstellen für assistive Technologien an.
Die Schnittstellen sind aber schlecht oder gar nicht dokumentiert und im Kern kaputt (z.B. keine echte funktionsfähige Asynchronität).
Apple selbst scheint eigene Abstraktionen / private APIs zu nutzen, die gar nicht dokumentiert sind und offiziell von Apps nicht genutzt werden dürfen.
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