Google Maps mit vielen Neuerungen


Google macht es ziemlich schwer, sich gegen gefälschte Rezensionen zu wehren – unter anderem, wenn ein Konkurrent gerne die Note des anderen nach unten ziehen will. Es hat sich deswegen ein lukrativer Markt für Anwälte entwickelt, welche "Reputations-Management" anbieten, denn Google stellt sich ansonsten bei Beschwerden sehr oft taub. Eine neue
Funktion in Google Maps dürfte die Situation nicht gerade verbessern, denn fortan sollen auch anonyme Rezensionen erlaubt sein.
Google-Account ja, Name neinAnstatt des Nutzernamens lassen sich beliebige andere Pseudonyme einsetzen – was es umso schwerer machen könnte, echte Bewertungen von solchen zu unterscheiden, die gar nicht von echten Kunden stammen. Zwar betont das Unternehmen, dass Google-Accounts in Zukunft Pflicht bleiben und man Maßnahmen zur Erkennung von Spam einsetzt, doch das greift natürlich nicht bei den genannten Einzel-Reviews. Der Ankündigung zufolge kommen anonyme Bewertungen samt einiger weiterer Features "in diesem Monat".
Gemini gibt Tipps zum ZielortDas Unternehmen hatte für Google Maps jedoch noch mehr vorzustellen. So will man den hauseigenen KI-Assistenten Gemini dazu einsetzen, Nutzer mit relevanten Informationen zum Zielort zu versorgen. "Know before you go"-Tipps liefern beispielsweise Hinweise zu Reservierungen, dem Speiseangebot eines Restaurants oder sonstige nützliche Hilfestellungen wie Dresscode und Parksituation. Die Fülle an Rezensionen dürfte Gemini wohl in den meisten Fällen mit ausreichend Material versorgen.
"What's trending" – und Infos zu LadestationenMaps verweist außerdem darauf, was sich in einem Gebiet gerade so tut, also unter anderem, ob es neu eröffnete Shops oder Bars gibt. Um sich einen genaueren Überblick verschaffen zu können, soll zudem einfacherer Zugriff auf kuratierte Listen von Viator, Lonely Planet oder OpenTable möglich sein. Für Fahrer von Elektroautos dürfte sich zudem die neue Anzeige von Ladestationen als praktisch erweisen, welche nicht nur die Echtzeitbelegung, sondern auch eine Auslastungsprognose beinhaltet. Google Auto, das Pendant zu CarPlay, verfügt natürlich gleichermaßen über die beschriebene Darstellung.