Gericht spricht Apple der Preisabsprache bei eBooks schuldig

Das Urteil der Richterin Denise Cote in Manhatten stellt eine herbe gerichtliche Niederlage für Apple dar. Das US-Justizministerium und verschiedene Bundesstaaten hatten das Unternehmen und die fünf größten US-amerikanischen Buchverlage der Preisabsprache und damit des Kartells beschuldigt. Die Verlage gingen allesamt nach und nach Vergleiche ein, lediglich Apple weigerte sich, wurde angeklagt und nun schuldig gesprochen.

Bei der Angelegenheit geht es um den Vorwurf, Apple, Hachette SA, HarperCollins, Macmillan, Penguin und Simon & Schuster hätten beim Markteintritt Apples im eBook-Sektor 2011 zum Nachteil der Verbraucher überhöhte Preise für digitale Bücher durchgesetzt, um die Niedrigpreise von eBooks für Amazons Kindle zu beenden. Der umstrittene Teil der Vereinbarung zwischen Apple und den Verlagen besteht in der Preisbestimmung durch die Verlage, nicht durch die Händler - ähnlich der deutschen Buchpreisbindung. Außerdem gab es die Klausel, dass kein anderer Händler die Bücher billiger bekommen könnte als Apple. Das beendete Amazons Niedrigpreispolitik.

Diese Vereinbarungen wurden inzwischen abgeschafft, alle Verlage gingen Vergleiche mit den Behörden ein. Der Schuldspruch für Apple wird juristische Folgen haben: Ein Schadensersatzprozess ist bereits angekündigt.

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Kommentare

o.wunder
o.wunder10.07.13 16:05
Gute Entscheidung.
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Tiger
Tiger10.07.13 16:12
Sehe ich genauso.
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ExMacRabbitPro10.07.13 16:12
Preisabsprachen sind hoch kriminell und gehören ordentlich bestraft!
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elBohu
elBohu10.07.13 16:17
Und wieder die Frage: was hat der geprellte Verbraucher davon??
Klar, Verbrechen gehört bestraft, aber ich fürchte viele Strafen bezahlen die Firmen aus der Portokasse...
Die Wirtschaft hat viel zu viel Macht, der Verbraucher ist der gelackmeierte und muss sehen wo er bleibt, das gepaart mit abnehmender Qualität der Schulbildung fürht uns immer weiter in das Dilemma.
Im Mittelalter hatten wir das auch schone so: Wenige teils gebildete Reiche, die das Sagen hatten und viele dumme, arme Schweine, die froh sein konnten leben zu dürfen. Dazwischen nichts.
wyrd bið ful aræd
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ExMacRabbitPro10.07.13 16:58
elBohu
Und wieder die Frage: was hat der geprellte Verbraucher davon??
Klar, Verbrechen gehört bestraft, aber ich fürchte viele Strafen bezahlen die Firmen aus der Portokasse...
Die Wirtschaft hat viel zu viel Macht, der Verbraucher ist der gelackmeierte und muss sehen wo er bleibt, das gepaart mit abnehmender Qualität der Schulbildung fürht uns immer weiter in das Dilemma.
Im Mittelalter hatten wir das auch schone so: Wenige teils gebildete Reiche, die das Sagen hatten und viele dumme, arme Schweine, die froh sein konnten leben zu dürfen. Dazwischen nichts.

Ja so ist das nunmal. Eine Firma hat gegen Gesetze verstoßen und wird vom Staat verurteilt Strafe zu zahlen. Das Geld sackt natürlich der Staat ein - er hat ja auch den Prozess geführt. Wenn Du dich als Kunde durch den selben Tatbestand von dem Umternehmen betrogen fühlst, bleibt dir der Weg sebst vor Gericht zu ziehen. Das ist für einen einzelnen oft wegen des zu geringen Streitwerts unrentabel.
Aber genau deshalb gibt es ja die Sammelklagen, bei denen sich viele Geschädigte zusammentun um gemeinsam eine Wiedergutmachung zu erstreiten.
Das kommt in den USA ja auch recht häuft vor. Jedenfalls häufiger wie bei uns - der deutsche Michel duckt sich lieber.
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bluejayde67
bluejayde6710.07.13 17:07
ExMacRabbitPro
Es gibt im deutschen Recht Sammelklagen? Seit wann?
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ExMacRabbitPro10.07.13 17:14
bluejayde67
ExMacRabbitPro
Es gibt im deutschen Recht Sammelklagen? Seit wann?

ich bin kein Jurist.
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MikeMuc10.07.13 17:40
ExMacRabbitPro
bluejayde67
ExMacRabbitPro
Es gibt im deutschen Recht Sammelklagen? Seit wann?

ich bin kein Jurist.

Ich auch nicht aber das weiß ich trotzdem das es hier in Deutschland keine gibt. Ist hier auch schon öfters mal geschrieben worden.
Es gibt hier maximal "Nebenkläger" die sich einer Klage anschließen können. Ist aber wirklich nicht vergleichbar mit den "Sammelklagen" in USA.
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Michael Fuchs10.07.13 18:33
ExMacRabbitPro
der deutsche Michel duckt sich lieber.

Die Bußgelder sind so witzig, dass der besagte Michel aus dem lachen nicht mehr rauskommt.

Da bietet die heimische und internationale Bühne einfach zu viele unglaublich talentierte Komiker
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Grolox10.07.13 18:33
Hier von einem Verbrechen oder irgend einer Straftat zu
sprechen ist ja wohl ein Witz.
Amazon hat die Buchpreise in den Keller getrieben so das
Autoren kaum noch Geld für ihre Arbeit bekamen.
Rowlings wurde in England mit ihren Büchern zur
Milliardärin...in den Staaten müsste sie Stütze beantragen ,
hauptsache bei Amazon ist die Kasse voll.
Das hat Apple ordentlich und mit fairen Mitteln verhindert.
Jeder konnte wieder ein Stück vom Kuchen bekommen.
Jetzt muss Apple strafe zahlen , das bringt nur Geld in die
Staatskasse aber nicht zu den Leuten die die Bücher
schreiben.
Die haben mit dem Applemodell bessere Möglichkeiten
Geld zu verdienen.
Jetzt setzt Amazon wieder die Preise fest , dadurch wird
das Buch zwar billiger aber bald auch merklich dünner.

Wer will den noch Bücher schreiben wenn nur der Händler
Geld damit verdient.
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Grolox10.07.13 18:39
o.wunder ...so ein Quatsch...wie immer.
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ExMacRabbitPro10.07.13 18:51
Grolox
Hier von einem Verbrechen oder irgend einer Straftat zu
sprechen ist ja wohl ein Witz.
Amazon hat die Buchpreise in den Keller getrieben so das
Autoren kaum noch Geld für ihre Arbeit bekamen.
Rowlings wurde in England mit ihren Büchern zur
Milliardärin...in den Staaten müsste sie Stütze beantragen ,
hauptsache bei Amazon ist die Kasse voll.
Das hat Apple ordentlich und mit fairen Mitteln verhindert.
Jeder konnte wieder ein Stück vom Kuchen bekommen.
Jetzt muss Apple strafe zahlen , das bringt nur Geld in die
Staatskasse aber nicht zu den Leuten die die Bücher
schreiben.
Die haben mit dem Applemodell bessere Möglichkeiten
Geld zu verdienen.
Jetzt setzt Amazon wieder die Preise fest , dadurch wird
das Buch zwar billiger aber bald auch merklich dünner.

Wer will den noch Bücher schreiben wenn nur der Händler
Geld damit verdient.

"Außerdem gab es die Klausel, dass kein anderer Händler die Bücher billiger bekommen könnte als Apple."

Klar, alles zum Wohle der Autoren..... Wer macht dann den Preis? Apple. Aber klar, alles zum Wohle der Autoren.... und die Erde ist eine Scheibe, ich weiss.
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iMäck
iMäck10.07.13 18:55
Grolox
Hier von einem Verbrechen oder irgend einer Straftat zu
sprechen ist ja wohl ein Witz.
Amazon hat die Buchpreise in den Keller getrieben so das
Autoren kaum noch Geld für ihre Arbeit bekamen
.

Interessant

Ich bitte dich...hast du etwa rumgeheuelt als Apple den Musikverlagen
die Preise vor diktiert hat??

KEINER hat die Buchverlage gezwungen!
Wenn die zu dumm sind (bzw. waren) einen eigenen Online Store zu betreiben (also
alle Buchverleger zusammen) pech!
die haben doch gesehen was Apple mit der Musikindustrie gemacht hat.

Warum hatte wohl Apple denn so schwierige Verhandlungen gehabt mit der Filmindustrie...
die wollten sich nicht "itunisieren" lassen!

Der Zuhälter der Musikindustrie ist Apple
Der Zuhälter der Buchindustrie ist Amazon


so what???

Weil es Apple diesmal nicht ist...ist es nicht ok?! peinliche einstellung
Grolox
Das hat Apple ordentlich und mit fairen Mitteln verhindert.

Preise für ein Produkt aushandeln und gleichzeitig in EINEM VERTRAG
festschreiben das die Konkurrenz es NICHT Günstiger verkaufen darf...

Das ist dann keiner FREIER MARKT mehr!

Welcher Mensch ist geistig so behindert und glaubt das so etwas rechtens ist??
(kleiner Tip: einfach mal Selbstständige nach ihrer Meinung zu so was fragen)

PS: Du bist lächerlich und hast von wirtschaftlichen Vorgängen absolut keine Ahnung
Und jetzt ab in den nächsten Apple Store und konsumier mal schön
0
mbh
mbh10.07.13 19:05
Grolox
Hier von einem Verbrechen oder irgend einer Straftat zu
sprechen ist ja wohl ein Witz.
Amazon hat die Buchpreise in den Keller getrieben so das
Autoren kaum noch Geld für ihre Arbeit bekamen.
Rowlings wurde in England mit ihren Büchern zur
Milliardärin...in den Staaten müsste sie Stütze beantragen ,
hauptsache bei Amazon ist die Kasse voll.
Das hat Apple ordentlich und mit fairen Mitteln verhindert.
Jeder konnte wieder ein Stück vom Kuchen bekommen.
Jetzt muss Apple strafe zahlen , das bringt nur Geld in die
Staatskasse aber nicht zu den Leuten die die Bücher
schreiben.
Die haben mit dem Applemodell bessere Möglichkeiten
Geld zu verdienen.
Jetzt setzt Amazon wieder die Preise fest , dadurch wird
das Buch zwar billiger aber bald auch merklich dünner.

Wer will den noch Bücher schreiben wenn nur der Händler
Geld damit verdient.

Interessante Sichtweise.
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Grolox10.07.13 21:29
iMäck...so ein Stuss
Das ist dann keiner FREIER MARKT mehr!...???????


es gab noch nie einen freien Markt..mensch.
Amazon hat allen die Preise diktiert ..hat den Buchläden in
America das Wasser abgegraben.
Durch Apple und seine Politik ist wenigstens was an die Autoren
zurückgeflossen....ein bisschen wenigstens.
Ein Buchladen nach dem anderen hat in den Staaten zu gemacht..
warum...weil Amazon Dumpingpreise gemacht hat...unter EK
verkauft um den Markt zu übernehmen.
Wenn das wer gut heißen kann..ok...dann kann ich auch nichts
mehr machen.
Apple hat lediglich die Preise stabilisiert...aber einige wollen halt
alles geschenkt haben da kam Amazon genau richtig.

Kann einfach nicht verstehen wie Blind manche menschen sind.

Das die Konkurenz in Deutschland durch die Buchpreisbindung
überhaupt noch am leben ist ...ist nur wegen der Preisbindung ,
sonst hätte irgend ein großer schon längst die kleinen dicht gemacht.

ach ......iMäck
...ich bin selbstständig...du Knallbob
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iMäck
iMäck11.07.13 01:03
Grolox
Das ist dann keiner FREIER MARKT mehr!...???????

Da hast du recht!
wenn ich mit einer Firma Preise über ein Produkt aushandle
und gleichzeitig mit der Firma im Vertrag festsetze das mein Konkurrent, der das selbe Produkt bezieht, nicht günstiger verkaufen darf als ich
damit setze ich de facto meiner Konkurrenz den Verkaufspreis indirekt fest!

Schön das du verstanden hast das dies illegal ist! had du brav gemacht klene
Grolox
Amazon hat allen die Preise diktiert ..hat den Buchläden in
America das Wasser abgegraben.

Ach ja...was hat denn Thalia mit den kleinen Buchläden gemacht...
einfach mal googeln
Grolox
Durch Apple und seine Politik ist wenigstens was an die Autoren
zurückgeflossen....ein bisschen wenigstens.
Ein Buchladen nach dem anderen hat in den Staaten zu gemacht..
warum...weil Amazon Dumpingpreise gemacht hat...unter EK
verkauft um den Markt zu übernehmen
.

Was willst du machen Mr. Grolox....a la Diktatur verbieten das unter EK verkauft wird
Damit solltest du gleich an die Harvard Business School gehen,
der Nobelpreis ist dir sicher

Willkommen in der Marktwirtschaft!

Die großen Discounter haben die Tante Emma Läden platt gemacht

Die großen Bauernhöfe die kleinen höfe

Die großen Airlines die kleinen Airlines

Die große Automobilindustrie die Kutschenindustrie
Das die Konkurenz in Deutschland durch die Buchpreisbindung
überhaupt noch am leben ist ...ist nur wegen der Preisbindung ,
sonst hätte irgend ein großer schon längst die kleinen dicht gemacht.

Über die Buchpreisbindung lässt sich streiten VOR ALLEM im Jahr 2013.
Denn sie ist der Grund warum sich Menschen keine Ebooks kaufen wegen 1 Euro
ersparnis.

Und ich möchte mal behaupten das nächste GROßE Ding im Internet
wird illegal heruntergeladen Bücher sein! Falls es nicht schon so ist.

Protektionismus funktioniert nicht auf Dauer so gut.
Höchstens um ein Wirtschaftszweig die Möglichkeit zu geben sich auf die
Zukunft einzustellen.
Die Verleger sollten sich mal gedanken machen ob sie weiterhin so ein schund
wie "Feuchtgebiete" drucken können in der Zukunft

Mein Fazit:
Wir haben zuviele Bauernhöfe...zuviele Verleger...zuviele....

PS:
Die Zukunft für talentierte Schriftsteller wird sein ihre Werke über Amazon/Apple selbst zu
vertreiben.
Wer weiß schon ob wir in 20 Jahren von den Verleger reden werden,
wie jetzt über irgendwelche Kutschen-Hersteller
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iGhost11.07.13 07:04
Ob Bücher von einem Händler unter Wert verkauft werden, ist dem Einkommen eines Autors wurscht (in D). Der "normale" Autor verhandelt vor der Herausgabe seines Buches mit dem Verlag die Konditionen. Viele Bücher kommen aber über eine Erstauflage sowieso nicht hinaus. Die Reste wandern dann in die Ramschkiste. Interessant wird es für Autoren erst ab der Zweitauflage, oder wenn das Buch lizenziert wird, z. B. von einem Taschenbuchverlag oder einem ausländischen Verlag. Dann erst gibt es wieder Geld. Die Erstauflage ist normalerweise Teil des ausgehandelten Deals mit dem Verlag und bringt eigentlich nur ein Fixum, das bei Kleinautoren nicht für's Autorenleben reicht. Alle Autoren die ich kenne müssen irgendwie zusehen, wie sie überleben. Und das sind nicht alles unbekannte Autoren. Gut geht's tatsächlich nur den Bestsellerautoren, wo die Auflage hoch ist und das Lizenzgeschäft klappt.
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iGhost11.07.13 07:12
Verlage wird es immer geben. Es wird immer Autoren geben, die keinen Bock haben, sich um die Gestaltung und die Vermarktung ihres Werkes zu kümmern. Verlage kümmern sich um's Lektorieren (muss nicht sein), um Lesungen (für die es übrigens auch Geld gibt), die Werbung, den Verkauf ins Ausland und alle möglichen anderen Kram.
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Thunderbolt11.07.13 08:25
iMäck

Amazon macht es ja genau so. Ein Produkt dass im Amazon Marketplace verkauft wird, darf der Händler nirgendwo anders billiger anbieten. Nur das sich iMäck darüber nicht aufregt. Komisch.

Auszug aus den Teilnamebedinungen am Amazon Marketplace
1.1 Preiskonditionen. Sie stellen Folgendes sicher: Der Gesamtpreis (gemäß der Definition in Abschnitt 1.4.) jedes Artikels, den Sie auf der oder über die Website anbieten oder verkaufen, ist nicht höher als der niedrigste Gesamtpreis für diesen Artikel, den Sie in einem oder über einen nicht-physischen Vertriebsweg anbieten oder verkaufen. Für Artikel, die nicht von Amazon im Rahmen von Fullfilment by Amazon ausgeliefert werden, darf die Einzelpreiskomponente des Gesamtpreises auf der Seite nicht höher als die Einzelpreiskomponente des niedrigsten Gesamtpreises für diesen Artikel sein, den Sie in einem oder über einen nicht-physischen Vertriebsweg anbieten oder verkaufen.
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