Die jährliche Spekulation: Wie könnte macOS 27 heißen?


Mac OS X 10.0 trug die interne Bezeichnung Cheetah, bei Mac OS X 10.1 war es als nächste Großkatze dann der Puma. Allerdings wussten davon nur Nutzer, die sich etwas mehr für die Hintergründe interessierten. Apple erkannte aber rasch, wie zugkräftig es war, nicht nur Versionsnummern zu nennen, sondern derlei sprechende Namen zu verwenden. Mac OS X 10.2 Jaguar stellte im Sommer 2002 daher das erste System dar, bei dem die Katze im Vordergrund der Marketingaktivitäten stand. Es sollten noch Panther, Tiger, Leopard, Snow Leopard, Lion und Mountain Lion (10.8) folgen, bis Apple langsam die Tiere ausgingen und man auf markante Plätze umstieg.
Neue Namen seit 10.9: OrteDer Surferort Mavericks machte den Anfang des neuen Benennungsschemas, OS X 10.10 erhielt den Namen des bekannten Nationalparks Yosemite und OS X 10.11 wurde nach dem markanten Berg "El Capitan" in selbigem Park bezeichnet. Auf die Gebirgskette Sierra (10.12) folgten High Sierra (10.13), die Wüste Mojave (10.14) und die Insel Catalina (10.15). Ein 10.16 gab es nicht, denn Big Sur (Küstenstreifen) trug Versionsnummer 11, abgelöst durch den Seeort Monterey (12), das westlich von Los Angeles gelegene Surferparadies Ventura (13) sowie das weltbekannte Weinanbaugebiet Sonoma (14) – um anschließend mit Sequoia (15) auf einen Nationalpark bzw. eine Baumart und mit dem aktuellen macOS Tahoe auf einen See zu wechseln. Letzteres ging mit der gleichzeitigen Umstellung einher, macOS 26 anstatt 16 zu verwenden.
Zahlreiche ungenutzte MarkeneinträgeWenige Tage vor der ersten offiziellen Präsentation der Systemupdates stellt sich daher wie üblich die Frage, was Apple diesmal als Namen aus dem Hut zaubern könnte. In den letzten Jahren arbeitete Apple dabei recht konsequent eine Liste an eingetragenen Marken ab, die man schon vor mehr als einem Jahrzehnt registriert hatte. Aus dieser sind noch folgende Einträge ungenutzt: California, Diablo (Berg & Canyon), Miramar (Stadt), Rincon (Surfort), Shasta (Berg), Farallon (Inseln), Tiburon (Stadt bzw. Halbinsel), Skyline, Mammoth (See bzw. Baumart), Redwood (Nationalpark und Baumart) sowie die Weinregion Napa.

Big Bear Lake als möglicher Namenspatron
Wird es diesmal Big Bear oder Emerald?Interessant ist ein Ort, der sich zwar nicht in der Markenliste befindet, wohl aber in einem Bildnamen. Beim Einladungslogo verwendete Apple nämlich eine Grafik mit "Project_Big_Bear_2026" in der URL – also einen weiteren See. Natürlich könnte es sich dabei um einen Projektnamen handeln, den Apple nur intern verwendet, allerdings sind geografische Bezeichnungen durchaus verdächtig. Ein anderer Anwärter ist "Emerald" (Bay), ein Teilabschnitt des Lake Tahoe. In der Vergangenheit titulierte Apple Updates, die sich vor allem um Stabilität und Bugfixing drehten, gerne mit Kombinationen des vorherigen Namens. Beispiele sind Leopard und Snow Leopard, Lion und Mountain Lion sowie Sierra und High Sierra. Aus dieser Logik heraus wäre Emerald denkbar, wenngleich es hierfür nicht so klare Belege wie im Falle von "Big Bear" gibt.