Bericht: Neue Funktionen von Gemini-Siri – es wird tatsächlich mehr als einst versprochen


Aus mehreren Berichten hieß es, die Präsentation vom ganz neuen Siri auf der WWDC 2024 sei allenfalls ein Konzept und Wunschdenken gewesen, nichts davon habe damals auch nur ansatzweise existiert. Angeblich erfuhren die Siri-Teams erst auf der Keynote, woran sie vermeintlich arbeiteten – in Wirklichkeit hatte man sich im Juni 2024 wohl nur damit beschäftigt, einen Beleuchtungseffekt nach Aktivierung des Sprachassistenten umzusetzen. Zwar betonte Federighi, die Präsentation sei mit tatsächlich funktionierenden Prototypen erstellt worden, doch an der Aussage gibt es viel Zweifel. Eineinhalb Jahre später weiß man nun, dass Apples eigene Versuche wohl allesamt gescheitert waren oder zumindest viel zu lang dauerten – Gemini muss es richten. The Information diskutiert in einem Artikel aber, dass dadurch deutlich mehr Features als damals angepriesen Einzug halten könnten.
Federighi deutete bereits an, was Gemini nun beherrschen wirdKenntnisse über frühere Konversationen sowie Kontextwissen über Apps hinweg, das sollten Kernfunktionen von Siri 2 werden. Federighi deutete im vergangenen Jahr aber schon an, dass die marktreife Version so viel mehr beherrsche, als man zunächst
dachte – was man als Hinweis auf ein Apple-eigenes LLM verstehen musste. Dieses stammt zwar nun von Google, dennoch dürfte Apple einige Features präsentieren, die damals nicht geplant waren. Dazu zählen dem Magazin nach, neben generell stark verbesserten Sprachfähigkeiten, folgende Punkte:
- Geschichten erzählen und erstellen lassen
- Wissensfragen im Unterhaltungsstil diskutieren und beantworten
- Aufgaben wie Käufe oder Reisebuchungen übernehmen
- Tasks über Apps hinweg bündeln, zum Beispiel eine Reiseroute entwerfen und diese direkt in Notizen speichern
- Emotionale Unterstützung bieten
Kein Gemini-Branding – Releasezeitpunkt unbekanntDer Nutzer bekomme laut The Information übrigens nicht mit, dass im Hintergrund Gemini arbeite – es werde an keiner Stelle entsprechendes Branding geben. Außerdem stelle Apple durch Feineingriffe einen Sprachstil sicher, welcher zur üblichen Ausdrucks- und Formulierungsweise im System passe. Derlei Vorgaben erreicht man normalerweise durch Anpassung der Prompts im Hintergrund, denn was der Nutzer eintippt, ist nicht genau das, was schließlich beim Modell landet. Welche der genannten Funktionen noch im ersten Halbjahr erscheinen (also mit Einführung von Siri 2) und was man erst auf der WWDC 2026 sehen könne, weiß das Magazin allerdings nicht.